» »

Frenulum Breve mit Vollnarkose?

h[all8ihallo(200x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich befinde mich in folgender Situation und würde gerne Erfahrungen und Meinungen anderer hören, die das Gleiche schon durchgemacht haben.

Vor ein paar Wochen war ich beim Urologen, da mein Vorhautbändchen zu kurz ist. Dieser stellte mir eine Überweisung ans Krankenhaus aus. Ich machte einen Termin bei der Urologischen Abteilung und war dann, drei Wochen später zur Voruntersuchung im Krankenhaus.

Zuerst musste ich eine Urinprobe abgeben. Anschließend führte ich ein Gespräch mit dem Facharzt, welcher die Operation durchführen wird. Wir einigten uns auf die Durchtrennung des Bändchens und anschließendes Vernähen/Annähen.

Anschließend führte noch ein Gespräch mit dem Narkose-Arzt, welcher mir mitteilte, dass die OP unter Vollnarkose durchgeführt wird, was mir etwas übertrieben vorkommt.

Auf Nachfrage meinerseits nach örtlicher Betäubung teilte mir der Narkose-Arzt mit, dass es zwar auch die Möglichkeit eines Penisblocks gibt, allerdings wären die Einstiche/Injizierung ziemlich schmerzhaft und unangenehm und lehnte dies Kathegorisch ab.

Mir stellt sich jetzt die Frage: Wart ihr auch schon einmal zu einer Operation am Frenulum/Bändchen? Wurdet ihr unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung behandelt? Wenn ja, wie stark sind die Schmerzen und wie stark sind die Schmerzen nach der OP?

Grüße

Antworten
1mvon5~00^0 Robxert


Hallo, hallihallo2000 holleri di jödeldü, so jetzt ist's kompliziert genug.

Zu Deiner Frage, ob eine Vollnarkose bei einer OP am Frenulum übertrieben ist, oder nicht, ich denke, das hängt auch von dir selbst ab. Ich musste wegen einer Phimose, ausgelöst durch einen Pilzbefall (leider kein Speisepilz) beschnitten werden. Ich hab von mir auch gedacht, Schmerzen kann ich ja einiger Maßen ertragen, also lasse ich die OP mit örtlicher Betäubung machen.

Die Rechnung ist auch soweit aufgegangen. Nur, das Frenulum musste ja auch gekappt werden. Was ich dabei spürte, hätte fast meine "Schmerzen-Richterskala" gesprengt. Der Operateur hatte eigentlich Glück, weil er sich ausserhalb der Reichweite meiner rechten Hand aufhielt. Er sagte mir ja jeweils an, was als nächstes passiert und hatte auch angesagt, dass nun das Bändchen dran sei. Das da so viele Nerven durchgehen, wie sonst vielleicht im Rückenmark, hätte ich allerdings nicht gedacht. Also wenn der Anästhesist dir zu einer Vollnarkose rät, würde ich das annehmen. Besonders Sinnvoll ist das, wenn Du eventuell etwas wehleidig bist.

Die heutigen Narkotika sind sehr genau dosierbar und der Anästhesist wird die ganze Zeit bei Dir sein. Insgesamt schätze ich für die OP eine knappe Stunde ein. So ist Belastung für Dich relativ gering. Klar, jede OP hat auch ein Risiko. Ich hoffe, Du wurdes davon in Kenntnis gesetzt, sonst Fragen!!

Wenn Du da in Vollnarkose auf dem OP Tisch liegst bist Du auch wesentlich entspannter als wenn Dein Bewusstsein noch alles Miterlebt.

In diesem Sinne, halt die Ohren steif und nicht was anderes ]:D .

Guten Erfolg und so weiter wünscht:

gqpI56


Der Urologe bei dem ich war, hat das Schnippeln nur unter Vollnarkose gemacht. Ich musste nach dem Aufwachen noch 1-2 Stunden (schon einige Zeit her) dort bleiben dann konnte ich nach Hause. Dadurch war die OP (?) schmerzlos.

Geschmerzt hats nur bei einer Erektion. Dadurch konnte ich feststellen wie oft das Nachts der Fall ist ;-D . das war dann nach ein paar Tagen Weg. 'Piekser' habe ich noch Monate später immer wieder unvermittelt gespürt. Das war nach ein paar Monaten weg. Schmerzfreier Sex war nach 2-3 Wochen möglich.

I9llu7sio


Bei mir ging es lokal, und ich weiß wirklich nicht, warum die Risiken einer Vollnarkose eingegangen werden sollen. Vor einem Jahr gab ich folgenden Erlebnisbericht ab:

"So. Es ist vollbracht.

Gestern war ich wegen meiner Frenulumplastik im Krankenhaus. Auch ich musste mich, obwohl "ambulant", vollständig ausziehen und mir ein luftiges Flügelhemdchen anziehen. Dann wurde ich von einer ebenso netten wie zarten Krankenschwester im Bett durch's ganze Krankenhaus bugsiert. Nach einer kurzen Wartezeit musste ich mich auf den Behandlungstisch legen, während sich zwei Schwestern desinfizierten und in OP-Kleidung zwängten. Ich wurde weder, wie irgendwo gelesen hatte, "festgeschnallt" noch musste ich das OP-Häubchen aufsetzen, das ich verkrampft in meiner zitternden Hand verbarg.

Dann erschien der Arzt. Ein netter, humorvoller Mann, der die OP offenbar als Erholung zwischen den schweren anderen Operationen empfand. Garniert mit witzigen Sprüchen der Schwestern und des Arztes wurde mein edlelstes Körperteil, von einem Spotlight angestrahlt (Eine Schwester: "Soviel Aufmerksamkeit bekommt er sonst nicht"; wenn sie wüsste), freigelegt und samt Kronjuwelen mit Jod (?) eingepinselt. Rasiert wurde nichts. Stattdessen wurde ein Laken mit einem OP-Loch auf den Tatort gelegt, so dass nur noch der Schnuddelwutz frei lag. A star was born.

"Das ist ja wirklich kurz", war der Arzt zu vernehmen, und es hätte nicht viel gefehlt, und er hätte wie ein Kenner zwischen den Zähnen gepfiffen. Dann gab es mehrere Spritzen, zuerst an die Peniswurzel, dann in die Eichel. Ich sah lieber nicht zu, sondern starrte angstvoll gen Decke. Entgegen anderen Erfahrungen war das allerdings bestens auszuhalten. Spritzen beim Zahnarzt sind unangenehmer. Gerade als der erste Schnitt gesetzt wurde, musste der Arzt wegen eines Notfalls davonrasen. Nach sieben Minuten war er wieder da. Bis dahin wurde ich, während alles bloß da lag, von den beiden Schwestern wirklich nett unterhalten und darüber informiert, was noch zu spüren sein werde.

Und dann war der Arzt wieder da und setzte den ersten Schnitt, während er mit unglaublicher Ruhe erläuterte, worauf es ihm ankäme. Zu spüren war fast nichts. Anschließend wurde genäht ("Wunderbar! Das gibt ja alles nach!"). Auch davon war nichts zu spüren. Und dann war es vollbracht. Nachdem ich das Werk bewundert hatte ("Hier. Schauen Sie mal! Wunderbar. Die Schwellung geht auch noch weg!"), wurde die Spitze mit etwas Gaze (wegen des Blutes) abgedeckt. Einen Verband gab es nicht, Stattdessen wurde die Vorhaut wieder hochgeschoben ("Das ist der beste Verband"), und ich wurde wieder zurück ins Zimmer gebracht.

Dort wartete eine nette Krankenschwester, die mein bestes Stück zweimal mit Kennermiene inspizierte, sicherlich, um zu überprüfen, ob es noch blutete. Sogar einen Kaffee bekam ich. Und nach einer Wartezeit durfte ich in Begleitung meiner Frau als Begleitperson nach Hause gehen. Was keiner wusste und wissen darf: Genaugenommen bin ich nicht "gegangen", sondern mit dem Fahrrad gefahren. Und es ging bestens. Nicht einmal Schmerzmittel benötigte ich, trotz Schnibbelei und Naht.

Nach alledem verstehe ich nicht meine Ängste. Ein tolles Team, in der Urologie des Bremer Krankenhauses. Was es gebracht hat, weiß ich natürlich noch nicht, weil ich noch nichts runterziehen will. Nachher wird das sensible Teil mit einem warmen Kamillenbad beglückt. Verdient ist verdient."

Alles Gute!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH