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Bilharziose/Schistosomiasis

nHal1a1001 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

hat von Euch schon jemand mit Bilharziose/Schistosomiasis Erfahrungen gemacht (selber oder im Bekanntenkreis)?.

Mein Mann ist Afrikaner und hatte dies als Kind. Bis die Krankheit ausgeheilt war dauerte es 8-9 Jahre.

Seit ca. 10 Jahren hat er Probleme mit der Blase/den Hoden und kein Arzt findet etwas. Nun haben wir die Hoffnung, dass evtl. durch die jahrelange Bilharziose dies chronische Folgen sind?

Kann dies der Fall sein. Auch wenn er mal 4-5 Jahre zwischendrin keine Probleme mehr hatte.

Wir würden uns sehr freuen, Antworten von Euch zu bekommen.

Nachdem uns kein Arzt und kein Test weiterbringen kann, veruschen wir selbst einfach alle möglichen Krankheiten durchzuforschen. Zudem kennen sich die Urologen hier mit den Krankheiten Afrikas meist nicht so gut aus. Daher möchten wir uns nun - wenn es klappt - an einen Tropenarzt, mit früherem Aufenthalt in Afrika - in Verbindung setzen.

DANKE

Antworten
p#rzaziq1uanstxel


Hallo nala1001 und Ehemann

Nun ich kann Euch ein Liedlein ueber Bilharzia singen. Ich bin mit meinen weissen Eltern in Afrika aufgewachsen, und bin damals mit 12 Jahren an Bilharzia schwerst erkrankt, und fast gestorben.

Zum Zeitpunkt als die Krankheit ausgebrochen ist, war meine Familie zurueck in der Schweiz (wo ich herkomme). Unser Hausarzt hat mich ins Tropeninstitut nach Basel weitergeleitet.

Dort wurde ich dann zuerst mal gruendlich untersucht mit Ultraschallmachine, Blut, Urin und Sperma Proben.

Auf dem Ultraschall konnte mann sehen dass mein Blase, Nieren, Leber, Herz und Darm "angefressen" wahren. Zum Teil sah dies wie Schweizer Kaese aus.

Nun ich wurde mit Praziquantel (Biltricide) anhand von meinem Koerpergewicht behandelt. Ich muss noch sagen dass es nicht ganz einfach ist, Bilharzia Eier im Stuhlgang oder im Urin zu sehen. Diese Eier hocken weit oben in der Harnblase, und kommen nur im Urin raus, wenn mann eine ganze Weile Trampolin oder Treppen hoppsen macht.

Die Tablettenkur war schrecklich. Ich habe mindestens ein halbes Jahr im Bett gelegen, weil dieses Medikament zuerst mal alles kapputt macht, bevor der Koerper sich dann regeneriert. Blutteste zeigten, dass der Bilharzia Titer (Serumsnarbe) am abfallen waehre.

Zwei Jahre spaeter habe ich dann nochmals einen ebenso schlimmen Bilharzia Ausbruch gehabt, habe das Medikament bekommen, und nochmals ca 6 Monate im Bett verbracht.

Dann hatte ich fuer 10 Jahre Ruhe... bis ich nun zu meinem Urologischem Problem komme.

Angefangen hat es mit Hodenschmerzen, Schmerzen beim Wasserloesen, Ejakulieren etc. Blut hatte ich auch im Sperma. Habe dann von Heute auf Morgen eine Septecemia (Blutvergiftung) bekommen, und bin auch nur ganz knapp nicht gestorben.

Hier ist die Geschichte etwas anders als bei deinem Mann. Bei mir wurden natuerlich soffort Tests nach Bilharzia Eiern gemacht (Urin, Sperma, Stuhl, Blut). Der Titer ist aber ueber die Jahre immer weniger geworden, was eine erneute Bilharzia Erkrankung ausklammern konnte.

Bei mir hat mann dann aber resistente Bakterien in meinem Sperma gefunden. Ich werde nun seit zwei Jahren via Antibiotika oral und teilweise Intravenoes behandelt.

Ich habe in meinen Samenleitern mehr als 30 kleine Zysten die mit Eiter gefuellt sind. Natuerlich gibt mir dass auch ganz schlimme Schmerzen. Die Aerzte sind sich mittlerweile sicher, dass diese Zysten zwar Bakterien Zysten sind, aber in den Narben die durch die Bilharzia entstanden gewachsen sind.

Bei mir hat ein Transrektaller Ultraschall der Prostata etc diese Zysten und ganz starken Vernarbungen angezeigt.

Nun moechte ich aber auf Euch zurueck kommen und ein paar Fragen beantworten versuchen:

- Mein Tropenarzt hat immer gesagt, wenn eine Vermutung nach Bilharzia Neuerkrankung besteht, erst gar nicht nach den Eiern suchen gehen, sondern soffort mit Praziquantel behandeln. ( Es ist so dass wenn keine aktive Bilharzia ist, das Medikament nicht anders wirkt als ein Aspirin und auch keinen grossen Schaden anrichtet.) Falls Dein Mann aber Bilharzia hat, wird das Medikament genuegend "stark" einschlagen.

- Ich selber habe trotz meiner Probleme zwei Kinder (4 J und 1 J)

- Es stimmt dass Bilharzia chronisch werden kann, und es stimmt auch dass nach 10 Jahren seit dem letzten Ausbruch Langzeitschaeden entstehen koennen. (Blasenkrebs, Hodenkrebs, Zysten etc.)

- Ein guter Urologe kann Anhand einer Blasenspiegelung die Bilharzia Eier und Geschwuere in der Blase erkennen. Leider ist es so dass mann zwar die Geschwuere herausoperieren kann, aber die auch nachwachsen koennen.

- Ich wuerde Euch vorschlagen einen Bluttest zu machen, um zu sehen wie hoch/niedrig der Bilharzia Titer ist. Zusaetzlich wuerde ich div. (bei mir waren es 3) Urin, Sperma und Stuhl Proben abgeben, die dann ganz spez. nach Schisto Eier suchen.

- Fragt Euren Hausarzt ob er Euch Praziquantel verschreiben wuerde. Fuer dass muss mann nicht unbedingt ins Tropeninstitut.

- Ein Transrektaler Ultraschall koennte wahrscheinlich auch Aufschluss geben was mit der Prostata, Blase, Samenleitern und Hoden los ist.

Ich hoffe fuer Euch dass Licht in die Sache kommt. Die Ungewissheit ist nie schoen.

Praziquantel

n6ala$100x1


Hallo praziquantel,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.

Vieles was Du schreibst hört sich wirklich ähnlich an, wie die Symptome meines Mannes. Das gibt uns ein wenig Hoffnung, nun auf dem richtigen Weg zu sein!

Und wenn ich das richtig verstanden habe, hattest Du auch zwischendrin ein paar Jahre Ruhe und dann plötzlich fingen die Schmerzen wieder an.

Ultraschall haben sie bei meinem Mann schon gemacht, in der Leistengegend (Blase?) aber nichts ungewöhnliches gefunden. Das "Problem" ist sicher auch, dass sich der Urologe vielleicht mit dieser Krankheit nicht so gut auskennt, da diese hier nicht so oft vorkommt? Vielleicht hat er auch garnicht an so etwas gedacht und daher nicht danach gesucht?

Mein Mann und ich kamen erst nach ein paar Gesprächen darauf, dass dies vielleicht tatsächlich noch Folgen von der Billharziose, die er als Kind hatte, sein könnten.

Immerhin dauerte es 8-9 Jahre, bis er damals "geheilt" war (oder vielleicht nur äusserlich geheilt).

Das mit dem Trampolin und Treppen hoppsen kommt mir so bekannt vor. Meinem Mann geht es oft schlechter wenn er sich vorher körperlich angestrengt hat. Auch wenn er z.B. nur 3km Fahrrad fährt oder mit der Schaufel Sand wegschippt.

Geht es einem bei der Therapie mit Praziquantel denn so schlecht? Wird der Körper dabei so geschwächt, oder warum warst Du 6 Monate im Bett? Übelkeit? Müdigkeit?

Schmerzen beim Ejakulieren hat mein Mann auch. Aber bisher hatte er nie Blut im Sperma.

Waren bei Dir die Hoden auch angeschwollen? Bei meinem Mann ist es meist nur einer, aber seit gestern sind es beide. Er hat sehr große Schmerzen.

Nimmst Du nun seit 2 Jahren ständig Antibiotika, oder immer wieder?

Diese Bakterien scheinen wirklich sehr schlimm zu sein, was ich bisher so gehört und gelesen habe...

Kann man diese Zysten bei Dir wegoperieren?

Was ist ein transrektaler Ultraschall?

Eine Blasenspiegelung wurde bei ihm noch nicht gemacht. Nur ein Abstrich der Harnröhre (sehr schmerzhaft!)

Mein Mann hat nächsten Dienstag einen Termin im Tropeninstitut. Ich habe bei der Anmeldung gesagt, dass es evtl. Folgen einer Bilharziose sein könnten (das bestätigte gestern auch der Hausarzt).

Wir hoffen nun, dass dieser Arzt - der auch ein Facharzt in dem Gebiet Bilharziose ist - weiß, welche Tests er machen muss und irgend etwas findet. Mein Mann würde sich auch operieren lassen, hauptsache die Schmerzen hören auf.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zuviele Fragen an Dich gestellt !!!

Vielen Dank nochmals für Deine Hilfe !

Und auch danke, dass Du geschrieben hast, dass Du trotz dieser Krankheit zwei Kinder hast. Das macht mir Mut. Natürlich denkt man in solchen Situationen auch über so etwas nach, vor allem wenn das schon so lange geht. Wir werden bei der nächsten Spermaabgabe beim Urologe sagen, dass sie dies auf die Fruchtbarkeit überprüfen sollen.

pDra`zmiq9uanktxel


Hallo nala1001 und Ehemann,

Ich werde versuchen etwas mehr auf Deine Fragen einzugehen.

"Und wenn ich das richtig verstanden habe, hattest Du auch zwischendrin ein paar Jahre Ruhe und dann plötzlich fingen die Schmerzen wieder an.'

Stimmt genau. Als ich das zweite Mal mit Praziquantel behandelt wurde, habe ich mich ca. 1 Jahr darnach "normal" und fit gefuehlt.

"Ultraschall haben sie bei meinem Mann schon gemacht, in der Leistengegend (Blase?) aber nichts ungewöhnliches gefunden. Das "Problem" ist sicher auch, dass sich der Urologe vielleicht mit dieser Krankheit nicht so gut auskennt, da diese hier nicht so oft vorkommt? Vielleicht hat er auch garnicht an so etwas gedacht und daher nicht danach gesucht?"

Ultraschall ist gut, wobei ein oberflaechlicher Ultraschall leider auch nicht kleinere Details aufzeigen kann. Natuerlich ist es schon mal gut zu sehen ob die Blase eine normale Form hat, wie gross die Prostata ist etc.

Dies zeigt aber noch lange nicht soviel wie z.B. ein MRI dass auch Probleme in der Prostata hervorheben kann. Bei mir haben sie zuerst ein Ultraschall gemacht der schon zeigte dass etwas nicht ganz "normal" aussieht. Dann haben sie via MRI noch tiefer in meine Prostate hineingesehen. Ich musste dann auch eine Blasenspiegelung machen, und zu guter letzt einen Transrektalen Ultraschall. Ich erklaere Dir kurz was das ist.

Es wird ein Stab, aehnlich dick und Aussehen wie ein Vibrator in den Hintern eingefuehrt. Im Stab selber ist eine Kamera, zusaetlich gibt es auch noch die Moeglichkeit Biopsien zu gewinnen. Mit diesem Stab koennen die Aerzte die Prostata, Hoden, Samenleitern intern begutachten.

(Die Untersuchung ist ca. 10 min, sollte nicht zu sehr weh tun, wobei es fuer mich immer eine schlimme Prozedur ist, da ich in diesem Bereich ja auch stark leide :(

Es stimmt schon dass Aerzte/Urologen ueber Bilharizia nicht gerade viel wissen, da es in Europa ja auch nicht viele Patienten mit dieser Krankheit gibt.

"Geht es einem bei der Therapie mit Praziquantel denn so schlecht? Wird der Körper dabei so geschwächt, oder warum warst Du 6 Monate im Bett? Übelkeit? Müdigkeit?"

Es kommt sehr darauf an wie weit mann schon an Bilharzia erkrankt ist. Da es bei mir (siehe oben) in Div. Organen gefunden worden ist, hat es auch laenger gedauert bis mein Koerper dies verarbeitet hat.

Das Medikament macht erstmal alles gute und schlechte kaputt. Ich fuehlte mich roh inwendig. Essen war ganz schwierig da meine Leber und mein Darm schon gar nicht mitmachen wollten.

(Du musst Dir vorstellen dass diesen Wunden, Loecher und Geschwuere im Koerper wie "wegg gebrannt" werden.) Ich wog nach der Behandlung noch 28 kg (dies mit 15 Jahren).

Mein Tropenarzt sagte mir das Praziquantel mit Chemotherapie zu vergleichen ist. Es macht wircklich alles kaputt.

Nochmals moechte ich aber betonen dass es nicht fuer jede Person gleich ist, zumal es wircklich stark drauf ankommt wo die Bilharzia Infektion ist.

"Nimmst Du nun seit 2 Jahren ständig Antibiotika, oder immer wieder?"

Ich nehme jetzt seit zwei Jahren ohne Unterbruch sehr starke Antibiotika Dosierungen. Trotz der Antibiotika habe ich in den letzten zwei Jahren immer noch drei schlimme Blutvergiftungen bekommen. Ich muss dann jeweils zusaetlich zu meinem oralen Medikament noch Intravenoes im Spital behandelt werden.

Meine Prognosen sehen nicht gut aus. Die Aerzte versuchen mit Antibiotika diese Zysten wegzubringen, wobei bis jetzt nicht gerade viel Erfolg geschehen ist. Da ich noch jung bin, moechten die Aerzte noch nicht Operieren, da bei einer Operation meine Samenleiter, Hoden und Prostata ganz herausgenommen werden muessten. Zuerst moechten wir noch unsere Familie vervollstaendigen, und wenn es bis dann nicht besser wird, gehe ich unters Messer.

"Waren bei Dir die Hoden auch angeschwollen? Bei meinem Mann ist es meist nur einer, aber seit gestern sind es beide. Er hat sehr große Schmerzen."

Ich habe jetzt und auch damals angeschwollene Hoden, die wie bei Deinem Mann grosse Schmerzen verursachen.

Es ist sogar sehr ueblich dass zuerst bei einem Mann nur ein Hoden schmerzt, und dann irgendwann der zweite auch anfaengt. Die Infektion (Bakterien etc.) breitet sich auf den noch gesunden Hoden aus.

"Mein Mann hat nächsten Dienstag einen Termin im Tropeninstitut."

Ich wuensche Euch dass Dein Mann ganz genau untersucht wird. Lasst nicht locker, nur weil Aerzte nichts finden.

Nun aber noch zwei Fragen an Euch:

"Immerhin dauerte es 8-9 Jahre, bis er damals "geheilt" war (oder vielleicht nur äusserlich geheilt)."

Mit was wurde Dein Mann behandelt, und wie soll ich diese 8-9 Jahre verstehen? Hat es so lange gedauert bis er sich wieder fit fuehlte, oder bis Bilharzia unter Kontrolle war (nicht mehr aktiv)?

Hatte er den damals Probleme im urologischen Bereich? Falls nein, ist es eher unwarscheinlich dass er diese Probleme als "ueberbleibsel" von Bilharzia bekommen hat.

Falls noch mehr Fragen aufkommen, beantworte ich diese gerne.

praziquantel

nQalat1001


Hallo Praziquantel,

Das hört sich alle nicht gut an und ich glaube Dir, dass Du stellenweise wirklich durch die Hölle gegangen bist. Und das schon in so jungen Jahren.

Glücklicherweise hat das an Deiner Zeugungsfähigkeit keinen Schaden genommen, was sich bei Deinen Bescheibungen für mich fast anhört wie ein kleines Wunder.

Ich hoffe sehr, dass sie bei meinem Mann auch diese Untersuchungen machen. Auch wenn es für ihn sicher nicht angenehm ist. Aber immer im dunkeln zu stehen ist auf Dauer auch nicht erträglich und geht auch auf die Psyche.

2 Jahre am Stück Antibiotika... das ist für den Körber sicher auch eine starke Belastung. Bist Du aber ansonsten fit? Denn die Antibiotikas zerstören im Körper doch auch gesunde Bakterien. Zumindest bekommen viele die ich kenne danach Durchfall, weil die Darmflora total durcheinander gebracht wird.

Wie das mit den 8-9 Jahren zu verstehen ist.

Mein Mann ist in Afrika geboren und hat dort bis vor knapp 2 Jahren gelebt.

Als er die Bilharzose bekam war er ca. 7 Jahre alt. Danach ging er von einem Arzt zum anderen, aber es ging nie ganz weg. Er hatte in der Zeit sehr oft Schmerzen beim Wasser lassen. Auch Blut im Urin und macht in der Nacht oft ins Bett, da er es nicht mehr spürte wenn er zur Toilette musste.

Da Du in Afrika aufgewachsen bist weißt Du sicherlich, dass viele dort nur zum Arzt können wenn sie Geld haben. Krankenversicherungen sind dort so häufig wie hier. Daher hat das sicher auch so lange gedauert. Und damit die Ärzte auch Geld verdienen, wird gerne einfach irgendetwas erzählt, ob es stimmt oder nicht.

Er hatte dann ca. 4 Jahre Ruhe und dann fing vor 10 Jahre alles wieder an. Schmerzen beim Wasserlassen, Manchmal auch mit Blut im Urin, Schmerzen beim Ejakulieren, Schwellungen am Hoden (manchmal auch an beiden) und dann kommt auch eine dickflüssige durchsichtige Flüssigkeit aus der Harnröhre, Schmerzen in der Leistengegend (könnte vielleicht die Blase sein?), Starkes Brennen beim Stuhlgang.

Er sagt es ist sehr ähnlich wie damals, als er Kind war - mittlerweile aber duch die Hodenschwellungen noch unangenehmer und schmerzhafter.

Auch wenn sich Deine "Geschichte" schlimm anhört wären wir froh, wenn wir wüssten gegen was wir ankämpfen müssen !!!

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe Du kommst um eine OP herum.

Respekt vor Deinem Kampf. Nachdem ich meinen Mann so leiden sah/sehe kann ich mir gut vorstellen, wie es Dir geht/ging und Deiner Frau sicher auch.

Alles liebe für die Zukunft und Danke nochmal.

Falls es Dich interessiert, berichte ich dann nächste Woche gerne von den Untersuchungen im Tropeninstitut.

p=raziqu#antel


Hallo nala1001

Danke fuer Deinen sehr netten Beitrag. Natuerlich wuerde ich mich ueber ein Update nach dem Tropeninstitut freuen.

"Glücklicherweise hat das an Deiner Zeugungsfähigkeit keinen Schaden genommen, was sich bei Deinen Bescheibungen für mich fast anhört wie ein kleines Wunder."

Das siehst Du richtig. Meine Aerzte schauen dass auch wie ein kleines Wunder an.

"2 Jahre am Stück Antibiotika... das ist für den Körber sicher auch eine starke Belastung. Bist Du aber ansonsten fit? Denn die Antibiotikas zerstören im Körper doch auch gesunde Bakterien. Zumindest bekommen viele die ich kenne danach Durchfall, weil die Darmflora total durcheinander gebracht wird."

Die Antibiotika sind fuer mich momentan das kleinere Uebel. Ohne Behandlung waehre ich schon lange durch eine Blutvergiftung gestorben. Meine Aerzte verschreiben mir nur so starke Antibiotika, weil sie sonst eigentlich keine andere Loesung haben, und auch hier auf ein Wunder hoffen.

Leider habe ich durch die Antibiotika auch schon div. andere Probleme wie z.B. Durchfall und Leberprobleme bekommen. Die Aerzte haben auch Angst dass mein Darm auf laengere Zeit nicht mehr mitmachen wird. Sie sprechen auch ab und zu von Colitis, die durch Medikamente hervorgerufen werden koennte. Da Bilharzia ja auch in meiner Leber war, ist meine Leber sowieso schon reduziert. Dazu hatte ich dann noch Gallensteine, aber seit 1 1/2 Jahren habe ich jetzt seit der Op keine Gallenblase mehr. Das Gewebe war positiv fuer Bilharzia!

Fit bin ich leider seit zwei Jahren nicht mehr :( Arbeiten ist schon mal gar nicht moeglich, dazu kommt noch dass die Schmerzen so stark sind dass ich ab und zu Ohnmaechtig werde.

Ich kann von Glueck reden dass ich eine so wunderbare Frau habe, die fuer mich da ist. Und meine Kinder sind meine Sonnenscheine :)

Ich muss extrem aufpassen nicht auch noch psychisch zu werden. Mein Beruf (Ausbildung) ist Psychiatrie Seelsorger und habe bis vor zwei Jahren auch in diesem Beruf gearbeitet. Erfahrungen helfen mir von Tag zu Tag weiter.

Ich kann mich sehr gut in Eure Lage versetzen. Ich moechte eine solche Krankheit niemandem wuenschen.

bis bald

praziquantel

n1alax1001


Wie versprochen, melde ich mich jetzt nochmal nach dem Besuch im Tropeninstitut.

Wie der Teufel will, hatte mein Mann schon seit ein Paar Tagen vor dem Besuch keine Schmerzen und keine Schwellung mehr.

Aber der Arzt war dennoch sehr nett und fing an mit Untersuchungen und Tests.

Meinem Mann wurde Blut genommen (mehrere Ampullen), er wurde geröngt, musste EKG machen, Urin abgeben und Ultraschall wurde gemacht. Er musste dann 24 Urhin sammeln und dies mit einer Stuhlprobe am nächsten Tag noch dort abgeben.

Der Arzt möchte nun auf alle Ergebnisse warten und dann evtl. eine Blasen- und Darmspiegelung machen.

Bei den dortigen Untersuchungen (Ultraschall, Röntgen, EKG wurde nichts auffälliges festgestellt).

Was der Arzt aber noch festgestellt hat - das aber mit den Schmerzen ansicht nichts zu tun hat ist, dass sich die Bauchdecke meines Mannes bei der Bildung der Hodensäcke im Mutterleib nicht ganz verschlossen hat. Dies kann man nur durch eine OP schließen.

Dies kann die Ursache für die Schwellung der Hoden sein - bzw. sind es in dem Fall garnicht die Hoden sondern es bildet sich "Wasser" um die Hoden herum - und das kommt durch das Loch, da sich das dann entzünden kann (wenn ich das richtig verstanden habe).

Nun heisst es wieder warten...

Der Arzt meinte, die Bilharzia-Würmer können locker mal so 20 Jahre im Körper überleben.

Jetzt mal sehen ob er da wirklich noch welche im Körper hat ?

pTraz'iqua,ntexl


Danke nala1001 fuer diesen kurzen Bericht. Ich habe auch an Euch gedacht, und geduldig gewartet, bis ein neuer Eintrag gemacht wurde.

Ich hoffe doch sehr, dass die Urin und Stuhl proben aufschluss geben werden.

"Dies kann die Ursache für die Schwellung der Hoden sein - bzw. sind es in dem Fall garnicht die Hoden sondern es bildet sich "Wasser" um die Hoden herum - und das kommt durch das Loch, da sich das dann entzünden kann (wenn ich das richtig verstanden habe)."

Ich hoffe und wuensche Euch dass die Urologischen Probleme die dein Mann hat auf die nicht ganz verschlossene Bauchdecke und die damit verbundenen schmerzen im Hodenbereich zurueck zufuehren sind.

Es freut mich dass dieser Arzt die Sache gruendlich mit Blasenspiegelung und Darmspiegeling angehen moechte.

Bitte lasst mich wissen wie es weiter geht.

Praziquantel

n$al(a10001


Hallo Praziquantel,

nun ja, diese nicht ganz verschlossene Bauchdecke wird wohl nicht die Ursache seiner Schmerzen, des Problemes mit dem Wasser lassen... sein.

Und bevor dieses Problem nicht gefunden wird, kann man dieses "Loch" nicht verschliessen, da die Naht duch das Drücken zum Wasser lassen wieder aufplatzen kann.

Dies wäre dann wohl "nur" die Abschluss-OP, wenn alles andere wieder in Ordnung wäre.

Daher ist dies nicht das, was wir suchen - aber wir hoffen und glauben daran, dass jetzt etwas gefunden wurde. Irgendwo her müssen diese Schmerzen ja kommen. Und Blut im Urin kommt auch nicht einfach so.

Das einzige positive ist, dass der Arzt meinte, die Hoden hätten wohl nichts, da die Schwellungen ja wahrscheinlich nicht davon kommen. Somit hoffen wir, dass die Zeugungsfähigkeit keinen Schaden genommen hat.

Ich melde mich wieder, sobald wir etwas wissen...

Ich wünsche Dir alles Gute !!

LG

nala1001

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