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Wer hatte auch Hypospadie! Gleichgesinnte für Erfahrungsaustausc

dronalxd76 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich suche Leute mit den selben Problem, zum Meinungs- bzw Erfahrungsaustausch.

Ich hatte eine Hypospadia scrotalis und Orchidopexie. Wurde damals über einen Zeitraum von 5 Jahren 7x operiert.

Ich würde gerne wissen ob andere auch irgendwelche Folgeerscheinungen haben. Da ich das Gefühl habe das manches nicht so 100% funktioniert oder ist wie es sein sollte.

Antworten
BjananEaSplixt


Hallo

Ich wurde mit 7 Jahren operiert. Nach der Operation wusste ich garnicht was mit mir los war, nur das etwas an meinem Penis anders war, etwas Fehlte und es weh tat.

Das Urinieren nach der Operation war sehr schmerzhaft und ich konnte es mehrere Wochen nur im Wasser. Zuhause hatte ich weitere Probleme mit der Heilung.

Meine Noten in der Schule verschlechterten sich langsam immer mehr, ich wurde ängstlich und zog mich zurück.

Ich begann depressiv zu werden.

Meine Eltern sagten mir einmal "Du warst so ein frohes Kind, doch plötzlich warst du ganz anders"

Ich hatte große Lernschwierigkeiten was dazu führte das meine Eltern sich von einer Therapeutin dazu überreden ließen Ritalin zu verschreiben.

Auf dem Klo ging ich immer in die Kabine, weil ich mich vor den Jungs fürchtete.

Zudem hatte ich Angst das mir Jemand etwas in den Unterleib stechen würde, Phantasien davon (Ich denke hier handelt es sich unbewusst um eine Erfahrung mit dem Katheter)

Die restlichen zwei Schuljahre verliefen weiterhin problematisch, ich konnte nie wirklche Freundschaften aufbauen und hatte Probleme mit Lehrern und der Klassengemeinschaft.

Als ich dann jugendlich wurde, merkte ich das ich mich anders als die anderen körperlich entwickelte.

Ich blieb in meiner Entwicklung zurück, auch sozial.

Eine Beziehung hatte ich erst kurz bevor ich erwachsen wurde. Es war auch die einzige in der ich Geschlechtsverkehr hatte.

Normaler Geschlechtsverkehr war mir unangenehm weil ich an meiner Eichel nicht viel fühlen kann, mich an der Unterseite schnell aufreiße und wegen anderen Sachen die aber nichts zur Sache tun.

Danach hatte ich nie wieder eine richtige Beziehung da ich mich vor sexuellen Annährungen von Menschen fürchte.

Der Rest meines Lebens bis heute verlief recht einsam, mit einigen wenigen Freundschaften die ich bis heute habe, zurückgezogen und ängstlich nach wie vor.

Ich habe mich niemals in meinem Leben als ein Mann gefühlt, das Produkt was versucht wird durch so eine Operation zu erzeugen.

Heute muss ich lernen mit mir klar zu kommen, als was auch immer.

Ich glaube dass eine Hypospadiekorrektur ohne dass das Kind es sich wünscht, ein Verbrechen ist. Wenn man ohne Probleme pinkeln kann, man gesund ist warum sollte man dann das Genital von einem Menschen so verstümmeln, nur damit es normal aussieht?

Das ist keine Fehlbildung, nur eine Varation des menschschlichen Geschlechts.

Wenn das Kind abgestiegene, gesunde Hoden und XY Chromosomen hat, kann es auch Vater werden. Die Hoden bestimmen die Fruchtbarkeit, nicht die Lage der Harnröhre. Wenn Sperma austreten kann, dann kann es auch befruchten.

Das ist einfach ein etwas anderer Mensch, kein kranker Mann dem unbedingt psychologisch vorgegaukelt werden muss dass er missgebildet sei, dass er durch eine Operation normal werden könne auch wenn er es garnicht will oder nicht entscheiden kann, weil er gehänselt wird oder von den Eltern gedrängt.

Nur weil viele Frauen und Männer so etwas abstoßend finden weil sie es nicht kennen, darf man ein Kind doch nicht so vergewaltigen!

Würdet ihr euch für euren Partner Doppel D Silikonkissen einsetzen lassen damit er euch nicht ekelig findet? Sollte das am besten ärztlich zwangsverordnet bei allen Frauen gemacht werden die nicht auf D kommen?

Ich finde es pervers, aber macht was ihr wollt.

Wer nicht krank ist, sollte auch nicht operiert werden. Später wenn das Kind psychische Probleme hat kann es sich ja immer noch dazu entscheiden.

Aber ich wäre lieber ein gesunder Mensch geblieben als ein Krüppel mit falschem Penis.

Was glaubt ihr warum so früh dazu geraten wird zu operieren, abgesehen von einer später schwerer auszuführenden Operation? Eurer Kind wird merken das es anders ist, nicht wie ein Standart-Junge dort aussieht.

Und darum geht es der Medizin. Es um alles auf der Welt zu verhindern dass euer Kind vielleicht eine Identität entwickelt, die nicht in das Mann-Schema passt. Das würde unheimlich großen, finanziellen Verlust für die Urologen bedeuten und einen Schock für die Gesellschaft.

Durch so eine Operation sollen eure Kinder manipuliert werden. Es sollen optisch einwandfreie, potente, heteronominative Menschen geschaffen werden, Zuchtbullen. Leider(zum Glück?) klappt das nicht immer. Lest euch mal einige Seiten oder Broschüren durch, es wird öfters darauf hingewiesen dass so eine Operation die Einstellung zu anderen Geschlecht beeinflusse, Zweifel an der Mänlichkeit beseitige, vor unschönen Uberraschungen mit Frauen schütze, vor Diskriminierung am Pinkelbecken blabla usw... Alles Dinge die auf einem 2 Geschlechtersystem aufbauen ohne die natürlichen Abstufungen dazwischen, die weiterhin von Ärzten verheimlicht und als Missbildungen bezeichnet werden.

Wenn eure Kinder eine Operation wollen, Gefahr besteht dass sie nicht Urinieren können ist das was ganz anderes als diese Verstümmelung ohne wirkliche medizinsiche Notwendigkeit.

Denkt mal drüber nach...

X@DxSX


@ donald76

Auch ich wurde als Kind 4 mal wegen H. operiert . Das erste mal mit 3 das letzte mal mit 7 Jahren .

Vor 2 Jahren (ich bin jetzt 38) wurde ich nachoperiert (eine Fistel in der Harnröhre die ich schon jahrelang mit rumschleppte ).

Vieles was mein Vorschreiber geschrieben hat , trifft auch auch mich zu .

Probleme in der Schule (nur in sitzen und allein pinkeln)

Ersten Sex mit 19 (mann muss sich ja ausziehen)

Alles sieht halt anders aus (eine Peniskrümmung im vorderen Drittel nach unten /ca 30Grad + eine sogenannte Dorsalschürtze im oberen Bereich der Eichel)

Eine sehr taube Eichel

Meine Eltern haben mich ,auf drängen des Arztes hin ,operieren lassen . Keine Ahnung was der dennen erzählt hat .

Das war es erst mal :-/

Lasst mal was von euch hören

Lg

ryo)land wmabgixc


Hallo

Bin auch einer mit Hypospadie!

XODSX


Hallo zurück .....................

hayponoLbbi


Hallo,

ich habe eine nicht behandelte Hypospadie und muss sagen, dass ich gut damit leben konnte und kann. Bei mir befindet sich die Öffnung etwa zwischen Eichel und Schaft, was natürlich dazu führt, dass ich nur an der Oberseite ein kurzes Stück Vorhaut habe, eine sog. dorsale Schürze, wie sie "XDSX" auch bei sich beschrieben hat.

Wenn ich denn so lese, was "BananaSplit" so alles widerfahren ist bin ich heilfroh, dass meine Eltern damals nichts in Richtung Korrektur-OP unternommen haben.

Wie bereits eingangs geschrieben, habe ich keinerlei Probleme mit der H., ich kann im Stehen Wasser lassen, habe bislang auch niemals etwas Abfälliges zu hören bekommen, im Gegenteil, meist wird die Veränderung mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.

Deshalb kann ich eigentlich - jedenfalls aus meiner Sicht, sofern nicht sonstige Probleme bestehen - nur raten: Kein Skalpell dorthin lassen.

Für Fragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung.

N-el:lyx08


Hallo miteinander,

mein Sohn 7 Monate hat auch Hypospadie. Vor 3 Wochen hatte er eine OP, doch leider ist die neue Harnrhöhre wohl zu eng, und das Pipi kommt wieder ungefähr dort heraus wo es auch vorher heraus kam :-(. Nun hoffen wir, dass eine zweite OP besser klappt. Ich habe bei KBX7 unter dem Namen Hypospadie eine Mailingliste eingerichtet, in der sich betroffene Männer und Jungen und Eltern von betroffenen Kindern austauschen können.

LG

SIamM20x16


Hallo,

die Beiträge hier im Forum sind zwar schon etwas älter,aber ich habe ein paar Fragen an Hypospadie Patienten.

Ich habe einen Sohn ,der Hypospadie hat und weiß nicht ,ob ich es operieren lassen soll,ich bin eigentlich dagegen.

Mein Sohn ist jetzt erst 5 Wochen alt und wir waren bei einem Kinderchirurgen,der am liebsten gleich operiert hätte.

Ich möchte mich deshalb mit Betroffenen unterhalten,die noch mit der Hypospadie leben und die,die sich operieren ließen.

Danke im Voraus.

A_nj,ado


Hallo! Mein Sohn, der bereits fünf Jahre alt ist, wurde vor einer Woche an Hypospadie operiert. Es wurde einfach nicht erkannt, dass er daran leider, weil alles völlig normal aussieht. Vorhaut geschlossen, durch die phimose kam der Urinstrahl schon immer vorne raus... aber vor über einem Jahr ist mir aufgefallen, dass er bei Erektion eine Krümmung nach unten hat. Die Kinderärztin hat gemeint, sie glaubt nicht, dass das dauerhaft bleibt und man solle es beobachten... es wurde aber immer schlimmer und so hab ich mir alle Infos über Hypospadie selbst zusammengesammelt. Durch lange Recherchen im Internet (ich hab wirklich ALLES gelesen, sogar fachartikel in englisch), war mir klar, dass es mir einen geben kann, falls es sich doch um Hypospadie handelt. Ich hab also Prof. Hadidi in Offenbach angemailt und er wollte dann auch Bilder sehen. Er hat zügig geantwortet, dass die Krümmung sehr stark ist und operiert werden muss. Ob zusätzlich Hypospadie vorliegt, könne man erst unter der OP sehen. Und die OP in der Emma Klinik in seligenstadt war genau heute vor einer Woche. Weil wir 500km Anfahrt hatten, wurde die Untersuchung am Vortag gemacht.

Der Anästhesist hat sich fast eine Stunde mit mir unterhalten, ein unglaublich netter Mann. Er hat sich mit meinem Sohn auch lange beschäftigt und sich angefreundet mit ihm, damit er am OP-Tag freiwillig mit ihm und ohne vorher schlafsaft zu bekommen, mit in den OP kommt. Was super geklappt hat. Als mein kleiner Mann grad in Narkose lag, kam der Prof mit einem

Handybild vom Penis meines Sohnes in unser Zimmer und hat mir gezeigt, dass dieharnröhre minimal nach unten verschoben ist, also eine milde Form der Hypospadie zusätzlich zur Krümmung vorliegt und mir empfohlen, es mitmachen zu lassen. Aber ich durfte es selbst entscheiden. Ich hab zugestimmt. Nach 45 min kam mein noch schlafender Sohn zu mir ins Krankenzimmer uns hat erst mal seine Narkose ausgepennt :) ich war überrascht, dass es so schnell ging. Der Prof meinte, jetzt sieht alles sehr schön aus und die Krümmung ist vollständig behoben! Nachdem der Kleine aufgewacht ist, ist er ziemlich durchgedreht. Schmerzen konnte er noch nicht haben, weil er einen Kaudalblock bekommen hat, der das OP-Gebiet für ca 6 Stunden betäubt, aber den Druck von (wie ich finde sehr dicken) Katheter hat ihn wahnsinnig gemacht. Die Schmerzmittel, die ich trotzdem angefordert und bekommen habe, haben natürlich nichts genutzt. Irgendwann hat er sich dann an den Katheter gewöhnt. Die Schmerzen waren insgesamt kein großes Problem, aber leider hatte er einen quälenden und unstillbaren Juckreiz im Popo. Er hat in der Nacht drei Stunden gebrüllt und geweint, war völlig panisch und dass die Nachtschwester gemeint hat, das hat sie ja noch nie gehört, war echt nicht hilfreich :( irgendwann ist er erschöpft eingeschlafen. Aber nach zwei Stunden ging der Terror wieder los. Die Tagschwester hat mir dann gesagt, dass der Katheter vermutlich den Nervis pudendus drückt und dadurch der Juckreiz entsteht. Das käme öfter vor bei den großen... mit Novalgin haben wir das dann in den Griff bekommen. In der zweiten Nacht dann wieder das gleiche, allerdings war nach 20 min dank Novalgin Ruhe. Bereits am zweiten Tag nach der OP wurde der Katheter gezogen (war wirklich deutlich weniger schlimm als ich befürchtet hatte) war alles schick. Kaum schmerzen auch beim Pieseln dank Voltaren-Zäpfchen. Das war das letzte Schmerzmittel. Der Penis sah aus wie ne geplatzte Blutwurst, aber mittlerweile ist er wieder normalfarbig, nur die Hoden sind jetzt blaugrün ;-) fern penis ist noch etwas geschwollen, aber mein kind tobt wieder rum wie immer! Es war kein ponyhof dort, aber es war nur kurz schlimm. Wir denken, dass jetzt alles gut verheilen wird und leider muss mein Sohn nochmal operiert werden, weil der Prof die Vorhaut gespalten hat, damit beim Heilungsprozess nichts verkleben kann. Mein kleiner Mann weiß davon noch nichts. Das werden wir ihm später mitteilen. Ich denke, es ist deutlich leichter, wenn das Kind noch kleiner ist. Aber wir hatten ja keine Wahl. Ich würde mich auf alle Fälle wieder für Prof. Hadidi entscheiden, auch wenn er mit Worten sehr sparsam umgeht und man ihn kaum zu fassen bekommt. Die Visite hat max 30 Sekunden gedauert. Aber es ist mir egal, ich will mich ja nicht mit ihm anfreunden... mein Tipp für alle Betroffenen: geht zu Prof. Hadidi!

ACnjaxdo


Was ich noch vergessen habe: wir wurden am dritten Tag nach der OP entlassen! Und sind längst wieder zuhause. Die Kinder dürfen sich sofort nach der OP frei bewegen. Mein Sohn wollte das aber nicht. Am liebsten nur auf'n dem Rücken liegen und Fernsehen oder Handys spielen ;-) das darf er zuhause nicht, im KH war es das Highlight für ihn. Die Krankenschwestern haben uns am Tag nach der OP dazu gedrängt, mit dem Mini raus zu gehen. Er wollte absolut nicht, aber wir konnten ihn dann doch überreden. Mit einem geliehenen Buggy aus dem KH ging's dann in die Stadt. Und da sind war ne super Idee. Er wollte dann gar nicht mehr zurück :-)

A]nj!axdo


Und nochwas: so wie in seligenstadt Bzw. Offenbach von Prof Hadidi operiert wird, werden die Nerven für die Eichel gar nicht angetastet. Wenn eine Krümmung vorliegt wie bei unserem Sohn, operieren die allermeisten nach wie vor nach der Nesbit-Methode. Das heißt, die Oberseite des penises (da laufen die Nerven!) wird gerafft. Das halte ich für Verstümmelung! Dadurch entstehen oft lebenslang schmerzen und der penis wird kleiner! Hadidi löst die Verklebungen auf der Unterseite und dadurch wird der Penis erstens gerade ohne Verletzung von gesundem Gewebe und zweitens wird der Penis dadurch länger! ISt aber wohl sehen viel anspruchsvoller und die meisten Ärzte können das nicht. Unglaubliche eigentlich :-<

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