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Psa-Wert

EWrdbeeQr?ex23 hat die Diskussion gestartet


hallo,

kennt sich hier jemand mit dem PSA-Wert bei männern aus?

mein vater ist 63 und hat beim urologen zunächst einen psa-wert von 4,5 gehabt, der urologe sagte aber, da die prostata altersgemäß aussah und geschmeidig war, solle man warten. jetzt, ein paar monate später, ist der wert bei 6,5 und der urologe möchte die prostata anstechen und eine probe entnehmen.

weiß jemand, wie gefährlich diese untersuchung ist? es wurde gesagt, sie sei unsteril und coli-bakterien verbreiten sich danach oft, das risiko sei hoch usw.

oder sollte man bei dem wert, keinen beschwerden usw erstmal abwarten?

mein vater macht sich verrückt und weiß nicht, was er tun soll....

Antworten
N=ikk4ie1x00


Hallo,

also der Wert von deinem Papa ist wirklich eindeutig erhöht. Das kann von einer gutartigen Vergrößerung oder Entzündung der Prostata kommen, aber kann eben auch durch eine Krebserkrankung. Daher will der Urologe auf Nummer sicher gehen. Dass dein Papa keine Beschwerden hat, das sagt eigentlich überhaupt nichts aus. Bei Beschwerden, welche von einem Krebs verursacht werden, wäre der PSA-Wert sehr viel höher und der Krebs relativ weit fortgeschritten.

Mein Vater bekam mit 53 letztes Jahr die Diagnose Prostatakrebs. Er hat eine Total-OP bekommen und bisher geht es ihm gut, ist allerdings noch nicht so lange her.

Klar gibt es Risiken bei so einem Eingriff, aber ich würde es machen lassen. Es ist unangenehm, aber danach habt ihr erstmal Gewissheit.

Wie ist der Tastbefund? Was sagt der Ultraschall? Wurde der Ultaschall vor der Blutentnahme gemacht? Ist dein Papa Rad gefahren oder hatte Geschlechtsverkehr vorher. Das kann den Wert in die Höhe treiben.

Nichtsdestotrotz, ab einem Wert von 4,5 in dem Alter wird zu einer Biopsie geraten. Ihr müßt nun auch nicht in Panik verfallen, aber ich würde das auf jeden Fall im Auge behalten.

Ihr könntet noch das freie PSA bestimmen lassen, da kann man im Verhältnis nochmal was daraus ableiten.

[[http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/tumormarker/psa.htm]]

Alles Gute :)*

Nqikki*eX10x0


ok, sorry ich hatte da was überlesen. Versteh ich das richtig, dass der Wert erst bei 4,5 lag und dann auf 6,5 hochging? Dann würde ich auf jeden Fall lieber eine Biopsie machen lassen. Wieviel Zeit verging zwischen den Werten? In ein paar Monaten ist so eine Erhöhung doch schon relativ viel. 4,5 ist grenzwertig gewesen, daher wollte der Urologe warten. Da jetzt der Wert nun tatsächlich höher geworden ist, will er nun die Biopsie machen.

Ich kann nur sagen, wie es bei meinem Papa war. Der Psa Wert war jahrelang so um die 7. Für sein Alter viel zu hoch. Eine Biopsie war negativ. Der Wert stieg aber allmählich immer höher. Aber er wollte keine Biopsie mehr, weil das eben schon unangenehm ist. Doch dann war der Wert plötzlich bei 17! Es kam raus dass er einen mittelaggressiven Krebs hatte. Bei so einem hohen Wert hätte man noch mit schlimmeren rechnen müssen. Aber der Krebs war zum Glück noch auf die Prostata beschränkt.

Ultraschall und Tasbefund hatten nichts ergeben, da war immer alles super!

Ich versteh dass dein Papa Angst hat, aber wenn wirklich was sein sollte, ist es immer besser früh Bescheid zu wissen. Prostatakrebs ist gut behandelbar! Und wenn es gar nichts ist und er gesund ist, umso besser. Dann ist er wenigstens die Sorge los..

Ja, jetzt hab ich schon wieder viel erzählt, aber mir liegt das so am Herzen. Ich hatte mich überall informiert, vor der Biopsie, aber ich wra mir eigentlich fast sicher, was er als Befund bekommen würde. Und so war es auch. Aber der Wert war auch viel höher, allerdings überraschte das auch die Ärzte.

Naja egal, auf jeden Fall hoffe ich natürlich, dass es bei deinem papa nur eine Entzündung oder sowas ist :)*

H0ans}e-40


PSA-Wert, Ausschluß Prostatakrebs

Hallo Erdbeere 23,

was Dir Nikkie 100 erzählt hat, ist völlig korrekt.Was die Angst Deines Vaters vor der Prostatabiopsie anlangt, kann ich Dir sagen,

daß man diesen Eingriff auch in Kurznarkose durchführen kann.

Desweiteren gibt es eine unsterile Probenentnahme die durch den

After,also vom Darm aus genommen wird und eine sterile Methode,

die vom Damm aus - also Einstich von außen- zwischen Hoden und After, durchgeführt wird. Die sterile Methode wird in Kurznarkose

im Krankenhaus ambulant durchgeführt und erlaubt wegen der sterilen Durchführung wesentlich mehr Probeentnahmen und ist

dadurch auch aussagekräftiger !!! Es können dabei bis zu 16 Pro

ben entnommen werden. Erkundigt Euch mal, auf welcher urologischen Abteilung in welchem Krankenhaus die sterile Metho

de in Kurznarkose durchgeführt wird!!!

Bleibt dran, die Abklärung ist wichtig.

Herzliche Grüße Hanse-40

HRanse~-40


An Erdbeere 23

Hallo Erdbeere 23, hast Du meinen Beitrag nicht gelesen? Ich vermisse Deine Antwort bzw. Fragen , falls Du noch welche zum Thema hast. Da Deine Fragen in mein Spezialgebiet fallen, kannst Du auch mit kompetenten Antworten

rechnen. Herzlich Hanse-40

cpystixfox


Also eine Prostatastanzbiopsie ist nicht gefährlich. unter Antibiose treten Infekte wie Prostataentzündungen sehr selten auf. Das Urin/samen/Stuhl anfangs blutig sein können wäre normal. Selten tritt aufgrund der Schwellung der Prostata danach ein Harnverhalt auf.

Dein Vater sollte die Probenentnahme machen lassen. Wir machen die ambulant, unter lokaler Analgesie; also keine Narkose. Bisher hat sich noch keiner beschwert das dies extrem unangenehm oder schmerzhaft sei. Auch bei einer transrektalen Stanze kann man viele Proben nehmen. Wir nehmen 30 Stück. Je mehr Proben, desto höher die Aussagekraft. Die Suche nach Krebszellen kann sonst wie das Suchen der Nadel im Heuhaufen sein.

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