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Harnstrahl mal gut mal schlecht mal gar nicht

llizz1op hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich wusste leider nicht, wie ich diesen Faden genau betiteln soll. Daher auch dieser eher "schlecht" gewählte Begriffszusammensetzung.

Eines vorweg, ich versuche mich "kurz" zu fassen und habe bereits morgen schon einen Termin beim Urologen und bin 29 Jahre alt.

Jedoch bin ich mittlerweile echt am verzweifeln was ich eigentlich habe, weil ich vieles nicht verstehe, begreife oder was auch immer.

Fangen wir mal mit dem Hauptsymptom: Ich habe häufig Schwierigkeiten mit dem Wasser lassen. Aber nicht immer.

Ich hatte um die Fasnachtszeit herum eine Prostatitis, die dank Antibiotika wieder Schnee von gestern ist (kein Schmerzen am Damm mehr, kein Stechen etc.).

Seitdem habe ich wieder meine Probleme schnell meine Blase zu entleeren, und muss häufig zur Toilette. Ich kenne das Spielchen schon sehr lange, meist war es nach ein paar Tagen wieder besser, in letzter Zeit (sagen wir mal seit einem guten Jahr) dauerte es aber immer länger.

Die wichtigsten Dinge in Kürze:

- langsames pinkeln

- nur manchmal wird es mit drücken (ja soll man nicht) mehr/beginnt zu laufen

- teilweise 20 Mal pro Tag auf die Toilette

- verzögertes Wasserlassen

- Brennen in der Harnröhre

- beim Gefühl dringen urinieren zu müssen, gesellen sich immer Darmwinde (auf gut deutsch Fürze) hinzu

- beim urinieren geht meistens Stuhl mit ab (was es mir erschwert im Stehen zu pinkeln weil ich nie weis, ob nicht doch noch was großes mit möchte, oder es einfach nur Luft ist)

Spricht alles so in Richtung vergrößerte Prostata, Harnröhrenverengung.

ABER!

Ich habe diese Symptome nicht in der Nacht (da schlafe ich durch, außer ich trinke viel am Abend vor dem zu Bett gehen), wenn ich morgens aufstehe kann ich in 90% der Fälle wunderbar und schnell pinkeln.

Es macht keinen Unterschied ob ich z.B. Kaffee (bzw. harntreibende Getränke) trinke oder nicht. Es wird dadurch weder besser noch schlechter.

Oft ist es so, dass nach zwei, drei Bieren der erste Gang zur Toilette eine Wohltat ist, weil ordentlich was rauskommt und auch schnell.

Danach muss ich dann immer öfter zur Toilette und es wird immer weniger. Oft gibt es dann wiederrum den Punkt, bei welchem sich mein Harndrang komplett verabschiedet und ich gar nicht mehr gehen muss (oft nach noch mehr Alkohol), sondern erst wenn ich wirklich muss (also im Prinzip normal).

An Tagen nach zu viel Alkohol, ist es meist wieder sehr schlecht (außer das erste Mal nach dem Schlafen). Das kann dann bis zu einem Harnverhalt gehen.

Wobei ich einen Harnverhalt so direkt ausschließen möchte. Es ist nicht so, dass nichts kommt, sondern es ist vielmehr so, dass die Eichel feucht wird vom Urin, sprich es will raus, kann aber nicht. Meist nach zwei, drei Stunden (und viel trinken) steigert sich die Menge, es beginnt zu tröpfeln und wird dann wieder zu einem starken Strahl.

Ebenso habe ich einen verdrehten Harnstrahl, aber nicht immer (sondern dann ganz normal).

Ich hatte diese "Harnverhalte" bereits mit rund 17 Jahren, und einmal noch mit rund 23 Jahren. Nach einem Gespräch mit meinen Eltern eröffneten sie mir, dass ich bereits mit 10 Jahren im KH war und man mir dort einen Katheter legen wollte, es aber wieder anfing zu laufen.

Mit 17 war ich ebenfalls im KH, es lief aber auch wieder bevor der Katheter zum Einsatz kam. Mit 23 war ich wieder einmal im KH (auch noch an Silvester....). Dort wurde versucht ein Katheter zu legen, der Arzt kam jedoch nicht durch. Auch nicht mit einer Nummer kleiner. Dafür kam Blut...und kurz darauf auch wieder Urin (nachdem ich darum bat, nochmals auf die Toilette zu dürfen).

Im Anschluss bekam ich damals im KH eine Überweisung zum Urologen, dort war ich dann auch und ein Ultraschall ergab eine verdickte Blasenwand. Da es jedoch mit dem pinkeln null Probleme gab, bin ich zum nächsten Termin nicht mehr gegangen (ja ich weis, ich bin blöd, es ist mein Fehler gewesen).

Jedenfalls habe ich nun die "einfache" Frage, was ich haben könnte bzw. worüber ich mich mit dem Urologen morgen unterhalten soll.

Die Prostata schließe ich aus. Mit 10 Jahren hat man wohl schlecht eine vergrößerte Prostata. Eine Harnröhrenverengung? Vielleicht. Aber da stellt sich mir die Frage warum ich immer wieder komplet beschwerdefreie Phasen habe? Denn nach einem Harnverhalt läuft alles wieder bestens, ohne das jemand fremdes einwirken musste.

Die letzte Möglichkeit die mir momentan vorschwebt ist Stress. In meinem Job, den ich mittlerweile seit 8 Jahren mache, stehe ich unter Dauerstress.

Ist es möglich davon eine Art Stressblase bekommen zu haben? Oder besteht die Möglichkeit eines verkrampften Sphinkters? Öfters fühlt sich nämlich der Muskel der sich lockern soll zum pinkeln so an, als wäre er nicht ganz geöffnet und manchmal, zu Beginn des pinkelns, führt er spastische Bewegungen aus. Also quasi--> auf, zu, auf, zu, langsam auf. Und das in extrem schneller Abfolge. Nach dem langsam auf läuft dann der Urin.

Auch wenn ich sehr lange auf dem Klo sitze, wird der Strahl besser.

Der Text ist doch sehr lang geraten, aber ich wollte gerne alles schreiben was mir einfällt zu meiner....Krankheit?

Was ich noch oben vergessen habe: Es gab früher auch das Problem das der Strahl beim pinkeln gut war, und plötzlich mittendrin schwächer wurde, also würde man einen geöffneten Wasserhahn schlagartig zudrehen, sodass nur noch ein kleiner schwacher Wasserstrahl kommt.

Vielen Dank alleine schon für das lesen des Textes!

Liebe Grüße

LizzoP

Antworten
lMizzxop


So, nachdem ich am Freitag beim Urologen war kann ich nun ein paar Dinge weitergeben (vielleicht auch für Leute die ähnliche Symptome haben wie ich).

Urintest wurde gemacht, scheinbar keine Auffälligkeiten da nichts darüber erwähnt wurde.

Im Anschluss wurde ein Ultraschall gemacht, bei welchem "nur" festgestellt wurde, dass meine Blase voll ist. Nicht übervoll, sondern einfach gut gefüllt, dass man aufs Klo gehen könnte/sollte. Und das, obwohl ich davor Urin abgegeben habe, und natürlich ganz normal auf der Toilette war.

Die Nieren sahen im Ultraschall ebenfalls normal aus.

Die erste Meinung des Urologen war: "Stressblase". Das gibt es wohl bei Erwachsenen, wenn man als Kind immer sehr lange und oft eingehalten hat, so tut man dies als Erwachsener unwillkürlich und kann es nicht mehr steuern.

Ich habe nun Alphablocker verschrieben bekommen um die Muskulatur locker zu bekommen.

Konnte auch feststellen, dass ich öfters auf die Toilette musste und konnte sofort lospinkeln (noch nicht viel von der Menge her, aber es fing halt direkt an und ich musste nicht erst 30 Sekunden oder so warten).

Ein weiterer Termin ist im April, um zu sehen ob diese Behandlung anschlägt. Momentan bin ich guter Dinge :-)

Sollte es sich nicht gebessert haben, will er auf jeden Fall in die Harnröhre schauen ob ggf. eine Verengung vorliegt, obwohl es bei den Symptomen atypisch wäre.

l+ipzzop


So, hier bin ich erneut.

Wie eine weitere Untersuchung des Urologen ergeben hatte, hatte ich eine Harnröhrenverengung, und zwar deutlich!

Jetzt wurde ich am Mittwoch geschlitzt, und hatte für 2 Tage einen Harnröhrenkatheter.

Dieser kam heute morgen wieder raus (mein Gott fühlt sich das sch.... an). Pinkeln danach ging sofort, mit einem Strahl der ungefähr das 20 fache vom vorherigen (Entleerung in unter 10 Sekunden).

Nur leider brennt seitdem meine Blase kurz vor Ende der Entleerung. Könnte dies ein Hinweis sein auf eine Blasenentzündung?

Zu Beginn und in der Mitte während des pinkelns spüre ich nichts. Nur bevor es vorbei ist, beginnt das unangenehme brennen im Bereich der Blase.

Was meint ihr?

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