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Fehldiagnose Leistenbruch?

2amorxe hat die Diskussion gestartet


Hallo !

Habe folgenden recht merkwürdigen "Leidensweg":

Es begann alles vor etwa 3-4 Monaten als ich zum ersten Mal in meinem Leben Erektionsprobleme hatte, bzw. dies trat insgesamt nur 2 mal auf, reichte jedoch dennoch dazu aus, dass ich mir in den Wochen darauf extrem viele Gedanken gemacht habe, obwohl das Problem relativ bald darauf gar nicht mehr bestand, bzw. nur dann bestand wenn ich mich halt total reingesteigert habe und an nichts anderes mehr gedacht habe. Nachdem der Urologe aber absolut nichts feststellen konnte und ich mir auch selber mit gesundem Menschenverstand klar gemacht hatte, das sowas nicht einfach von heute auf morgen kommt, war das Problem auch genauso schnell wieder verschwunden wie es aufgetreten war. Nun zum merkwürdigen an der ganzen Geschichte: Zum einen wurde eine abakterielle Prostatitis vermutet, da ich entsprechende Symptome hatte, Verdacht lag eben auf Grund der Umstände auf psychosomatischer Ursache. Ich bekam jedenfalls Antibiotika verschrieben und die Symptome verschwanden ebenfalls genau so schnell wie sie aufgetreten waren. Als weitere Symptome hatte ich in der Zeit einen leichten Schmerz in der rechten Leiste, sowie im rechten Hoden festgestellt doch auch hier hieß es vom Urologen Entwarnung, auch auf den konkreten Hinweis hin, dass es sich um einen leichten Leistenbruch handeln könnte (das meinte nämlich mein Hausarzt nach Abtasten) entwarnte der Urologe, er könne mit dem Ultraschall nichts sehen. Ich hakte die Sache also ab und begnügte mich mit der Aussage alles sei in Ordnung. Nun hatte ich jedenfalls schon vorher noch einen weiteren Termin bei einem anderen Urologen gemacht und nur nebenbei erwähnte ich das nochmal, worauf ich wieder abgetastet wurde und dieser Arzt meinte ich sollte das vielleicht nochmal von nem Chirurgen angucken lassen, er sei sich nicht sicher. Also ab ins Krankenhaus und mich dort von einem Arzt der Chirurg ist abtasten lassen. Dieser meinte dann: Leistenbruch, beidseitig :-o

Er meinte, man könne "die Löcher" spüren, und dass bei der rechten auch schon der Darm durchpassen würde.... Was ich jetzt dazu aber bemerken muss, ist dass ich besagtes Loch in der rechten Leiste eigentlich schon immer habe soweit ich mich erinnern kann. Also das gerade beim Sex bei bestimmten Stellungen der rechte Hoden tatsächlich schon mal in die Leiste rutscht. Dies scheint jedoch ein weitverbreitetes Phänomen zu sein, viele meiner Freunde haben das auch und auch im Internet ließt man das viel und auch mein Urologe meinte, als ich ihn vor etwa nem 3/4 Jahr drauf ansprach, dass das nicht ungewöhnlich sei und mich nicht beunruhigen sollte.

Zudem kommt, dass ich nach weiterer Recherche feststellte, dass ich kaum welche der typischen Leistenbruch Symptome besitze. Ich habe nur ein leichtes Druckgefühl, einen leichten Schmerz in der Leiste und noch leichter am Hoden, wirklich kaum der Rede wert. Ich habe weder eine spürbare Schwellung, noch Schmerzen beim Husten, Niesen, Heben oder beim Stuhlgang.

Ich habe dann mal nachgeschaut und gesehen, dass besagter Chirurg erst Anfang des Jahres seinen Dr. Titel erlangte. Kann es sein, dass er sich irrt? Ist ja doch eigentlich absolute Routine? Ich soll am Mittwoch operiert werden, wird vorher nochmals per Ultraschall sichergestellt, dass es wirklich ein Leistenbruch ist? Ist es überhaupt ratsam einen derart leichten Fall eines Leistenbruchs (links z.B. merke ich davon absolut nichts) zu operieren? Schließlich habe ich das Loch was er da ertastet hat schon seit ich mich erinnern kann und wie gesagt haben das wohl offensichtlich viele? Ich habe einfach Angst vor unnötigen Risiken die eine solche OP mit sich bringt. Schließlich bin ich derzeit bis auf die Angstzustände relativ beschwerdefrei, bzw. das leichte Ziehen, damit könnte ich echt leben...

Vielen Dank für die Hilfe, mache mir wie gesagt zur Zeit echt viele Gedanken und gerade die Entstehungsgeschichte lässt mich echt stutzen ob das wirklich notwendig ist zu operieren oder ob der Chirurg im Zweifel einfach immer dazu rät, damit man nachher nicht sagen kann "er hat gesagt, das wäre nicht schlimm".

LG, 2more

Antworten
Eumax


Hallo 2more

in deiner Situatiom würde ich mir die Beratung eine zweiten Arztes einholen.

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