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langwierige Prostatitis? Cpps? oder ganz was anderes?

f9ra{gelixx hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich versuch meine Geschichte möglichst kurz zusammenzufassen: Vor ca. eineinhalb Jahren ist mir das erste mal aufgefallen, dass ich manchmal am Morgen leichten Ausfluss aus der Harnröhre hatte, nur ein paar Tropfen aber doch so dass ichs gemerkt habe. Nachdem das aber nur tageweise war, ich sonst keine Probleme hatte und es zwischenzeitlich auch wieder ganz verging, bin ich nicht zum Arzt gegangen.

Vor drei Monaten kam das ganze dann sehr viel stärker wieder - Ausfluss in der Früh und manchmal auch tagsüber (aber immer klar, nicht eitrig), Schmerzen in der Harnröhre, der erste Tropfen beim Harnlassen fühlt sich an wie eine Rasierklinge, und am Ausgang der Harnröhre ist ein bläulicher Fleck und ich konnte kaum sitzen weil sich mein ganzer Unterleib so geschwollen gefühlt hat. Gleichzeitig ist meine Libido gegen 0 gegangen, keine Ahnung ob einfach wegen der Schmerzen oder ob das direkt ein Symptom des ganzen ist. Bin dann möglichst schnell zum Arzt, der eine Prostatitis diagnostiziert hat.

Daraufhin folgten drei Antibiotikatherapien: Ciprofloxacin, Doxycyclin und Triprim. Nur Doxycyclin hatte eine zumindest subjektiv leichte Wirkung, auch der Arzt hat gemeint das das am Ultraschall wieder viel besser aussieht und gesagt ich solle das Doxycyclin absetzen - nach nur 10 Tagen, was ja nach allem was ich seitdem gehört habe, viel zu kurz ist.

Die leichte Besserung war dann auch schnell wieder vorbei und alles wieder an der Grenze zur Erträglichkeit. Ging dann auch zu einem anderen Arzt, der meinte, den Symptomen nach könnte es eine Chlamydien-Infektion sein (er meinte am Ultraschall Kalkablagerungen zu sehen, die auf Bakterien hindeuten würden...) und hat mich ans Labor überwiesen zum Harnröhrenabstrich, dabei wurde allerdings nichts gefunden außer einem Pilz (Candida Albicans).

Der Pilz wurde erfolgreich behandelt, ohne dass sich an den Symptomen irgendetwas geändert hat. Bei einem neuen Harnröhrenabstrich wurde jetzt gar nichts gefunden. In den letzten zwei Wochen ist zusätzlich zu den anderen Problemen noch ein ziemliches Ziehen und Brennen im Bereich des Dammes dazugekommen, so als wäre meine Prostata ziemlich geschwollen. Und wenn ich mich zu schnell bewege oder hinsetze, merke ich ein unangenehmes Gefühl von meiner Leistengegend quer durch meinen Unterleib bis zu den Nieren.

An Medikamenten nehme ich zur Zeit nur Tamsu Retard - habe nicht das Gefühl, dass das etwas bringt. Zusätzlich trinke ich noch viel Weidenröschen und Brennesseltee, Preiselbeergranulat und nehme Pollenextrakt. Auch eine Broccolikur und Acetylcystein habe ich probiert, aber ohne irgendeine Wirkung. Damit bin ich halbwegs in der Lage irgendwie durch den Tag zu kommen, aber insgesamt treibt mich das trotzdem in die Verzweiflung - ich bin erst knapp 29 Jahre alt, will weder den Rest meines Lebens an Schmerzen leiden noch mein Sexualleben jetzt endgültig an den Nagel hängen.

Jetzt ein paar Fragen, wäre sehr dankbar wenn irgendjemand was dazu sagen kann:

1.) Könnte es theoretisch sein, dass es doch tatsächlich eine Chlamydien Infektion ist? - ich weiß dass eine Freundin die ich vor fast zehn Jahren hatte einmal darunter litt und angeblich kann sowas ja ewig unbemerkt bleiben. Und dass diese sich einfach so gut "verstecken" dass sie bei zwei Harnröhrenabstrichen (inkl PCR) nicht festgestellt wurden? Oder andere Bakterien die einfach sehr schwer nachweisbar sind? Man liest im Internet viel darüber, dass v.a. eben Chlamydien oft schwer nachzuweisen seien, aber es geht für mich irgendwie nirgendwo klar hervor, ob auch PCR versagen kann.

2.) Entzündungshemmer/Schmerzmittel scheinen auf die Symptome keine Wirkung zu haben: Hab jetzt Ibuprofen 600mg (2-3 mal am Tag) und Voltaren Retard probiert. Weder wurden dadurch die Schmerzen , noch die äußerlich sichtbare Entzündung (ich nehme an, dass der blaue Fleck auf der Eichel eine Entzündung ist, oder gibt es dafür andere Erklärungen?), noch der Ausfluss besser. Weiß jemand ob und was das bedeuten könnte?

3.) Neben einer psychosomatischen Komponente, die ich für mich persönlich auch nicht ganz ausschließen kann, könnte das ganze auch "physikalische" bzw. anatomische Ursachen haben? Ich hatte als Kind einen Wasserbruch und vor ca. acht Jahren habe ich einmal einen sehr heftigen Schlag in meine Genitalien erlitten - da war dann für zwei bis drei Wochen ein massiver Bluterguss, mit starken Schmerzen und meine Hoden waren vollkommen blau. Kann eines diese Dinge damit zu tun haben? Dummerweise ging ich damals nicht gleich zum Arzt, erst als ich ca. ein Jahr später immer wieder das Gefühl hatte, dass mein linker Hoden irgendwie "locker" ist, bin ich zum Urologen. Der hat aber gemeint alles in Ordnung und mich wohl nicht ganz ernst genommen. Das Gefühl kam seitdem immer wieder, fühlt sich immer so an als wär er leicht verdreht und würde gleich davonrollen. Aber auch die beiden Urologen bei denen ich nun war, haben gesagt anatomisch sei alles in Ordnung. Könnte es sein, dass die da alle was übersehen?

Tut mir leid, dass der Text jetzt doch so lang wurde....ich bin jedenfalls für jede Antwort und jeden Tipp, wie ich nun weiter nach der Ursache suchen könnte, sehrsehr dankbar!

mfg

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