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Harnröhrenstriktur ?

tuom~hsv hat die Diskussion gestartet


Ich m 47 habe seit ein paar Monaten immer wiederkehrende Probleme mit Brennen in der Harnröhre und Druck auf der Blase und ständiger Harndrang. Da mein Harnstrahl auch abgenommen hat und ich irgendwie das Gefühl habe das der Urinabfluß etwas behindert ist, habe ich den Verdacht, dass vielleicht eine Striktur vorliegt. Blut im Urin habe ich eigentlich seit meinem 17 Lebensjahr ständig. Damals wurde ich darauf komplett untersucht und bei der Blasenspiegelung hat man festgestellt, dass ich ein kleine Wunde Stelle in der Harnröhre habe und der Arzt meinte damals das würde immer wieder mal leicht Bluten und deshalb würde ich wohl in Zukunft auch Probleme mit Blut im Urin haben. Hatte vor 8 Jahren mal ähnliche Probleme und damals wurde ein Uroflow gemacht und da waren keine Auffälligkeiten festzustellen, der Arzt konnte aber eine Striktur nicht ausschliessen und meinte ich solle es erst einmal beobachten. Heute war ich wieder beim Urologen. Niere Blase und Prostata im Ultraschall o.kl. Blut im Urin aber keine Bakterien. Beim Uroflow ergab sich ein maxFlow von 16 und ein durschnittlicher Flow von 10 bei kaum Restharn, der Arzt meinte das wären zwar keine Bestwerte aber in meinem Alter noch im vertretbaren Rahmen. Eine Striktur konnte er nicht gänzlich ausschliessen und meinte, wenn ich mir sicher sein will sollte ich mit die Harnröhre röntgen lassen, da einer der führenden Kliniken gleich bei mir um die Ecke ist (UKE Hamburg) sollte ich es dort machen lassen. Da weder die Niere noch die Blase auffällig ist und der Flow auch noch vertretbar ist, meinte er ich könnte die Sache auch noch weiter beobachten, da diese Untersuchungen ja auch nicht wirklich angenehm sind, von der Op schon gar nicht zu reden. Falls bei der Laboruntersuchung vom Urin nichts rauskommt und die Beschwerden nicht besser werden, wollte er dann nochmal einen Abstrich machen. Der Arzt war zwar sehr nett und gewissenhaft, aber machte auf mich einen sehr zerstreuten und nicht sehr kompetenten Eindruck, was sich auch dadurch wiederspiegelte das ich der einzige Patient in seiner Privatpraxis war und er noch nicht mal eine Sprechstundengehilfen hatte. Meine Frage nun an alle Leidensgenossen, ist es vertretbar das Risiko einzugehen abzuwarten oder sollte man jetzt auf den bloßen Verdacht hin, gleich ins Krankenhaus und genau Untersuchungen anstellen ?

Gruß

Thomas

Antworten
FWerneandox777


Ich würde solange kein Restharn besteht nix machen. Habe gelesendadurch wird es häufig erstmal schlechter als besser und es wird eine ziemliche Tortur das zu 'beheben'

t|omhs7v


Ist mir auch am liebsten nix zu machen. Diese Röntgenuntersuchung der Harnröhre hört sich auch sehr unangenehm und schmerzhaft an und das alles nur auf bloßen Verdacht oder um sein Gewissen zu beruhigen ?? Die einzige Gefahr besteht ja nur daran, dass es bei einer unbehandelten Striktur zu Blasen und Nierenschädigungen kommen kann, aber bei mir ist ja alles i.o. Zur Not kann man das ja auch jährlich untersuchen lassen. Leider ist Medizin da noch nicht soweit, dass man sich da auf einen dauerhaften Erfolg einstellen kann. Da ist es vielleicht besser man lässt den Dingen sein lauf.

F6ernaUnd$o777


je länger ich über das Thema auch nachdenke desto weniger Sinn macht in meinen Augen manchmal eine OP...außer man hat nen Flow von unter 5 oder so...

Es wird immer gesagt, dass bei erhöhtem Restharn das Risiko bzgl. Infekten besteht. Jetzt ist nur meine Frage, Menschen die eine top Blase haben (ich habe einen Kollegen der auf Arbeit 2-2,5 liter Tee trinkt und davon nur 2x wasserlassen geht - ich gehe 3x so oft bei geringerer Trinkmenge), die haben ja auch tagsüber im Grunde genommen einen hohen Anteil (Rest)Harn, weißt du wie ich meine ???

mich belastet die ganze Grübelei bzgl. Harnröhrenenge auch sehr, aber je mehr ich mich entspanne und nicht ständig dran denke wird es besser! Eigentlich kann es uns doch egal sein, wie schnell wir pinkeln, oder??

ich lasse zukünftig auch nur noch prüfen (denke mal jährlich) ob meine Blase immer komplett leer wird.

ich glaube wenn man etwas Abstand zu der Sache gewinnt, wird es automatisch besser! Ein Urologe hat mir mal gesagt, man soll sich nicht in die Sache reinsteigern, da sie sonst eh nicht weggeht! man sollte den Zustand einfach erstmal akzeptieren!

t@omhxsv


Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mich da die letzten Wochen auch so reingesteigert, nur im Internet gelesen und sah mich schon auf dem Op-Tisch mit aufgeschnittenen Sch.... Meine Frau meinte auch schon das ist ne Kopfsache bei mir, aber gut das brennen und ständige wasserlassen das bildet man sich ja nicht ein aber je mehr man daran denkt, desto schlimmer sieht man die Probleme. Ich bin eigentlich nicht so wehleidig und ängstlich, habe schon einiges hinter mir krankheitsmäßig, aber bei der Geschichte bin ich sehr empfindlich. Ich sehe das auch so, dann gehe ich eben öfters mal auf Toilette. Ich merke auch wenn ich abgelenkt bin, dann ist das alles auch nicht mehr groß spürbar. Natürlich kann man die Probleme auch schönreden und vor sich herschieben und es damit nur noch schlimmer machen. Ich werde jetzt auch erst einmal abwarten, vielleicht kommt da noch was mit der Urinuntersuchung raus und ich bekomme das mit Medikamente in den Griff oder es wird von alleine besser. Wenn diese Röntgenuntersuchung der Harnröhre nicht so unangenehm wäre, dann würde ich das ja noch mal machen lassen. Aber ich habe da kein Bock drauf mir ein Katheter in die Blase schieben zu lassen, damit wird das doch nur alles noch mehr gereitzt und verletzt.

FMernwando77x7


und jetzt muss ich sagen...DU sprichst mir ebenfalls aus der Seele und deine Frau wahrscheinlich auch meiner Frau :)

Für den Kopf ist das ganz schlimm! ich habe mich mal mit alternativer Medizin außeinander gesetzt und da wurde mir auch gesagt, einfach den Zustand akzeptieren, da der Körper steuerbar ist! ich will jetzt hier keinen auf Heilpraktiker oder sonst was machen, bitte nicht falsch verstehen! aber ja sie hatte ja recht, sobald ich länger abgelenkt bin gehts mir super! habe ich schlechte laune, sind meine symptome stärker! mag ja sein, das man damit Probleme vor sich herschiebt, aber eigentlich ja egal wenns uns damit gut geht!

sollte die Blase wirklich mal den Geist aufgeben, oder Flow mega schlecht werden (Harnverhalt) kann man immer noch zum Arzt gehen!

ich glaube auch nicht das man sich Symptome einbildet aber ich glaube durch unsere verstärke Selbstbeobachtung ist das ja eigentlich klar das es schlimmer wird. Wenn man immer will das was weggeht, bleibt es da!

Ich habe auch mega schiss vor Sachen an meinem Sch.... und ich glaube dadurch geht das auch nicht weg!

ich weiß es ist ganz schwer zu akzeptieren, dass man häufiger urinieren muss, geht mir ja nicht anders, aber ich glaube es ist der richtige Weg! Früher hat man sich ja keine Gedanken gemacht aufs Klo zu gehen und jetzt man achtet auf jeden Toilettengang, zumindestens ich...ich achte jedesmal auf den Harnstrahl, ich zähle mit wie oft ich gehe, welche Farbe hat mein Urin, war es eine große Menge oder kleine Menge und mittlerweile zähle ich fast die Stunden wann ich war und wann ich wieder muss, ist doch klar dass dann irgendwann die Nerven auch verrückt spielen!

F+erna"nd_o777


und ja ich habe mega Schiss vor einer Harnröhrenstriktur aber ich bin ganz ehrlich, ich glaube vor einer Blasenspiegelung / Röntgenuntersuchung habe ich genauso schiss! ich will einfach nicht das mit da jemand was reinsteckt etc. und ich habe auch schon genügend gelesen um zu wissen, dass bei solchen Untersuchungen ja auch Verletzungen enstehen können!

ich glaube wir müssen uns einfach runterfahren und mit Optimismus an die Sache gehen!

SmtraighTtFlusxh86


Also vor einer Röntgenuntersuchung braucht man keine Angst zu haben. Wenn sie mit der richtigen Methode durchgeführt wird. Dabei wird nur das Konstrastmittel direkt in die Harnröhre gespritz. Es gibt allerdings auch Ärzte die diese Untersuchung mit Katheter durchführen. Allerdings würde ich das auf gar keinen Fall machen lassen. Falls eine Striktur im vorderen Teil vorliegt kann das sehr schmerzhaft sein.

t"omhxsv


Ok danke für die Info und Respekt für alles was du diesbezüglich durchgemacht hast und wie ich gelesen habe auch mit Erfolg. Du schreibst es wird in der Regel ohne Katheter durchgeführt, also so wie bei der Betäubung der Harnröhre bei Spiegelung, kann mich noch grob erinnern da ich das vor 30 Jahren mal durchgemacht habe, nur vorne reingespritzt ? Bist du nicht auch im UKE Hamburg operiert worden, die sollten als Referenzzentrum für Strikturen doch die neusten Untesuchungsmethoden haben. Wenn es ohne Katheter geht würde ich mir das zur Not noch gefallen lassen, besser wäre natürlich das Kontrastmittel über die Vene zu bekommen.

SHtraimgh8tFlusmh8x6


Ich habe mich in Hof behandeln lassen. Aber Hamburg wird das genauso machen. Es ist so wie du es schreibst. Wie bei der Betäubung der Harnröhre wird eine Spritze angesetzt und dann das Kontrastmittel eingespritzt. Ich hatte nie schmerzen dabei (auch mit vorhandener Striktur).

Fserna6ndo7x77


@ straigtflush

Erstmal auch Danke von mir für die Infos, also spritzen lasse ich mir ja noch eher ergehen als Katheter! Ich habe mal gelesen du hattest ein ziemlich schlechten Flow (Meine was von 3 mls gelesen zu haben)

Du gehst aber mit mit meiner Meinung oder, sofern der Flow einigermaßen passt (bis 12 mls) und die Blase Sich entleert ist man doch blöd wenn man was machen lässt, oder? Wie lang hast du generell pro Toilettengang gebraucht?

@ tomhsv

Ich an deiner Stelle würde trotzdem warten, sollte die enge relevant sein, merkt man das selber glaube ich schon, und dann kannst du auch weitere Untersuchungen machen!

Azmade)uxsM


Du kannst warten, Du kannst sofort in die Klinik, es bleibt Dir überlassen. Ich würde dringend zum Letzterem raten.

Ich hatte eine Striktur vor über 15 Jahren. Das kann schnell passieren. Mal unglücklich gefallen oder beim Fussball spielen einen Ball in die Weichteile bekommen.

Ich hatte gleiche Symtome, habe sie aber blöder Weise längere Zeit ignoriert bis zu dem Zeitpunkt, dass ich eine schmerzhafte Hodenentzündung bekam. Ich hatte einen sehr fähigen Urologen, der gleich die Röntgen-Untersuchung vornehmen lies. Mein Vorteil, dass der Urologe in einem Ärztehaus saß, wo sich auch ein Radiologe befand. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Ergebnis und die Ursache der Hodenentzündung. Einen Harnröhren-Striktur. Es blieb dadurch in der Blase zu viel Restharn zurück, der Bakterien entwickelten und die Entzündung auslösten. 3-4 Wochen später wurde die Striktur operativ behoben.

Seit dem bin ich beschwerdefrei und ärgere mich heute, dass aufgrund der Vorbeschwerden nicht schon früher beim Arzt war. Es hätte sicherlich die Hodenentzündung und viele Schmerzen vermieden.

FzernaAnd2o77x7


War heur übrigens nochmal beim Urologen. Kaum restharn (Vll 20 ml) und keine verdickte blasenwand! Uroflows waren in Vergangenheit immer so zwischen 15-20. Kurve evtl ne striktur, denke das liegt an meiner kleineren Harnröhrenöffnung! Aber wie gesagt solange der Flow ok ist, Blase sich entleert und keine Verdickung lass ich da niemanden ran?

Meinst du auch straight, oder ?

Fbernaynxdo777


@ Amadeus

Du hattest aber restharn, das ist ja ein Unterschied zu uns! Wir haben ja kein/kaum restharn was aber noch tollerabel ist!

S2traigrhtFPlushL8x6


HR Strikturen können Restharn verursachen und das kann zu Entzündungen führen. Zudem kann sich die Blasenwand auch verdicken wenn man immer stark drücken muss. Wenn diesese beiden Sachen nicht vorliegen und der max flow > 15 ist würde ich nix machen. Die Operationen führen meistens zu einer langen Krankengeschichte. Klar kann man auch Glück mit der ersten Schlitzung haben. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei c.a. 50%.

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