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Schmerzen beim Wasserlassen - Katheter - Panik

SWtephxan8x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo, das ist mein erster Beitrag hier.

Es geht um ein Thema vor dem ich panische Angst habe.

Während eines Islandurlaubs in den letzten beiden Wochen hatte ich plötzlich starke Schmerzen beim Wasser lassen. Es war ein Brennen.

Nach einem Tag bin ich mit dem Problem in ein Krankenhaus gefahren, nachdem ich mich überhaupt nicht mehr getraut habe Wasser zu lassen (wegen den Schmerzen).

Hier wurde zuerst versucht ein Katheter zu legen (durch den Penis). Das war meine absolute Horrovorstellung und in meinen Augen extrem schmerzhaft. Versucht hatten das Krankenschwestern, die aber relativ bald aufgaben.

Danach bekam ich dann ein Schmerzmittel gespritzt und zusätzlich meine Harnröhre lokal betäubt. So konnte ich an dem Abend dann Urin ablassen. Dabei fühlte ich nur noch ganz leichte Schmerzen und der Strahl war denke ich relativ normal. Jedenfalls kam der Urin nicht nur tröpfchenweise.

Der Urin wurde untersucht. Das Ergebnis war, dass Keine Bakterien im Urin waren. Am nächsten morgen sollte ich wieder kommen um mit einem Urologen zu sprechen.

Der Urologe meinte, dass er denkt, dass der Grund für die Probleme (und für den gescheiterte Versuch des Katheter legens am vortrag) eine Harnröhrenverengung wäre. Er legte mir einen Dauerkatheter. Obwohl er sehr einfühlsam und verständnisvoll war, war die Prozedur für mich die Hölle. Und das obwohl ich Morphium und lokale Betäubung bekam.

Gemäß seiner Anweisung habe ich dann den Urlaub fortgesetzt und bin letzten Freitag direkt nach meiner Ankunft in Deutschland zu einem Urologen gegangen (zum ersten Mal in meinem Leben).

Bis heute funktionierte der Umgang mit dem Katheter eigentlich relativ ok. Habe zwar ab und zu leichte Schmerzen, komme mit Ibuprofen aber im Moment gut klar.

Ich hatte große Angst vor dem Arztbesuch. Zum Glück war er sehr verständnisvoll und meinte, dass er eigentlich nicht glaubt, dass das eine Harnröhrenverengung wäre. Laut ihm kommt sowas nicht so plötzlich. Er tippt trotz unauffälligem Urin auf eine Prostataentzündung.

Von ihm bekam ich darauf hin Antibiotika verschrieben (was ich jetzt seit Freitag nehme). Zusätzlich bekam ich ein Medikament, was die Harnwege entspannen soll.

Am nächsten Dienstag habe ich den nächsten Termin und dann soll der Katheter gezogen werden. Er hofft, dass es das dann für mich vielleicht schon gewesen ist.

Soweit so gut. Aber ich habe Panik. Ich habe tierische Angst vor dem ziehen des Katheters. Dazu frage ich mich was danach kommt. Ich denke mal, dass alleine durch den Katheter das Wasserlassen nach dem ziehen schmerzen bereiten wird, wie kann ich das dann von dem ursprünglichen Schmerz unterscheiden?

Mein größtes Problem ist meine Angst. Grundsätzlich habe ich keine Angst vor Ärzten, Krankenhäusern oder Spritzen. Aber wenn es um meinen Penis geht sieht das ganz anders aus. Hat irgendjemand Tipps was ich da machen kann? Hilft da vllt. Baldrian oder kann ich den Arzt bitten mir irgendwas für meine Nerven aufzuschreiben?

Antworten
E3maxx


Ich habe tierische Angst vor dem ziehen des Katheters. Dazu frage ich mich was danach kommt. Ich denke mal, dass alleine durch den Katheter das Wasserlassen nach dem ziehen schmerzen bereiten wird, wie kann ich das dann von dem ursprünglichen Schmerz unterscheiden?

Hallo Stephan87

Da musst du durch.

Ich hatte nach meiner Prostataoperation auch einen Katheter. Der hat mich schon gestört.

Ich war daher froh, als eine Krankenschwester kam und sagte, jetzt kommt Ihr Katheter wieder heraus. Unmittelbar vor dem Ziehen sagte sie noch jetzt müssen Sie die Zähne zusammen beissen. Das machte ich. In zwei Sekunden war es vorbei. Danach musste ich sofort pinkeln. Das hat auch noch etwas gebrannt. Aber im Prinzip war alles überstanden.

Ich wünsche dir einen ebenfalls so erträglichen Verlauf und auch sonst alles Gute

S|tYepha:n87


Danke für die Antwort.

Aber warum musstest du sofort pinkeln? Eigentlich sollte die Blase doch komplett leer sein, dachte ich?

Mein Kopf ist im Moment das größere Problem. Vor allem befürchte ich, dass ich mich nach dem ziehen nicht trauen werde zu pinkeln und dann in 24 h wieder beim Urologen bin...

Im Moment ist das alles zu viel für mich. Ich werde gleich mal in der Apotheke fragen, ob man mir was zur Beruhigung und prophylaktisch für Schmerzen beim Wasserlassen geben kann.

n^ellax26


Der Beutel für den Katheter wird abgemacht. Die Schläuche bekommen einen "Pfropfen". Dann wird der Katheter gezogen, wenn du Harndrang hast. Daher sollte man hinterher gleich Urin lassen.

E7mFax


Aber warum musstest du sofort pinkeln? Eigentlich sollte die Blase doch komplett leer sein, dachte ich?

Der Katheter hatte einen Ballon zur Verankerung. dadurch war die Eintrittsöffnung des Katheters ständig höher als der eigentliche Blasenausgang und es war ständig Resturin vorhanden. Nach dem Ziehen des Katheters hatte ich daher das Bedürfnis, diesen rückgestauten Urin heraus zu lassen.

Für die Schwester, die den Katheter gezogen hat, war das ganz normal. Sie übergab mir noch ein Gefäß für eine nächstfolgende (nicht abgestandene) Urinprobe.

SbtepThan87


Bei mir wurde er einfach gezogen. Es liefen keine größeren Urin Mengen nach. Das ganze ging zum Glück schnell, tat bei mir aber trotzdem ordentlich weh.

Leider hatte ich am Tag extreme Panik Wasser zu lassen und jetzt liege ich wieder mit Katheder im Krankenhaus. Ich bin ziemlich verzweifelt.

Ich glaube dass mir im Moment nur ein Psychiater weiter helfen kann. :°(

S{te_phanx87


Im Krankenhaus wurde unter Vollnarkose eine Spiegelung der Harnröhre und der Blase durchgeführt. Gleichzeitig wurde ein Blasenkatheter durch die Bauchdecke gelegt.

Bei der Spiegelung war alles OK. Also keine Verengung der Harnröhre und keine nennenswerten Auffälligkeiten in der Blase.

Jetzt bin ich wieder zu Hause und soll allmählich versuchen wieder normal zu pinkeln. Wenn es nicht geht habe ich ja den Katheter.

Das Problem ist nur, dass ich auch so (ohne zu pinkeln) starke schmerzen im penis habe. Ich würde es am ehesten als ziehen beschreiben.

Hat jemand eine Idee was das sein könnte? Prostata wurde bisher in Deutschland nur per Ultraschall untersucht und ist wohl zumindest nicht vergrößert.

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