» »

Zystoskopie bei Männern

Nkico_Mreier hat die Diskussion gestartet


Huhu,

Da ich aufgrund meiner Blase (die ein bisschen ein Eigenleben hat - tut so wie wenn sie rappelvoll wär, obwohl sie das nicht ist etc.) "muss" [ja, ich weiss - ich muss eigentlich nicht, aber ist besser so] mich einer Zystoskopie unterziehen lassen.

Daher meine Fragen:

1.) Wie wird das durchgeführt? (Liegen oder dieser "komische" Stuhl?)

2.) Wie lange dauert es ungefähr?

3.) Wie läuft es ab?

4.) Ist es schmerzhaft / Wird vorher betäubung gegeben?

Gruß

Antworten
thsu[n~amix_xe


Quelle Wikpedia:

Für die Zystoskopie stehen flexible oder starre Zystoskope zur Verfügung. Die Untersuchung findet im Liegen statt. Eine Narkose ist bei Erwachsenen in aller Regel nicht notwendig. Bei Kindern wird sie in Narkose durchgeführt. Die Untersuchung wird unter Beachtung der Sterilität durchgeführt. Die Untersuchung wird zumeist als so genannte Video-Urethrozystoskopie durchgeführt. Hierbei wird das Bild über eine auf die Optik aufgesetzte Kamera auf einen Bildschirm übertragen. Patienten können über einen zweiten Bildschirm die Untersuchung mit verfolgen. Mittels eines Videorekorders kann die Untersuchung aufgezeichnet werden. Bei beiden Methoden wird die Harnblase mit steriler Flüssigkeit über das Instrument gefüllt und gespült.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Zystoskopie]]

alles gute !

N)ic8o,_Meiexr


Soweit bin ich auch schon gekommen, aber die Berichte gehen doch stark auseinander. Deshalb wär mir eine persönliche Stellungnahme ergänzend dazu wilkommen ;-)

tnsunamki+_xe


sorry, da hab ich noch keine Erfahrungen sammeln können. Stelle mir das auch nicht sehr angenehm vor ! Hatte einmal nach einer OP einen atheder drin :-o

alles gute !

MPiss_ RohrsJpatz


Wir haben es damals in der Praxis auf dem Stuhl gemacht (halbliegend) und der Patient bekam immer eine Betäubung vorher.

Frag einfach in de Praxis nach, is überall unterschiedlich

1Uvon5Z00n0 Robexrt


Jepp, habe dass schon mal hinter mir. Ich durfte es mir auf dem "komischen Stuhl" bequem machen. Logisch, unten herum frei.

Es werden dazu benötigt, der Doc, ein/e Helfer/in, das Endoskop mit Lichtquelle, bei mir gab es keinen Bildschirm oder Videorekorder. Einen Behälter mit einer sterilen, ölartigen Flüssigkeit als Gleitmittel (Glyzerin) und einem Lokalanästhetikum, welches an dem Endoskop angeschlossen ist, ein paar Tücher unter dem Gesäß, um das ablaufende Glyzerin aufzunehmen und eine 20ml Spritze ohne Kanüle, in der ein stärkeres lokales Betäubungsmittel aufgezogen ist. Das Ganze rundet ein Pumpzerstäuber ab, in dem sich ein Hautdesinfektionsmittel befindet.

Mit dem beginnt der Arzt und sprüht den Penis und die Eichel ein. Dann spritzt er das Betäubungsmittel aus der Spritze in die Harnröhrem und drückt es langsam nach oben in Richtung Blase. Nach etwa 10 Minuten Einwirkzeit beginnt dann die eigentliche Untersuchung. Schmerzen sollten jetzt keine mehr entstehen, wegen dem Betäubungsmittel. Während der nun folgenden Untersuchung fließt laufend etwas von dem Glyzerin in das Endoskop und wieder durch den Penis hinaus. Dies dient als Gleitmittel während sich das Endoskop im Penis befindet und hält die Betäubung aufrecht.

Vorsichtig führt der Doc nun das Endoskop in den Penis ein und dringt sehr vorsichtig durch den Schließmuskelring des Blasenbodens in die Blase vor. Das kann sich etwas unangenehm anfühlen, weil das Endoskop etwa 8 mm Durchmesser hat. Auch das "Abfahren" der Blaseninnenwand ist etwas unangenehm, schmerzt aber nicht wirklich. Hier ist allerdings kein Betäubungsmittel hingekommen.

Wenn die Blase komplett untersucht ist, beginnt der Rückzug aus der Blase. Wenn das Endoskop dann die Blase verlässt sieht sich der Arzt das Innere vom Penis an. Die anfängliche Betäubung bewirkt neben der Schmerzausschaltung auch, dass es keine unbeabsichtigte Erektion gibt. Das wäre schon ungünstig, wenn das Endoskop den Übergang von Penis und Blasenboden passiert, weil dort einen Bogen ist

Bei mir wurde ein übrigens ein starres Instrument benutzt. Liegt aber auch schon 20 Jahre zurück.

Während der anschließenden Woche brennt die Harnröhre etwas beim Wasser lassen, da Sie von innen etwas gereizt worden ist. Dagegen gibt es aber auch Tabletten.

Ich hoffe mal, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

Gute Gesundheit wünscht:

...

1Pvon~5000 Rxobert


Bins noch mal mit einem kleinen Nachschlag. Der komische Stuhl wird auch als gynäkologischer Stuhl bezeichnet und ist doch recht gemütlich. Außerdem kann der Arzt so optimal arbeiten. Mit den heutigen flexiblen Geräten kann es aber auch möglich sein, dass der Patient liegt und der Arzt neben Ihm sitzt und nur indirekt über den Monitor beobachtet, was die Kamera erfasst.

Gruß!

1~von5'000 Roxbert


Ach ja, das Ganze braucht etwa eine halbe Stunde.

S$te$vOeKnx335


ich hatte mir eine Blasen-Prostata Entzuendung eingefangen.

Die Cystoskopie fand auf einem Untersuchungstisch mit Beinhalterungen statt. Ist eigentlich ganz bequem.

Ist halt nur unangenehm, dass man untenrum ganz nackt ist und mit weit gespreizten Beinen liegt.

Bei mir ist es ambulant im Krankenhaus gemacht worden. Na ja, da ist dann auch immer mehr Personal dabei.

Pfleger, Schwesternschuelerin, Assistenzarzt und Oberarzt. Und als Junge ist man doch eher schamhaft.

Untersuchung hat so mit allem 25 Minuten gedauert. Das Einfuehren des Cystoskopes tut schon etwas weh. Vor allem beim Uebergang durch die Prostata. Ich konnte ueber einen Monitor alles verfolgen. Das lenkt etwas ab.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH