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Spermiogramm sagt "alles tot", aber Ex-Freundin schwanger

UHlricKhm6x5


@ ichbinsbloß

Wenn ich es GENAU gewusst hätte, dann hätte ich auf die Spermauntersuchung ja verzichten können. Gelle?

Und wenn ich in einer intakten Beziehung bin, dann lasse ich keine Spermauntersuchung machen um herauszufinden, ob mein Partner mich wirklich so doll liebt und so treu ist. Denn dann GEHE ICH MAL DAVON AUS. Nach einer Trennung kann das aber dann doch mal schon bissl anders gesehen werden, ganz besonders dann, wenn auf einmal Ungereimtheiten auftauchen.

Schon komisch: Einen gewissen XXX hat sie angebelich seit 1,5 Jahren nicht mehr gesehen, obwohl sie vor einigen Wochen noch intensiven Kontakt per sms mit ihm hatte und der in der Nähe wohnt und den sie zum Quatschen eingeladen hatte, was nicht dazu kam, weil ich an dem Abend sagte, ich wolle zu ihr kommen. Habe ich tatsächlich damit das einzige Zusammentreffen der beiden "zum Quatschen" vereitelt? Also bitte, stinkt doch zum Himmel. Und DANN macht man die Untersuchung schon.

i{chb7ins_bloxß


Nunja, du bist dir deiner Dinge sehr sicher. Was auch immer war, wir hier zumindest werden es niemals rausfinden und du wirst es vielleicht nur mit viel Glück irgendwann erfahren.

Dir bleibt nun lediglich die Vaterschaft nach der Geburt anzuzweifeln und ggf. einen Rechtsstreit auf dich zu nehmen. Dieser Rat wurde dir bereits gegeben. Wir können von hier aus auch nicht mehr ausrichten als dir das anzuraten.

Und wie gesagt, wer hier wem fremdgeht oder nicht, weiß der Geier oder vielleicht meine Kristallkugel ;-)

Ujlrichsm65


@ ichbinsbloß

Nun, wenn ich mir meiner Sache sehr sicher wäre, würde ich hier nicht nach Prognosen, Meinungen und Einschätzungen anderer suchen. Sicher bin ich mir, dass die Situation zum Einen, ganz besonders aber der Ausgang der Spermauntersuchungen mir wahrhaftig quasi die Unterzeichung einer Vaterschaftsanerkennung verbietet. Wer ist so dumm sowas zu tun? (Nach Trennung).

Natürlich, 100%ige letztendliche Gewissheit kann nur ein Vaterschaftstest bringen. Dieser würde ja wohl von Gericht im Falle einer Vaterschaftsklage angeordnet werden.

Die Situation ist insofern gerecht, als das sie meiner Ex ja nur dann schlaflose Nächte bereiten kann, wenn sie GRUND zur Sorge hat. ;-)

Leider fiel ihr nichts besseres ein, als ich sie von der Spermauntersuchung in Kenntniss setzte, als mir zu drohen. Somit ist für mich alles gesagt, und ich möchte keine weiteren Gespräche mit ihr.

Bitte nicht verwechseln: Ich bin nicht auf Rache aus. Ein Seitensprung mag schnell passiert sein. Allerdings sollte spätestens jetzt Klarheit verschafft werden können. Ich will niemandem wirklich etwas böses, auch nicht meiner Ex. Aber ich bin fest entschlossen, mit gegen Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen.

LG

F+rabaxnk


[[http://www.testcountry.com/details.html?cat=88]]

Obwohl das vor Gericht wohl nicht anerkannt werden wird wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

Aber bei zwei Spermiogrammen mit absolut 0% Beweglichkeit und anderem Mann im Spiel hätte ich da größte Zweifel. Bei vollständiger Unbeweglichkeit der Spermien (Nekrozoospermie) oder vollständigem Fehlen (Azoospermie) darf ein Arzt nach einer Vasektomie doch auch "Entwarnung" geben, um juristisch auf der sicheren Seite zu sein.

Ich würde mir die Spermiogramme schriftlich geben lassen und vielleicht ein weiteres bei einem anderen Urologen zur Absicherung machen lassen. Denn die können manchmal recht unterschiedlich ausfallen. Beim Urologen hatte ich beispielsweise einmal nur 5 Mio. und ein anderes Mal 10 Mio. und in einer KiWu-Praxis dann 67 Mio. und 86 Mio.

Aber bei Nekrozoospermie ist das eigentlich recht sicher, wenn das Labor keine Fehler gemacht hat.

Gruß

U[lric?h@m65


@ Fraank

ja, ein 3. Spermiogramm bei einem anderen Urologen habe ich ebenfalls in Erwägung gezogen. Leider wird die Spermauntersuchung nicht von der Krankenkasse bezahlt und ich muss sie aus eigener Tasche bezahlen. Ich las im Internet, dass ein Spermiogramm 30 bis 60 Euro kosten würde. Mein Urologe sagte allerdings etwas von etwa 20 Euro. Somit werde ich demnächst eine Rechnung über 40 Euro für die beiden Untersuchungen bekommen. Ich finde den Preis recht tragbar. Sollte mir auch ein anderer Urologe für 20 Euro ein Spermiogramm machen, werde ich das wohl demnächst noch tun. Allerdings möchte ich die Karenzzeit dann mal weniger als 5, nämlich nur etwa 2 bis 3 Tage halten, was irgendwie "natürlicher" ist, finde ich.

Ja, ich werde die Spermiogramme schriftlich bekommen, sagte der Arzt, wird aber ein paar Wochen dauern.

Ob wirklich ein andere Mann im Spiel war, das liegt an der Deutung von "im Spiel". Ob "sie" einen Seitensprung hatte kann ich nicht sagen, aber dass sie sms Kontakt zu einem XXX hatte und sich ihn zu sich einlud an einem Tag wo ich arbeiten war, ist sicher (kam aber nicht dazu, weil ich mich anmeldete). Und der XXX wohnt nicht weit weg und eine Freundin von ihr sagte mir: Ich weiss, dass sie XXX schon immer toll fand. Jetzt sagte sie: Sie hat XXX seit 1,5 Jahren nicht gesehen. Soviel zum Thema anderer Mann im Spiel. Nicht mehr nicht weniger.

Danke für deine Ausfürhungen.

LG

i4chbi<nsbloß


Wird denn ein Spermiogramm für 20 Euro überhaupt anerkannt als grundlegender Beweis einer ausschließbaren Vaterschaft?

Dann kann ja jeder mit Sterilisierung auch sowas behaupten, obwohl dort miniminimale Chancen bestehen, dass es zu einer SS kommt. Aber eine Sterilisierung ist schließlich noch aussagekräftiger als tote Spermien in einem Spermiogramm. Gehört hab ich davo allerdings noch nieeeee was, dass sowas geht ;-)

Vaterschaftstest abwarten ;-)

Foraanxk


Dann kann ja jeder mit Sterilisierung auch sowas behaupten, obwohl dort miniminimale Chancen bestehen, dass es zu einer SS kommt.

Nach einer erfolgreichen Sterilisierung (Azoospermie=keine Spermien in der Samenflüssigkeit) kann es zu keiner Schwangerschaft mehr kommen, jedenfalls nicht vom sterilisierten Partner ;-)

Deshalb werden nach einer Sterilisierung auch Kontrollspermiogramme und ein Gutachten erstellt. Stellt der Arzt fest, dass die Sterilisierung erfolgreich war, obwohl noch vereinzelt lebende Spermien vorhanden sind, und kommt es doch zu einer Schwangerschaft, so haftet er dafür.

i+chbins-bxloß


Doch kann es, nennt man Spätrekanalisation ;-)

Die Sterilisation des Mannes hat auch nach Jahren immer noch einen PI von 0,1. Das bedeutet, dass von 1000 Paare genau eines schwanger wird pro Jahr, trotz dass der Mann eigentlich als unfruchtbar anerkannt ist.

[[http://www.frag-einen-anwalt.de/Kind-trotz-Sterilisation-Anspruch-auf-Unterhaltszahlung-vom-Arzt__f18789.html]]

Hier auch ein sehr hübscher Beitrag mit selbigem Thema und Antwort eines Anwaltes :-)

iMchbin?sbloß


Auch zu deiner Haftungsfrage findest du dazu gleich den Gegenbeweis ;-)

gpwe2ndo)lynn


Der Mann einer Freundin von mir galt wegen abgestorbener Spermien auch als teilweise zeugungsunfähig, hat aber 4 Kinder produziert. Für ganz ausgeschlossen halte ich es also nicht, dass du der Vater sein könntest.

s8chwetbe-)biexnchen


wenn sie im 6. Monat ist, ihr 2 Wochen auseinander seid und ihr 4-5monate ein paar ward, dann kannst du doch gar nicht der Vater sein.. oder?

Außerdem würde ich nie die vaterschaft anerkennen, wenn ich es womöglich nicht wäre, Unterhalt ist nicht gerade wenig!

Fcrvaank


Doch kann es, nennt man Spätrekanalisation

Das kommt nur dann vor, wenn die ligierten Samenleiter nicht richtig "verknotet" worden sind.

In diesem Falle würde das Spermiogramm aber auch positiv ausfallen und der Arzt würde sich strafbar machen, wenn er Entwarnung gäbe! Aber wie soll denn eine Schwangerschaft eintreten können, wenn von 50 Mio. Spermien 100% unbeweglich sind und die Eizelle nicht erreichen können? Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

Zu dem Link kann ich mich nicht äußern, da die Seite nicht gefunden wird ;-)

UDl ricchms65


Zitat: Wird denn ein Spermiogramm für 20 Euro überhaupt anerkannt als grundlegender Beweis einer ausschließbaren Vaterschaft?

Das war doch nie Sinn und Zweck der Spermiogramme. Sondern: 1. Damit ich abschätzen kann wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich der Vater sein kann, was mich schliesslich enorm beunruhigt, da meine gesamte Zukunft davon abhängt. Ausserdem: Nur wenn ich dem Gericht klarmachen kann, dass ich durchaus BERECHTIGTE Gründe für die Nichtanerkennung der Vaterschaft habe, bekomme ich Prozesskostenhilfe zuerkannt. Darum geht es.

@ schwebe-bienchen

Zitat: wenn sie im 6. Monat ist, ihr 2 Wochen auseinander seid und ihr 4-5monate ein paar ward, dann kannst du doch gar nicht der Vater sein..

Wir waren fast ein Jahr ein Paar, seit letztem Sommer.

@ gwendolynn

Zitat: Der Mann einer Freundin von mir galt wegen abgestorbener Spermien auch als teilweise zeugungsunfähig, hat aber 4 Kinder produziert.

Nun, das mag sein, und um herauszufinden ob ich nun ein bissl teilweise zeugungsunfähig bin, oder mehr teilweise oder arg unfahig oder sehr sehr sehr unfähig... DESHALB die Untersuchungen; mit dem Ergebnis: Doch wohl sehr sehr arg unfähig. 4 Kinder würd ich so ja wohl nicht hinbekommen können. Denn dazu braucht man bewegliche Spermien im Ejakulat und keine toten.

Gruss

ikchb*ionsbloß


[[http://www.frag-einen-anwalt.de/Kind-trotz-Sterilisation-Anspruch-auf-Unterhaltszahlung-vom-Arzt__f18789.html]]

i9chb{insxbloß


Der Link sträubt sich *gg* na ich kopier es mal, auch wenn es sehr viel ist, da es zur Sache beiträgt:

Guten Tag,

ich, männlich, habe mich im März 2005 sterilisieren lassen (Vasektomie). Nach der OP habe ich 2 Tests des Erfolges der OP durchführen lassen (Mai und Oktober 2005). Beide Test konnten keine Spermien mehr festellen.

Im Januar 2006 wurde meine Frau schwanger und hat im Oktober ein Kind bekommmen. Unter der Voraussetzung, das ein Vaterschaftstest nachweisen kann, das ich der Vater bin:

-Kann ich einen Anspruch auf Unterhaltszahlung gegen den Arzt geltend machen?

- Auf welcher gesetzlichen Grundlage ist das möglich?

- Gibt es Referenzurteile die positiv für den Ankläger ausgekanngen sind?

- Wie hoch ist die Chance auf Erfolg der Klage, bzw lohnt sich diese?

Vielen Dank für Ihre Rechtsberatung

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen summarisch wie folgt beantworten möchte.

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist der ärztliche Vertragspartner in den Fällen einer aufgrund ärztlichen Verschuldens misslungenen Sterilisation den Eltern des somit "unerwünscht" geborenen Kindes zum Schadensersatz wegen der hierfür entstehenden Unterhaltsbelastung verpflichtet (BGH NJW 1994, S. 788, 791; BGH NJW 1995, S. 2407, 2409). Zudem sind Schmerzensgeldansprüche der ungewollt schwanger gewordenen Mutter denkbar (BGH NJW 1984, S. 1371).

Das Problem in Ihrem Fall liegt beim Nachweis eines ärztlichen Behandlungsfehlers. Ein solcher könnte zum einen in einer fehlerhaften Aufklärung liegen. So ist der Patient bei einer Sterilisation mittels Durchtrennung der Samenleiter über die bestehende Misserfolgsquote und die Notwendigkeit von regelmäßig durchzuführenden Nachuntersuchungen aufzuklären. Zudem muss bei einer Vasektomie oder Vasoresektion über das Risiko einer Spätrekanalisation und über das Versagerrisiko aufgeklärt werden (OLG Hamm VersR 1993, S. 484). Ob dies bei Ihnen der Fall war, sollten Sie überprüfen und hierzu auch einen Einblick in Ihre Krankenakte und die Dokumentation nehmen. Ein solches Einsichtsrecht steht Ihnen schon aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht bzw. Selbstbestimmungsrecht zu.

Möglicherweise liegt auch ein Fehler bei der Operation vor. Dagegen spricht jedoch, dass in zwei Untersuchungen tatsächlich keine Spermien mehr nachgewiesen werden konnte. Wenn die Samenleiterdurchtrennung fehlgeschlagen sein sollte und der Arzt hiervon Kenntnis erlangt hat, so ist dieser verpflichtet, den Patienten hierüber zu informieren (BGH NJW 1992, S. 2961). Auch hierzu empfiehlt es sich, die Unterlagen von dem Arzt bzw. Krankenhaus einzusehen und nach Hinweisen hierfür zu untersuchen.

FAZIT:

Allein der bei Ihnen eingetretene "Schaden" genügt für einen Anspruch nicht. Dies liegt daran, dass bei einer Vasektomie ein Restrisiko verbleibt. Ein Behandlungsfehler in Form der fehlerhaften Aufklärung bzw. bei dem Eingriff selbst ist von Ihnen darzulegen und zu beweisen. Eine Einsichtnahme in die Krankenakte und die medizinische Dokumentation sollte hierüber Aufschluss geben. Die Grundlage für die Ansprüche ist im Übrigen vertraglich der Behandlungsvertrag bzw. deliktsrechtlich § 823 I BGB.

Sollte ein Fehler demnach nahe liegen, eröffnen sich mehrere Möglichkeiten. Z.B. die Aufnahme außergerichtlicher Verhandlungen mit dem Berufshaftpflichtversicherer des Arztes, Einschaltung von diversen Gremien (wie z.B. Schlichtungsstellen bei der zuständigen Ärtekammer), die Einholung eines Privatgutachtens oder die zivilrechtliche Klage. Es empfiehlt sich, hierfür einen Anwalt heranzuziehen, der medizinrechtlich tätig ist.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich, für die ich Ihnen gerne zur Verfügung stehe.

Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst umfassend beantwortet und Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft

Rechtsanwalt

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