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Erneute Harnröhrenstriktur nach Mundschleimhautplastik

K~ug%ar


Hallo MSH66,

Arbeitest Du schon wieder? Wie sieht es mit Schmerzen bzw. Sex aus, geht das schon wieder, bzw. Tut noch was weh? 7 Wochen ist ja eigentlich schon ne Ecke. Wie lange warst Du zu Deiner zweiten MSH in der Klinik?

Danke für Info.

Gruß

Kugar

J/o}sef38


Hallo Leute,

wollte hier mal unsere Erfahrungen bzgl. unseres Sohnes (26) kundtun.

- Als Kleinkind zweimal operiert (Hypospadie-Korrektur)

- Wg. Harnröhrenverengung 2x geschlitzt, ohne dauerhaften Erfolg (letzte 1997)

- Erste Mundschleimhautplastik 2006 mit teilweisen Erfolg (nicht in Hof)

- seit 2012 zunehmend Probleme beim Pinkeln, Urofow etwa 9-10 ml/s

- Nach langer Recherche, wo man operiert werden sollte, gabs nur zwei Möglichkeiten:

- Dr. Keller (Sana-Klinik Hof) und Fr. Dr. Fisch (Hamburg)

- Entscheidung für Hof, wg. der örtlichen Nähe

- 4 Wo. vor OP wird eine vorbereitete Urethrotomie (Schlitzung) unter Sicht durchgeführt

- Anfang April 2013 Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhautplastik

- nach drei Wo. Kontrastmittel-Untersuchung und Zystoskopie

- Mundschleimhaut gut eingeheilt aber noch kleiner Defekt (1,5 mm)

- Cystofix muss noch weitere 2 Wochen belassen werden und kein Pinkeln durch die Harnröhre

- Diese Möglichkeit wurde leider vorher nicht erwähnt

- Nach insgesamt 5 Wochen wieder Kontrastmittel-Untersuchung und Zystoskopie

- Ergebnis: alles sehr gut verheilt, annähernd kein Restharn, Uroflow 32ml/s

- Fazit: das medizinische Ergebnis ist sehr gut, sehr gute pflegerische Betreuung

- Die zwei zusätzlichen Wochen hätte man schon vorher erwähnen können

- Aber trotzdem: sehr zu empfehlen

M<SH6x6


Hallo Kugar,

sorry für späte Antwort. Also ich war 3 Wochen in Hof und danach noch 2 Wochen zu Hause. Das war ganz gut, um wieder zu Kräften zu kommen. Schmerzen habe ich keine mehr. Auch sonst funktioniert alles wieder bestens Sport, Sex :-)!

Der Eingriff ist jetzt 3 Monate her und ich brauche max 15-20 Sekunden zum wasserlassen selbst bei voller Blase - es ist jedesmal eine Freude :-). Auch Fahrrad fahr ich wieder - da spüre ich natürlich noch die Narbe aber mit einem Gelsattel geht das ganz gut.

In diesem Sinne bevor Ihr euch lange quält - macht diesen Eingriff- Auch wenn er unangenehm ist - das Ergebnis zählt.

M(ickedy70new


So, da bin ich wieder (Mickey70 von den ersten Seiten, leider habe ich nichtmal die Email von dem alten Account mehr, also nun einfach ein neuer... aber ich bins :))

Meine OP mit Mundschleimhaut war ja vor nun 5 Jahren. Der Flow war auch die ganze Zeit perfekt. Aber was soll ich sagen: Jetzt ist er etwas schlechter geworden :( qmax nur noch 21 ml/s und abnormaler Kurvenverlauf. ABER: Momentan habe ich auch eine Infektion dort und die Prostata ist wohl auch betroffen. Der Urologe sagte, dass der Flow in dieser Situation nicht so viel aussagt und man erstmal abwarten muss, bis die Infektion durch Antibiotika-Gabe wieder weg geht. Denn die Prostata kann in dieser Situation auch den Strahl verschlechtern. Trotzdem kennt ihr das ja: Man macht sich halt Gedanken. ... und besonders ich mach mich da verrückt. :(

Die OP hatte ich ja damals in Mannheim bei Dr. Knoll gemacht. Der hatte bei Prof. Fisch (HH) 'gelernt'. Leider ist er nicht mehr in Mannheim (war für mich 'nur' 1 Stunde Fahrt). Inzwischen würde ich, falls es wieder operiert werden muss, wohl nach Hamburg fahren. Ist zwar ein übel langer Weg für mich, aber die Prozeduren sind dort identisch zu meiner vorigen OP. Ich kenne es halt genau so schon. Und die meiste Erfahrung haben sie nun mal dort.

Was mich halt an der Sache ank**** (sorry): Scheinbar hat man, mit Pech, mit diesen Problem doch ein Leben lang zu tun. Da ist es nach der großen OP 5 Jahre lang perfekt und nun sowas.

Aber gut, ich warte jetzt erstmal den Rückgang der Infektion ab.

J|oeoxl


8-) Hallo, ich habe vor etwa 34 Jahren bei einem Autounfall unteranderem einen Abriß der Harnröhre erlitten. Etwa ein Jahr später wurde die Abrisstelle geschlitzt. Am 25. Juli bin ich in de rAmmerlandklinik operiert worden. Man hat mir ein Stück Mundschleimhaut von etwa 10 cm entnommen und damit in einer offenen Operation die Harnröhre über ein Stück von etwa 7 cm rekonstruiert. Am 30 Juli (5 Tage später) bin ich mit einem Harnröhren- und Bauch- Katheter nach Hause gefahren. Nachdem ich eine Woche zuhause war, bin ich wieder arbeiten gegangen, - mit Kathetern. Nach 12 Tagen habe ich nachts den Bauchkatheter verloren ohne es zu merken. 3 Tage später (also 14 Tage nach der OP) wurde ich untersucht und der OP Bereich wurde mit Kontrastmitteln geröngt. Leider war noch nicht alles Dicht, so dass der Katheter drin bleiben muss. Kommenden Donnerstag habe ich einen erneuten Termin. Ich habe den Katheter dann 4 Wochen drin und hoffe, dass er rauskommt, da er mich doch sehr stört und ich heftige Schmerzen habe, die auch mit Buskopan und Novalgin nicht wirklich verschwinden. Alles Weitere werde ich dann sehen, ich hoffe natürlich, das die Harnröhre offen bleibt und ich ersteinmal lange Zeit meine Ruhe habe, aber glauben tu ich das nicht wirklich.

Wenn es jemanden interessieert, werde ich gerne in unreglemässigen Abständen davon berichten.

N+athalxya


Ich habe mal eine Frage wegen der Mundschleimhaut. Ist nicht irgendwann der ganze Mund innen kaputt, wenn da ewig Schleimhaut rausgeschnitten wird, und wie schmerzhaft ist es im Mund, nachdem man die Schleimhaut entnommen hat. Ich stelle mir das extrem grausam vor.

Wegen der Vereengung Harnröhre: Warum kann man da keinen Stand einsetzen an der Stelle, wo es zu eng ist, so wie man es auch beim Herz macht? ":/

J@oeoxl


Hallo Nathalya, - bei mir hat man es einmal gemacht, 10 x 3 cm etwa, das wurde vernäht und ist immer noch nicht abgeheilt. Schmerzen habe ich nicht, es ist eher taub und innen geschwollen, ich denke, das wird aber wieder werden. Es gibt ja auch die Möglichkeit, ein bisschen Schleimhaut zu entnehmen (1 Quadratzentimeter) und diesen innerhalb von 3 - 4 Wochen auf die benötigte Größe zu züchten. Ich hoffe, mir bleiben weitere OPs in nächster Zukunft und auch in entfernter erspart :-)

Einen Stand kann man nicht setzen, weil die Harnröhre lebt, sie ist aus Schleimhaut und würde sich gegen den Stand wehren.

b;imb.amx77


Hallo liebe betroffenen Forumsmitglieder,

ich habe sehr interessiert die Beiträge bez Mundschleimhautplastik gelesen.

Ich (Mann, 40) bin ganz klassisch nach Hypospadiekorrekturen in der Kindheit (Harnröhre wurde damals aus Skrotalhaut geformt!!!!!!!), mehreren Verengungen und durch die Haare in der Harnröhre ständigen Infektionen ausgesetzt, nun an dem Punkt wo wohl nur noch eine Rekonstruktion der Harnröhre Sinn macht.

Ich werde gerne mehr zu meiner Anamnese schreiben, wenn das erwünscht ist, aber vorab erstmal folgende Frage...

Ich lese immer wieder dass ihr Hof und Hamburg empfehlt, aber mein Urologe meint ich solle zu Prof. Sohn nach Frankfurt.

Er sei ein Spezialist u. a. Transgender Spezialist und könne daher praktisch aus "nichts" etwas neu erschaffen, deshalb rät er mir zu ihm.

Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit Prof Sohn? Ich bin sehr verunsichert und sehr aufgeregt.

Habe in einer Woche mein vorbereitendes Gespräch mit ihm.

Vielen Dank schonmal im Voraus

:-)

M.ystx61


Hallo,

ich habe eine Harnröhrenverengung und wurde schon 2-mal innerhalb von 6 Monaten erfolglos geschlitzt.

Nun soll eine Rekonstruktion mit Mundschleimhaut vorgenommen werden.

Auf der Suche nach einer entsprechenden Klinik bin ich auf die Urologische Uniklinik in München Großhadern gestoßen und hatte dort ein ausführliches Gespräch mit dem Oberarzt Dr. Trischler.

Dr. Trischler würde die OP auch vornehmen und hat entsprechende Erfahrungen damit.

Nun meine Frage:

Hat jemand Erfahrungen mit der Urologischen Klinik Großhadern bzw. mit Dr. Trischler was die Rekonstruktion der Harnröhre betrifft. Bei dieser OP soll allerdings ein Teil der Vorhaut verwendet werden!

SHchwiKmmerl0x1


Hallo Leute,

dank euer Beiträge bin ich (45) nun auch in Hof gelandet. Nach einer Odyssee mit einer fehlgeschlagenen Schlitzung und einer rezidiven Mundschleimhaut-Plastik (Berlin St. Hedwig) hoffe ich dort auf den Erfolg. Die Mundschleimhaut-Plastik hat leider nur 1 Monat "gehalten", danach war der FLow wieder bei 6-8ml/s. Ich finde die Behandlung in Berlin ist etwas Fragwürdig. Besonders, weil man schon nach 5 Tagen wieder raus muß, etliche Kilometer fahren und zu Hause sich selbst überlassen ist. In meinem Fall bin ich 14 Tage später wieder retour nach Berlin und der Katheder wurde gezogen. Eine Röntgenaufnahme wurde gemacht und wieder ab nach Hause. Nach zwei Wochen war ich dann auf Arbeit.

In Hof scheint mir das Sicherer wenn man auch "ewig" ans Bett gefesselt ist, aber lieber so als ein Rezidive.

Die Vor-OP habe ich bereits hinter mir und warte nun die 4 Wochen ab bis zur Re-Plastik. Vielen Dank an "StraightFlush86" deine Beiträge haben mir sehr geholfen.

Viele Grüße an alle *:)

DmontIKqnowx2


Hallo zusammen,

gibt es eigentlich irgendjemand, bei dem die Mundschleimhautplastik möglichst dauerhaft Erfolg hatte? Man liest hier immer wieder, dass spätestens nach ca. 5 Jahren wieder alles schlechter wurde. Wie kommt es dann zu den relativ positiven Statistiken von Erfolgsquoten zwischen 80 – 90 %?

Hat jemand Erfahrung mit Mucocell o.ä. Verfahren?

Viele Grüße an alle und @Schwimmer01 viel Erfolg bei deiner anstehenden OP

Sychwim>mer 01


Hallo DontKnow2,

danke für deine Unterstützung. also zu Mococell kann ich nur sagen dass es in Berlin St. Hedwig (noch) angewendet wird. Aber es ist nach wie vor in der Testphase. Man muß sogar zuzahlen falls man es haben möchte. In Gesprächen mit einigen Urologe wurde mir außerdem indirekt von Mucocell abgeraten. Man hat halt keine Langzeiterfahrungen und wer möchte schon gern als Versuchskaninchen herhalten.

VG

l|oeYwe0x1


Hallo Leute,

ich kann nur sagen, dass mir die Methode mit der Mundschleimhautplastik sehr geholfen hat. Ich hatte eine stark verengte Harnröhre, vermutlich durch eine Verletzung derselbigen durch mehrere Katheter, ich muß dazu sagen. Ich hatte einen Schlaganfall mit Einblutungen ins Gehirn. Außerdem habe ich eine Lebertransplantation gehabt. Soweit alles Überstanden und mir geht es denn Umständen ganz gut.

Aber dadurch kam es vermutlich zu der Verletzung bzw. Verengung der Harnröhre. Die Harnröhre wurde zweimal geschlitzt, mit dem Erfolg nach jeweils etwa 2 Monaten kamen die Probleme zurück.

Also blieb nur nur noch die Mundschleimhautplastik als Möglichkeit, die OP erfolgte Anfang November 2013 im Elisabethkrankenhaus Berlin-Lichtenberg.

Nach 6 Tagen konnte ich das Khs verlassen mit Katheter, ich bekam zwei Beutel mit für den Tag welcher am Unterschenkel des Beines ( 1,5 Liter ) befestigt wurde und einen für die Nacht ( 2 Liter ).

Nach ca. 14 Tagen erfolgte das ziehen des Katheters im Khs. und eine Überprüfung der Leerung der Blase, alles verlief zur Zufriedenheit der Ärzte. Bei den regelmässigen Kontrolluntersuchungen durch meinen Urologen und der Flow sind sehr Positiv verlaufen. Ich bin sehr optimistisch das es diesmal anhält, meine Lebensqualität hat sich stark verbessert.

VG

S|chw,iCmmerx01


Hallo loewe01,

genauso wars bei mir auch in Berlin im St. Hedwig. Nur leider sind Nahtstellen (Anfang und Ende) nicht optimal verwachsen oder vernäht und ich hab wieder eine Eng-stelle. Dauerte knapp 2 Monate. Aber ich drück dir die Daumen, dass du Glück hast. Die Chance steht immer 92% bei der ersten OP mit Plastik.

VG

Skchwimhmer01


Eine Frage hätte ich noch an loewe01,

was haben sie dir bei der Entlassung gesagt wann du wieder Sport, Sex usw. haben darfst?

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