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Druckempfindlicher Hoden

lyahrxs hat die Diskussion gestartet


Hallo Forenuser,

seit ein par Wochen macht main linker Hoden Probleme. Ein Brennen oder Piken, was manchmal in den Leisten- bzw. Unterbauch ausstrahlt. Auch hatte ich schon das Gefühl Muskelkater in den Oberschenkel zu haben. Ständig wechseln die kollateralen Beschwerden. Beim Abtasten ist der linke Hoden druckempfindlicher als der Rechte. Auch der Nebenhoden ist sehr empfindlich. Ständig geht ein Unwohlsein davon aus. Massive Schmerzen hab ich aber nicht, mehr so latente. Mein Urin war morgens manchmal milchig...

Nachdem ich im Internet recherchierte bekam ich sofort Angst vor Hodenkrebs, auch wenn ich keine Knoten ertasten kann und wollte mir schnell einen Urologentermin holen. Wartezeit ist aber 6 Wochen. Daraufhin bin ich zu einem Allgemeinmediziner der mir Antibiotika verchrieb. Seit 5 Tagen nehm ich sie nun, hatte mal das Gefühl des es besser wird dann wieder nicht.

Allein um den Psychischen Druck loszuwerden würde ich am liebsten so schnell wie es geht eine Ultraschall-Untersuchung machen. Zur Not würde ich sie auch selber bezahlen. In den Berichten liest man oft das die Betroffenen gleich nächsten Tag zum Urologen sind, wie geht das bei den Wartezeiten?

mfG

Lahrs

Antworten
L1abckyWLucxk


Wenn Du es wegen den Schmerzen dringend machst wirst Du bestimmt schneller einen Termin bekommen.

LackyLuck

1Uvon850#00 Rob|erxt


Dein HAusarzt verschrieb Dir Antibiotika? Dann liegt er an und für sich wohl auf dem richtigen Weg. Allerdings ist es schon sinnvoll, eine Kultur anzulegen, mit derer Hilfe ein Erreger z.B. bei einer Entzündung identifiziert werden kann. Um das Wissen reicher ist es dann möglich ein passend wirksames Antibiotikum zu bestimmen.

Auf Grund Deiner Symptombeschreibung gehe ich von einer Hoden- und/oder Nebenhodenentzündung aus.

Die tritt häufiger linksseitig auf, was auch für Varikozelen zutreffend ist. Das wiederum hängt damit zusammen, dass die meisten Männer einen etwas größeren linken Hoden haben (im Vergleich zum rechen Hoden).

Solche Entzündungen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt. Wichtig sind die richtige Auswahl und die Konsequente Einnahme. Wird das Antibiotikum zu früh abgesetzt, können überlebende Erreger eine erneute Entzündung auslösen und schlimmsten Falls gegen das Antibiotikum resistent werden. Das wäre dann so eine Art "Worst Case".

Ich denke, einen Urologen kannst Du besuchen, musst es aber nicht unbedingt. Sonst hätte Dein Hausarzt entsprechendes veranlasst. So eine Entzündung kann, wenn Sie entsprechend hartnäckig ist, mehrere Wochen bis Monate andauern. Ist die erste Packung des Antibiotium aufgebraucht und keine spürbare Verbesserung des Zustandes eingetreten, dann noch mal zu dem selben Arzt. Der weiß ja, was er schon verordnet hat und kann entsprechend handeln. Ein Arztwechsel während einer Erkrankung bedeutet fast immer einen Neustart der Behandlung bei fast "Null". Das gilt nur dann nicht, wen ein Arzt an einen Kollegen überweist. Die Ärzte geben den entsprechenden Patientenstatus an den Kollegen weiter.

Gute Besserung von meiner Seite wünscht:

l}adhxrs


Für Recherchierende mit ähnlichen Symptomen, die hier zufällig drauf stoßen, schreibe ich nun wie es ausging.

Durch meine vielen Recherchen bei Krebskompass bildete ich mir fest ein Hoden-Krebs zu haben, weil das eine oder andere Symptom zuzutreffen schien. Letztlich hatte ich dann auch Rückenschmerzen. Ich bin dann als Selbstzahler zu einem Privatarzt gegangen, weil ich Gewissheit haben wollte. Letztlich konnte er nichts feststellen. Tastuntersuchung, Ultraschall und Blutuntersuchung waren ohne Befund. Der Urologe empfahl eventuell einen Orthopäden aufzusuchen. Nach der Diagnose klangen die Symptome dann weitgehend ab, bis auf einen komisches Gefühl (ein Schmerz war es nicht) links vom Beckenknochen. Als ich kurze Zeit später bei einer arbeitsmedizinischen Untersuchung den Arzt darauf ansprach, stellte sich heraus dass an dieser Stelle das Leistenband entlang läuft, indem sich wohl auch die Samenleiter befinden. Er tastete und meinte es könnte gezerrt sein. Etwa 2,5 Monate nachdem es losging war ich dann wieder beschwerdefrei.

Aber ich weiß letztlich nicht was es war. Hat eine Leistenbandzerrung in den Hoden gestrahlt? Das würde die Druckempfindlichkeit aber nicht erklären, die sich erst durch das Antibiotika besserte. Was es auch war, ich lebe nach dieser Sache bewusster und gesünder. *:)

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