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Wie sind Eure Erfahrungen mit einer Hydrocele & OP?

t>oacdlxe hat die Diskussion gestartet


Hey zusammen,

mich würden Eure Erfahrungen und Eure Krankheitsgeschichte mit einer Hydrocele interessieren. Insbesondere wie es für Euch war Euch daran operieren zu lassen. Hat es geholfen, wie ist es genau abgelaufen? Lohnt sich der Eingriff?

Ich persönlich bin vor über 10 Jahren am linken Hoden wg. einer Krampfader operiert worden – durch die Leiste. Nach der OP ist eine leichte Hydrocele zurückgeblieben, die mich bisher nicht weiter gestört hat. Jetzt plötzlich – nach so langer Zeit – ist sie größer geworden. Ich habe keine Ahnung warum, habe aber einen längeren Flug (12h Sitzen in Verdacht). Sie ist jetzt so groß, dass sie mich zu stören beginnt.

Mein Urologe hat den Befund jetzt noch mal bestätigt und mir empfohlen noch 3 Monate zuzuwarten und dann noch mal zu untersuchen und zu entscheiden, ob ich mich operieren lassen will.

Wie ist es Euch ergangen, wie war Eure Geschichte? Was würdet Ihr mir empfehlen?

Antworten
4|n0nyxm


Wie wahrscheinlich ist es eigentlich dass es durch die Hydrocele zu einer Atrophie des Hodens kommt??

Meine ist jetzt bestimmt schon seit 8 Monaten unbehandelt...

Wie groß war deine Hydrocele anfangs?

Ich schreibe noch Ausführlicheres sobald ich Zeit finde...

Gruß

teoa?dle


Nun zu erkennen war sie eigentlich von Anfang an: Nach der Varikozele-Operation hat sich die Schwellung des linken Hodens quasi nicht mehr vollständig zurückgebildet. Dafür blieb die Hydrocele zurück und hinterließ den linken Hoden nicht mehr direkt ertastbar, in seinem wassergefüllten Beutel. Der war allerdings nicht wirklich prall gefüllt, sondern noch sehr "weich".

Danach war mind. 10 Jahre lang Ruhe (ich hatte die OP mit 16 Jahren oder so, jetzt bin ich 30). Nachdem kein Arzt geraten hat, dagegen was zu tun, habe ich es so belassen – ich konnte prima damit leben.

Jetzt – plötzlich, ohne das ich einen Grund ausmachen kann – ist die Hydrocele prall gefüllt und insbesondere morgens ziemlich groß. Wenn man "reingreift", würde ich sagen "handvoll". Sehr unangenehm.

Würde mich freuen, wenn Du noch weiter von Deinen Erfahrungen berichtest.

4|n0xnym


Klingt ja übel, aber gut dass sich bei Dir immerhin anscheinend keine Atrophie des Hodens eingestellt hat.

Laut Google ist besonders bei größeren Hydrocelen ein erhöhtes Risiko einer Abschnürung der Blutzufuhr gegeben.

Meine Hydrocele hat seit etwa 5 Monaten das Volumen von ca. einem halben Kiwi. Dabei umschließt ein Teil der Wasseransammlung ein wenig die Adern.

Ich bin jetzt auch so weit mir das Teil endlich entfernen zu lassen (obwohl man da wiederrum liest, die Operation bürge höhere Risiken als die Wucherung selbst). Da bin ich natürlich hin und her gerissen (der Wasserbruch stört auch noch beim Radfahren).

Meine Vorgeschichte ist Deiner sehr ähnlich: Ab 17 wurde bei mir 2x (mit einem Abstand von ca. 1 Jahr) eine Varikocelen-OP durchgeführt. Einmal mittels minimal invasivem Eingriff im Bereich der Niere (Abklemmung der Vene) und einmal direkt über dem Skrotum.

Letztere OP hat jetzt allem Anschein nach zur weitgehenden Rückbildung der Varikocele geführt, aber jetzt ist ja die Hydrocele da (m.E. viel schlimmer da diese im gegensatz zu den Krampfadern statisch ist und sich nicht wenigstens kurzzeitig zusammenziehen kann).

Seit geraumer Zeit ist bei mir zudem die linke Brustwarze geschwollen was laut des Urologen von einer Hormonstörung herrühren könnte. So Realitäts-antipathisch ich bin, habe ich von der angeratenen Hormon-Untersuchung jedoch abgesehen. Ich verspüre eigentlich auch keine Symptome eines Testosteron-Mangels o.Ä.

Nun werde ich das ganze doch mal in Angriff nehmen...

kMrivztopxh


Auch hey,

also, bei mir ist die Varicocelen OP (links) schon 20 Jahre her und eigentlich fing die Schwellung auch ziemlich bald an.

Zwischendurch hatte ich noch eine Nebenhodenentzündung (dauerte über ein Jahr), was auch nicht unbedingt half.

Ich habe immer wieder über die Hydrocelen OP nachgedacht, konnte mich aber nie durchringen.

Nachdem vor einem halben Jahr ein Freund erzählte, dass er mit einem vergrösserten linken Hoden zum Arzt und erfahren musste, dass er Hodenkrebs hatte, gab ich mir einen Ruck und ging dann doch mal wieder zum Urologen.

Inzwischen habe ich auch mehr Schmerzen und neuerdings schmerzt auch der rechte Hoden, sehr unangenehm.

Bei mir ist es zum Glück kein Krebs, allerdings habe ich zusätzlich zur Hydrocele noch einige Spermatocelen.

Tja und dann habe ich mich entschlossen die OP machen zu lassen.

Dabei wird die äussere Hautschicht des linken Hodens entfernt und das ganze am Ansatz "gesäumt".

So stelle ich mir das jedenfalls vor.

Übermorgen, Donnerstag 20. Januar um 7.45 Uhr ist es soweit, passiert ambulant, am Abend bin ich schon wieder zu Hause.

Ich muss ja schon sagen, dass ich ziemlich nervös bin, allerdings ist diese OP für einen Urologen wohl so was ähnliches wie für mich Butterbrot schmieren, jedenfalls versuche ich mir das einzureden.

Meine OP ist die erste an dem Tag, die Schwester sagt, der Arzt macht diese Art Op immer als erstes.

Auch das versuche ich als positives Zeichen zu werten.

Ich habe mich für die Vollnarkose entschieden. Spinalanästhesie ist mir ein bisschen unheimlich.

Naja, und jetzt schaue ich eben last minute auf med1 vorbei in der Hoffnung, etwas moralische Unterstützung zu finden. Es scheint allerdings, als gäbe es zu diesem Thema mehr Fragen als Antworten, was auch bedeuten kann, dass die Leute froh sind wenn's rum ist und dann an andere Dinge denken.

Kann's natürlich auch nicht garantieren, aber ich will versuchen, Euch auf dem Laufenden zu halten.

So weit so gut, werde versuchen, die nächsten Stunden nicht allzusehr am Rad zu drehen.

Cheers,

kriztoph

t1oa!dle


Hey kriztoph,

danke für Deine Rückmeldung. Mich nervt das "dicke Ei" links mittlerweile auch so sehr, dass ich kurz davor bin mir auch einen Termin zu holen und das machen zu lassen. Ich kann Deine Nervosität sehr gut nachvollziehen und würde mich freuen, wenn Du hier von Deinen Erfahrungen berichten könntest, dass würde mir definitiv helfen!

Nach meinen Recherchen im Netz habe ich definitiv mehr Stimmen gefunden, die die OP und die Schmerzen, die danach entstehen als "aushaltbar" bezeichnen und das Ergebnis als "Lebensqualität verbessernd". Aus dieser Sicht kann ich Dich also nur ermuntern. Es gab nur wenige Stimmen, die von Komplikationen oder Schmerzen danach sprachen.

Wenn ich mich an meine Varikozelen-OP erinnere, dann war die auch ziemlich aushaltbar – kein Problem.

Ich würde mich freuen, wenn Du am DO einem anderen Betroffenen von Deinen Erfahrungen berichten könntest!

Grüße, toadle

kSrizOtopxh


...die Spannung steigt...allerdings auch die Freude, bald weniger Druck da unten zu haben.

Das Warten nervt, was den positiven Effekt hat, dass ich mich mental auf die OP einstelle.

Ich wohne übrigens in den Niederlanden und weiss nicht, ob die Prozedur in D genau gleich abläuft.

Bekannte aus D finden es ziemlich heftig, dass ich nach einer Vollnarkose am gleichen Tag schon wieder nach Hause soll, aber vielleicht ist das jetzt der Standard.

Werde versuchen, mich morgen zu melden,

gruss,

Kriztof

t5onadlxe


Ich habe das schon mehrfach gehört, dass man nach der Vollnarkose direkt wieder nach Hause kann. z.B. beim Zahnarzt gibt es das in D auch. Ich finde das auf jeden Fall eine gute Lösung – ich glaube zu Hause heilt so etwas vergleichbar gut und KH macht ja nur Sinn, wenn der Arzt auch die ganze Zeit vor Ort ist – bei Belegärzten ist das ja üblicherweise nicht so...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und bin gespannt auf Deinen Bericht!

kEriztokpxh


au...

k>rizjtoph


ok, geht schon wieder einigermassen. liege auf der Station & habe gerade was gegessen, was gut tat. Schmerzen sind erträglich, bisschen wie nach einem Tritt denke ich. ich bekomme im Moment 4 x 1000 mg Paracetamol tgl. Diclophenac ist besser, krieg ich als Asthmatiker aber nicht. Zufällig traf ich gestern abe.d noch einen Arbeitskollegen, der ganz locker erzählte, wie das bei ihm lief. hat mir noch mal Mut gemacht. der sagte, dass sein Scrotum nach der OP dick eingepackt war, nur der Penis schaute noch ein bisschen raus. Bei mir ist nichts eingepackt. ich habe das Gefühl, dass trotz (vermutlicher) Schwellung des Hodens schon wesentlich mehr Platz ist, da unten, sehr, sehr angenehm Empfindung, bin jetzt schon heilfroh, dass ich das gemacht habe! um 4 kommt der Arzt zur Visite, wenn ich dann schon urinieren konnte darf ich direkt nach Hause.

soweit die Live-berichterstattung

melde mich wieder,

cheers,

t;oaIdle


Hey kriz – das hört sich doch gut an. Schon mal meinen Glückwunsch für die Traute! Ich entnehme Deinen Worten, dass Du sagen würdest, dass es sich in jedem Fall lohnt?!

Waren die Schmerzen direkt nach dem Aufwachen schlimmer, als jetzt 5 Std. danach? Und: Hast Du eine Ahnung, wie lang der Eingriff jetzt tatsächlich gedauert hat?

Ich habe übrigens auch überall gelesen, dass man "dick eingepackt" aufwacht. Aber gut, bei den Holländern drüben isses vielleicht anders ;-)!

Wünsche Dir alles Gute und dass Du wie geplant nach Hause kannst!

kWriztoxph


hi Toadle,

hm direkt nach der OP wirkte natürlich noch die Narkose nach, kann's nicht echt sagen aber könnte sein, dass der Schmerz um 13u etwas heftiger war. allerdings war ich inzwischen pinkeln und jetzt tut das ganze doch ordentlich weh. kommt vielleicht vom Aufstehen und laufen. viel wichtiger ist aber der psychologische Faktor: weh tat's die letzten Jahre auch immer wieder, aber jetzt hat das wenigstens bald mal ein Ende. habe vorhin einen halben Blick riskiert, es erleichtert ungemein, dass das Scrotum normale Ausmasse und Form angenommen hat. ob sich der Eingriff "auf jeden Fall lohnt" kann ich glaub ich erst in 1 bis 2 Tagen sagen, aber es sieht sehr danach aus. Der Doc war übrigens vorher da. Insgesamt dauerte die OP etwa 30 min. er ist sehr zufrieden. noch was praktisches: man muss danach eine enge Unterhose anziehen, also keine Boxer (die ich sowieso nie mochte, aus offensichtlichen Gründen)Also habe ich so ne normale Björn Borg mitgenommen. Die Schwester meinte aber, sie dürfte ruhig noch enger sein. werde zu hause also ein 'zu enge' anziehen.

so weit so gut, jetzt hoffe ich, dass meine Frau bald kommt, darf nämlich schon nach Hause.

gruss und bis wahrscheinlich morgen,

kriztoph

txoavdlxe


Danke für Deinen ausführlichen Bericht! Ich kann mir gut vorstellen, dass das jetzt nach bewegen und aufstehen mehr weh tut. Vielleicht hilft da ja das "feste Einpacken" in Unterhosen? Wichtig ist für mich nur die Info: Ist es aushaltbar? Da vernehme ich von Dir ja auch ein "ja". Ganz ehrlich bin ich nämlich auch schon bereit was auszuhalten, um das "dicke Ei" endlich loszuwerden.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall schon mal gute Besserung und lese weiterhin gespannt Deinen Bericht. Viel mehr "hands on" kann man es ja kaum bekommen ;-)!

k\riztxoph


...paar Stunden geschlafen, Schmerzen definitiv auszuhalten, vor allem wenn man liegt. habe ein Photo gemacht um mir das Ganze mal anzuschauen. ein Schnitt von ca 5 cm, der Hodensack links ist schon noch grösser als rechts, aber natürlich nicht mehr so prall gefüllt. wäre wohl auch zu viel verlangt, dass das jetzt schon klein ist. gehe jetzt bald wieder schlafen...ich würde sagen, hol Dir morgen nen Termin beim Urologen, gute Nacht, kriz

tUoa/dxlxe


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