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Restharngefühl, obwohl keine Probleme beim Wasserlassen

PUhilxz hat die Diskussion gestartet


Hallo Gemeinde,

ich bin 17 und habe seit einigen Tagen nach dem Wasserlassen das Gefühl, meine Blase hätte sich nicht vollständig entleert. Versuche ich allerdings, einige Minuten später nochmal auf die Toilette zu gehen, tut sich nichts. Ansonsten habe ich mit dem Urinieren keine Probleme: Mein Harnstrahl ist normalkräftig und nicht verdreht; ich habe bei der Miktion keine Schmerzen und muss auch nicht pressen, um den Harnfluss zu verstärken.

Im Internet habe ich gelesen, dass in der Blase durchaus Restharn verbleiben könne. Dies sei in den meisten Fällen allerdings mit einer Blasenentleerungsstörung – wie einem schwachen Harnstrahl – verbunden. Zudem hatte ich bisher weder eine Blasenentzündung noch Auffälligkeiten im Urin.

In meiner Ratlosigkeit habe ich vor ein paar Tagen meinen Urologen angerufen, der täglich im Rahmen einer kurzen Telefonsprechstunde persönlich zu erreichen ist. Nach Schilderung meiner Beschwerden schloss er aus, dass bei mir Restharn vorliege. Da mein Harnstrahl normal sei und ich keine Blasenentleerungsstörung oder Prostatavergrößerung hätte, könne es sich nicht um Restharn handeln.

Was noch interessant sein könnte: Kurz bevor ich das beschriebene Restharngefühl vor einigen Tagen erstmals gespürt habe, plagte mich gelegentlich ein leichtes Brennen in der Harnröhre nach dem Wasserlassen. Vergangene Woche war ich deshalb beim Hausarzt, der – auch in der Urinprobe – allerdings nichts Auffälliges feststellen konnte. Dennoch verschrieb er mir Urorenal-Brausetabletten zur Durchspülung der Harnwege.

Das Brennen verschwand kurz darauf; seitdem leide ich unter dem Restharngefühl. Verschwindet dies innerhalb der nächsten Tage nicht, werde ich um eine Ultraschall-Untersuchung der Blase wohl nicht herumkommen ...

Was meint ihr? Könnte es sein, dass in meiner Blase, trotz fehlender Miktionsbeschwerden, tatsächlich Restharn zurückbleibt? Oder könnte das Gefühl womöglich psychisch bedingt sein oder aber von einer generell hohen Sensibilität im Bereich der harnableitenden Organe rühren?

Viele Grüße

Philipp

Antworten
t{atWuxa


Wie genau äußert sich denn das "Restharngefühl"?

Ich habe ganz hohe Mengen Restharn.

Die spüre ich aber nicht an sich. Das einzige, was ich spüre, ist dass ich gleich wieder aufs Klo müsste, wenn ich meine Blase versuche normal zu entleeren. (Ich kann nur wenige ml normal rauslassen und "muss" danach eben immer noch.)

Aber spüren tue ich da nicht.

Ultraschall ist übrigens absolut schmerzlos und so kann dein Restharngefühl geklärt werden.

E4maxx


Restharnbildung kann verschiedene Ursachen haben. Außer Vergrößerung der Prostata kommen auch verschiedene Entzündungen im Harnwegsbereich in Frage.

Mir schiene es am sinnvollsten, durch Ultraschalluntersuchung zu klären, ob sich die Blase beim Urinieren vollständig leert oder ob Resturin verbleibt. Das ist eine schnelle und schmerzlose Untersuchung.

P'hilz


@ tatua

Naja, es äußert sich eben dadurch, dass ich nach dem Wasserlassen das Gefühl habe, meine Blase nicht vollständig entleert zu haben. Unmittelbar nach dem Urinieren habe ich dann schon wieder leichten Harndrang.

@ Emax

Dann könnte das Brennen in der Harnröhre, das ich vor dem Auftreten des Restharngefühls gespürt habe, also eventuell etwas damit zu tun haben? Andererseits war die Urinprobe negativ, was ja gegen eine Harnwegsentzündung sprechen würde, oder? Und macht es Sinn, das Urorenal noch weiter zu nehmen, obwohl das Brennen nach dem Urinieren inzwischen wieder verschwunden ist?

EMmax


Dann könnte das Brennen in der Harnröhre, das ich vor dem Auftreten des Restharngefühls gespürt habe, also eventuell etwas damit zu tun haben?

Genau, das könnte eine Entzündung im Harnwegsbereich gewesen sein.

Andererseits war die Urinprobe negativ

Das sagt nur, dass keine Bakterien im Urin gefunden wurden. Es gibt aber auch abakterielle Entzündungen im Harnwegsbereich.

macht es Sinn, das Urorenal noch weiter zu nehmen, obwohl das Brennen nach dem Urinieren inzwischen wieder verschwunden ist?

Ich weiß nicht, was das Urorenal bewirkt. Es kann aber schon Sinn machen es weiter zu nehmen, wenn es der Ausheilung einer Entzündung im Harnwegsbereich dient.

DoieserESatczkeinTVxerb


Ich kann Emax nur zustimmen ein Brennen kann auf vieles deuten und eine einzelne Urinprobe muss nicht unbedingt auf etwas hinweisen gerade bei einem nicht Facharzt.

Tabletten im Allgemeinen immer fertig nehmen aber wenn du dir unsicher bist was ich durch deinen Post annehme geh am Besten zu nem Urologen der kann Kulturen anlegen und dich auf jeden Fall besser beraten...

Ein Restharngefühl nach einer behandelten Entzündung kann durchaus sein und sowas kann auch länger bestehen allerdings kann es auch bedeuten dass das ganze noch nicht vorbei ist...

P+hilxz


Vielen Dank für eure bisherigen Beiträge! :)^ Mein Restharngefühl ist weiterhin präsent, wenn auch heute etwas weniger stark als die letzten Tage. Seit heute Abend spüre ich zusätzlich allerdings auch wieder das zwischenzeitlich bereits überwunden geglaubte Brennen in der Harnröhre nach dem Wasserlassen. :-(

@ Emax

Das sagt nur, dass keine Bakterien im Urin gefunden wurden. Es gibt aber auch abakterielle Entzündungen im Harnwegsbereich.

Können diese demnach gar nicht via Urinprobe festgestellt werden (und meinst du zum Beispiel Pilzinfektionen)?

Ich weiß nicht, was das Urorenal bewirkt. Es kann aber schon Sinn machen es weiter zu nehmen, wenn es der Ausheilung einer Entzündung im Harnwegsbereich dient.

Offenbar dient es lediglich der Durchspülung der Harnwege. Auch da das Brennen heute wieder aufgetreten ist, werde ich die Brausetabletten auf jeden Fall weiter nehmen.

@ DieserSatzkeinVerb

ein Brennen kann auf vieles deuten und eine einzelne Urinprobe muss nicht unbedingt auf etwas hinweisen gerade bei einem nicht Facharzt.

Wertet der Urologe eine Urinprobe demnach detaillierter und/oder professioneller aus als der Hausarzt? Ich dachte bisher eigentlich, es wäre egal, bei welchem Arzt man den Urin testen lässt. :-/

geh am Besten zu nem Urologen der kann Kulturen anlegen und dich auf jeden Fall besser beraten...

Ja, das werde ich wohl tatsächlich machen. Das Problem ist nur, dass ich – da ich auf dem Land wohne und mit 17 noch keinen Führerschein habe – zur Beförderung zum Urologen stets auf meine Mutter angewiesen bin. Zudem war ich wegen [[http://www.med1.de/Forum/Urologie/614324/ dieses]] Harnröhren-Problems (eine Art Fremdkörpergefühl) zuletzt innerhalb kurzer Zeit recht oft beim Urologen, weshalb ich vor meinen Eltern wohl wieder Überzeugungsarbeit werde leisten müssen, warum ich denn jetzt schon "wieder hin muss" (zum Urologen) ... :|N :(v

Seitdem mich das oben erwähnte und verlinkte Fremdkörpergefühl in der Harnröhre plagt, bin ich für jegliche Empfindungen im Bereich der harnableitenden Organe offenbar aber auch besonders sensibel. Daher kommt für mich auch immer noch die Möglichkeit in Betracht, das ganze könnte womöglich psychisch bedingt sein – ist es vielleicht eine Art [[http://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_St%C3%B6rung somatoformer Störung]]?

E!max


Wertet der Urologe eine Urinprobe demnach detaillierter und/oder professioneller aus als der Hausarzt?

Ein Hausarzt untersucht den Urin normalerweise auf Bakterien, Blut und Eiweiß. Mehr gibt sein Labor nicht her. Bei meinen alljährlichen männerärztlichen Vorsorgeuntersuchungen wurde der abgegebene Urin aber regelmäßig auch noch in vielfältiger weiterer Weise untersucht (zumindest stand das auf der Rechnung). Ich gehe davon aus, dass man aufgrund solcher weitergehender Urinuntersuchungen auch abakterielle Entzündungen im Harnwegsbereich erkennen kann.

D"ieseLrSat6zkei[nVexrb


Der Urologe kann im Allgemeinen einfach mehr wenns um sowas geht weil er der zuständige Fachmann ist in dem Gebiet.

Und eine Urinprobe kann nicht auf alles hinweisen weil mithilfe einer Urinprobe garnicht für alle Bakterien Kulturen angelegt werden können, dazu wären z.B. Harnröhrenabstrich und Kulturen der Eichelhaut nötig was aber der Hausarzt meistens nicht anlegen kann weil eben wie schon erwähnt das Labor das nicht hergibt. Das ist aber auch klar dein Hausarzt kann nicht auf alles vorbereitet sein dafür gibt es ja Fachärzte. Welche Tests und Kulturen nötig sind kann allerdings nur ein Arzt der sich auskennt beurteilen bzw ob überhaupt irgendwelche Tests und Kulturen nötig sind...

P`hilz


Da das Restharngefühl sowie das Brennen immer noch da ist, werde ich wohl tatsächlich nochmal einen Termin beim Urologen vereinbaren. Sollte ich gleich am Telefon "vorwarnen", dass wohl eine Restharnbestimmung sowie die Anlage einer Urinkultur nötig sind? Oder fühlt sich der Urologe dann bevormundet?

D'ieser]Sat8zkeeinVerxb


Also ich würde nicht "vorwarnen" rede erst mal mit dem Urologen lass dich beraten sag ihm dein Problem und was du gerne für Tests hättest dann hör dir an was er zu sagen hat.

Pjh.ilz


So, ich habe jetzt morgen nochmal einen Termin beim Urologen. Muss man für die Ultraschalluntersuchung der Blase eigentlich rasiert sein, oder reicht es, die Schamhaare etwas zu kürzen?

In den letzten Tagen hat sich bei mir – möglicherweise wegen der Zweifel und der Ungewissheit bezüglich meiner urogenitalen Probleme – zudem ein recht ausgeprägter Hang zur Hypochondrie entwickelt. Nach dem Gang auf die Toilette und dem anschließenden, bei mir obligatorischen Abtupfen der Penisspitze mit Toilettenpapier bin ich häufig überzeugt davon, mir einen Harnwegsinfekt eingefangen zu haben.

Wie lang ist eigentlich die Inkubationszeit von Harnwegsinfekten? Sind sie bereits vor Ausbruch der Symptome diagnostizierbar? Könnten also potenziell gestern oder heute in die Harnröhre gelangte Bakterien bereits morgen mittels Urintest nachgewiesen werden?

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