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Blasen-/ Unterleibschmerzen seit 5 Jahren

Lzelia;lxi hat die Diskussion gestartet


Hallo, erstmal zu meiner Person: 29 Jahre, männlich

Vorgeschichte:

Vor ca. 5 Jahren bin ich morgens mit einer sehr vollen, stechenden Blase aufgewacht (ein mir vertrauter schmerz, der immer auftrat wenn die Blase wirklich voll war). Uriniert und wieder ins Bett, aber der Schmerz hörte dieses mal nicht sofort auf. Seit dem hatte ich so gut wie zu jeder Zeit mal einen ganz leichten mal einen stärkeren drücken/stechen an der (von mir aus gesehen) rechts von der Blase.

Bin mit diesem Leiden zum Hausarzt, ich dachte zuerst, es ist wohl eine Blindarmentzündung – Arzt hatte nichts verdächtiges gefunden.

Mit der Zeit wurde es ein wenig schlimmer, ich mußte zum ersten mal auch nachts aufstehen um zu urinieren, auf der Autobahn öfter mal Stopps einlegen und während der Fahrt und oft allgemein beim Sitzen meinen Gürtel lockern weil die Blase sonst weh tat.

Seit einem Jahr habe ich auch noch permanent das Gefühl, in meinem After würde sich Stuhl befinden. Anfangs bin ich dann oft ins WC gegangen um dann festzustellen, dass da doch nichts ist. Mit der Zeit habe ich ein Gefühl entwickeln können ob nun wirklich was raus muß oder nicht.

Mit diesen Symptomen bin ich wieder zum Hausarzt: Blut, Urin und Stuhl wurden untersucht – alles In Ordnung.

Aktuell:

Seit 2 Wochen ist der Schmerz rechts (von mir aus gesehen) stärker geworden und tut nun ununterbrochen weh. Der Druck im After ist ebenfalls stärker, aber ich kann die Schmerzquellen einfach nicht mehr einordnen, aber es geht mehr Richtung Blase hin, also im Prostata Bereich – eine Mischung aus Druck und Stechen.

Letzten Samstag bin ich dann auf Drängen meiner Lebenspartnerin, da ich 2 Tage wegen den Beschwerten kaum geschlafen habe, zum Notarzt gefahren worden, auch wenn ich nicht wirklich hin wollte da es in meinen Augen kein Notfall war. Dieser bestätigte meine Meinung, verschrieb mir etwas schwaches gegen Übelkeit. Ich sagte zu ihm sowas wie "ich habe was am Unterleib, mir ist nicht übel", er darauf "ja ja, das ist auch dafür". Auf jeden Fall schien er mich nicht für voll zu nehmen bzw war verärgert dass es wohl doch kein Notfall war.

Also bin ich am nächsten Montag wieder zum Hausarzt: Urinschnelltest brachte kein Ergebnis, aber ich bekam nun eine Überweisung zum Urologen. Diagnose/Verdacht: Unterleibschmerzen. Dieser Termin ist in 2 Wochen.

Das Problem ist, dass ich so langsam aber sicher Panik bekomme und hypochondrisches Verhalten entwickle. Der Schmerz, der an sich erträglich ist, wird im Kopf unerträglich, ich kann an nichts anderes mehr denken.

Über ein paar Tipps von euch in Sachen mögliche Ursachen und meine nun aufgetretene Angst würde ich mich freuen.

Antworten
Elm/ax


Die Ursache deines Problems könnte in der Prostata liegen (z. B. abakterielle Prostatitis). Ob dies der Fall ist, wird die Untersuchung beim Urologen dann zeigen. Du könntest vorher auch schon deinen PSA-Wert überprüfen lassen. Sollte der erhöht sein, dann spräche dies für eine Erkrankung der Prostata.

L>el,ialxi


Hallo, heute war der Urologentermin.

Laut Urologe sind Blase, Niere und Prostata OK.

Nur dumm, dass ich immer noch fast immer das Gefühl habe, ich müsse "groß" und "klein" aufs Klo. Seit einigen Tagen fängt es auch schon an zu brennen in der Blase und im Harngang, besonders während und nach dem urinieren – als hätte ich eine schwache Blasenentzündung.

Der Urologe meinte, ich habe wohl Verspannungen im Becken und sollte als nächstes Kontakt mit einem Neurologen aufnehmen – sprich, die Ursache sei psychosomatisch. Und bis dahin versuchen den Drang der Bedüfnisse zu ignorieren.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass der Arzt davon ausging, dass ich nichtmal dazu in der Lage sei einzuschätzen wieviel ich am Tag trinken soll um nicht zu verdursten. Sprich, ich trinke wohl aus Angst zu viel und deswegen sei die Blase so schnell voll. Hintergrund: Ich erwähnte, dass ich relativ viel trinken muß weil ich schnell kopfschmerzen bekomme (2,5 bis 3 Liter am Tag) und deswegen den Wasserkonskum kaum bis garnicht einschränken kann um die Blase zu entlasten.

Habt ihr Tipps wie ich weiter vorgehen soll abgesehen vom Neurologen?

I_oroexth


Ich würde es auch mal beim Orthopäden versuchen, der Rücken strahlt gerne in diese Region aus!

L@eFli4axli


Danke für deinen Ratschlag. Ich werde auf jeden Fall nochmal zum Hausarzt gehen müssen, dann sehe ich mal weiter.

Im Moment ist es kein deut besser, ehr sogar etwas schlechter. Brennen in der Blase und am Harnweg haben zugenommen, obwohl Urintest nichts ergab.

Im Moment bin ich total desmotiviert, hatte mir vom Urologen mehr erhofft. War vor dem Termin eine Motivationsschub die Schmerzen zu ertragen.

Müsste es nicht im Interesse des Urologen und meines Hausarztes sein, es mir so erträglich wie möglich zu machen?

MHaDlusxe


Hallo Leliali,

so wie du es beschreibst, könnten es tatsächlich Verspannungen im Beckenbereich sein. Da ich selbst ähnliche Beschwerden habe und organisch alles ok ist, habe ich mich mal etwas mehr in diese Richtung belesen. Es gibt ein paar hilfreiche Bücher dazu: Psychosomatische Urologie von Dr. Günthert, Unerklärliche Beschwerden von Dr. Pohl. Da wird sehr gut beschrieben, dass bei funktionellen Störungen oft Muskel- und Bindegewebsverspannung Auslöser sein können.

Vielleicht hilft dir das ja weiter.

Viele Grüße

Maluse

L"eljiWali


Hallo Maluse,

vielen Dank für Deinen Ratschlag. Ich werde auf jeden Fall dahingehend weiter nachforschen.

LcelQixalxi


Update: mir wurde am Montag eine Darmspiegelung unterzogen. Alles in Ordnung.

Schmerzen sind aber immer noch da, in Mastdarm-/Prostatagegend ein Druck und rechts von der Blase bzw hind und wieder auch links oder über der Blase ein schmerzhafte druckgefühle manchmal mit Brennen. Ca. jeder dritte Urin ist bei mir sehr trübe (man kann den Boden des WCs kaum noch erkennen).

V^alomria


Ist schon ein Uricult gemacht worden?

Dort wird speziell auf Bakterien im Harn gesucht. – Sollten welche drinnen sein,wird auch gleich ein Antibiogramm angefertigt, wo zu lesen ist, welche Keime drinnen sind und was dagegen genommen werden kann.

Harnabstrich, also so ein schnelltest ist nicht das gleiche.

Ist dein Sperma untersucht worden?

Auch da sind oft Bakterien drinnen, die massive Beschwerden verursachen können, wo man leider erst spät darauf zurück greift bzw nicht daran denkt.

L6eli"alxi


Von Uricult wurde mir nichts erzählt und ich höre den Begriff das erste mal. Auch das Sperma wurde nicht untersucht.

Schmerzen habe ich immer noch, haben sich sogar ein wenig ausgeweitet: Der Schmerz zieht immer mehr in Richtung Bauchnabel und oft auch schon drüber. Hier ist es eher ein pulsierendes brennen oder kribbeln.

Ich habe auch das Gefühl, dass die Schmerzen 2 bis 3 Stunden nach dem Essen etwas stärker werden. Das ist mir zumindest seit einem Monat aufgefallen.

Außerdem war ich vor einem Monat im Bodensee mit dem Ergebnis, dass ich nicht ins Wasser konnte. 15 minuten nachdem ich im Wasser war fing meine Blase an zu brennen, besonders beim Wasser lassen. Ging aber nach einer Stunde wieder weg. Das gleiche passierte auch am zweiten Tag, danach bin ich nicht mehr ins Wasser.

Urin immer noch hin und wieder völlig trüb, aber immerhin habe ich den Drang nun schon lange im Griff.

Ich war vor 3 Wochen wieder beim Hausarzt und hatte eine Üerweisung zur Magenspiegelung erhalten. Diese Überweisung ist aber nun ungültig wegen Krankenkassenwechsel.

Ich frage mich nur, ob die Magenspiegelung was taugt und ich nicht lieber nochmal eine Überweisung zum Urologen fordern sollte.

Ich bin ziemlich verzweifelt. Hausarzt hat keine richtigen Ideen mehr und ich bin für meine Mitmenschen nur noch eine Last. Ich muß mich jeden Tag aufs neue motivieren die Schmerzen zu überspielen bzw. Wege finden mich davon abzulenken.

d^igitacltu&rbu~lencxe


Ich bin kein Arzt, aber gab es auch eine Ultraschall-Durchsuchung?

Oder wurde auch mal ein CRT oder Scanner durchgeführt?

b*auan,buxa


Vor ca. drei Jahren hatte ich gelegentliche Schmerzen im Unterbauch und ich meinte, dass es eine Darmsache ist. Inzwischen wurden auch zwei Magen- und Darmspiegelungen gemacht, ohne Befund. Seit Dezember letzten Jahres treten die Schmerzen häufiger auf und länger. Auch habe ich hin und wieder ein Ziehen im Rücken. Der Hausarzt hatte deshalb Ultraschaschall von Nieren und Blase gemacht und festgestellt, dass sich meine Harnblase nicht vollständig entleert. Ich bekam Tamsulosin Kapseln verschrieben und meine Beschwerden besserten sich nur minimal. Der Urologe stellte bei der heutigen Ultraschall-Untersuchung fest, dass ich ca. 100 ml Restharn in der Harnblase habe. Ich hatte Urin abzugeben für die Untersuchung und es wurde mir Blut genommen für den PSA-Test. Zudem wurde eine Blasenspiegelung gemacht und der Harnstrahl gemesssen. Es konnte aber keine Verengung festgestellt werden, auch die Prostata ist normal groß. Anfang Juni will der Urologe den Blasendruck messen, weil er meinte, dass es ein neurologisches Problem sein könnte.

Vielleicht hat ja Jemand ähnliche Beschwerden gehabt und hat diese mittels Medikamente und/oder Tees wegbekommen? Würde mich auf Antworten von "Leidensgenossen" sehr freuen.

Georg

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