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Blut im Urin vs. Blasenspiegelung

b{oariding hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin 34 männlich, 190 m groß und wiege ca. 90 kg. Ich habe ein Problem mit Blut im Urin. Kurze folgende Vorgeschichte:

- sporadisch häufiger als normal (bis zu zwei mal in der Nacht) Toilettengang zum Urinieren. Toilettengänge in der Nacht kommen aktuell aber nicht vor.

- ab und zu Verspüren von Dammschmerzen oder eher "Dammdruck"

- Mikroblutmenge im Urin festgestellt, darauf hin "1Tages-Antibiotikum" eingenommen

- bei Nachuntersuchung 10 Tage später keine Veränderung des Blutwertes im Urin

- Überweisung zum Urologen bekommen.

Der Urologe hat Bauch/Nieren abgetastet, Ultraschall und Rektaluntersuchung vorgenommen. Alles ohne besondere Auffälligkeiten.

Weiterhin wurde Urin- und Blut abgenommen, welches zum nächsten Termin beim Urologen untersucht werden soll. Allerdings soll auf jeden Fall beim nächsten Termin eine Blasenspiegelung durchgeführt werden, um Tumore oder Blasensteine zu erkennen respektive auszuschließen...

Meine Frage, ist das unbedingt notwendig bzw. die normale Vorgehensweise?? Meine "Recherche" deutet eher auf eine chronische bakterielle oder nicht-bakterielle Prostataentzündung hin ...

Würde mich sehr über eine kurze Einschätzung freuen! Es kommt mit ein wenig komisch vor, dass ohne Kenntnis der Blutwerte und der Urinprobe in jedem Fall eine Blasenspiegelung gemacht werden soll smiley

Vielen Dank und herzliche Grüße

Antworten
E-maxx


Es kann sehr wohl sein, dass du eine bakterielle oder nichtbakterielle Prostataentzündung hast. Diese könnte man einigermaße an den Blutwerten erkennen.

Bei bakterieller Prostatentzündung wären wohl auch Bakterien im Urin.

Im Falle einer bakteriellen Entzündung im Harnwegsbereich (Blase, Prostata, Harnröhre) würde mein Urologe keine Blasenspiegelung machen. Bei mir wurde seinerzeit eine notwendige Cystoskopie aus diesem Grund um ca 4 Wochen verschoben. Unmittelbar vor der Untersuchung wurde dann noch eine Urinprobe untersucht. Hätte man darin Bakterien gefunden, dann wäre die Cystoskopie erneut verschoben worden. Als ich kürzlich wieder zur männerärztlichen Untersuchung bei diesem Urologen war und in meinem Urin Bakterien gefunden wurden, hat er keine rektale Ultraschalluntersuchung gemacht mit der Begründung, dass dies zu nachteiligen Komplikationen an der Prostata führen könnte.

Du kannst ja deine Zustimmung zur Blasenspiegelung davon abhängig machen, dass dein Harnwegsbereich frei von Bakterien ist. Falls du eine Prostataentzündung hast, dann sollte diese zunächst behandelt werden. Eine Blasenspiegelung hat ja keinen heilenden Effekt. Und wenn nach Abheilung einer erkannten Prostataentzündung alle Probleme verschwunden sind, dann brauchst du wohl vorerst auch keine Blasenspiegelung.

1zvon50A00 tRoxbert


Hallo auch, so eine Blasenspiegelung ist ja schon eine etwas unangenehmere Untersuchung. Wird Sie Durchgeführt, dient dies der Absicherung oder Erweiterung der bisherigen Diagnose und zur Eingrenzung der möglichen Ursache. Da ich selber schon eine über mich ergehen lassen musste, weiß ich, wie so etwas gemacht wird. Besonders Schmerzhaft war es bei mir nicht. Es wird ja vor Beginn ein desinfizirendes, Lokalanästhetikum in die Harnröhre, also den Penis eingebracht. Dies geschieht durch die Selbe Öffnung, durch die sonst der Urin oder auch das Sperma austreten. Die Einbringung erfolgt mit einer Spritze, auf der aber keine Kanüle aufgesteckt wird. Das Anästhetikum wird dann in der Harnröhre nach oben, also Richtung Blase gebracht, in dem der Penis nach dem Einspritzen des Mittels mit zwei Fingern zusammengedrückt wird. Mit den Fingern wird Es dann am Penis entlang nach oben gedrückt. Die Wirkung setzt nach wenigen Minuten ein. Bei mir war es dann so, dass der Arzt jeweils angesagt hat, was er als nächstes macht. So konnte ich mich entsprechend verhalten und quasi mitarbeiten. Das Prinzip ist dabei einfach. Möglichst unten herum entspannen. Dann gibt es den wenigsten Widerstand beim Einführen des Instrumentes und das bedeutet weniger Unannehmlichkeit. Da ich das Ganze ohne weiteren Schaden überstanden habe, wirst Du es auch wohl schaffen. Um das auftretende Brennen in den folgenden Tagen auszuhalten, wird normaler Weise ein entsprechendes Medikament verordnet, welches speziell in den Harnwegen wirkt.

Nun denn, ich wünsche alles Gute und lass den Kopf nicht hängen.

Lieben Gruß von:

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