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Hodenentfernung

a`.fixsh


seinen Körper. Will sagen: ist doch wurscht, ob das jemand anders sieht.

k1ris|kelxvin


Man gleicht seinem Körper ja auch dem eigenen Idealbild an und nicht dem von anderen.

O.k., das mag sein. Trotzdem finde ich es natürlicher und, wie soll ich sagen, gesünder, zu dem was man hat, zu stehen.

Wenn jemand abnehmen will oder so finde ich eine Veränderung ja auch positiv, weil es einfach gesünder ist. Das Entfernen eines gesunden Körperteils ist aber nun mal eine Verstümmelung.

c#'est&-moix7


ja wirklich ... es ist eine verstümmelung.

vielen von uns hier ist einfach nicht klar, weshalb sich ein gesunder mensch ein gesundes körperteil absäbeln will. und noch dazu, weshalb er das dann geil findet ...

wie kommt ein solches ideal-selbstbild zustande?

a;.fixsh


wie kommt ein solches ideal-selbstbild zustande?

Gute Frage! Wie kommt man überhaupt dazu, sich so oder so schön zu finden? Viel ist wohl von Vorbildern geprägt, viel von Außen anerzogen, aber ab und an hat der Mensch ja tatsächlich auch eigene Ideen, die einfach aus ihm selbst entstehen. Ich weiß nicht, wie busfreund nun gerade auf diese Sache gekommen ist. Aber ich lese sehr gerne auf BMEzine die Erfahrungsberichte und Interviews mit Menschen, die extreme Veränderungen an ihren Körper vorgenommen haben und immer wieder liest man sinngemäß: ich habe jahrelang gesucht und dann kam ich auf die Idee und es fühlt sich seitdem einfach nur noch richtig an.

Ich selbst habe z.B. schwarze Haare. Aber leider nicht von Natur aus ;-) Aber verdammt, ich habe schwarze Haare, mein Selbstbild sagt mir das und wenn das, was ich im Spiegel sehe, nicht damit übereinstimmt, dann macht mich das unzufrieden. Ich kann mein äußeres Bild leicht dem inneren anpassen, braucht höchsten eine Stunde - manche haben es da schwerer, aber niemandem würde ich diesen Weg verweigern wollen.

U.mleit?unxg


ich hab das mal in einen Film gesehen. der hies glaube <der Kaiser von Ckina>. bei uns ist das aber verboten.

k0riskel?vin


Mal ein gaaaanz abwegiger Gedanke: könnte es sein dass man irgendwie ein Problem mit seiner Männlichkeit hat oder diese nicht annehmen kann, wenn man ausgerechnet die Hoden loswerden will?

Dies ist keine Beleidigung sondern nur eine Frage an die, die mit einem solchen Gedanken spielen.

a6.fisxh


Naja.. als Arzt darf man ohne Indikation keine gesunden Körperteile entfernen, das stimmt. Aber ansonsten darfst du mit dir selbst anstellen, was du magst - solange niemand anderes gefährdet wird, versteht sich.

A'nxanider


Die oben von MarcoFernandez aufgeführten Nebenwirkungen sind durchaus ernst zu nehmen.

Ich kenne jemand, der es fertig brachte, dass sie ihm die Eier abnehmen mussten(!). Ohne

medizinische Indikation ist das nämlich gar nicht so einfach möglich. Es handelt sich dabei nicht um eine "Schönheitsoperation" mit Sterilisationseffekt!

Dein gesamter Körper und Hormonhaushalt steht danach Kopf und muss mit Medikamenten wieder ins Lot gebracht werden. Aus diesem ernstzunehmenden Grund würde ich die Eier lieber dran lassen.

Falls dein/euer Wunsch weiterhin besteht, dann informiert euch bitte sehr sehr gut über die "Nebenwirkungen" bzw. Folgeerscheinungen.

cy'eskt-!moix7


Anxander:

was hat denn der kerl getan, damit seine hoden ab MUSSTEN? hört sich echt heftig an ...

der kerl wollte das? oder nicht?

also ich kenne jemanden der mal einen fußball übelst in die nüsse bekommen hat .... das eine ei musste ab, nachdem es schmerzhaftest auf tennisballgröße angeschwollen ist .... puh .... der arme ist fertig :-(

c='es.t-mxoi7


@ a.fish

okay, verstanden ... trotzdem wäre ein psychologische sgespräch vielleicht sinnvoll. nicht weil er ja soooo krank ist oder soooo ein irrer ist, sondern einfach, weil es eine heftige entscheidung ist und die mit icherheit auch auf die psyche auswirkungen haben wird ...

A.nxan/dxer


@ c'est-moi7

Der Kerl WOLLTE das! Natürlich hat das eine psychologische Dimension, die man/frau Otto-normalo nicht so leicht fassen kann. So richtig nachvollziehen kann ich das selber auch noch nicht.

Kurzum, er hat sich die Eier so lange stranguliert, dass sie die Dinger abnehmen mussten. Das war dann ein medizinisch notwendiger Eingriff.

a].fisxh


Ich weiß ganz ehrlich nicht, ob so ein Gespräch sinnvoll ist. Ich gab dir Recht: das ist schon eine sehr schwerwiegende Entscheidung, da eine Entscheidung für die Ewigkeit.

Allerdings weiß ich nicht, wie groß die Akzeptanz selbst in Fachkreisen ist, weißt, und ich persönlich hätte keine Lust, mir einreden zu lassen, ich müsste "geheilt" werden.

Ich spekuliere nur. Ich bin noch nie an einen Therapeuten mit so einem Wunsch herangetreten. Aber die schon angesprochene Body Integrity Identity Disorder ist noch nicht als Krankheitsbild anerkannt und obwohl man schon festgestellt hat, dass das erfüllen des Wunsches nach "Verstümmelung", z.B. durch Amputation, in jedem Fall eine komplette "Heilung" im Sinne von völligem Verschwinden des Leidensdruckes und daraus entstehender depressiver Erkrankungemn usw. erfolgt ist, ist dieses als Behandlungsmethode weiterhin untersagt (aus moralischen Gründen) und man therapiert lieber ein Leben lang mit Antidepressivas usw. an den Menschen herum, um sie ja "intakt" zu halten. Nur intakt für wen, frage ich mich, für sie selbst sicher nicht.

Das alles lässt mich vermuten, dass man auch bei einem Therapeuten auf wenig Verständnis stoßen dürfte.

k]risk3elxvin


und obwohl man schon festgestellt hat, dass das erfüllen des Wunsches nach "Verstümmelung", z.B. durch Amputation, in jedem Fall eine komplette "Heilung" im Sinne von völligem Verschwinden des Leidensdruckes und daraus entstehender depressiver Erkrankungemn usw. erfolgt ist, ist dieses als Behandlungsmethode weiterhin untersagt (aus moralischen Gründen)

Hat man das festgestellt? Du schreibst "in jedem Fall", gibt da Statistiken?

MAorjPak


Solche psychologischen Tendenzen entstehen erst dann, wenn z.B. ein Depressiver, bei dem die depressiven Ursachen angeblich seine zwei heraushengenden Hoden sind, zu wenig auf seine Umwelt achtet. Die Hoden sind das Sinnbild für Wachstum und Entfaltung - wenn nun einer der zu Depressionen neigt, sich freiwillig entscheidet, sich die Testikel zu entfernen, dann hat es nichts mit Freiwilligkeit an sich zu tun, denn man entscheidet sich gegen das Grundlegende im Leben.

Die wichtigste Frage muss geklärt werden, ob denn die Hodenentfernung den Menschen an sich im Leben weiterbringt, oder ob dieser Mensch anfängt weitere Fantasien in die Tat umzusetzen und die Verstümmelung seines Körpers weitertreiben - bis irgendwann nur noch die lebenserhaltenden Apparaturen die einzige Lebenstütze bleiben, weil es so der angebliche freie Wille der jeweiligen Person wollte. Es ist nunmal tatsächlich nicht auszuschließen, dass solche Menschen irgendwann Gefallen an solchen Körperverstümmelungen finden - ihre Hauptbefriedigung entsteht dann nur noch durch die Entfernung der eigenen Extremitäten, aber sie begründen das dann damit, dass erst dadurch sich der innere Friede einstellt. Das ist mit dem Fall identisch, wenn ich z.B. von heute auf morgen eine Übelkeit gegenüber dem Essen entwickelte, weil mich erst der Hunger innerlich vollends befriedigt. Solch ein Hodenentfernugnsverhalten kann man auf alle Dinge des Lebens anwenden, es hängt letzlich vom Grad der Argumentation ab, ob es bei den Psychologen und Ärzten durchkommt oder nicht.

Letztendlich ist das aber so, dass man erst durch seinen Intellekt so weit gekommen ist - da nun mal unser Intellekt bzw. die Rationalität niemals die unermesslichen Grenzen allen Daseins erfassen wird, kann ich mir nicht vorstellen, ob denn der Hodenentfernugnskandidat jemals seine Idee völlig durchdenken wird, da reichen ihm wohl noch nichtmal 10 Leben, aber tu was du nicht lassen kannst.

aE.fixsh


@ kriskelvin

Es gibt recht wenige Studien über das Phänomen, aber ich habe noch nie von dem umgekehrten Fall gehört/gelesen (also das jem. mit Therapie geholfen wurde, im Sinne von "Wunsch wegtherapiert". Das geholfen wurde, den Wunsch besser zu akzeptieren und stressfreier zu leben, das schon).

EIn Zitat:

Seventeen per cent (n=9) had an arm or leg amputated with two-thirds using methods that put the subject at risk of death and one-third enlisting a surgeon to amputate their healthy limb. The most common reported reason for wanting an amputation was the subject's feeling that it would correct a mismatch between the person's anatomy and sense of his or her 'true ' self (identity). None were delusional. For all but one subject age at onset was during childhood or early adolescence. For those who had psychotherapy or medication there was no change in the intensity of the desire for amputation. The six subjects who had an amputation at their desired site reported that following the amputation they felt better than they ever had and no longer had a desire for an amputation.

Desire for amputation of a limb: paraphilia, psychosis, or a new type of identity disorder / by MICHAEL B. FIRST . - Department of Psychiatry, Columbia University, New York, NY, USA

Eine recht umfassende Sammlung von Artikeln (die alle mehr oder weniger zu denselben o.g. dick markierten Ergebnissen kommen) gibts hier:

[[http://biid-info.org/Category:Research]]

Aaaber um mal kurz auf die Bremse zu treten: wir wissen ja überhaupt nicht, ob es im konkreten Fall um BIID geht - find das Thema nur unheimlich interessant und passte hier gut rein.

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