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Kann nach OP nicht mehr abspritzen.

m\otoxfuzzi hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mein Problem ist folgendes: Nach einem Motorradunfall musste ich notoperiert werden. Ich hatte zwar keine Knochenbrüche, allerdings einen mehrere Zentimeter langen Riß im absteigenden Enddarm (Colon). Zuerst merkte ich kaum was, außer einer weiteren Schulterverletzung, nach ca. einer Stunde bekam ich höllische Bauchschmerzen. Nach dem Röntgen mit Kontrastmittel gings ab ins OP.

Der Darm wurde geflickt und ich kam ohne künstlichen Ausgang davon. Nachdem alles verheilt war, merkte ich beim Onanieren, dass ich nicht mehr abspritzen konnte, obwohl sich alles wie vorher anfühlte, blieb alles trocken. Zuerst hab ich den operierenden Arzt konsultiert. Der sagte, das wäre ein hinzunehmender Risikofaktor bei solch einer OP. Es musste der komplette Bauch aufgeschnitten werden.

Dann war ich bei zwei weiteren Urologen. Beim ersten nur Schulterzucken, der zweite versuchte eine medikamentöse Behandlung ohne Erfolg.

Angeblich haben Prostatapatienten bei einer OP das gleiche Risiko.

Meine Frage: Kennt jemand einen ähnlichen Fall, bei dem die Funktion (Abspritzen) wieder hergestellt werden konnte.

Vielen Dank fürs Lesen und euere Antworten.

Antworten
mhoQtofuzxzi


Seltsam, da heisst es immer, es gäbe noch mehr, die nach ähnlichen bzw. auch bei Prostataoperationen solche Folge"schäden" haben. Scheint es hier aber nicht zu geben :-(

Es dürfen sich auch Frauen von "Geschädigten" melden *:)

t1sVunlaymi_xe


hmm...

das ist ein Thema, das selbst hier wohl ungern aufs Tapet kommt....

@:) *:)

HKypePrixon


Ich denke es ist erstmal wichtig zu wissen was da jetzt genau passiert ist bei der Op und warum kein Sperma mehr abgegeben werden kann.

Frag deinen Operateur nochmal ob z.B. die Samenleiter beschädigt wurden oder andere Drüsen oder Organe welche für das Ejakulat zuständig sind.

Wenn feststeht was genau das jetzt nicht funktioniert, kann man versuchen es zu beheben.

Aber ohne genau zu Wissen wo die Ursache liegt, wird man da nichts machen können.

mFotoZfuqzzi


Also erklärt wurde mir das vom operierenden Arzt so: Beim Orgasmus wird normalerweise die Harnröhre zum Blasenein- bzw. -ausgang hin verschlossen (Blasenschliessmuskel), damit das Ejakulat nicht den Weg des geringsten Widerstandes in die Blase nimmt, sondern sich nach vorne rauszwängt bzw, spritzt. Das Zuhalten vor der Blase veranlasst ein Nerv (wohl reflexartig), der leider bei der OP beschädigt wurde. Also ist es eigentlich nur eine Frage, ob man diesen Nerv nicht wieder regenerieren kann. Hat da schon mal jemand was davon gehört?

SHtraw0berryHcillx45


Ich bin ein Laie, also vorsicht mit meiner Meinung. Aber sind Nerven einmal zerstört, ist eine Regenierung doch nicht möglich, oder? Sonst würden sich Menschen mit sonstigen Lähmungen ja sehr freuen...

Tut mir Leid, was dir passiert ist.

NBadjkaleixn


Wird überhaupt noch Sperma produziert und wenn ja, wo geht das hin?

s,isi 48x6


Das Zuhalten vor der Blase veranlasst ein Nerv (wohl reflexartig), der leider bei der OP beschädigt wurde.

Das würde ja dann heissen, dass bei dir das Sperma in der Blase landet??!

Hast du sowas beim pinkeln eventuell bemerkt!

Ich denke es kommt darauf an wie sehr der Nerv beschädigt wurde.

Ein durchtrennter Nerv stellt da wohl eher eine Irreversible Sache dar als ein Gequetschter/irritierter Nerv. Sowas kann sich ggf. schon wieder zurückbilden.

Aber wurdest du vor der OP nicht informiert?

Ich meine auch wenn du mal Kinder möchtest (kenne dein Alter nicht) können die Ärzte das doch nicht mit einem Schulterzucken abtun! Das ist ja ein schwerwiegendes Problem dann!

Also ich würde darauf bestehen dementsprechend untersucht zu werden was genau passiert ist, wo das Sperma hinfließt und was man tun kann!

mJot@o2fuz.zi


@ sisi 86

Richtig, dass Sperma "landet" seitdem in meiner Blase.

Beim Pinkeln sieht man davon aber nix mehr.

Es war eine Not-OP, da muss man wohl Kompromisse eingehen, andernfalls wäre ich gestorben.

Falls ich noch mal Kinder bekommen wollte, hat mir der Urologe folgende Prozedur vorgeschlagen:

Man muss die Blase von sauer auf basisch setzen, dann hinein ejakulieren und dann müsste das Sperma quasi abgesaugt werden usw. Klingt jetzt nicht sehr berauschend, wäre aber theoretisch möglich.

a(lfredCo63


Ich muss mich demnächst an der Prostata operieren lassen da ich eine gutartige Vergrösserung habe. Mein Urologe erklärte mir alles sehr genau auch das mit dem trockenen Erguss. Bei der OP wird meistens der innere Blasenschliessmuskel resp. die Nerven beschädigt und desshalb spritzt der Samen in die Blase und nicht mehr durch den Penis nach aussen. Bei deiner Not OP wurde entweder die Prostata (diese liegt nur ca 5mm neben dem Darm) beschädigt oder der Nerv für den innenliegenden Blasenschliessmuskel.

Darf ich dich fragen ob das Gefühl beim Orgasmus gleich ist wie früher, dies konnte oder wollte mein Urologe nicht beantworten.

m;otofu[zzi


@ alfredo63

Na wenigstens bist du vorab schon mal darüber informiert und es gibt keine "böse Überraschung".

Was mich wundert ist, dass dein Urologe die Frage nicht beantworten kann. Ich kann es (zumindest für mich). Der Orgasmus fühlt sich trocken genauso gut an, dass ist wenigstens der Trost. Übrigens heisst es retrograde Ejakulation. Mittlerweile schaffe ich es mit viel Konzentration und Blasenmuskel zusammenpressen, dass auch vorne etwas herauskommt. Ist aber nicht so entspannend für den guten Orgasmus;)

G|odolphrixn


Hey tut mir leid was da passiert ist,

aber sehe es mal so, manchmal kann es auch von Vorteil sein. ;-D

Sollten nur aufmunternde Worte sein.

Kxrabgbelk<äferxle


Vllt fällt es dir ja irgendwann nicht mehr so schwer, den Blasenmuskel zu schließen, wenn du das ein bisschen trainierst :)z Außerdem kannst du dir die Prozedur mit dem Absaugen des Spermas sparen ;-)

szwatk@atten16x2


Mir geht es genauso, keine Spermaproduktion mehr nach einsetzen eines Stents in die Bauchschlagader und Beseitigung einer Thrombose im der linken Beinvene am Oberschenkel. (Es kam dabei zu einer Lungenembolie, bei der ich eine kurze Zeit klinisch tot war und auf der Intensiv wiederbelebt wurde, aber danach auch noch ins Koma fiel. Aber das ist eine andere Geschichte...). Möglicherweise wurde da etwas zuviel geschnippelt. Mir wurde gesagt, es seien die Nerven, die nach ca. 2 Jahren wieder voll funktionieren würden. Denkste, das ist jetzt über drei Jahre her. Mein Urologe hat auch nichts finden können. Der Gang zum Andrologen steht noch aus. Richtig hoch kommt 'er' auch nicht, eher halbherzig, obwohl die Libido noch voll da ist. Am Alter (62) kann es nicht liegen, vor der OP war ich ja noch voll da. Ich habe in der Zeit danach mal Viagra probiert, was aber völlig nutzlos war, ich wurde nur müde. Die restlichen Pillen habe ich dann als Schlafmittel genutzt. :-)

BTernrd2x520


Hallo,

Ich bin 63 und konnte kaum noch pinkeln. Nach Besuch beim Urologen , Spiegelung und Ultraschall der Blase, musste bei mir die Prostata mittels Laser verkleinert sowie eine Vasectomie ( Duchtrennung der Samenleiter) gemacht werden. (Damit die Harnröhre breiter wird).

Pinkeln kann ich jetzt immer noch nicht besser, es kommt nur bischen raus. Außerdem habe ich Schmerzen zwischen After und der Peniswurzel ( Damm) auf der Toilette. Gemacht wurde die OP am 23.3.13

Bei SB kommt aus dem Penis gar nichts mehr raus. Wieso ???

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