» »

Erfahrungbericht Hydrozele (Wasserbruch) mit anschließendem OP

T[homnadrom hat die Diskussion gestartet


Ich beschreibe hiermit meine Erfahrung mit meiner Hydrozele.

Es begann mit einem langsamen anschwellen (Wassereinlagerung) des li Hodens. Nach Ultraschalluntersuchung beim Urologen wurde eine Hydrozele (Wasserbruch) festgestellt und Tumor konnte ausgeschlossen werden.

Ursache:

Unbekannt, ich hatte keine mechanische Einwirkung (Verletzungen, Druck) oder etwas schweres gehoben, auch die Leiste war in Ordnung. Ich hatte auch keine Entzündung. Vermutlich handelt sich um eine Störung im unterbauchbereich, welche die Flüssigkeitsresorbtion zwischen dem Hoden und Unterbauch regelt.

Gefahren:

Keine, vermutlich wird sich diese vergrößern, kann sich jedoch auch wieder zurückbilden, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch nicht besonders groß. Schmerzen tut sie auch nicht, nur behindern bei zunehmnder Größe. Es liegt keine Einschränkung - auch beim Sex vor.

Behandlung:

Versuch Homeopathisch, jedoch ohne erfolg. Bienengift und Propolis ist möglich. In Indien wird eine Hydrozele u.a.mit Kräutern behandelt auch oft erfolgreich, auch gibt es bestimmte Übungen aus dem Yogabereich -siehe youtube.

Nach erfolglosem Alternativbehandeln nach 1,5 Jahren entschloss ich mich zur OP.

Möglichkeiten:

Ambulant, mit Spinalnarkose oder Vollnarkose. Auch werden verschiedene Operationsmethoden gewählt. Ich wählte OP nach Bergmann.

Da muss man Vertrauen zum Urulogen haben und sich selbst informieren. Diese OP ist nicht besonders schwierig und da lässt man gerne Studenten ran. OP dauert ca. 40 min.

Ich entschied mich für eine Vollnarkose im KH Großhadern in München. Geplant war ein Tag nach der OP wieder nach Hause zu fahren.

Aufgewacht bin ich nach ca. 2 Std. und spürte keine Schmerzen (ich hatte sicherlich schmerzmittel verabreicht bekommen).

Mir wurde von Beginn an ein Suspensorium angelegt um den Hoden zu stützen. Wunde war ca. 4 cm groß und wurde mit einem selbstauflösenden Faden genäht. Ich hatte keine Drainage.

Erste nacht ohne Schmerzmittel verbracht. Die Wunde bzw. der Hoden schmerzte auch nicht. Jedoch aufstehen oder gehen war schwierig, daher hatte ich eine Uroflasche am Bett. Wichtig viel Trinken.

Problem war nicht die Wunde sondern die Rückenschmerzen durch das Liegen.

1 Tag nach OP: tagsüber strenge Bettruhe, nachts entschloss ich mich Schmerzmittel (Novalgin Tropfen) zu nehmen wegen den Rückenschmerzen. Das hat auch gut funktioniert.

2.Tag nach OP bin ich nach Hause gefahren mit dem Zug. Das war nicht besonders angenehm, da ich John Wayne mäßig und langsam gelaufen bin, aber ich hatte zuvor nochmals Novalgin Tropfen im KH genommen.

Antibiothikum abgesetzt.

3. Tag nach OP habe ich das erste mal nach der Wunde geschaut und das Suspensorium entfernt. Im KH wurde nur kontrolliert ob die Wunde nicht durchblutet sonst nicht.

Auch dann geduscht. Ich dusche nun täglich ganz normal. Auch mit dem strahl auf die Wunde.

Ich lag soviel wie möglich auf dem Rücken, um den Hoden hochzulagern und keine Druck drauf zu bekommen. Sitzen, Stehen und Laufen funktioniert jedoch kommen dann die Schmerzen.

Auf Schmerzmittel verzichte ich komplett.

Schwellung nimmt ab.

8. Tag entschloss ich mich zum Urloge zur Kontrolle zu gehen.

Der Hoden li verhärtete sich, Schwellung merklich zurückgegangen. Wunde sah gut aus aber noch nicht ganz zu. Ein wenig Sekret kommt noch raus. Ich wechsle zweimal am Tag den Mull um Infektionen vorzubeugen.

Sitzen schmerzt immer noch. Gehen geht einigermaßen. Auf dem Rücken liegend schmerzfrei.

Uruloge verordnet: Iboflam (Schmerzmittel, entzündungshemmend) und sicherheitshalber ein Antibiotikum um zu verhindern dass ich eine Infektion bekomme.

Die Verhärtung seien Blutergüsse und ich soll den Hoden 4 x am Tag kühlen. Weiter hoch lagern und unter den Hoden eine Socke stecken (dass der hoden ein wenig angehoben wird), so dass der Lympfabfluss gewährleistet sei.

Er meint, dass ich ca. 28 Tage benötige um komplett schmerzfrei zu sein.

Der Hoden ist leicht verfärbt - blaugelb.

Nun bin ich 14. Tag nach der OP. Die Wunde leckt immer noch ein wenig, jedoch sollte das bald gut sein.

Sitzen, Gehen ist schmerzfrei möglich - allerdings nehme ich noch Schmerzmittel ein, das ich aber morgen absetzen werden.

Fazit:

Sofern ordentlich operiert wurde und es keine Komplikationen gibt:

- Schmerzen sind auszuhalten

- Heilungsverlauf: Tage 1-2 nach der OP sind unangenehm. Danach gehts aber steil aufwärts und es geht einem, bis auf gelegentliches Ziehen ziemlich gut

- Schonen und Kühlen nach der OP sind ein Muss

Ich hoffe dieser Erfahrungsbericht hilft!

Antworten
Tdhoma{dxrom


So nun den weiteren Verlauf.

Nach absetzen der Schmerzmittel 15 Tag nach OP spüre ich leichtes ziehen beim Laufen, aber keine Schmerzen. Der Hoden ist weiter abgeschwollen und wird kleiner. Wunde ist geschlossen und leckt auch nicht mehr.

Wichtig ist immer noch eng anliegende Unterhosen zur Stützung zu tragen. Ich trage zwei übereinander was gut funktionniert.

Nun bin ich 25 Tag nach OP immer noch leichtes Ziehen allerdings normale Belastung ab Tag 18 nach OP. D.h. ich bin ganz normal unterwegs.

Hoden ist noch leicht verfärbt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH