» »

Wer hat Erfahrungen mit Testosteronwerten?

B}exet hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr med1-ler

Ich habe bereits einen anderen Faden zu meinem Problem eröffnet:

[[http://www.med1.de/Forum/Urologie/485242/12776817/]]

Nun hat sich daraus eine weitere Frage ergeben.

Ich habe gemäss meinem Urologen einen Testosteronwert von 13.9 (ich bin 35 Jahre alt). Er meint dass sei innerhalb der Norm. Diese Norm reicht gemäss meinem Doc von 9.3 bis 37.

Irgendwie habe ich nun das Gefühl, dass ich doch eher im tieferen Bereich bin.

Wer hat Erfahrungen mit diesen Werten? Habt ihr allenfalls eine Kur gemacht?

Ich bin froh um wirklich jeden Tipp und Hinweis.

Danke euch allen

Antworten
a#gnwes


Im unteren Bereich von normal ist in diesem Falle vollkommen normal.

BUeet


@ Agnes

Das klingt als ob du vom Fach bist? Du meinst das hat damit keinen Einfluss?

Vielen Dank

e ndlRichbXenutzernxame


Hallo Beet,

ich muss zugeben mich extra wegen deinem Beitrag hier habe registrieren zu lassen, da ich mich mit dem Thema schon länger beschäftige.

Ich bin 28, habe auf Grund eines Hodenhochstands in der Kindheit den linken Hoden operativ entfernen lassen müssen, eine Folge davon ist der Hypogonadismus bzw. Testosteronmangel. Dazu muss ich sagen dass meine Werte auch im "Normalbereich" sich befinden, so be 4 ng bwz 14 nmol (beide Einheithen werden von den Ärzten benutzt, je nach der Praxis, Umrechungsfaktor ist etwa 3.5) und ich auch durch die Pubertät es zu meiner Vermännlichung geschafft habe, laut den Ärtzten (war bei meheren Urologen und Endokrinologen) reicht dieser Spiegel auch um eben als Mann dazustehen, fühle mich auch persönlich männlich. Allerdings habe ich im Leben die eine oder andere Schwierigkeit gehabt die auf ein Testosteronmangel zurückzuführen sein könnten, diese liegen eher im Bereich der Psyche: Depressionen, Antriebslosigkeit...

Habe mich sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigt, im Internet gesurft, bei den Ärtzen gefragt... Beim Testosteron ist es so: manche haben viel davon, manche weniger, dementsprechend ist die Normskala relativ breit, zusätzlich macht die Skala keine Altersunterscheidung. Bei einem Mann in deinem und in meinem Alter sollte man sich an den oberen Werten orientieren. Wie viel Spielraum man innerhalb dieser Skala hat (Normal 2.8-8.0 ng je nach Labor) merkt man erst wenn man es im Rahmen einer Testosteronbehandlung nach oben schafft. Ich hatte vor etwa 2 Jahren Nebido genommen gehabt, unterstützt wurde ich dabei von meinem Endokrinologen der die Komplexität meiner Symptomatik richtig interpretieren konnte (Urologe sagte ich wäre im Normbereich, somit gäbe es keinen Handlungsbedarf), und hatte einen Testosteronspiegel von 6.0 (um die 20 in deiner Skala): Ergebniss: alle, aber wirklich alle Symptome waren Weg, für mich war es eine Neugeburt. Ich war lebendiger, hatte etwas Babyfett verloren gehabt, psychisch war ich einfach gesagt glücklicher. Dank dem allgemeinen Wohlbefinden habe ich beruflich und privat nur Erfolge gehabt. Ich habe auch deinen Beitrag zur Erektion gelesen: ich hatte nie Erektionstörungen, allerdings kann ich sagen dass diese aus irgendeiner Weise während der Behandlung besser war und ich war ganz einfach gesagt geiler ;-) Wichtig zu sagen: der Testosteronspiegel war mit 6.0 auch im Normalbereich (geht ja bis 8 sogar), war "nur 2 ng" höher als das was ich ohne Behandlung hatte und kann sich in keiner Weise damit vergleichen was die Bodybuilder während einer Kur machen.

Es gibt auch Nachteile einer Testosteronbehandlung: Hoden können schrumpfen da eigene Testosteronproduktion in die Knie gehen kann, aus dem selben Grund kann auch die Fruchtbarkeit stark beeinträchigt werden. Hier gibt es viele "können" und keine "müssen", mancher Patient hat mehr mancher weniger Nebenwirkungen. Aus diesem Grund orientieren sich viele Ärtze auf diese wie gesagt relativ waage definierte Skala und lehnen es ab einen zu behandeln, da sie Angst haben der gleiche Patien erscheint bei denen nach Paar Monaten mit anderen Symptomen. Es ist in der Tat ein Tanz auf Eierschalen, zu viel kann einem schaden, zu wenig ist halt zu wenig. Aus diesem Grund habe ich Zeitweise auf eigene Initiative die Behandlung abgebrochen gehabt da ich Angst hatte ich würde meinem Körper Schaden zufügen.

Jeder muss für sich entscheiden wie normal der eigene Testosteronspeigel ist und soll sich eine zweite, dritte, wenn es sein muss auch die vierte Meinung holen bevor er zur Tat schreitet. Viele Ärtze sind auch kompromissbereit und lassen mit sich "verhandeln" (das habe ich auch machen müssen und hatte ganz ehrlich ein schlechtes Gefühl dabei da man den Eindruck hinterlässt man wäre kluger als der Arzt, überredet ihn schliesslich, später lebt man mit dem Gefühl man würde was falsches machen).

Sehr wichtig ist noch folgendes: Testosteron hat nicht nur eine Wirkung auf die Sexualität und viele machen den Fehler eine Abschätzung über den eigenen Testosteronwert anhand der Erektionshäufigkeit, -stärke und Geilheit zu machen. Es ist ein Hormon das für verschiedene Bereiche der Gesundheit verantwortlich ist.

Ich hoffe mein Beitrag hilft dir weiter, der setzt sich aus sowohl aus dem Fachwissen als auch aus persönlicher Erfahrung zusammen.

Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.

Schöne Grüße

Bkexet


@ endlichbenutzername

Vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.

Das ist es eben auch, was mich "stört". Ich habe nun auf dem Internet eine Skala gefunden, welche sich auch am Alter orientiert. Da bin ich mit meinem Wert in meinem Alter nicht in der Norm sondern deutlich darunter (bis 40 Jahre sollte der Wert ab 22 aufwärts sein).

Die Fruchtbarkeit ist bei mir insofern kein Thema mehr. Ich habe bereits zwei Kinder und habe mich sowieso letztes Jahr unterbinden lassen.

Ich habe schon gelesen, dass offenbar die Einnahme von Zink zur verbesserten TS-Produktion führt. Hast du damit Erfahrungen gemacht?

Es ist eben schon so, wenn ich die Sympthome lese erkenne ich mich stark wieder. Es ist nicht "nur" die pure Sexualität.

Nimmst du den nun permanent dieses Nebio? oder hat sich bei dir dadurch einfach ein höherer Wert eingestellt?

Vielen Dank und schöne Grüsse

Beat

e>ndl^ichben6utzernWamwe


Hallo Beet,

ich hatte bis vor knapp 2 Jahren Testosteron genommen gehabt, davon waren vielleicht die letzten 9 Monate Nebido. Vom Gefühl her war es perfekt, mein Verhalten war männlicher, ich war durchsetzungsfähiger, weniger Sachen haben mich gestresst, ich war einfach optimistischer. Leider hatte mich das schlechte Gewissen geplagt, ich wurde vom Endokrinologen und nicht dem Urologen behandelt und dieser hatte keine Einsicht in die "Hardware", ich hatte Angst der Hoden könnte kleiner geworden sein (ob es tatsächlich so war kann ich nicht sagen, hatte regelmässig geschaut, wenn dem der Fall sein soll, war es auch minimal) und brach die Behandlung, nach dem Motto "ich schaffe das schon, positiv denken... Sport, Ernährung", ich werde es schon irgendwie kompensieren können. Die letzten 2 Jahren waren ok, die obenbeschriebene Symptomatik hat mich ein wenig gestört, aber ich kam einigermassen klar.

Seit etwa 4 Monaten will ich es nicht mehr ertragen, es ist zwar nicht viel, aber es ist immer da. Ich habe T- Werte vom unabhängigem Labor kontrolieren lassen, wieder die gleiche Geschichte, gerade soviel damit die KK nicht zahlt. Die Ärztin meinte aber sie würde Fälle wie meinen kennen, männer bezahlen es überwiegend selbst weil es anders nicht geht und wenn man die Behandlung sinnvoll und mässig macht mit einer konstanter Zugabe, dann braucht man auch keine Angst von Nebenwirkungen haben.

Meine Entscheidung: ich habe bereits eine Nebidospritze bekommen, am Montag dann die zweite, leider aus eigener Tasche bezahlen müssen, aber es ist mir Wert. Ich werde mich regelmässig der Kontrolle beim Urologen stellen lassen um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen wenn welche überhaupt kommen. Man darf nicht vergessen, es ist eine Behandlung die das ganze Leben über laufen soll, dass sich T-Werte von allein mal verbessern ist sogut wie unmöglich (ich habe halt nur einen 4-Zylinder unter der Haube, brauche aber nen 6-Zylinder).

Das mit Zinc habe ich auch gehört, werde es demnächst ausprobieren. Was noch gut sein soll sind sgnt "Testo-Booster" oder "Tribulus terrestis", diese sollen die eigene Produktion etwas ankurbeln. Ich wollte noch beim Urologen fragen ob es einen Sinn gäbe z.B. Clomid zusätzlich zu nehemn. Das ist ein Medikament der die LH-Werte steigert, also auch eigene T-Produktion ankurbelt und wird meistens bei den Fruchtbarkeitsstörungen genommen (sowohl Mann als auch Frau) und von Bodybuildern die sich nach einer Kur erholen wollen.

Ich hoffe dadurch einen steady state zu erreichen, den ich will noch lange und glücklich leben, brauche zwar Testposteron aber ich will auch nicht ständig dran denken wollen. Ich melde mich im Laufe der nächsten Woche und gebe dir Bescheid wie ich mich fühle. Wenn du was mitbekommst oder was ausprobierst, gib mir bitte Bescheid.

Wünsche alles beste.

endlichbenutzername

BVeet


Ich werde mich mal mit einem guten Freund (ist Arzt) über diese Thematik unterhalten.

Mal sehen, was er dazu meint. Ich wollte ihn eigentlich nicht damit "belästigen" aber ich denke es wäre gut mal mit ihm zu sprechen. Halte dich auf dem laufenden.

Grüsse und auch dir alles gute!

Beet

eCndbli(chb=enutzexrname


Hallo, wie ich bemerkt habe gab es seit einiger Zeit keinen neuen Beitrag in diesem Faden, ich hoffe nur es ist deswegen weil sich eure Beschwerden gelindert haben. Ich kann für mich zumindest sagen dass ich mich besser fühle. Die eine Nebido Injektion die ich bekommen habe war auch die letzte, ich habe mich sowohl mit meinem Endokrinologen als auch mit meinem Urologen unterhalten und die konnten mir es letztendlich ausreden. Was ich zu dem Zeitpunkt gefühlt habe war wohl ein Hormontief, verursacht durch Stress und Überanstrengung. Zur Zeit nehme ich Testogel 25, das ist die kleinste Dosierung an Testosteron das auf dem Markt vorhanden ist, mehr brauche ich wohl auch nicht, den die Lage ist objektiv gesehen noicht so schlimm wie ich es subjektiv empfunden habe. Ich habe auch wieder mit Trainign angefangen und kann für mich sagen dass es zu einer weiteren Steigerung der Lebensfreude geführt hat.

Was mich schon seite einiger Zeit bedrückt ist die Tatsache dass der Hoden unter der T-Behandlung kleiner geworden ist, zwar nicht sehr viel, aber spürbar. Ich habe vie im Internet gelesen, insbesondere gibt es viele Seiten die sich mit dem Missbrauch von Testosteron zur Sportzwecken beschäftigen. Die Jungs die übermässig T gespritz haben um Muskelmasse zu steigern haben das Problem der Hodenatrophie, diesen Lösen sie (oder versuchen es zumindest) mit der Gabe von HCG und oder Clomifen. Ich weis nicht wie viel ihr euch mit der Chemie dahinter auskennt: Clomifen ist ein Medikament der die Rolle des LH Hormons wiedergibt, regt also die Hoden (wie das natürliche männliche LH) zur Testosteronproduktion an. HCG gibt es als Hormon bei Männern nicht und wird nur von Frauen während der Schwangerschaft ausgeschütet (im übrigen ist es HCG das bei einem Schwangerschaftstest nachgewiesen wird). HCG wird auch bei Knaben angewendet in Form von Nasensprays um präoperativ die Hoden in den Hodensack wandern zu lassen. Auf dieses Thema habe ich einen erfahrenen Fortpflanzungsmediziner in Stuttgart angesprochen und gefragt ob die Gabe von HCG bei mir einen mässigen Hodenschwund, entstanden durch medizinisch notwendige Gabe von Testosteron, wieder in Ordnung bringen kann. Er ist sich nicht sicher, im Einzelfall kann man keine Voraussagen machen, als sinvoll sieht er die Therapie jedenfalls an und man kann es zumindest versuchen, insbesondere hat die Therapie keine Nebenwirkungen. Abgesprochen wurde dass ich es Ende Januar versuche, mal schauen ob mein eigener Testosteronspiegel sich damit erhöhen lässt und ich es schaffe ohne Einbußen in der Lebensqualität völlig vom Testosteron wegzukommen.

Noch ein letzter Punkt, falls auch andere hier mitlesen sollten. Ich habe mich mit meinen Ärzten nicht immer gut verstehen können, insbesondere waren die manchmal der Meinung mein Testosteronspiegel wäre in der Norm (3-9) währen ich aber trotzdem Symptome eines T-Mangels gespürt habe. Da sie Symptome unter anderem depressive Verstimsung und Müdigkeit sind die man einem Artz nicht einfach so "zeigen" kann, konnten ich die (manchmal mich selbst auch) nicht davon überzeugen ob es so tatsächlich ist oder ich mir diese Symptome nur einbilde (mir wurde sogar gesagt ich solle einen Psychologen aufsuchen). Auf das Thema habe ich einen bekannten Arzt an der Uni-Klinik Freiburg angesprochen, er ist seit vielen Jahren in der Spitze der Forschung auf diesem Gebiet und ist "normalen" Urologen weit überlegen. Bewusst verzichte ich darauf den Namen zu nennen da ich nicht weis in wie weit ich seine Aussage richtig weitergeben kann. Laut seiner Aussage ist für das männliche Wohlempfnden nicht nur der Testosteronspiegel im Blut verantwortlich sondern auch die Anzahl von Testosteronrezeptoren auf der Zelloberfläche, diese 2 Paramater bestimmen wie viel Testosteron tatsächlich aktiv an Prozessen im Körper teilnehmen. Das ist der Grund wieso manche Männer viel Testosteron brauchen um sich wohl zu fühlen während andere mit medizinisch niedrigen T-Spiegeln gut durchs Leben kommen und nie ein Symptom einen T-Mangels aufweisen. Diese Erkenntniss ist anscheinend sehr neu und eine Bestimmung dieses Rezeptorparameters wird nur zur Forschungzwecken angewendet da die Methode für die normale Labors noch nicht ausgereift ist.

Desweiteren wurde einen Studie gemacht wie sich die Hodengröße unter Testosteronbehandlung verändert. Unter Testogel soll es nur bei etwa 5% der Patienten zu einer Schrumpfung der Hoden kommen, während z.B. unter Nebido dass als neue Wunderheilmittel der t-Substitution gepriessen wird (und es meiner Erfahrung nach von der Lebensqualität und der Darraichungsfrm auch ist) sind es sogar 20% zu einer mässigen Hodenatrophie kommt. Das wusste meine Endokrinologe damals nicht, die Behandlung wurde nach meinen Wunsch abgebrochen da ich subjektiv eine bei mir Hodenverklienerung bemerk habe. Solltet ihr euch also zu einer Behandlung entscheiden, nimmt lieber Testogel.

Boah, wieder viel geschrieben, ich hoffe nur jemandem Helfen diese Zeilen.

Ich wünsche euch allen Frohe Weinachten und viel Gesundheit in den nächsten Jahren.

FHeuerv=ogexlM39


*:) Hallo

Total geplättet..... Danke an Euch, speziell an endlichbenutername.

Zu meinem Problem.

2007 hatte ich im re. Hoden sehr starke schmerzen und bin zum Urologen. Dort wurde Ultraschall und eine Abtastung vorgenommen. Fazit : Kleine Entzündung...Laut Arzt: kann mal vorkommen.

In meiner Kindheit hatte ich sehr lange einen Hodenhochstand. Mit 7 Jahren ( zu spät) wurde Links operativ eingegriffen und rechts blieb es bis zu meinem 12 Lj unbehandelt. Dann wurde mit Spritzen behandelt. Das war ca 1983, was genau gespritzt wurde weiss ich leider nicht. Pupertät setzte darauf hin ein,damals war ich 13., ich denke schon das die Spritzen die Phase beschleunigt haben.

Ok zurück zum Urolgen. 2007: Habe mir ein Blutbild machen lassen, da meine Hoden ein max Größe von 6ml aufweisen und wenn ich schon mal dort war...Wir verblieben mit der Absprache: Wenn Ergbebnis da, meldet er sich bei mir bezügl. Befund. Keine Reaktion vom Arzt und ich bin von Normalen Werten ausgegangen. Bin dann erst wieder 2010 zu Arzt, da ich Sexuell keine Lust mehr hatte, zumindest ich wollte keinen körperlichen Kontakt mehr, war ständig angespannt, keine Lebensfreude mehr, muss mich für Sport Megamäßig überwinden, ich bin Vollblutsportler !.

Leider waren meine Werte 2007relativ niedrig, was ich 2010 nach meinem freiwilligem Besuch erfahren habe:

2007: FSH und LH deutlich erhöht, Oestradiol erniedrigt, Testo 3,3 ng/ml erniedrigt.

Es wurde dann ein Vergleichswert zu 2007 gemacht vom Urologen

13.8.2010 : FSH ECLIA 34,6 mIU/ml, Testo gesamt ECLIA 2,5/ LH 9,7/ Prolaktin 8,1 ng/ml

Diesen Unteren Wert habe ich von meinem Hausarzt machen lassen. Nur zur groben Gegenprobe leider nicht so genau wie die des Urologen.

16.8.2010 : Testosteron Serum 279 ng/dl

Ich bin selber am Zweifeln, aber es ist der Wahnsinn, das ein Arzt bei einem Grenzwertigem Befund nicht sicherstellt, das der Patient den Befund /Diagnose bekommt.Klar einen Teil der Schuld trifft mich sicherlich auch selber, nur so unmittelbar, war ich mir der Auswirkung noch nicht bewußt. Ich denke das die knapp 3 Jahre eine deutliche Auswirkung auf meine Persönlichkeit genommen haben.

So richtig gemerkt habe ich mein Problem auch deswegen, weil ich im Sport (Triathlon) teilweise sehr massive Veränderungen in meiner Leistungsbereitschaft bezüglich Kraft und dem Typischen "Inneren Schweinehund" festgestellt habe, wie gesagt habe es auf den Streß in der Arbeit geschoben und nicht an ein Hormonproblem gedacht. Obwohl man im Nachhinein es besser wissen sollte:Betreibe seit über 10 Jahren 5- 6x/Woche Sport und da lernt man seinen Körper kennen, und merkt das öfter als normal mal was nicht stimmt.

Bis dato 2009 hatte ich Sexuell noch keine so kravierenden Veränderungen festgestellt.Dies ist aber seit mitte 2009 nicht mehr so ,richtig 0 Linie , ok 1 x im Monat, aber ich selber bekommen keinen Orgasmus.

Am Donnerstag 19.8.2010 bin ich beim Urologen und bin gespannt was dieser dazu sagt.

Wenn jemand eine Hilfreiche Meinung loswerden will, bin ich jederzeit dankbar dafür.

Nochmal Danke für Euere Infos und Offenheit.

Mfg

FeuervogelM39

B*eext


Hallo Feuervorgel

Und wie ist dein Besuch beim Urologen verlaufen? Weisst du nun mehr?

Gruss

Beet

BKenInxoB


Der Faden ist zwar schon ziemlich alt, das Thema jedoch hochaktuell, für mich zumindest und für den einen oder anderen mit Sicherheit auch.

Ich hatte in der Kindheit ebenfalls einen Hodenhochstand. Mit 13 Jahren wurden die Restbestände des unentwickelten Hodens operativ entfernt.

Erst mit 26 Jahren bin ich zu einem Urologen gegangen, zu einer Kontrolluntersuchung. Dieser stellte bei einer Blutentnahme einen Testosteronwert von 10,3 nmol/l fest. Für Männer unter 40 Jahren ist laut zuständigem Labor ein Normalwert zwischen 14 und 31 nmol/l angegeben. Erst zwei Jahre später, bei der nächsten Untersuchung, schlug mir der Arzt vor, es nicht mit einer kleinen Spritze zuversuchen. Ich willigte ein und schon bekam ich die erste Dosis NEBIDO verabreicht. Mein Wert lag nach wenigen Behandlungen zwar mit 13,5 nmol/l noch unter dem Grenzbereich. Die Wirkung jedoch ist absolut positiv.

Um mal kurz auf meine vorherigen Probleme einzugehen, die ich seitdem mit dem niedrigen Testosteronwert in Zusammenhang bringe:

- In der Schulzeit verschlechterte ich mich im Abitur von Jahr zu Jahr und ich musste nahezu jeden Tag ein Mittagsschlaf von mindestens einer Stunde einlegen, was ich als normal empfand. Außerdem wurde ich einfach eine faule Socke (was auch hormonelle Gründe haben könnte)

- In der Bundeswehrzeit schlief ich ständig in den Seminaren ein, obwohl vorher ausdrücklich davor gewarnt wurde, dass derjenige, welcher als erster einnickt, den nächsten GvD schieben muss. Und das war dann oft ich.

- im ersten Studium kämpfte ich mich durchs erste Semester mit zwar 100% bestandenen Prüfungen, allerdings kam ich morgens kaum aus dem Bett und bin auch schon mitten am Tag zurück ins Wohnheim auf ein Nickerchen. Nahezu jede Vorlesung bereitete Stress und ich war nach anderthalb Stunden schon platt.

- ich dachte meine Müdigkeit hinge mit einer ungesunden Lebensweise zusammen und ich rauche zu viel. Deshalb habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Der Effekt war jedoch gering. Auch beim Sport habe ich dadurch keine konditionellen Vorteile erfahren. Nach dem Sport war ich völlig im Eimer.

- Studienabbruch war irgendwann die Folge

- im nächsten Studium nahm ich mir dann wieder viel vor, jedoch schlief ich gefühlt in jeder Vorlesung. Nach 8 von 6 Semestern habe ich dieses Studium zumindest geschafft. Das ist die Kurzform, ich bewunderte jeden, der einen normalen Job nachging, morgens aus dem Bett kam und mit dem nach der Arbeit noch etwas anzufangen war.

- nun bin ich im Master, stehe unter NEBIDO und kann mich wieder besser konzentrieren. Allerdings merke ich, dass ich in all den Jahren viel an Zeit eingebüßt habe und meine Persönlichkeitsentwicklung ziemlich auf der Strecke geblieben ist.

- Mein Urologe meint jedesmal zu mir: der Testosteronwert ist in Ordnung, jedoch können sie damit keine Bäume ausreißen. Ich sage dann immer einfach: ja.

- Aber darum geht es ja immer: Um Bäume ausreißen.

eondlpichbeinutHzernxame


Hallo Benno,

dieser Faden ist schon sehr alt, ich schaue ab und zu rein, es hat sich seit einiger Zeit nichts mehr getan, dann kam dein Beitrag.

Zu deinen Beschwerden: was soll ich sagen, einiges davon trifft auf mich zu. Ich bin seit 2004 unter Testosteronbehandlung, auf die eine oder andere Art. Erst im Nachhinein merke ich wieviel ich im Leben tatsächlich eingebußt habe. Habe kürzlich im Fotoalbum geblättert und da sah ich mich im Alter von 15, 20, 25 etc. Irgendwie sehe ich auf den Bilder nicht glücklich aus, müde gereizt. Jetzt weis ich woran es lag und ich bin glücklich es entdeckt und behandelt zu haben.

Ich hatte einen enormen Schlafbedirfnis, 10 Stunden am Tag, teilweise auch nachmittags. In meinem Studium bin ich sehr oft überhaupt nicht in den ersten Unterichtsblock (ab 8 Uhr) gegangen, wenn auch, da war ich so platt, dass ich einschlafen musste.

Leider müssen wir wohl beide bis ans Lebensende Testosteron von außen zuführen, zum Glück gibt es ja solche Präparate und man muss nur die richtige Form und richtige Dosis für sich finden. Ich werde übrigens von einem Endokrinologen und keinem Urologen behandelt, der Endo versteht den Zusammenspiel der Hormone und deren Auswirkung viel besser als der Uro, wobei das natürlich auch von Person zur Person anders ist.

Übrigens, man redet unter Männern nicht wirklich darüber, aber die Hodenprobleme, egal welcher Art, ob Hodenhochstand, -Krebs ets. kommen relativ häufig vor. Dass zwei so wichtige Organe ausserhalb des Körpers ungeschützt hängen und im Babyalter erst aus dem Körper dahin gelangen müssen ist ein "Konstruktionsfehler" ;-)

Man muss es richtig erst objektiv begreifen und ein richtiger Mann sein und sich nicht davon schämen sondern das Thema angehen, behandeln lassen und ein normales Leben führen. Ich für mich weis wie lange es bei mir gedauert hat bis ich es akzeptiert habe und was ich für Gedanken in dieser Zeit hatte. Jetzt lasse ich erst die Hormone richten und treffe meine Entscheidungen mit klarem Kopf. Eine Arschkarte ist es schon, aber ich versuche mit der das Beste aus dem Leben zu machen.

Übrigens: Nebidointervalle kann man auf bis zu 8 Wochen verkürzen (obwohl es Ärzte ungern machen), dadurch kannst du Einiges mehr am Testospiegel erreichen und wirklich gut leben anstatt nur zu überleben.

Viel Erfolg

endlichbenutzername

B"eKnnxoB


Hallo endlichbenutzername,

schön, dass du nach so langer Zeit hier wieder reinschaust. Deine und die anderen hier geschilderten Erfahrungen ähneln doch sehr den meinen.

Ich kriege von meinem Urologen weiterhin Nebido verabreicht, zwischen den letzten Spritzen hatte ich mir allerdings etwas Zeit gelassen, 4 Monate. Das habe ich am Ende auch gemerkt, ich lag wieder oft zu einem Mittagsschlaf auf der Couch, der nicht die gewünschte Erholung gebracht hat.

Deine Empfehlung, es mal mit einem Endokrinologen zu versuchen, werde ich in nächster Zeit mal ernsthaft antesten und meine Erfahrungen hier schildern. Mit meinem Urologen bin ich nicht wirklich zufrieden.

Dass ich nun in Testosteronehandlung bin, weiß eigentlich keiner aus meinem Freundeskreis. Wem interessierts auch, der Zug ist abgefahren. Vor zehn Jahren hätte ich auf die Idee kommen sollen und mich behandeln lassen. Doch da gabs dieses Zeug noch nicht und ich dachte noch nicht daran, dass Leistungseinbußen mit meiner Eineiigkeit zusammenhängen können.

Grüße

e)ndlichZbenutz"ernaxme


Hi Benno,

was es deinen Freundeskreis angeht, es muss es keiner wissen, bei mir weis es auch keiner und ich habe nicht vor daran was zu ändern. Die würden es nicht verstehen können, das kann ich den auch nicht überl nehmen, schliesslich habe ich selbst Jahre gebraucht bis ich auf den Grund der Tatsachen gestoßen bin, und das auch eher zufällig.

Was ich dir empfehlen kann ist es sich die Video vom LowTgy auf Youtube anzuschauen, inzwischen hat er eigene Webseite [[www.lowt.gy]] Da tauschen sich viele Leidensgenossen aus, das Problem kommt wohl öffter vor als der eine denken mag.

Ein Paar Fragen zur Nebido: wo liegt dein Testosteronspiegel unter Nebido, zu welchem Zeitpunkt (relativ zur Spritze) wurde das Blut entnommen, wo liegen LH und FSH? Hat sich die Hodengröße im Laufe der Nebidobehandlung verändert?

Zum Mittagsschlaf: ich merke selbst ich brauche öffters eine Ruheperiode, vielleicht etwas mehr als ein normaler Mann. Merke aber auch an Kollegen das die nicht immer top nd Form sind auch die jüngeren nicht. Ich glaube man soll von einer Testosteronbehandlung nicht erwarten, dass sie einen zum Superman macht, sondern das man normal leistungsfähig wird und ab und zu dann auch Ruhe braucht.

B{enLnoB


4 Monate nach der letzten Nebido-Spritze lag mein T-Wert wieder bei 10,3 nmol/l, Spitzenwert ist immernoch 13,5. Da wollen wir wieder hin. Ich werde in kürzerer Zeit eine Blutentnahme durchführen lassen. Mal sehen wie hoch der T-Wert dann ist.

Über eine Verkürzung der Periode muss ich mit meinem Uro mal sprechen, oder mit dem Endokrinologen. Weil wirklich viel gebracht hat die Spritze nun auch nicht.

Ich kann noch keine Verkleinerung meines Hodens feststellen, nach nun etwas mehr als 2 Jahren Behandlung. Richtig groß war er eh noch nie.

Sicherlich ist der "normale" Mann nach einem durchnittlichen Tag auch erschöpft und braucht seine Auszeit. Ich würde auch nicht von mir behaupten, dass ich unter anderen Umständen der vorbildliche Karrieretyp geworden wäre. (Aber vll wärs ja doch so, solche Gedanken bekommt man dann halt).

Auf jeden Fall sollte man mit Anfang 20 in der Blüte seines Lebens stecken und nur so voller Energie strotzen. Ältere Menschen oder seine Eltern wundern sich darüber, wie sie bestimmte Dinge (z.B. Kinder großziehen, Haus bauen + arbeiten) in jungen Jahren nur geschafft haben. Ich sehe solche Lebensgeschichten auch als Wunderwerk an, ich hätte und habe das nicht geschafft.

Danke für den Link, werde ich mir mal in Ruhe ansehen. Hast du vielleicht auch noch einen Literaturtipp? Ein Buch, in dem die Wirkung von Testosteron und das Zusammenspiel mit anderen Hormonen gut beschrieben ist?

Grüße, BennoB

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH