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Bauchdeckenkatheter

J=amesK>inxg hat die Diskussion gestartet


Habe nach 2 Schlitzungen jetzt wieder eine Striktur, die bald wieder zuwächst. Mundschleimhaut OP kommt kaum in Frage, da die Enge direkt am Schließmuskel sitzt. Es läuft deshalb wohl auf einen Bauchdecken Dauerkatheter zu. Frage: Wer hat damit schon mehrjährige Erfahrungen und wie kommt er zurecht?

Zweite Frage: Es soll inzwischen eine "komfortablere " Lösung geben, bei der von der Harnblase direkt ein Ausgang zur Bauchdecke geschaffen wird, also ohne Katheter. Wer weiß darüber Bescheid oder hat Erfahrungen oder Hinweise.

Ich bedanke mich jetzt schon für Eure Antwort.

JamesKing

Antworten
H\ann_es9


Hallo,

ich hatte auch eine bis an den Sphinkter reichende Striktur der bulbären Uretha und habe eine Mundschleimhaut OP machen lassen. Gottseidank ist sie gut verlaufen und bei erfahrenen Operateuren sollte das eigentlich ohne Verlust der Kontinenz möglich sein.

Ob dir das jetzt weiterhilft weiß ich nicht, aber bei Fragen einfach melden :-)

Viel Glück!

QD_5G364


Hallo JamesKing *:) .

Ich bin Altenpfleger von Beruf und arbeite seit 10 Jahren in einer Einrichtung für junge Menschen mit Behinderungen. In dieser Einrichtung leben ca. 85% der BewohnerInnen mit einem sog. Suprapubischen Dauerkatheter (Bauchdecken-, in der Medizin auch SPDK oder SDK genannt).

Im Prinzip ist diese Art des Dauerkatheters (DK) recht unkompliziert und, wenn man die hygienischen Anweisungen des behandelnden Urologen beachtet, ist diese Art des Katheters eine sehr hygienische Lösung (saubere Hände beim Verbandwechsel, usw).

Wichtig dabei ist die richtige Größe zu wählen (Ch-Angabe), d.h., dass man eine Größe wählt, die nicht zu groß, aber auch nicht zu klein ist, da dann nach längerem Tragen Verstopfungsgefahr durch die festen Bestandteile im Urin besteht, die dann den Katheter und/oder den Schlauch des Auffang-Systems zu setzen.

Als zweite Methode, außer natürlich der Variante durch die Harnröhre, die aus medizinischer Sicht wohl nicht in Betracht kommt, kenne ich z. Zt. nur den künstlichen Blasen-Ausgang, bei welchem man die Harnröhre kurzfristig in die Bauchdecke verlegt und du unter deiner Kleidung ein Auffang-System trägst.

Ich persönlich halte die Lösung eines SPDK für besser, da diese Auffang-Systeme für die zweite Methode auf die Haut aufgeklebt werden. Wenn nun Urin aus der künstlichen Öffnung tritt und unter die aufgeklebte Platte läuft, kann sich das ganze Auffang-System lösen und es kommt z. B. bei 'ner Shopping-Tour in der Stadt (Je nach dem, wie lange dieses System getragen werden muss) oder in einer sonst (unangebrachten) Situation zum "Unfall".

Will mal hoffen, dass dir das soweit erst mal geholfen hat.

Liebe Grüße

JiamesKging


Vielen Dank Q_5364, deine Antwort hat mir sehr weitergeholfen und war das Beste, was ich in dieser Angelegenheit bisher erfahren habe, weil es aus der Praxis kommt. Allerdings habe ich den letzten Absatz deiner Antwort noch nicht ganz verstanden. Könntest du mir das noch etwas erläutern, was du unter der "zweiten Methode" meinst. Außerdem noch die Frage: Wie oft muss in der Regel der Katheter gewechselt werden, kann man das selber machen oder muss man da immer zum Urologen. Zu meiner Situation: Ich katheterisiere mich nach einer abermaligen Schlitzung z. Zt. selbst, was ganz gut funktioniert, weiß aber nicht, wie lange ich das durchhalte und muss dann eine Lösung parat haben. Nochmals vielen Dank für deine Mühe und Antwort. Liebe Grüße

JamesKing

JCamxesKixng


Lieber Hannes9, vielen Dank für deine Antwort vom 11.11.14 die für mich sehr wertvoll ist. Kannst du mir noch sagen wann und wo die Mundschleimhaut OP stattgefunden hat, das würde mir sehr helfen. Vielen Dank im voraus. JamesKing

JxoeF0x815


Hallo JamesKing, freut mich sehr das dir meine Antwort weiterhelfen hat können! (Hannes9 war mein User auf der Reha da ich leider mein Passwort von "zuhause" nicht wusste)

Natürlich, ich habe die Hr.Rekonstruktion im Sana Klinikum Hof vornehmen lassen. Ich muss dazu sagen das ich Österreicher bin und mich im "Ausland" operieren lassen habe, einfach weil das Klinikum einen wirklich ausgezeichneten Ruf genießt und viel Erfahrung hat.

In Österreich wurde mir nach der Schlitzung mitgeteilt das ich 3x wöchentlich Bougieren muss sonst würde die HR "gleich wieder zugehen" und ich kann mich jetzt schon mal drauf einstellen das ich nach der HR Rekonstruktion sowieso inkontinent sein werde.

Da das 3x wöxchentlich bougieren sehr schmerzhaft war und eigentlich ja noch mehr "kaputtmacht" bin ich dann durch viel Recherche auf das Sana Klinikum Hof gekommen.

In Hof wird vor der Mundschleimhaut OP noch eine Schlitzung gemacht bei der auch alles genau begutachtet wird. Diese "Vorbereitungs-OP" hatte ich im Juni und die Rekonstruktion im Juli.

Hoffe das hilft dir weiter!

JSoe08x15


Ach ja für das Sana Klinikum Hof war meine bulbäre Striktur mit Sphinkter Beteiligung kein Problem, in meinem Krankenhaus in Österreich war es wiegesagt ein nahezu unlösbares Problem, speziell auch was die Kontinenz betrifft. Das hat mir die Enscheidung, wo ich die OP vornehmen lasse, doch erheblich erleichtert ;-)

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