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Chronische Prostataentzündung, ich weiß keinen Rat mehr

B&enny803 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

da ich aktuell einfach nicht mehr weiter weiß hoffe ich hier auf hilfreiche Tips von eventuell "Mitleidenden".

Erstmal zu mir. Ich bin 34, männlich ;-) und kämpfe nun seit 4 1/2 Jahren mit den folgenden Sachen:

Mein Problem fing vor ca. 4 Jahren an, als ich ein sogenannten "Globusgefühl" in der Dammgegend entwickelte. Sehr unangenehmes geschwollenes Gefühl aber ohne weitere Entzündungszeichen. Also ab zum Urologen, welcher Ultraschall der Blase, Nieren, Hoden machte und eine Tastuntersuchung der Prostata. Er meinte sie fühlt sich sehr entzündet an und man hat mir Doxycilin für 15 Tage mitgegeben.

Brav eingenommen war alles wieder ok. Nach ca. einem halben Jahr kam es jedoch wieder, nun zu den komischen geschwollenen Gefühlen gesellte sich dann ein "golfballähnliches" Gefühl im Hintern. Ich kann nicht sagen das ich ultraextreme Schmerzen oder irgendwas in der Art hatte aber ständig permanent unangenehm beim Sitzen. Ich hatte jedoch damals noch das Gefühl das ein Samenerguss Erleichterung mit sich brachte.

Also wieder zum Urologen, woraufhin ich Tavanic bekam (Wirkstoff Levofloaxicin). Hat auch super angesprochen das Medikament und mir ging es nach den 20 Tagen zwar nicht wirklich toll (Nebenwirkungen) aber das Gefühl war weg. Er meinte auch ich soll häufig ejakulieren weil das spült den Mist raus.

Wieder ein halbes Jahr später kam alles wieder. Ich sollte hier dann eine Spermaprobe abgeben und es wurde PSA und CRP gemessen. Auch ein kleines BB wurde gemacht. PSA war nicht erhöht, CRP auch völlig OK, Blutbild war in Ordnung (Leukos waren allerdings bei 4200 wobei das in der Norm war und deshalb auch OK dastand, nur ich fands niedrig). Spermauntersuchung ergab nichts tragisch Auffälliges ausser E.Coli was eigentlich oft normal wäre meinte er aber er gab mir dennoch Ciprofloaxin für 30 Tage mit was auch den gewünschten Erfolg brachte.

Das ging dann noch 2x so weiter, woraufhin ich nun im Mai den Uro wechselte. Ich fühlte das er einfach nicht weiter weiß und immer weiter Antibiotika verschrieb aus Ratlosigkeit.

Nun bin ich bei einer Urolgin welche auch direkt erstmal mit Cefuroxin anfing für 15 Tage. Blutbild hier auch ok und PSA super und CRP auch nicht nachweisbar bzw sehr niedrig. Es hat überhauptnicht angeschlagen und ich kam wieder, sie verschrieb das trotzdem erneut für 15 Tage weil sie meinte man muss es länger geben. Auch hier blieb der Erfolg völlig aus. Ich muss dazu sagen das mittlerweile mehr Symptome hinzukamen: Also wie oben beschriebene + ziehen im Hodenbereich, ab und an ziehen in der Leiste, Ejakulieren verschlimmert das ganze weil sich mittlerweile alles geschwollenanfühlt, außerdem kam noch eine Vorhautentzündung dazu mit rissigen Stellen die immer wieder aufgerissen sind. Dies habe ich mit Betaisodonna behandelt und es verschwand. Hier vermute ich einfach einen Pilz vom vielen vielen Antibiotika aber gut, ich bin ja kein Arzt.

Jetzt machte sie dann einen 3fachen Abstrich von der Harnröhre (äußerst lustig die Untersuchung *autsch*) auf HPV, Tripper, Chlamydien, sonst. Bakterien und Pilze.

Das ergab, daß alles negativ war bis auf Enteroccocus faecalis und ein Hautbakterium welches aber normal wäre. Gegen den E. faecalis waren schon ziemlich viele Antibiotika resistent. Sie gab mir dann tetracyclin mit was auch leicht anschlug. Nach einer Woche wieder zur Kontrolle meinte sie man sollte das jetzt absetzen und mit Amoxicava weitermachen weil der Erreger hier noch empfindlicher war. Ich setzte das Tetracyclin ab und nahm dann direkt Amoxicilin und schwupps am nächsten Tag waren die Beschwerden doppelt so schlimm wieder zurück. Bis heute (7 Tage) nehme ich nun Amoxi und es hat sich gar nichts verbessert.

Heute rief ich dann dort an und sie rief mich prompt zurück und meinte: Hm also das ist doch alles komisch, ich soll eine Fokussuche beim Allgemeinarzt machen weil das alles nicht mehr zusammen passt.

Mehr sagte sie nicht. Außer das ich Amoxi absetzen darf.

Ich habe das Gefühl, daß sie einfach nicht weiter weiß... Aber sie tat so als wäre hier irgendwo ein Herd bzw. was systemisches das das immer wieder aufflammen lässt.

Meine Fragen jetzt:

- Was denkt ihr im allgemeinen darüber

- Was würdet ihr machen

- Was bedeutet diese Fokussuche

- Gibt es chronische Prostatitis- Fälle die sich mit meinem ähneln oder ist hier wirklich was im Busch?

Sorry das es so lange geworden ist, aber aktuell weiß ich echt nicht mehr weiter, da ich vor allem jetzt Beschwerden habe wie noch nie aber sie sagt "da muss ich passen".

Grüße

Ben ???

Antworten
a%partCicukla~rpxerson


Erstmal einen Urologen suchen, der sich wirklich auskennt oder in einer nächstgelegenen Uniklinik versuchen. Dann eine 3-Gläser Probe / Bakterienkultur der Prostata machen lassen, Erreger bestimmen. Dann gezielt auf diesen Erreger behandeln. Man kann das passende Antibiotikum auch direkt in die Prostata spritzen lassen. Sprich den Arzt drauf an (wenn du einen hast, der wirklich Ahnung hat, z. B. ein Oberarzt mit Spezialgebiet Prostata in einer Uniklinik). Das Problem ist nämlich, dass Antibiotika die Prostata nur sehr schwer "erreichen", entsprechend langwierig ist das ganze.

B+enny'0x3


Hallo aparticularperson,

vielen Dank für deine Antwort. :)= :)^

Ich hab jetzt den Uro erstmal gewechselt. Hausarzt hat komplettes Blutbild einschl. Immunstatus gemacht.

Es war jeder Wert im Normbereich. Die Leukos waren bei 4,5, zwar im Norm aber permanent niedrig. Ich vermute das liegt an der fortwährenden Einnahme der Antibiotika (steht auch bei einigen so im Beipackzettel "Verminderung der weißen Blutkörperchen").

Der jetzige Uro hat komplett Sono gemacht (Nieren, Blase, Prostata), Sichtkontrolle (stellte eine Rötung am Harnröhrenausgang fest) und Prostatatastung. Sie fühlt sich an der einen Seite sehr weich an, was für eine aktuell laufende Entzündung spricht. Ich hab auch wieder richtige Beschwerden wie Dammschmerzen, Hodenschmerzen, Schmerzen beim Stuhlgang und vor allem Schmerzen bei der Ejakulation (was ich nur in dieser Episoder der Erkrankung feststellte, vorher nie dagewesen).

Das Mittelchen der Wahl (wogegen auch die oben genannten Erreger Empfindlich sind laut Antibiogramm) ist Ciprofloxacin mit 2x 250 mg täglich. Allerdings diesesmal nicht 10 Tage oder 2 Wochen sonder er will die Erreger wegboosten und schrieb mir gleich ein Rezept für 6 Wochen auf. Danach Kontrolle und evtl. Verlängerung. Er machte schon den Eindruck als hätte er davon Ahnung und meist, so sagt er, werden die chronischen Prosataentzündungen erst nach 6 Wochen bis 3 Monate Antibiotika wieder besser. Er spracht leider nicht von einer Heilung. Er meinte sowas kann immer mal wieder kommen wenn man es einmal hatte.

Ich nehme das jetzt brav und warte ab.

Mich würde einfach bloß mal interessieren woher das überhaupt kommt. Die oben genannten 4 1/2 Jahre waren nicht korrekt. Ich fragt beim ersten Uro nochmal nach und habe das bereits seit 2006 und dadurch wohl den Überblick verloren. Kam mir kürzer vor.

Sex mach ich nur mit Kondom. Lediglich eine Schmierinfektion käme da dann in Frage von zb Finger auf Eichel oder ähnliches. Also ist mir wirklich schleierhaft woher das kommt. Des weiteren wurden auch die Geschlechtskrankheiten die sich üblicherweise so austoben mit dem Abstrich verworfen. Ich hab irgendwo mal gelesen das Trichomonaden das auch verursachen können wogegen die Antibiotikas nicht wirken. Wie wahrscheinlich ist sowas und woher holt man sich die Tierchen? Das wäre dann meine letzte Vermutung, sollte das Cipro nicht wirken.

Evtl hat jemand da ne Tipp was sowas auslösen könnte.

Danke vorab!

LG Benny

B8ennxy03


Und...sorry für manche Tippfehlerchen, hatte grad bisschen Stress und Eile!

rZeduda|rd


Ich habe seit 25 Jahren chronische Prostatitis (bakteriell und abakteriell). Antibiotika dringen nur sehr schwer in die Prostata ein (unter 4 Wochen sinnlos). Bei längerer Behandlung können schwerwiegende Nebenwirkungen eintreten: Rheuma, Arthritis, Pollenallergie. Nach drei Jahren Antibiotikabehandlung konnte ich mich nur noch an zwei Krücken zentimenterweise vorwärts bewegen. Es gibt ein Medikament ohne Nebenwirkungen gegen die Prostataentzündung: Melaleukatropfen 3 x 10 Tropfen, bis die Schmerzen nachlassen bzw. keine Erreger mehr nachweisbar sind, das kann durchaus mehr als ein Monat dauern, dann langsam reduzieren 1 Monat 3 x 5, dann 1 Monat 3 x 2, dann Erhaltungsdosis 1 x 3. Niemals pur einnehmen (Risiko Lungenschäden), sondern immer auf Zucker, Honig oder in einer Tasse Wasser. Ich habe 17 Jahre lang Melaleukatropfen ohne jeden Schaden eingenommen! Das reine Melaleukaöl in der Apotheke kaufen. Nicht irgendwelche Teebaumöle aus den Reformhäusern. Was kann man zusätzlich einnehmen: Wobenzym Plus. 200 Kps-Paket kaufen, Anfangsdosis 3 x 4, später 3 x 2. Schüsslersalze Nr. 3 und 4 im Anfang, als Erhaltungsdosis Nr. 10 und 11. Wichtiger als jedes Medikament: Warmhalten, warmhalten, warmhalten. Auch im Hochsommer am frühen Morgen mehrere warme Unterhosen anziehen. Nachts auf einem Schaffell bzw. auf einer Heizdecke auf kleinster Stufe schlafen (bis die Schmerzen nachlassen). Schaugummisitzkissen mit Loch in der Mitte selbst herstellen und mit unauffälligem Stoff überziehen und immer mitnehmen. Nicht hart oder kalt sitzen. Sitzheizung fürs Auto kaufen. Und tägliches Beckenbodentraining machen (siehe youtube.com "Komplettes Beckenbodentraining") und soviel Bewegung wie es überhaupt nur geht, egal ob Walking, Jogging, Crosstrainer. Fahrradfahren und Autofahren und jedes Sitzen so viel wie möglich einschränken. Im Hotel: Sofort mehrere zusätzliche Decken für die Nacht geben lassen und die mitgebrachte Heizdecke schon in der ersten Nacht benutzen. Eine Ausheilung gibt es leider nicht. Naturheilhärzte geben zur Immunstimulierung mit gutem Erfolg Eigenblutinjektionen und Prokaininjektionen an die Triggerpunkte am Schambein. Geholfen haben mir auch ansteigende Fußbäder mit der Schielewanne montags bis freitags, am Wochenende aussetzen, und Moxabustion, das sind Beifußzigarren, die man in der Apotheke kaufen kann, anzündet und die Akupunkturpunkte an den Fußgelenkinnenseiten, Handgelenkinnenseiten, vom Nabel bis zum Schambein und entlang der Wirbelsäule heiß macht (drei Mal pro Punkt), für den Rücken braucht man eine zweite Person, das Verfahren lässt man sich am besten zuerst bei einem Naturheilarzt zeigen. Was kann man noch tun? Ejakulieren, damit die Erreger möglichst schnell wieder herauskommen. Was ist die Ursache? Bei mir ist es immer ein- und dieselbe: Unterkühlung.

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