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Blasenspiegelung auf blauen Dunst ?

G*lühOlamxpe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit einiger Zeit Probleme mit dem Geschlechtsorgan. Neben ein Ziehen und brennen diagnostizierte mein Urologe nach einem Ultrashall eine Prostataentzündung.

Er verschrieb mir dazu 40 Tage Antibiotikum und bat mich wiederzukommen. Heute war ich wieder bei ihm und ich sagte ihm dass ich noch Probleme habe. Jetzt wollte er bei mir eine Blasenspiegelung durchführen, was ich aber ablehnte. Ist das üblich gleuich ne Blasenspiegelung zu bekommen ? Mir kommt das so vor als ob das eher wg. dem Geldes gemacht wird.

(2) Schmerzt eine Blasenspiegelung ? Davor habe ich nämlich Angst.

Antworten
E?m1ax


Die Frage der Sinnhaftigkeit einer Blasenspiegelung in deinem Fall kann ich nicht beurteilen. Mein Urologe hält es für kritisch, eine Blasenspiegelung zu machen, solange noch Bakterien im Urin sind. Meine bisher einzige Blasenspiegelung im Nachgang zu einem Harnwegsinfekt wurde daher um Wochen hinausgeschoben, und unmittelbar vor der Untersuchung wurde der Urin noch auf etwaige Bakterien untersucht.

Die etwaige Schmerzhaftigkeit der Untersuchung hängt von der Untersuchungsmethodik ab. Es gibt starre und flexible Cystoskope. Die flexiblen Cystoskope sind etwas dünner als die starren und daher weniger Schmerz erzeugend. Wichtig ist ferner, dass vor der Untersuchung ein Gleit- und Betäubungsgel in die Harnröhre gefüllt wird und mindestens 7 Minuten wirkt. Bei mir wurde das so gemacht, und die Untersuchung mit dem flexiblen Cystoskop habe ich zwar gespürt aber nicht als schmerzhaft eingestuft. Die beiden Tage nach der Untersuchung hat es beim Pinkeln dann noch ein wenig gebrannt.

Die Vorbereitung meines Penis auf die Cystoskopie durch eine Arzthelferin war schon etwas gewöhnungsbedürftig. Eine übertriebene Schamhaftigkeit wäre das kontraproduktiv gewesen. Ich lag mit entblößtem Unterleib auf einem Untersuchugsstuhl, die Arzthelferin schob meine Vorhaut zurück, besprühte den Penis mit einem Desinfektionsmittel, träufelte zunächst etwas von dem Gel in die Öfnnung der Harnröhre schob dann die Spritze (ohne Nadel) bis zum Anschlag hinein und drückte das Gel in die Harnröhre. Ich spürte wie das Gel bis zur Prostata vordrang. Danach verpackte sie noch meine Eichel mit einen Tüchlein, das sie mit einer Metallklammer befestigte, welche zugleich ein Auslaufen des Gels verhinderte. Als sie mit ihren Hantierungen fertig war, stand mein bestes Stück natürlich senkrecht. Für die Arzthelferin war dies offenbar ebenso normal wie für mich. Mir war die Sache daher nicht peinlich. Durch die Einwirkung des Betäubungsgels ging die Errektion bald zurück, so dass das Cystoskop in den erschlafften Penis problemlos eingeführt werden konnte.

Du kannst ja deinen Arzt fragen, ob die Untersuchung mit einem flexiblen Cystoskop gemacht werden soll und ob dazu vorher in Gleit- und Betäubungsgel in die Harnröhre gefüllt wird. Davon kannst du deine Zustimmung zur Blasenspiegelung abhängig machen.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht deine Angst etwas abbauen.

Gplühlaxmpe


Hallo Emax,

besten Dank für deine Information. Ja, es wird in meiner Praxis auch mit einem flexiblen Cystoskope gemacht. Ich habe da nämlich mit der Arzthelferin gesprochen. Die sagte mir, dass die auch das Gleitgel mit einer Spritze in den Penis pumpen.

Bakterien haben die "angeblich" nicht im Urin gefunden. Dennoch verspühre ich ein Kribbeln und ein leichtes Ziehen in Penis.

Bei mir wird auch die junge Arzthelferin dabei sein.

Nunja, ich tu mir da mit der Spiegelung noch etwas schwer ":/

Ebmaxx


Hallo Glühlampe,

ich habe den Eindruck, dass du bei einer guten urologischen Praxis gelandet bist. Immerhin hat man dich schon auf Einzelheiten der geplanten Blasenspiegelung hingewiesen, und diese sind absolut gut.

Ich ging seinerzeit nach der Verkündung der Notwendigkeit einer Blasenspiegelung nur mit einem Termin und einem sehr mulmigem Gefühl nach Hause. Über den Ablauf der Untersuchung hatte ich keine Informationen bekommen.

Meine einzige Information über Cystoskopie hatte ich aus einem Krankenhausaufenthalt (vor einigen Jahrzehnten). Damals wurde einem Bettnachbarn von mir eine Blasenspiegelung gemacht (mit einem damals nur starren Cystoskop, ohne jegliche Betäubung). Er kam in das Krankenzimmer wie ein Gefolterter zurück. Blut floss aus seinem Penis. Er jammerte erbärmlich.

Ich habe mich dann im Internet über Cystoskopie schlau gemacht und verschiedene z. T. schreckliche aber auch beruhigende Erfahrungsberichte über Cystoskopie gelesen. Dabei habe ich auch gelernt, dass die Untersuchung mit einem flexiblen Cystoskop nach vorheriger Einfüllung eines Gleit- und Betäubungsgels i. a. nicht schmerzhaft ist.

Ich habe auch gelesen, dass sich einige Ärzte anscheinend die Kosten für das Gel sparen wollen, und dass in Krankenhäusern manchmal die Zeit zu knapp ist, um die Einwirkung des Betäubungsgels abzuwarten.

Bei meinem Gang zur Cystoskpie hatte ich schon eine gewisse Angst, dass mir eine schmerzhafte Sache bevorsteht. Es hat sich dann alles in Wohlgefallen aufgelöst.

Einer eventuell weiteren notwendigen Cystoskopie würde ich ohne Grauen entgegensehen. Ich habe in meinem Leben auch schon eine Magenspiegelung und 4 Darmspiegelungen hinter mir. Am schlimmsten war die Magenspiegelung wegen des Würgereizes. Auch die Darmspiegelungen sind wegen des notwendigen Abführens unangenehmer als die erlebte Blasenspiegelung.

Ich wünsche dir – sofern die Blasenspiegelung notwendig wird – einen Untersuchungsverlauf mit allenfalls erträgliche Schmerzen.

GHlühlmampe


Ich danke Dir für die freundlichen Worte und deinen wichtigen Erfahrungsbericht.

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