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Prostataentzündung, Nebenhodenentzündung

rneAgloxh hat die Diskussion gestartet


Wie alles anfing

Vor etwa 2 jahren bemerkte ich beim Wasserlassen einen etwas verminderten Harnstrahl mit Nachtröpfeln. Ich hielt es nicht für besorgniserregend und somit hatte ich mich schnell an diesen Zustand gewöhnt. Als sich die Situation wahrscheinlich Stressbedingt ein wenig verschlimmerte, ging ich dann doch zu einem ortsansässigen Urologen. Als erstes machte sie einen Uroflow bei dem sie feststellte, dass mein Harnstrahl eines 60jährigen entspräche, ich bin aber erst 36 Jahre alt. Daraufhin bekam ich einen alphablocker verschrieben der aber keinerlei Wirkung zeigte. Dann ließ ich mich zu einer Blasenspieglung überreden, mit der meine eigentliche Leidensgeschichte begann.

Bei der Spieglung konnte nichts festgestellt werden, wenn überhaupt dann nur ein etwas vergrößerter Mittellappen der in den Blasenhals hineinragt. Die Urologin meinte aber, dass mein Körper schon damit zurecht kommen würde und ich für eine eventuelle chirurgische Blasenhalssanierung noch viel zu jung wäre. Dieser Meinung war ich auch und mit dem bisschen Nachtröpfeln konnte ich gut leben. Zwei Tage nach der Spieglung bekam ich plötzlich sehr hohes Fieber (39,8°C) mit einem starken Krankheitsgefühl. Beim Wasserlassen kam so gut wie nichts mehr raus. Ich quälte mich noch bis zum nächsten Tag aber als es nicht besser wurde fuhr ich dann doch ins Krankenhaus. Dort wurde mir als erstes Blut abgenommen, wobei man ziemlich schnell feststellte, dass in meinem Körper eine heftige Entzündung wütete(CRP256, PSA26).

Daraufhin bekam ich einen Katheter(schlimme Erfahrung) durch die Harnröhre gelegt und ein starkes Antibiotikum intravenös verabreicht. Als am nächsten Tag ein CT meines Unterleibes gemacht wurde stellte man schon einen Abszeß in der Prostata fest. Bei der Visite am nächsten Tag sagte man mir, dies alles sei durch die Blasenspieglung entstanden.

Mir ging es von Tag zu Tag besser und nach 4 Tagen entfernte man mir den Katheter und man wechselte das Antibiotikum, jetzt in Tablettenform. Nach weiteren zwei Tagen durfte ich nach Hause.

Ich fühlte mich schon wieder recht gut als ich am 3 Tag nach meiner Entlassung Blut im Urin feststellte. Ich ging dann mit einem unguten Gefühl ins Bett. Nachts wachte ich mit einem starken Krankheitsgefühl und einem merkwürdigen Harndrang auf. Beim Wasserlassen bemerkte ich dann, dass mein Urin dunkelrot gefärbt und mit Blutklumpen gemischt war. Meine Frau brachte mich dann am nächsten morgen gleich wieder ins Krankenhaus. Beim warten in der Notaufnahme bekam ich auf einmal höllische Schmerzen in der Hodengegend. Die Diagnose des Arztes: Nebenhodenentzündung. Fieber gesellte sich dann auch noch dazu aber zum Glück ging die Temperatur diesmal nur bis 38,6°C. Der Assistenzarzt klärte mich anschließend auf, dass ich mit dem falschen Antibiotikum nach Hause geschickt wurde, dies wäre aber nicht Schuld des Krankenhauses, da die angelegte Urinkultur am Entlassungstag noch nicht aussagekräftig war. Jedenfalls bekam ich diesmal wieder ein anderes Antibiotikum wieder Intravenös für 5 Tage. Ab 6Tag wurde wieder auf Tabletten gewechselt diesmal aber das gleiche Mittel. Mir wurde erneut ein Katheter gelegt aber diesmal durch die Bauchdecke.

Am Tag meiner erneuten Entlassung wurde noch ein MRT des Unterleibs gemacht. Befund: nur geringfügige Verbesserung zum CT. Dieses Ergebnis spiegelte auch mein Allgemeinbefinden wieder. Mir ging es nicht wirklich gut, ich fühlte mich immer noch Krank. Ich hatte ständig so ein eigenartiges Kältegefühl, war immer Müde und Kraftlos. Das schlimmste war aber der immer noch gelegte Bauchkatheter den ich für die nächsten 6 Wochen behalten sollte. Nach den besagten 6Wochen sollte ich wieder ins Krankenhaus damit man mich am Blasenausgang operieren kann. In den 6Wochen verbesserte sich mein Zustand nicht ich hatte weiterhin ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Auch mein rechter Hoden schmerzte die ganze Zeit über und die Schwellung ging auch nicht ganz zurück. Meine Urologin wusste auch nicht was sie machen sollte und gab mir den Ratschlag doch wieder ins Krankenhaus zu gehen. Ich befolgte ihren Ratschlag, und ging am nächsten Tag wieder ins Krankenhaus. Dort nahm man mir aber nur Blut ab und schickte mich aufgrund eines normalen Blutbildes wieder nach Hause. Ich sollte weiterhin schön mein Antibiotikum nehmen und mich zum abgemachten Wiederaufnahmedatum nach den besagten 6Wochen wieder im Krankenhaus melden zur geplanten OP. Die Zeit bis dahin war wirklich nicht besonders angenehm ich fühlte mich nicht gut und lag die ganze Zeit fast nur im Bett. Meine psysische Verfassung war mindestens genauso schlecht wie die körperliche. Ich glaube geweint hatte ich das letzte mal als kleiner Junge aber während meiner Krankheit liefen mir fast täglich Tränen übers Gesicht. Ich muss dazu sagen, dass ich Vater von 3Kindern bin aber aufgrund meiner Erkrankung nicht mehr am normalen Familienleben teilnehmen konnte, was auch meine Kinder stark belastete. Die Mehrbelastung für meine Frau, war ebenfalls kaum noch zu ertragen.

Am Tag meiner Wiederaufnahme kippte ich gleich mal in der Aufnahme um. Der Arzt meinte es lag wohl an der Blutabnahme. Ich erklärte ihm dann, dass es mir nie wirklich während der 6Wochen besser ging, was er mir aber nicht so recht klauben wollte. Er Untersuchte mich dann gründlich und stellte bei der Ultraschaluntersuchung des Hodens noch eine leichte Vergrößerung mit geringer Wasseransammlung fest. Dies sei aber nicht besorgniserregend. Nach 6Wochen ??? Der Blut gefärbte Urin in meinem Beinbeutel könnte aber auf eine Blasenentzündung hindeuten. Dies ergab dann auch die Urinkultur und ich bekam wieder Antibiotikum. Am 4 Tag wurde dann der Katheter gewechselt(sehr Schmerzhaft). Ich hatte die ganze Zeit im Krankenhaus starke Schmerzen in der Blase ich glaube mein Körper wollte den Fremdkörper nicht mehr. Nach 10 Tagen meines Krankenhausaufenthaltes offerierte man mir dann auf einmal das man nun doch nicht mehr operieren wolle und es noch einmal so probieren könnte. Über diese Entscheidung war ich sehr glücklich, denn nun hoffte ich es könne wieder Bergauf gehen. Man entfernte endlich, nach über 8Wochen, den verhassten Bauchkatheter und am nächsten Tag durfte ich nach Hause gehen. Trotzt der Hodenschmerzen war der erste Tag in Freiheit recht schön. Doch schon am nächsten Tag ging es wieder los. Ich hatte seit über 9 Wochen keinen wissentlichen Samenerguss mehr und trotzt meiner Hodenschmerzen dachte ich, man könnte es mal probieren, vielleicht verringert sich dadurch auch ein wenig das Druckgefühl im Hoden. Doch nach dem ich fertig war blieb mir fast das Herz stehen mein Sperma war braun und mit frischem Blut vermischt. Die ganze Aktion brachte auch keine Erleichterung, im Gegenteil, danach tat mir der Hoden noch mehr weh.

Morgen habe ich nun wieder einen Termin bei meiner Urologin und ich habe Angst das sie wieder nichts Unternimmt.

Hat vielleicht irgendjemand einen Rat für mich was mit mir los ist. Ist dies vielleicht eine chronische Nebenhodenentzündung und wie macht die sich bemerkbar.Ich war vor der ganzen Geschichte sehr selten krank und auch sonst stand ich mit beiden Beinen im Leben.

Wenn das so weitergeht glaube ich langsam, dass ich Suizid gefährdet bin.

Vielen Dank für eure Hilfe

Antworten
r=eg9loxh


Hallo,

komme gerade von meiner Urologin wieder. Wie schon erwartet brachte dies gar nichts. Sie sagte nur zu mir, dass es jetzt chronisch ist und ich damit leben soll. Das mein mein Sperma braun und mit frischem Blut vermischt ist fand sie auch nicht so schlimm.

Bin so ziemlich am Ende meiner Kräfte. Hat denn keiner einen aufmunternden Rat für mich oder eine ähnliche Leidensgeschichte vorzuweisen

Danke

skpanixslhsexa


Hallo, habe eben deinen Beitrag gelesen.

Wechsele doch mal das Krankenhaus oder die Urologin. Es ist immer besser sich 2 Meinungen einzuholen.

Hab auch Probleme mit einer Nebenhodenentzündung und keiner weiss so richtig wieso die da ist. Ich kann dir leider keinen Tip geben aber viel Kraft wünschen.

Grüße

Karl

r(eglPoh


Hallo,

danke für deine Antwort. Ist es bei dir chronisch und wenn ja wie äußern sich die Symptome. Kannst ja mal ausführlich darüber schreiben, natürlich nur wenn du Lust hast, denn: geteiltes Leid ist halbes Leid

Danke

smpa"nishsxea


HAllo nochmal, ja also es ist hoffentlich nicht kronisch.. Naja noch nicht.. Ich poste Dir hier mal mein Problem:

ich habe folgendes Problem. Ich habe eine Nebenhodenentzündung und auch bei Ultraschall ein erkenntliches Flackern in der Prostata. Der Arzt hat mir Tavanic verschrieben und die Beschwerden ließen nach. Eine Woche nachdem Tavanic abgesetzt wurde gings wieder los. Der Arzt sagt, wenn es sich nicht Therapieren läßt muss der Hoden entfernt werden. Es wird jetzt nochmal mit Tavanic versucht.

Spielen die Nieren dabei eine Rolle ? Denn ich hatte zeitweise so ein stechen dort. (Aber auf Ultraschall alles okay)

Kann man sich sowas auch durch zu starkes drücken beim Stuhlgang oder Wasser lassen holen ?

Hatte als Kind eine Phimose die auch erst sehr spät beseitigt wurde und somit viel Druck beim Wasselassen, was aber net wehtat.

Der Chirurg hat bei meiner Beschneidung aber auch die Harnröhre erweitert (eingeschnitten).

rFeg~lxoh


Hallo spanishsea

Also ich war ja nun mindestens 4 Wochen im Krankenhaus und über die Gründe einer Nebenhodenentzündung hat man mir folgendes erzählt.

Meistens liegt die eigentliche Entzündung wo anders im Körper z.Bs. in der Prostata und die Bakterien wandern dann über die Samenstränge in die Nebenhoden. Ein weiterer Grund könnten Harnentleerungsstörungen sein, wobei der Urin bei zu großem Druck der Blase bis in die Hoden gedrückt wird und dann dort eine Entzündung auslösen kann. Aber natürlich bin ich kein Arzt und man hat mir dies alles nur erzählt.

s'panijshxsea


jepp so oder so ähnlich finde ich das auch alles im Netz. Das ist soooo komplex die scheisse. Das wünsche ich noch nicht mal meinem schlimmsten Feind. Und immer die Frage wo man sich das eingefangen hat. Und du selbst ? Warst du auch mal bei einem anderen Urologen ? Ich werde mir auf jeden Fall nochmal ne zweite Meinung einholen...

hmmm. An sonsten: Gute Besserung.

Grüße

r2eglsoh


Ich kann dir nur wünschen, dass es nicht so schlimm wird wie bei mir, denn der ganze Mist geht jetzt schon über 2Monate und es ist keine Besserung in Sicht. Antibiotika hilft auch nicht mehr aber von Hodenentfernung war bei mir nie die Rede. Schlimm wird es halt erst wenn es chronisch ist aber soweit ist es bei wohl noch nicht.

Gruß regolh

s<pan[ishxsea


Hi nochmal,

ja also Antibiotika hab ich die letzte Tablette am Mittwoch genommen und die Beschwerden kommen langsam zurück. Diesmal tut die Samenleiter weh (so ein ziehen neben dem Bauchnabel links). Hab aber ersta am Monatag morgen einen Termin beim Urologen. Dann wird man weiter sehen. Aber mal im Ernst, selbst wenn der Hoden entfernt wird, was bringt das bitte ?? Die Entzündung geht von der Prostata aus. hmmmmmmm

Irgendwo im Forum hat jemand was von Melaleukatropfen erzählt und schwört darauf.. Ich werde es mal ausprobieren.

Wenn jemand noch nen Tip hat...

Grüße

rHe7du+ard


Die Leidensgeschichte von regloh erinnert mich wieder an meine eigene. Nach einer Prostataresektion entzündete sich die Prostata. Seit 23 Jahren bin ich Schmerzpatient und schwerbehindert. Nach zwei Jahren Antibiotikabehandlung war ich körperlich und seelisch am Ende. Da ich auch Blasenkrebs hatte, gab es für mich keine Zukunft mehr: Fortsetzung der Antibiotikabehandlung würde mein Immunsystem endgültig ruinieren und mich dem Krebs vollkommen ausliefern. Bei Einstellung der Antibiotikabehandlung würde die Entzündung über die Harnleiter in die Nieren geleitet, es käme zum Nierenversagen und damit ebenfalls zum Tode. Gott sei Dank gab mir ein Heilpraktiker den Rat mit den Melaleukatropfen. Ich war höchst skeptisch. Ich setzte die Antibiotika ab, ging aber nach vier Wochen ins Krankenhaus, um Urin und Prostatasekret untersuchen zu lassen: Keine Bakterien mehr! Ich brauchte keinen Urologen mehr! Ich konnte mich endlich selbst behandeln und wenigstens von den Entzündungen befreien. Es war ein Gefühl wie Weihnachten hoch drei! Ich erzählte es mehreren Urologen. Die wollten es nicht glauben und nichts davon wissen. Melaleukatropfen schmecken nach Schuhcreme. Am besten mit Zucker, Honig oder in viel Wasser nehmen. In schweren Fällen 3 x 10 Tropfen, später 3 x 5 Tropfen, als Erhaltungsdosis 3 x 2 Tropfen. Anfangs reizen sie die Blase, deshalb darf man größere Mengen nicht zu lange nehmen. Empfehlenswert sind kleine Flaschen zu 10 ml. Wenn Melaleukaöl alt wird, kann es zu Hautallergien kommen, deshalb keine größeren Flaschen kaufen. Ich habe 17 Jahre lang regelmäßig Melaleukatropfen genommen und nie wieder Blasen- oder Prostataentzündung gehabt. Die Prostataschmerzen sind allerdings geblieben. Bei der kleinsten Unterkühlung verkrampfen sich die Prostatanarben, der Beckenboden und der Afterschließmuskel. Ich helfe mir inzwischen selbst mit dem Tensgerät und mit Moxatherapie an den Akupunkturpunkten entlang der Wirbelsäule, Handwurzelinnenseiten, Fußknöchelinnenseiten und vom Nabel bis zum Schambein. Für jeden Tip, wie man die Durchblutung des Beckenbodenbereichs dauerhaft steigern kann, wäre ich sehr dankbar. Übrigens: Meine Frau ging im letzten Jahr wegen Blasenentzündung zu einer Urologin. Und wisst Ihr, was sie empfohlen hat? Melaleukatropfen! Auch in der Urologie geschehen noch Zeichen und Wunder.

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