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Verminderte Spermaqualität, Varikozele

Jbürgen3_Kapxpe hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe med1 Gemeinde!

Bin neu hier und erhoffe mir einen Ratschlag von euch. Es gibt hier ja erfahrene User.

Es geht um Folgendes, alles Begann im Jahre 2006 (bin derzeit 21 Jahre alt).

Als ich seit 2003 unter Beschwerden beim Urinieren leidete (Brennen), führte keine urologische Behandlung zur

Besserung. Mein derzeitiger Urologe forderte eine Spermaprobe an um zu untersuchen, ob Bakterien zu finden sind.

Es gab keine Bakterien, jedoch lag eine Aspermie vor, keine einzige Samenzelle befand sich im Sperma.

Zu der Zeit habe ich Propecia mit dem Wirkstoff 1mg Finasterid gegen meinen erblich bedingten Haarausfall eingenommen.

Mein Urologe riet mir, das Präparat abzusetzen um weitere Spermiogramme anzufertigen.

Nach absetzen und warten von ein paar Monaten lag keine Aspermie mehr vor, aber die Qualität war dennoch vermindert.

Es befanden sich mal 6, mal 9 mill. Spermazellen im Ejakulat. Auch weitere Parameter waren unter dem Durchschnitt, glaub war die Beweglichkeit und noch was.

Das Brennen beim Wasserlassen bestand weiterhin.

Nachdem ich Ende letzten Jahres meine Mandeln rausoperieren lassen habe, war das Brennen beim Wasserlassen auf einmal verschwunden, in den Mandeln befanden sich Bakterien wie festgestellt wurde.

Da sich der erbliche Haarausfall in letzter Zeit verstärkt, kommen wieder die Gedanken auf, ob die verminderte Spermienqualität denn wirklich nur vom Finasterid kam. Der damalige Urologe stellte bei mir nämlich eine Varikozele fest.

So ging ich vor einigen Wochen wieder in Behandlung, zu einem anderen Urologen allerdings. Die Spermaqualität ist nun nach 3 Jahren weiterhin schlecht. Der PSA Wert wurde überprüft, um eine Prostatitis auszuschließen (die ich vor 2-3 Jahren hatte), der PSA-Wert ist aber im Normbereich. Auch die Hormonwerte FSH (den anderen Namen habe ich vergessen) wie auch die Testestoronwerte sind normal (wobei der Testestoronwert glaube ich knapp über der unteren Normgrenze lag).

Es befanden sich allerdings Leukozyten im Sperma. Nach einer 7 tägigen Antibiotikaeinnahme (Tavenic) sollte ausgeschlossen werden, dass ein bakterieller Infekt in der Prostata oder den anderen beteiligten Organen die Spermaqualität verschlechtert. Ein danach erfolgtes Spermiogramm wies aber keine Verbesserung auf, die Qualität ist weiterhin vermindert. Weil sich nichts verbessert hat, hat mein Urologe daraus geschlossen, dass keine Infektion die Ursache sein kann (da durch das Antibiotikum alle zuständigen Organe von Bakterien befreit sein müssten). Auch die Vermutung, dass es sich um eine Samenblasenentzündung handeln könnte, hält er für ausgeschlossen, auch wenn ich hier einige Symptome bei mir beobachte (manchmal plötzlicher, stechender Schmerz im Dammbereich, genauer: am Darm, bzw vor kurzem wurden noch rote Blutkörperchen im Urin gefunden). Der Urologe denkt jedoch, dass eine Samenblasenentzündung über diese lange Zeitspanne nicht so 'unbemerkt' bestehen könnte und es zudem auch Blutkörperchen im Sperma verursachen müsste.

Was denkt ihr darüber? Könnte es vielleicht doch eine Samenblasenentzündung sein? Ich wüsste nicht, woher sonst dieser stechende Schmerz kommen sollte (den ich aber selten habe). Außerdem ist mein Stuhlang zeitlich deutlich zu lang. Bei der Antibiotikabehandlung wurde die Zeit deutlich reduziert. Ich weiß nicht, ob das auch für eine Samenblasenentzündung sprechen kann. Dazu würde ich gerne eure Meinung hören.

Davon abgesehen hat er per Ultraschall festgestellt, dass ich tatsächlich (wie vom ersten Urologen erwähnt) eine Varikozele habe. Er halt allerdings nur am linken Hoden untersucht. Er empfiehlt mir aufgrund der schlechten Spermaqualität und wegen unangenehmen Gefühlen im Hoden (die ich durch die Varikozele verursacht sehe) die Varikozele operieren zu lassen.

Dieses 'unangenehme' Gefühl ist so zu beschreiben, es handelt sich manchmal um ein Ziehen, mal um ein dumpfes Gefühl, manchmal schon leicht schmerzhaft und in die Leistengegend bzw in die Beine ausstrahlend. Außerdem habe ich oft das Gefühl, an meiner Hose zupfen zu müssen, um Platz zu schaffen für die Hoden. Ist das normal? Wie groß ist die Chance, dass die Spermaqualität sich nach der OP (er sagte er würde die Methode durchführen, bei der die Varikozele verödet wird, nach meinem Informationsstand müsste es die Methode nach Tauber sein, die empfehlenswerteste die es gibt) verbessert bzw sogar normalisiert?

Ich hoffe die Ursache für meine schlechte Spermaqualität herauszufinden und beheben zu können, um dann wieder beruhigt Finasterid einnehmen zu können. Die Hersteller von Propecia haben jetzt in Schweden (ich weiß nicht ob auch in Deutschland) die Nebenwirkungen in der Packungsbeilage um folgenden Punkt ergänzt: Es wurde Infertilität bei Patienten beobachtet, die schon Risikofaktoren für eine schlechte Spermaqualität hatten.

Ich vermute, dass ich zu diesen Patienten gehöre, ich habe schon ohne die Einnahme von Finasterid eine schlechtere Spermaqualität, diese verschlechtert sich allerdings unter Einnahme von Finasterid bis zur Aspermie.

Ich bedanke mich recht herzlich für eure Antworten im Voraus!

Beste Grüße,

Jürgen

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