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Miktionsstörung

ShclerJantOhus hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ein Problem belastet mich zur Zeit schwer. Gelegentliches Harnverhalten, vor alles nachts.

Urologisch alles so weit ok. Gutartige Prostatatvergrößerung soll aber nicht auf den Harnleiter drücken so die Urologen. Zur Zeit liegt für 3 Tage ein Katheder und ich bekomme Tamsulosin Basics damit die Muskulatur lockerer wird.

Mein Problem ist, dass ich schon zur Toilette muss wenn nur 30ml in der Blase sind. Das funktioniert natürlich nicht aber der Druck ist enorm und so kann ich nicht unterscheiden wie ich reagieren muss. Wer hat schon zu Hause einen Ultraschall und eine andere Möglichkeit kenne ich nicht.

Hat jemand ähnliche Probleme oder sogar eine Lösung gefunden. Da mein Leidensdruck sehr stark ist bin ich für alles Infos dankbar.

Herzliche Grüße

Antworten
3VThQeodorx5


Hallo Scleranthus

Tabulosen entspannt die Muskulatur in der Blase. Ansonsten könnte das auch psychosomatischen Problem sein .

Gruß

E<magx


Hat jemand ähnliche Probleme oder sogar eine Lösung gefunden.

Hallo Scleranthus,

Ich hatte gleichartige Probleme. Meine Blase hatte sich infoge Prostata-Vergrößerung nicht mehr ganz geleert. Dies führte zu einem schlimmen Harnwegsinfekt. Nach einer furchtbaren Nacht mit Pinkelversuchen im 20-Minutentakt unter großen Schmerzen ging ich am Morgen sofort zu meinem Männerarzt. Dort wurde ich bevorzugt untersucht. Ich bekam ein Antibiotikum und Tamsulin.

Das Problem war damit nur vordergründig gelöst. Ich konnte meine Blase zwar wieder schmerzfrei entleeren, aber das Tamsulin (ein Alpha1-Blocker) hatte starke Nebenwirkungen. Mein Blutdruck sank in den Keller, ich hatte Schwindelanfälle und meine Schnellkraft war dahin. Als Seniorensportler fühlte ich mich sofort um 10 Jahre gealtert. Ich traute mich für lange Autofahrten nicht mehr ans Steuer.

Ich entschied mich spontan zu einer Prostata-Operation. Im Internet hatte ich schon vorzeitig die verschiedenen Möglichkeiten studiert und war inzwischen Stammkunde bei einem Urologen, der dies mit 120 Watt Grünlichtlaser macht.

6 Wochen nach dem schlimmen Harnwegsinfekt wurde ich operiert. Dazu war ich 72 Stunden lang im KH. Ich verließ das KH 51 Stunden nach der OP schmerzfrei ohne Probleme. Die Entlassung war mir sogar schon 32 Stunden nach der OP angeboten worden.

Ich habe keine Inkontinenzprobleme und ich bin wieder für mein Alter sportlich fit und ich kann wieder lange Fahrten mit dem Auto machen. Ich bin froh, dass ich die Prostata-OP so hinter mich gebracht habe.

Ich wünsche dir alles Gute.

S'cl@eraLnthus


Hallo Emax,

danke für Deine Info. Leider hatte ich das Pech,dass die Störung am 2. Weihnachtsfeiertag nachts begann. Krankenhaus, Notfall, Katheter fertig.

Katheter raus 2 Tage später und nachts wieder rein und dann nochmal raus und rein. Diesmal hatte ein Urologe den Verdacht das sich die Blase nicht richtig entleert. Die Prostata sei es nicht. Vielleicht stimmt auch der Blasendruck nicht.

Habe erst heute einen Termin beim Facharzt.

Gruß

uCnko{mfplizixert


Bei einem Infekt hat man/fraz wirklich im 20 Minuten Takt Harndrang und es kommt nichts. Aber der HWI wäre ja wohl schon in der Notaufnahme aufgefallen. Das fällt einem auch selbst auf - der Urin ist trübe und stinkt faulig.

Habe erst heute einen Termin beim Facharzt.

Der sollte das Problem eigentlich schnell feststellen können, mit einer urodynamischen Messung. Macht allerdings nicht jeder. Daher es kann einige Tage dauern oder er verweist dich an einen Kollegen.

Evmax


Diesmal hatte ein Urologe den Verdacht das sich die Blase nicht richtig entleert. Die Prostata sei es nicht.

Bei mir war die Vergrößerung der Prostata die Ursache dafür, dass sich die Blase nicht mehr vollständig leerte. In dem ständig verbleibenden Resturin konnten sich dann Bakterien wunderbar vermehren und führten so zum Harnwegsinfekt.

Bei einer nach Abklingen des Harnwegsinfektes durchgeführten Cystoskopie hat mir der Urologe am Bildschirm gezeigt, dass meine Harnröhre im Bereich der Prostata aufgrund von deren Vergrößerung zusammen gedrückt war, so dass der Urindurchfluss behindert war, was zur andauernden Resturinbildung führte. Die alsbaldige Operation war daher die einzig sinnvolle Lösung.

S8c%leHranvthxus


Hallo,

der Urologe hatte eine urodynamische Messung angeraten, danach eine Blasenspiegelung .

Entweder so der Arzt funktioniert die Blasenmukulatur nicht richtig oder die Prostata macht Ärger. Nun muss ich es angehen.

Grüße

uZnkompGlizwierxt


eben Urodynamik.

Solle es bis dahin noch etwas dauern und du massive Beschwerden haben, gibt es besser Lösungen als den Dauerkatheter. Einmalkatheter z. Bsp. damit kannst du dich ohne Infektgefahr selbst kathetern. Die Blase ist dann ganz leer und sollte doch für längere Zeit halten. "Zwickte" es tatsächlich schon bei 150-200ml mag es medikamentöse Möglichkeiten geben, aber da bin ich kein Fachmann. Also mal abwarten was die Urodynamik bringt.

Ecma3x


Hallo Scleranthus,

deine Pinkelprobleme bei gutartiger Vergrößerung der Prostata werden sich dauerhaft wohl nur durch eine Operation (TURP) lösen lassen. Nur wenige Männer kommen im höheren Alter darum herum. Darauf solltest du dich schon einmal psychologisch einstellen.

Du solltest dich allerdings auch vorsorglich mit den verschiedenen Operationsmethoden befassen.

Bei der Standard-Methode wird die Harnröhre im Bereich der Prostata mit einer Drahtschlinge quasi aufgebaggert. Dabei entstehen schwere Wunden in der Prostata, die einen Krankenhausaufenthalt von ca 10 Tagen notwendig machen. Manche Patienten sind nach dieser Operation dauerhaft inkontinent. Alternativ dazu gibt es auch noch 2 Methoden die mit Laser arbeiten, bei denen die in der Prostata verursachten Kolateralschäden geringer sind. Bei der einen Laser-Merthode werden saubere Schnitte gemacht. Bei der anderen Laser-Methode wird das zu entfernende Gewebe verdampft.

Mit der zuletzt genannten Methode (120 Watt Grünlicht-Laser) habe ich mich operieren lassen. Rückblickend betrachtet habe ich die richtige Wahl getroffen. Die Behandlung war relativ kurz und ohne größere Schmerzen.

Allerdings verfügen nur wenige Krankenhäuser über die zur Laser-TURP notwendigen Geräte. Die eigentliche Operation ist daher auch teuer. Aber durch die kürzere Aufenthaltszeit im KH sind die Gesamtkosten dennoch nicht höher als bei der Standard-Methode.

Ich wünsche dir alles Gute.

S5cleRraAnthuxs


Hallo Zusanmmen,

leider weiß ich nicht mehr weiter. Die Prostata scheint es nicht zu sein. Heute Vormittag wurde eine Blasendruckmessung durchgeführt. Danach konnte ich die Blase nur wenig entleeren, also schon wieder einen Katheder. So langsam verliere ich die Hoffnung und mit den Urologen komme ich auch nicht weiter. Allerdings musste ich wegen einer anderen Erkrankung Antibiotikum und Kortison einnehmen. Beide haben die Nebenwirkungen Muskelschwäche. Ich denke mal das dies auch die Bodenbeckenmuskulatur betreffen kann.

Aber irgendwie bin ich in einer Sackgasse gelandet und für jeden Tipp dankbar.

Gruss

EqmaMx


Danach konnte ich die Blase nur wenig entleeren, also schon wieder einen Katheder.

Hallo Scleranthus,

das spricht doch eindeutig für eine Verengung der Harnröhre infolge einer Vergrößerung der Prostata. Durch eine Blasendruckmessung kann m.E. nicht festgestellt werden ob deine Harnröhre im Bereich der Prostata eingeengt ist. Das ließe sich nur durch eine Cystoskopie die auch bei mir gemacht wurde eindeutig klären.

Allerdings musste ich wegen einer anderen Erkrankung Antibiotikum und Kortison einnehmen. Beide haben die Nebenwirkungen Muskelschwäche. Ich denke mal das dies auch die Bodenbeckenmuskulatur betreffen kann.

Eine medikamentös verursachte Muskelschwäche führt im urologischen Bereich eher zur Inkontinenz als zum Harnverhalten. Mir hat mein Männerarzt seinerzeit aus akutem Anlass Alpha1-Blocker verordnet, die eine Blasenentleerung ermöglichten aber auch eine Muskelschwäche bewirkten. Wegen dieser und anderer Nebenwirkungen habe ich mich danach alsbald operieren Lassen, damit ich dieses mich schädigende Medikament wieder los wurde. Eine etwaige Schwächung deiner Beckenbodenmuskulatur durch Medikamente kann sehr wohl deine Erektionsfähigkeit beeinträchtigen aber nicht die Blasenentleerung.

Eine eindeutige Klärung könnte eine MRT-Untersuchung deiner Prostata (und damit deines gesamten Unterleibs) bringen. Dazu muss man in die Röhre und dort ungefähr 50 Minuten still liegen. Es werden dann jeweils ca. 1800 Bilder in drei Richtungen im Millimeterabstand gemacht und durch zwischenzeitlich injiziertes Koontastmittes können etwaige Tumore, die besonders stark durchblutete sind, klar erkannt werden. Ich hab das jetzt schon zweimal hinter mir. Kosten jeweils ca 1100 €

Ich wünsche dir alles Gute. Zur Beantwortung von Fragen zu Einzelheiten der Untersuchungen und der Prostataoperation bin ich gerne bereit.

SVcSlerXanxthus


Hallo Emax,

nach einer Blasendruckmessung entleerte sich die Blase nur sehr wenig. Nun geht die Untersuchung weiter. Aber alles sieht nach Progstata aus. Eine Blasenspiegelung, so der Urologe, wird genaue Auskunft geben. ( Hatte vor 2 Jahren schon mal eine ) .

Ich denke mal Dir ist ähnliches passiert. Die Laser Operation interessiert mich am meisten.

Vor allem welche Kliniken diese anwenden. Habe keine Lust noch viel länger mit einem Katheter herumzulaufen. Wenn auch nicht schmerzhaft bin doch sehr eingeschränkt.

Gruß

PkhoOenixe_Muc


Hallo Scleranthus,

darf ich fragen wie der Stand bei Dir ist? Hat man die Ursache gefunden?

Könnte es sich auch um eine Harnröhren-Striktur handeln?

Ich glaube ich habe ähnliche Probleme wie Du.

Gruß

Klaus

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