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Nebenhodenentzündung oder doch was anderes...

Guten Morgen,

erstmal möche ich mich vorstellen, da ich hier im Forum neu bin. Mein Name ist Tobias, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Oberfranken (Bayern).

Nun zu meiner Krankheitsgeschichte. Letztes Jahr anfang Mai hatte ich erste erfahrungen mit einer Nebenhodenentzündung, welche sich allerdings nach 2 Antibiotikazyklen einstellte. Im Dezember war ich mit meiner Freundin in Urlaub und wärend des Geschlechtsverkehrs spührte ich aufeinmal einen Stechenden schmerz im linken Hoden. Daraufhin haben wir natürlich sofort den Akt beendet, aber mein leidensweg begann damit. Wieder zu Hause angekommen suchte ich sofort meinen Urologen auf, welcher meinte, dass es zu einer Hodenprellunge gekommen sein könnte. Ultraschall war unauffällig, somit konnte eine verdrehung des Hodens ausgeschlossen werden. Allerdings war das Abtasten sehr unangenehm bis schmerzhaft. Er verschrieb mir Doxyxyclin 200mg (20 St.) und Ibu 400 akut welche ich auch konsequent genommen habe. Da sich allerdings nach der einnahme der Antibiotikums keine Besserung einstellte, stand ich wieder beim Urologen auf der matte. Nach einer längern Untersuchung stellte er einen Leistenbruch fest, bei dem der Bruchsack nicht in der Leiste zu sehen war, sondern in den Hoden gerutscht war. Dies klang für mich recht plausiebel und ich wurde sofort im Krankenhaus untersucht und der Verdacht von der Oberärztin bestätigt. Am 11.02. wurde dann die Operation durchgeführt und ich wurde am 13.02. wieder entlassen und am nächsten Tag dann beim Hausarzt vorstellig, welcher mich 14 Tage krankschrieb. Eine Woche später musste ich wieder zum Hausarzt bez. Pflasterentfernung und ich fragte mal dezent nach, ob es normal ist, dass ich genau die selben Schmerzen wie vor der OP im Hoden habe. Er versicherte mir, dass es ganz normal ist (ohne mich zu Untersuchen!!!) und meinte, dass es noch einige Zeit dauern wird. Am darauffolgenden Tag hielt ich es allerdings vor Schmerzen nicht mehr aus und wendete mich wieder an meinen Urologen. Dieser meinte, ich soll sofort zu ihm in die Praxis, weil es sicher NICHT normal ist, dass es noch so schmerzt. Also gesagt getan. Er untersuchte mich eingehend und meinte, dass aufgrund der Operation der Nebenhoden wieder entzündet ist und ich wieder wie gehabt Doxycyclin und Ibu 400 akut nehmen soll und in einer Woche wieder zu ihm in die Praxis soll. Nach einer Woche stellte sich auch minimale Besserung ein (er meinte die Entzündung sei weitestgehend weg) aber da meine Krankschreibung nur bis zu diesem Tag (28.02.) gültig war, schrieb er mich nochmal 7 Tage Krank und ich sollte die Woche darauf nochmal kommen. Eine Woche später ging ich nochmal zu ihm und hatte bedeutend weniger Probleme und Beschwerden wie zu beginn der Antibiotikaeinnahme. Ich hatte anschließend noch 2 Tage Urlaub (Faschingsdienstag und Aschermittwoch) bevor ich am 10.03. das erste mal nach der OP wieder auf der Arbeit war. Ich habe versucht mich die erste Zeit konsequent zu schonen, was mir auch recht gut gelang. Es wurde auch von Tag zu Tag besser mit meinen beschwerden und ich dachte ich könnte endlich mal wieder mit meiner Freundin intim werden. Danach ging es mir nicht wirklich schlechter und ich war recht Glücklich. Letztendlich waren die Schmerzen auch für 2-3 Tage komplett verschunden und ich freute mich wie ein kleinen Kind. Aber zu früh gefreut. Ab ca. dem 23.03. kamen die Schmerzen zurück und wurden von Tag zu Tag schlimmer. Ich machte jeden Tag sitzbäder, weil mir das eigentlich immer gut getan hat und Kühlte den Hoden mehrmals am Tag (dies tat ich auch schon bei den vorhergehenden Behandlungen). Am 26.03. kam ich auf die großartige Idee in die Therme zu gehen, was im Nachhinein betrachtet ein schwerer Fehler war. Zu anfang war es alles OK und ich konnte mich super entspannen und die Schmerzen liesen nach. Als ich jedoch das Wasser verlassen wollte saugte sich meine Boardshort an mein Bein und mir kamen erste Gedanken, was passiert, wenn es sich an meinen Hoden saugen würde. Ich stieg also ganz vorsichtig aus dem Wasser und es kam das unvermeidliche. Die Boardshort berührte meinen Hoden und ich musste mich zusammenreißen, nicht laut vor Schmerzen zu schreien. Ich muss an der Stelle erwähnen, dass ich ganz und gar kein Weichei bin und mit Schmerzen eigentlich ganz gut umgehen kann. Nun gut nach dieser Erfahrung war der Besuch in der Therme für mich beendet und ich besuchte meinen Urologen am 28.03. ein wiederholtes mal. Er meinte, dass es sein könnte, dass noch Restbakterien im Gewebe gewesen sein müssen und ich wieder Doxycyclin und Ibu 400 akut nehmen soll. Also nehme ich nun wieder die Tabletten ein und hoffe, dass es danach endlich besser wird. Ich habe jetzt noch 7 Doxycyclin und muss sagen, dass es besser geworden ist...

Jedoch ist es nicht so viel besser wie ich es mir erhofft habe und mich plagen langsam Gedanken, dass es auch was anders sein könnte. Besteht trotz allem die möglichkeit, dass im Dez. beim Geschlechtsverker mit meiner Freundin eine Hodentorsion passieren sein könnte? Oder ist es auch möglich, dass bei der Leisten OP etwas schief gegangen sein könnte? Ich habe gelegentlich ein ziehen in der Leiste was der Urologe damit begründete, dass die Samenstränge da entlang gehen und durch die Entzündung im Hoden auch gereizt sind.

Ich möchte euch fragen, wie ihr jetzt weiter vorgehen würdet bzw. was ihr mir raten würdet. Ich spiele auch mit dem gedanken, mich in eine Urologische Fachklinik (Erlangen oder so) Überweisen zu lassen. Ich bin erst 24 Jahre alt und hab keinerlei Verlangen danach, ewig mit diesen Problemen zu Leben.

Gruß

Tobias

T|heC\hosenIPessiwmisxt

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