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Testosteronmangel, Testosteronbehandlung, Hodengröße

eJndligchbenutzHername hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich habe mehrfach in diesem Forum geschrieben, jetzt möchte ich eigenen Faden eröffnen da ich nicht weis wie ich weiter vorgehen soll. Um es kurz zu fassen, ich hatte als Kind einen beideseitigen Hodenhochstand, leider wurde dieser erst im Alter von 4 und auch nur einseitig korrigiert, den anderen Hoden konnte man damals (bin 28) nicht finden; dieser wurde vor etwa 3 Jahren im Bauchraum verkrümmert gefunden und aus Angst vor möglicher Krebsentwicklung entfernt, an Stelle dessen bekam ich eine Hodenprothese mit der ich sehr zufrieden bin.

Mein Anliegen ist folgendes: der verbleibende Hoden ist auch etwas kleiner, so um die 15 ml, vor 5 Jahren beim Urologen gemessen. Seinen Zweck erfüllt er einigermassen gut, es wurde ein Testosteronspiegel von 4-5 ng gemessen, dieser bleib so auch nach der Enfernung des Bauchhodens, sprich der Bauchhoden hatte sowieso nix zum T-Spiegel beigetragen. Ich bin normal entwickelt, weise keine besonders markante Gesichtszüge auf, man könnte mich also auf ein Paar Jahre jünger einschätzen, aber das ist es auch, Bartwuchs... auch keine Errektionsstörungen, alles im grünnen Bereich.

Leider plagen mich andere Sorgen: ich fühle mich öffters schlapp und träge, mache sehr gerne Krafttraining, konnte auch etwas Masse zulegen, allerdings hält sich das auch im Rahmen, wobei es mir auch nicht darauf ankommt. Mein LH liegt um die 15, Maximalwert lag sogar bei 19, was dafür spricht dass ich durchaus mehr Testosteron gebrauchen könnte. Meine Symptomatik, wie die Abgeschlagenheisst, leichte Depressionen, etwas Babyfett weisen alle auf eine Testosteronmangel hin, dies wurde mich auch sowohl vom Urologen als auch vom Endokrinologen bestätigt, ich bekam auch etwa 4 Jahre lang, mit kurzen Unterbrechungen Testosteron zusätzlich, erstens mit Testogel 50, danach Nebido, diesen habe ich dann aber abgesetzt da ich bei mir eine Verminderung der Hodengröße feststellen konnte, gemessen bei 10-12 ml, also etwas weniger wie ursprünglich. Zur Zeit nehme ich kein Testosteron, anstatt sind es seit gute zwei Wochen HCG-Spritzen um zu versuchen den Hoden etwas anzukurbeln und eventuell völlig vom Testosteron wegzukommen, das Thema Kinderwunsch habe ich auch damit anreisen wollen. Leider sind die Symptome gleich geblieben, Depressionen, Trägheit, allgemeine Unzufriedenheit, alles ist da, aber genau in dem Ausmaß dass man es gerne in die Schublade Stress bei der Arbeit etc schiben könnte, und wer hat das nicht. Ich gerate immer wieder in die Erklärungsnot beim Arzt da ich ja im Rahmen bin, aber selbst nicht damit klar komme, die verstehen mich zum Teil auch, immerhin bin ich 28, sollte an der Spitze meiner Kräfte sein...

Ich habe vor die Testosteronbehandlung wieder aufzunehmen und brauche Erfahrungen von den Leuten die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich möchte kein Nebido aus Angst der Hoden könnte noch kleiner werden, wobei es bei mir nur minimal war, aber trotzdem, man weis nicht wo das Ende der Skala ist, bevor man es erreicht hat und das will ich auf jeden Fall vermeiden.

Wer von euch nimmt z.B. Testogel 50, wie war der Tesosteronspiegel vor der Behandlung und wie ist es unter der Behandlung, wie lange dauert die Behandlung schon und hat sich dabei eine Veringerung der Hodengröße bemerkbar gemacht? Wie ist es mit eventuellen Gynekomastie...?

Ich kann verstehen wenn jemanden meine Symptomen als ein zu schwaches Argument für die T-Behandlung erscheinen sollten, die geht ja auch das ganze Leben lang. So wie es jetzt ist kann ich schon überleben, richtig mit dem Leben zufrieden bin ich aber nicht, ich geniesse es einfach nicht, ich werde schnell müde und kann in keiner Sache das Glück finden, bei der Arbeit und was es Fraun angeht bin ich nicht wirklilich der Draufgänger, das Gewisse Kick fehlt mir einfach um mich für etwas zu begeistern, weis aber ganz genau dass ich währende der T-Behandlung das Leben in vollen Zügen geniessen konnte (Testosteron lag dabei bei 6 ng, also etwas mehr wie sonst, aber auch nicht die Welt, trotzdem war ich viel glücklicher irgendwie und reine Einbildung kann es auch nicht gewesen sein).

Ich entschuldige mich an dieser Stelle für den langen Text und bedanke mich im Vorraus für eure Antworten.

MfG

endlichbenutzername

Antworten
JBürge^n2x3


Hallo,

ich bin 23 Jahre alt, leide an Unfruchtbarkeit und habe nur ein Hodenvolumen von ca. je 6ml beidseitig. Mit anderen Worten ich kann zumindest "etwas" nachempfinden was dir durch den Kopf geht.

Meine Hormonwerte sind "normal", habe aber nur einen Testosteronwert von 3,3 ng/l (oder was auch immer die Einheit ist).

Verstehe nicht ganz, warum du mit deinen "noch guten" Wert eine Therapie bekommen hast, mein Arzt meinte das dies alles in Ordung sei, bis auf den erhöhten FSH-Wert um die 20 (Einheit fehlt!), was auf mein geschädigtes Hodengewebe hinweist.

Ich würde mir auf KEINEN FALL Testosteron irgendwie von außen zuführen, weil es soweit ich informiert bin zu einer Verringerung des Hodenvolumens führen muss, da ja dein Körper grundsätzlich immer versucht einen für dich natürlichen Wert zu halten und wenn nun mehr Testosteron in deinem Körper als sonst ist, schränken die Hoden ihre Funktion etwas ein und werden somit kleiner, frag mal einen Bodybuilder zu dem Thema.

Hat dir hcg geholfen?

MfG

Jürgen23

eyndlich!benutzer-naxme


Hallo Jürgen,

danke erstmal für deine Ehrlichkeit. Bei mir ist (war) FSH auch um die 20, natürlich die gleiche Diagnose wie bei dir, Unfruchtbarkeit. Eine zeitlang hat mich das nicht allzusehr beschäftigt bzw. ich konnte es einigermaßen verdrängen, dies hat sich inzwischen verändert, da mir die eine oder andere Frau über den Weg gelaufen ist wo es ernster werden könnte, kann nur sagen dass ich sehr schwere Phase hatte und ab und zu immer noch habe. Zudem sind meine Werte, bzw mein Empfinden alles andere als nachvollziehbar. Ich hatte schon sehr große Probleme wegen dem Testosteronspiegel, nicht weil es mir um Zahlen ging, ich hab mich einfach nicht wohl gefühlt, war träge, depressiv, hat mich fast mein Studium gekostet, ich wusste aber nicht was es ist bis ich unter Therapie kam und innerhalb von 2 Tagen alle Symptome verschwunden waren. Klar, der Hoden ist etwas kleiner geworden und ich frage mich schon ob es die richtige Entscheidung war, aber der Zustand in dem ich mich damals befand war einfach nicht auszuhalten.

Ich werde nicht wieder so nen langen Text schreiben, mein Zustand ist folgender: ich habe einen Gynekologen aufgesucht, bekomme HCG Spritzen in einer relativ niedrigen Dosierung, Brevactid 1500 dreimal die Woche, seit etwa 3 Wochen. Haben uns nicht viel versprochen da es ja hieß es würde ein Hodenschaden vorliegen... LH und FSH sind erhöht, wozu mit HCG stimulieren wenn die natürliche Stimulation schon vorhanden ist und sowieso nur wenig Testosteron kommt. Wenn man innerhalb der HCG Stimulation eine Erhöhung des Testosteronspiegels hinbekommt, dann wird diese fortgeführt da Hoden noch Reserven hat.

Ist-Zustand am 8.2.2010: Testosteron 11.5 ng/ml(normal 3-9), Freier Androgenindex 133 (normal bis 85), LH 3, FSH 4. Das sind Werte auf die Superman stolz wäre. Und das alles schafft meine kleiner Hoden ;-) Ich möchte hinweisen dass es schon die richtigen Einheiten sind und nicht die nmol... und die Ergebnisse tatsächlich von mir sind, weil ich es anfangs selbst nicht geglaubt habe. Ich muss auch sagen dass ich die Blutuntersuchung selbsständig bei einem Labor in Auftrag gemach habe da ich neugierig war, mit meinem Arzt habe ich die Werte noch nicht besprochen, der Termin ist erst in 3 Wochen. Das gibt mir schon etwas Kraft weiter zu versuchen obwohl ich eher der Pragmatiker bin und mir der Lage vorher bewusst war und eigentlich sehr pesimistisch die Sache anging.

Soviel zum Thema, ich melde mich wieder um Erfahrungen auszutauschen.

endlichbenutzername

J~ürgenx23


Das macht irgendwie echt Hoffunung was du da sagst. Aber warum warst du da bei einem Gynäkologen?!

erndlichbFenutzexrname


Hi Jürgen,

das mit dem Gynäkologen ist historisch bedingt, die grosse Mehrheit der Ärzte die sich mit dem Problem der Fruchbarkeit beschäftigen sind von Haus aus Gynäkologen, weil man das Problem früher immer als eine Frauensache gesehen hat. Der Arzt hat übrigens noch einen Kollegen von ihm in die Behandlung einbezogen, dieser ist aber Urologe. Der hat mir auch erzählt, dass er schon einige Erfahrung hat (ist auch Professor) mit Männern die durch die Benutzung von Anabolika unfruchtbar wurden, im Laufe der Behandlung konnte man aber die Fruchbarkeit wieder herstellen. Das Problem der Fruchbarkeit ist scheinbar ziemlich an der Grenze des machbaren und es kommen immer wieder Fälle wo man trotz anfänglicher Skepsis doch zum positiven Ergebniss kommt, ist aber ein steiniger Weg dahin, aber, leben muss man trotzdem und den Versuch ist es wert.

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