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Krebsangst wg. angestiegenem Psa-Wert

Baertt5x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

war vor einer Woche beim Urologen wg. Vorsorgeuntersuchung. Jetzt liegt als Ergebnis der gemessene PSA-Wert vor.

Anstieg von 2,11 (letztes Jahr) auf 3,99!!

Kann wg. Urlaubsabwesenheit den Urologen gerade nicht konsultieren. Mache mir Sorgen wegen möglicher Krebserkrankung.

Gibt es Falschmessungen? Vor der Blutabnahme wurde eine TRUS (rektale Sonographie) gemacht.

Wer kann mich beruhigen?

Antworten
Mhr. FoQreskxin


Was hilt es Dir wenn Dich beruhigen und das aufgrund mangelnder Sachkenntnis und fehlendem Detailwissen zu Deinem Fall gar nicht guten Gewissens können?

Lass Dich mit Deinen Sorgen vom Hauarzt beraten, er kann Dich eventuell weiterlotsen

COomxran


Es gibt Falschdiagnosen durch den PSA-Wert und die Interpretation ist nicht einfach - und bei Auffälligkeit nur ein Hinweis, mal näher hinzuschauen.

Ich kann mich daran erinnern, dass mein Hausarzt mal meinte, Werte bis 4 seien eigentlich unauffällig und im Alter steigt es an, ist auch Schwankungen unterworfen. Z.B. je nach Sexualverhalten vor der Blutabnahme.

SwchnUeehxexe


Gibt es Falschmessungen? Vor der Blutabnahme wurde eine TRUS (rektale Sonographie) gemacht.

Es gibt durchaus Störfaktoren die den PSA beeinflussen können

Vor jeder Untersuchung des PSA-Wertes im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung sollte möglichst ausgeschlossen werden, dass Störfaktoren den Wert beeinflusst haben. Es sollte möglichst 2-3 Tage vor der Blutabnahme kein Samenerguss erfolgen, ebenso sollte auf ausgedehnte Radfahrten verzichtet werden.

Quelle [[http://www.dr-maier.de/Patienteninfo.html]]

Der Wert kann bei verschiedenen Veränderungen der Prostata erhöht sein.

Hierzu gehören insbesondere:

- Samenerguss

- Fahrradfahren

- Entzündungen der Prostata

- Untersuchung des Enddarmes

- Blasenspiegelungen

- und leider auch der Prostatakrebs

Vor jeder Untersuchung des PSA-Wertes im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung sollte also ausgeschlossen werden, dass die erstgenannten "Störfaktoren" den Wert beeinflusst haben. Sie sollten vor einer PSA-Untersuchung idealerweise mindestens 2-3 Tage auf die genannten "Aktivitäten" verzichten.

Quelle [[http://www.westdeutschesprostatazentrum.de/de/leistungen/prostatakarzinom/diagnostik/laborpsa.html]]

Wiederhole den Test :)* .

E:mxaxx


Hallo Bert50

Gibt es Falschmessungen?

Falschmessungen sind in diesem Bereich nicht üblich und mir nicht bekannt.

Es gibt aber außer Krebszellen in der Prostata noch vielfältige andere Einflüsse, die eine zeitweilige Erhöhung des PSA-Wertes bewirken.

- mechanischer Druck (Radfahren, Reiten, Sitzen auf harter Unterlage, evtl. lange Autofahrt, rektale Untersuchungen)

- Ejakulation,

- Entzündung in der Prostata (bakteriell oder nicht-bakteriell).

Manchmal hilft bei erhöhtem PSA-Wert schon der Wert des "freien PSA" weiter. Wenn das freie PSA mindestens 15 % des Gesamt-PSA ausmacht, dann ist es wohl kein Krebs.

Eine weitere Frage ist natürlich das Alter. Als Folge der Wechseljahre des Mannes entstehen in der Prostata einzelne Krebszellen, die den PSA-Wert von Jahr zu Jahr erhöhen. Solange sich diese Krebszellen nicht zu einem Tumor verbinden, sind sie ungefährlich. Die prozentuale Wahrscheinlichkeit von Krebszellen in der Prostata entspricht (im fortgeschrittenen Alter) ungefähr dem Lebensalter. Das heißt aber nicht, dass ein 80-jähriger Mann mit 80 % Wahrscheinlichkeit einen Prostata-Tumor hat. In seiner Prostata gibt es aber sehr wahrscheinlich Krebszellen, die den PSA-Wert erhöhen.

Hier stellt sich natürlich die Frage nach deinem Alter.

Ich bin nun 81 Jahre alt. Mein PSA-Wert ist seit 2012 von 2,9 (unmittelbar nach einer "Aufbohrung" der Prostata) auf nunmehr 8,1 gestiegen. Ich gehe damit aber gelassen um. Wegen des stetigen PSA-Anstieges habe ich im Januar 2014 ein MRT der Prostata machen lassen. Dabei wurden ca. 2400 Bilder - z. T. mit Kontrastmittel - gemacht. Durch Computer-Vergleich der Bilder ohne und mit Kontrastmittel wurde nach etwaigen Tumoren gesucht. Es wurden keine gefunden.

Mein Männerarzt hat mir am Bildschirm erläutert, dass ich abakterielle Entzündungsstellen in der Prostata habe, die man nicht behandeln kann.

Ich lasse demnächst erneut (nach ca. 2 Jahren) wieder ein MRT machen. Im Falle eines Prostata-Karzinoms lasse ich eine Hyperthermie-Behandlung machen. Eine Total-Operation (Entfernung der Prostata) kommt für mich nicht in Betracht. Danach wäre ich nämlich mit Sicherheit inkontinent.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem vielleicht etwas zu lang gewordenem Text etwas beruhigen.

Liebe Grüße und alles Gute.

DWOM`IN8USCtALIxGULA


Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen die zeigen, dass eine potenzielle OP bei erhöhtem PSA Wert nicht obligatorisch ist. Dieser Wert sollte nicht das einzigste Kriterium sein sich Sorgen machen zu müssen, oder auch über eine mögliche OP nachzudenken, auch in diesem Bereich wird zu schnell und viel zu oft operiert.

[[http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/maenner/prostatakrebs_03_08_12.php]]

Be cool

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