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Erneute Harnröhrenstriktur nach Mundschleimhautplastik

M1oonapxie


Kurzer Statusbericht von mir.

Ich musste die OP leider um vier Wochen verschieben, da ich krank (Grippe) geworden bin.

Inzwischen bin ich aber in HH und würde vor zwei Tagen erfolgreich von Frau Professor Dr. Fisch operiert.

Die OP verlief planmäßig, im bulbären Bereich wurden mir 3 cm Mundschleimhaut eingesetzt und im penilen Bereich wurde die der Ausgang geschlitzt und mit der vorhandenen Harnröhre vernäht.

Kämpfe jetzt natürlich noch mit den Nachwirkungen der OP, sprich ich kann mich nicht so recht mit dem Bauchdeckenkatether anfreunden und frage mich, wie ich damit 3 Wochen verbringen soll. Stuhlgang hatte ich auch noch nicht, habe irgendwie Angst, dass ich dabei Urin in die operierte Harnröhre bekomme.

Mdoondpiie


Update:

Konnte die Klinik nach 6 Tagen mit Harnröhren- und Bauchdeckenkatheter verlassen.

Dank Beinbeutel ist der Bauchdeckenkatheter jetzt auch ganz erträglich geworden. Am meisten stört jetzt noch der Katheter in der Harnröhre, dieser kommt leider erst nächste Woche beim Urologen raus. In zwei Wochen geht es dann nochmal nach HH zur Prüfung ob alles dicht ist und dann kommt auch der Bauchdeckenkatheter wieder raus.

Bis jetzt bin ich also mit dem Ablauf sehr zufrieden und möchte schon mal ein großes Kompliment an die urologische Abteilung des UKE in Hamburg richten!

Ich melde mich dann in ca. zwei Wochen nochmal.

sqaAlbcei2x1


Hallo zusammen,

mit Interesse habe ich den Operationsablauf von Moonpie im UKE Hamburg gelesen. Die Operationsabläufe im der SANA Klinikum in Hof und Hamburg unterscheiden sich. Daher hier eine kurze Beschreibung des OP-Ablaufes in Hof. Ich bin nach einer Voroperation im Februar Anfang März im SANA Klinikum Hof operiert worden. Es wurden 7 cm Mundschleimhaut verpflanzt.

1. Ca. 4 Wochen vor der MSH-Verpflanzung wird eine Schlitzung der Harnröhre durchgeführt; dabei wird die Striktur vermessen und eine Inspektion der Blase usw. vorgenommen (3 - 4 Tage Klinikaufenthalt).

2. Am Tag vor der Operation wird eine vollständige Darmentleerung vorgenommen. Nach der Operation musste ich 7 Tage strenge Bettruhe einhalten. Die ersten 3 Tage nach der Operation erfolgt Ernährung über Infusionen. Der 7. Tag nach der Operation ist der sogenannte "Befreiungstag", d.h. der Verband wird entfernt und man darf aufstehen. Am 10. Tag nach der Operation werden die Klammern entfernt. Einen Tag später am 11. Tag nach der OP wurde ich mit einem Harnröhrenkatheder entlassen.

3. Zwischen dem 19. und 22. Tag nach der Operation erfolgt eine Wiederaufname ins Krankenhaus in der Regel für 2 Tage. Der Katheder wird dann gezogen; es erfolgt eine Röntgenaufnahme und Spiegelung der Harnröhre. Wenn alles in Ordnung ist wird man am 2. Tag wieder ohne Katheder entlassen.

Tragen von Beinbeuteln ist wegen der Verkeimungsgefahr nicht vorgesehen.

:-)

Mit der OP bin ich bisher zufrieden. Taubheitsgefühle im Mund habe ich nicht.

SRtraUigh.tFlxush86


20Tage mit dem Harnröhrenkatheter?? Das ist in der Tat neu. Was ist mit dem Bauchdeckenkatheter?

s aljbei&21


Hallo,

zur Frage von StraightFlush86: Einen Bauchdeckenkatheder habe ich bei der Operation nicht gesetzt bekommen. Auch der Mitpatient im Zimmer, dem auch MSH verpflanzt wurde, hatte - wie ich - 20 Tage nur einen Harnröhrenkatheder.

S,traEigh'tFlEush86


Nur ist gut....dann haben die das wohl geändert. Aber 20 Tage mit nem Harnröhre Katheter geht ja gar nicht. Die Nächte sind damit der absolute Horror.

s{aElb:e6i21


Für alle, die es interessiert: Morgen am Dienstag, 21. April, um 20.15 Uhr wird im Gesundheitsmagazin Visite auf NDR 3 folgender Beitrag zur Verpflanzung von Mundschleimhaut in die Harnröhre gezeigt:

Operation Leben - Nichts läuft mehr

Nach einem Unfall in seiner Kindheit - Tobias S. war mit voller Wucht auf die Fahrradstange geknallt - ist die Harnröhre an einer Stelle mehr und mehr vernarbt. Er benötigt einen Bauchkatheter, da der Urin die entstandene Verengung inzwischen nicht mehr passieren kann. Jetzt soll Tobias S. im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf operiert werden. Die Ärzte wollen ein Stück Mundschleimhaut aus seiner Wange in die Harnröhre transplantieren, um die verengte Stelle wieder zu erweitern.

h/answu}rs%t9


War gestern zum Flow, immer noch alles Super. Kann HH und Doc Dahlem nur Empfehlen.

Ein neues Lebensgefühl, wie selbstverständlich es doch nun ist schnell Wasser zulassen. Habe hier viel über die OP den Aufenthalt etc. geschrieben. Bei mir ist es im Juni 1 Jahr her. Melde mich in 6.Monaten wieder wenn der nächste Flow gemacht wurde.

Viel Glück allen anderen

sQalb exi21


Beigefügt der Link zum Beitrag im Gesundheitsmagazin Visite "Verpflanzung von Mundschleimhaut in die Harnröhre am UKE Hamburg" am 21.04.2015:

[[http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Operation-Leben-Nichts-laeuft-mehr,visite10696.html]]

MUoonxpie


@ salbei21,

Danke für den Link - war doch nochmal sehr interessant zu sehen, wie es in der OP abläuft, den Teil habe ich ja selber nicht mitbekommen. Ansonsten war es bei mir 1:1 gleich, mit der Ausnahme, dass ich bei der Nachuntersuchung (3 Wochen nach der OP) noch eine leichte Undichtigkeit festgestellt wurde. Ich soll den Bauchdeckenkatheter also noch 10 weitere Tage tragen um auf Nummer sicher zu gehen. Da ich eine weitere Anreise habe (NRW), kann ich die Katheterentfernung und die UroFlow-Messung bei meinen örtlichen Urologen vornehmen lassen.

Lt. Röntgenbild in HH, ist das Transplantat aber erfolgreich angewachsen und die Harnröhre sollte wieder ein ordentliches Wasserlassen ermöglichen! :)^ Ich bin gespannt und melde mich dann nochmal nächste Woche, wenn ich dann hoffentlich wieder durch die Harnröhre pinkeln kann! ;-D

M4oyonpixe


So, war am Montag beim Urologen, dieser hat mir den Bauchdeckenkatheter entfernt und eine UroFlow-Messung vorgenommen. Statt einem Max-Flow von 4,1 ml/sek. liege ich jetzt bei 32 ml/sek. :)= ;-D

Was ich allerdings anfangs stark hatte (mittlerweile nur noch leicht), war ein ziehen in der Blase sobald die Blase leer (also mit dem letzten Rest Urin aus der Harnröhre) war. Der Urologe meinte das wäre normal und würde sich in den nächsten Tagen geben (kann ich bisher auch bestätigen, ist nur noch leicht schmerzhaft).

J-oeoxl


Hä hä, ich hatte bei der ersten Op den Katheter 6 Wochen drin. Der Bachdecken Katheter war mir glaube ich in der ersten oder zweiten Woche rausgeflogen. Bei der zweiten Op hat sich der aus der operierten Harnröhre 4 Tage nach der Op verflüchtigt, den musste ich dann 2 Tage später wieder legen lassen. 3 Wochen bin ich mit dem Harnröhren Katheter arbeiten gegangen, kann ich nicht wirklich empfehlen :)

BPerni6e_x26


Hallo zusammen,

habe mich gerade angemeldet, da bei mir auch eine Harnröhrenplastik wohl ansteht. Habe 2 Strikturen und zusätzlich noch eine Blasenhalsstenose als Überbleibsel einer TURP vor einem Jahr. Toll.

Vielen Dank an alle für die umfangreichen Informationen über Eppendorf und Hof, die Webseiten der Kliniken sind sehr sparsam mit Informationen.

Ich wurde gerne mal hier eine Gegenüberstellung der OPs in HH und Hof einstellen, dafür fehlt mir noch die ein oder andere Info. In Hof muss man sich ja 4 Wo vor der OP zur Schlitzung und Ausmessung vorstellen. Ist das in Eppendorf ähnlich? Habe gehört, dass dort etwa 3 Monate (?) vor der OP die Harnröhre nicht belastet werden soll, man also einen Bauchdeckenkatherder trägt. Wenn ja, wie geht das vor sich? Fährt am vor der OP dorthin und lässt sich den Katheder legen, oder kann man das beim Urologen zuhause machen (habe 600 km Anfahrt) ??

In Hof gibt's 7 Tage strenge Bettruhe. Habe im letzten Jahr 2 OPs hinter mir (TURP und Gallenblase), da viel es mir schon schwer, zwei Tage zu liegen, da ich Rückenschmerzen bekam. Was macht man da in Hof? Hat das denn dort Sinn, wenn man solche Probleme durch das Liegen bekommt? Ein Risiko ist IMHO auch die Möglichkeit einer Lungenentzündung, Dekubitus etc.

Wie "überlebt" man die weite Fahrt von HH nachhause nach der OP, ich denke man sollte nicht so lange sitzen. Welche Optionen hat man da?

Das Video der OP in HH ist sehr aufschlussreich. Es handelt sich dort aber um einen Privatpatienten, weder in HH noch in Hof werden die Chefärzte Kassenpatienten operieren. Gibt's da auch Erfahrungen?

Sorry für die vielen Fragen, aber wenns da auch noch Antworten zu gibt, werde ich als Danke mal eine Gegenüberstellung der OPs in HH und Hof machen, damit "Neue" so wie ich sich schnell zurechtfinden.

J;osefx38


Hallo,

hier mal unsere Erfahrungen, bzw. die unseres Sohnes (damals 26) in Hof:

Anamnese:

Als Kleinkind zwei Hypospadie-OPs), später wg. Harnröhrenverengung 2 Schlitzungen ohne dauerhaften Erfolg.

Erste Mundschleimhautplastik 2006 mit geringem Erfolg (nicht in Hof), seit 2012 zunehmend Probleme beim Pinkeln,

Urofow etwa 9-10 ml/s. Nach langer Recherche gabs nur zwei Möglichkeiten: Dr. Keller (Hof) und Fr. Dr. Fisch (Hamburg).

OP in Hof, hier die damalige Vorgehensweise:

- 4 Wo. vor OP wird eine vorbereitete Urethrotomie (Schlitzung) unter Sicht durchgeführt

- Anfang April 2013 Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhautplastik

- 1 Woche strikte Bettruhe (kein Dekubitus bzw. Pneumonie, aber schon Rückenschmerzen

- meines Wissens darf man jetzt nach zwei Wochen etwa eine Woche nach Hause

- nach drei Wo. Kontrastmittel-Untersuchung und Zystoskopie

- Mundschleimhaut gut eingeheilt aber noch kleiner Defekt (1,5 mm)

- Cystofix muss noch weitere 2 Wochen belassen werden und kein Pinkeln durch die Harnröhre

- Diese Möglichkeit wurde damals leider vorher nicht erwähnt

- Nach insgesamt 5 Wochen wieder Kontrastmittel-Untersuchung und Zystoskopie

- Ergebnis: alles sehr gut verheilt, annähernd kein Restharn, Uroflow 32ml/s

- Fazit: das medizinische Ergebnis ist sehr gut, sehr gute pflegerische Betreuung

- Die zwei zusätzlichen Wochen hätte man schon vorher erwähnen können

- Aber trotzdem: sehr zu empfehlen

A-nton#io2


Hallo antego80,

ich kann Dir nur empfehlen eine Mundschleimhautplastik mit MukoCell durchführen zu lassen. Ich habe damit sehr gute Erfahrung gemacht. Es ist ein neues Verfahren, welches die Entnahme von Mundschleimhaut vermeidet. Bei Mukocell wird Dir nur eine kleine Zellbiopsie aus dem Mund entnommen. Aus dieser Zellbiopsie werden innerhalb von 3 Wochen mehrere Zelltransplantate im Labor gezüchtet. Ich habe es in Berlin bei Prof. Knispel machen lassen. Ich bin sehr zu frieden.

Die Firma welche die Transplantate herstellt, heißt UroTiss.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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