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Harnröhrenverengung - wann Operation?

m9agicz88wxand hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

bei mir sind zufällig zwei Harnröhrenverengungen festgestellt worden, die offenbar schon lange vorhanden sind. Allerdings habe ich keine Beschwerden, und die üblichen Untersuchungen (Laborwerte, Ultraschall etc) ergaben sonst nichts Gravierendes. Mit den 12 ml/s im Uroflow kann ich gut leben, und schon vor 20 Jahren war der Harnstrahl nach meiner Erinnerung ähnlich dünn. Allerdings habe ich inzwischen eine Verdickung der Blasenwand. Mein Arzt sagt, dass sich allein daraus irgend wann mal Komplikationen ergeben könnten. Daher rät er mir zu einer Harnröhrenstriktur.

Haltet ihr das für sinnvoll angesichts der hohen Rezidivwahrscheinlichkeit? Ich habe über Verdickungen der Blasenwand im Internet recherchiert, aber kaum etwas gefunden ... zum jetzigen Zeitpunkt ist meine Meinung eher nix machen.

Antworten
Bqerli?ner7x4


Hallo magic88wand,

wenn Du noch nie operiert wurdest, würde ich an Deiner Stelle wahrscheinlich erstmal nichts machen. Du solltest aber Deine Blase im Auge behalten (sie regelmäßig auf Veränderungen der Blasenwand untersuchen lassen). Wenn es klar ist, dass die Blasenwand immer dicker wird, dann würde ich mich wiederum doch operieren lassen, denn sonst riskierst Du, dass Deine Blase irgendwann den Geist aufgibt. Falls Du Dich zum ersten Mal schlitzen lässt, wird es mit etwas Glück bei einer einzigen OP bleiben (wobei Du mit der Schlitzung mit ziemlicher Sicherheit keinen optimalen Zustand erreichen wirst, denn gleich nach der OP neigt die verengte Stelle dazu, sich wieder zu verengen). Du wirst also, wenn Du Glück hast, einen akzeptablen Zustand erreichen (vielleicht 15 ml/s?). Wenn Du Pech hast, wird Dir die OP nichts bringen (oder sogar zu einer Verschlechterung Deines aktuellen Zustands führen) und Du wirst sie wiederholen müssen (bzw. Dich für eine Harnröhrenplastik entscheiden müssen).

Kxnuf&felx58


Hallo,

ich wurde 3 mal geschlitzt, im Abstand von 20 Jahren. Dann war eine offene Plastik nötig. Das war vor etwa 2 Jahren. Bis jetzt alles ok.

mCagic8 8w8anxd


Hallo Berliner, danke Dir für Deine Antwort.

Die Blase kann den Geist aufgeben? Wie/warum denn das?

B}erlMinFerx74


@ magic88wand

Wenn man eine Verengung hat, muss die Blase mehr als sonst arbeiten, um diese auszugleichen. Dadurch wird sie im Laufe der Jahre überlastet, die Blasenwand wird immer dicker und irgendwann kann die Blase aufhören zu funktionieren (man kann aber nicht mit Gewissheit sagen, wie lange das dauert... es ist von Patient zu Patient unterschiedlich... vielleicht dauert es 2 Jahre, vielleicht 10 oder 15...). Das wurde mir immer von den Ärzten gesagt. Sie haben mir deswegen empfohlen, mich operieren zu lassen. Auch wenn die Ärzte vielleicht etwas übertreiben (ich konnte 15 Jahre lang mit einer Verengung ganz gut leben und meine Blase funktioniert immer noch), denke ich nicht dass man diese Gefahr außer Acht lassen sollte. Vielleicht kannst Du ja Deinen Arzt fragen ob es sinnvoll wäre, die Stärke der Blasenwand alle 6 Monate oder so zu kontrollieren.

MOor~ganBeLeFaxy


Sone Schlitzung ist harmlos, hab ich auch hinter mir. Am nächsten Tag merkt man schon nix mehr und darf heim.

B!erlibnerx74


Hallo Morgane. Da kann ich nicht zustimmen. Das ist eine einfache OP, das stimmt. Und vielleicht kann man die OP an sich sogar als harmlos bezeichnen, aber die Folgen, zu denen die OP führen kann, sind nicht harmlos. Wenn man Pech hat, kommt man in einen Teufelskreis und muss sich immer wieder schlitzen lassen oder einer komplizierteren OP unterziehen. Ich glaube übrigens, man kann in dem Fall Männer und Frauen nicht miteinander vergleichen. Bei den Frauen scheint das Ganze unproblematischer zu sein.

M?organe#LeFay


Ja, da ich schon weitaus schwierigere OPs hatte seh ich es in der Tat als harmlos. Aber das muss jeder selbst wissen. ich kenne die Folgen, wenn man zulange mit sowas wartet

B'erl]iner7x4


Ich sehe die OP an sich auch als harmlos, aber nicht die eventuellen Folgen. Was aber auch nicht bedeutet, dass ich auf jeden Fall dazu rate, die Schlitzung nicht machen zu lassen. Ich denke, man muss von Fall zu Fall entscheiden. Wenn man keine Beschwerden hat, sollte man sich nicht schlitzen lassen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass man dadurch ein größeres Problem hat, nicht gering ist.

mGagikc88Swaxnd


Berliner, genau das ist es was mich zzt. noch abhält von einer OP, die mögliche Verschlechterung - Beispiele gibt es in diesem Forum ja zu Hauf - in Abwägung gegen den möglichen Vorteil. Ich habe seit über 20 Jahren einen unverändert dünnen Harnstrahl, also vermute ich, dass auch die Blasenwand schon über 20 Jahre lang verdickt ist, wobei ich gehört habe, dass man die Dicke erst zuverlässig beurteilen kann wenn die Blase mindestens halb voll ist, was sie bei der Untersuchung nicht der Fall war. Vor allem konnte oder wollte mir der Urologe nicht wirlich erklären worin er das Problem sieht, sondern schien sich auf eine Operation eingeschossen zu haben (vielleicht weil ich Privatpatient bin?). Daher werde ich wohl bei Gelegenheit mal zu einem anderen Urologen gehen. Eile ist wohl kaum geboten - schließlich ist mein Harnstrahl schon über 20 Jahre lang dünn.

K9n1ufDfel58


@ magic88wand

Ich sehe das Problem darin, dass bei einer Harnröhrenverengung nicht nur die Blase leidet, sondern auch die Hoden.

Bei mir war die Verengung so stark, dass der Urin über die Samenleiter zum Hoden gedrückt wurde, und ich ständig Nebenhodenentzündungen hatte. Die wurden dann chronisch. Die Folge war, dass mir der linke Nebenhoden entfernt werden musste.

Ich wurde 3 mal geschlitzt. Das ist mittlerweile sehr harmlos. Das erste Mal war schlimm (vor 25 Jahren). Aber die beiden Anderen waren wirklich harmlos. Ich musste im Krankenhaus im Beisein eines Pflegers beweisen, dass ich wieder mit vollem Strahl pinkeln kann. Das war kein Problem, und hat nicht wehgetan. Aber die Gefahr, dass es immer wieder eng wird ist enorm. So auch bei mir. Beim dritten Mal wurde mir gesagt, ... bis in circa 5 Jahren. Und die Abstände werden immer kürzer. Also entschloss ich mich zu einer OP. Dabei wurde mein Penis an der Unterseite der Länge nach aufgeschnitten, die Harnröhre entfernt und durch eine neue aus Eigengewebe ersetzt. Der Nebenhoden wurde entfernt, weil ich dauerhaft Schmerzen hatte. Jetzt ist alles ok. Und das seit 2 Jahren. Aber die natürliche Naht an der Penisunterseite ist jetzt ohne Gefühl und sieht aus wie ein Reisverschluss. Aber ich bin beschwerdefrei.

Nur die Beschneidung, angeblich zum Schutz vor weiteren Beschwerden, war ein Fehler. Darüber habe ich einen Faden eröffnet.

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