» »

Gutartige Prostatavergrößerung

rKenn'raxd1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

bin 49 und habe seit geraumer Zeit Probleme mit dem Harndrang. Jetzt war ich vor ein paar Monaten beim Urologen. Festgestellt wurde eine gutartige Prostatavergrößerung durch Ultraschall vom Bauch aus und rektales abtasten.

Ist dadurch die Größe der Prostata überhaupt hinreichend genau bestimmbar oder ist dafür nicht auch ein rektaler Ultraschall notwendig?

Er hat mir jetzt ein pflanzliches Medikament mit Sägepalmextrakt verschrieben. Funktioniert soweit ganz gut, nur wenn ich nach ca 30 Tagen das Präparat wieder absetze, dann habe ich 2 - 3 Wochen später wieder die alten Probleme.

Frage: Was kann Mann noch machen? Wird er jetzt als nächstes eine Blasenspiegelung zur Inspektion der Prostata vornehmen?

Antworten
m=ikr'a


intressant, bei mir wurde dasselbe gemacht und keine Vergrößerung festgestellt, obwohl ich auch Probleme mit dem Harndrang habe.

jetzt frage ich mich auch ob die Untersuchung ausreichend war oder woher das noch kommen kann.

sind die Probleme bei dir immer gleich oder ist es mal besser mal schlechter mit dem wasserlassen...

bei mir scheint es wechselhaft zu sein.

r2ennSraTdx1


Also das Wasser läuft schon gut ab - noch nicht wie bei alten Männern.

Er hat es so erklärt: Die Prostata drückt durch die Vergrößerung von unten auf die Blase und dabei werden die Nerven, welche die volle Blase als gefüllt melden, früher gereizt und somit muß ich bei wenig Urin schon Wasser lassen. Auch nachts. Das Medikament beruhigt die Nerven, was auch wirklich funktioniert. Ich habe aber noch keine Lust die Pillen permanent zu nehmen.

Kann man da auch noch was anderes machen? Wer hat ähnliche Symptome?

Eimaxx


hallo rennrad1,

fast jeder Mann bekommt im Alter Probleme mit der Prostata. Dass du die schon im Alter U50 hast ist zwar selten aber möglich. Du solltest dich daher schon einmal darauf einrichten, dass du mittelfristig eine Aufbohrung deiner Prostata brauchst.

Dafür gibt es verschiedene Methoden, die alle durch die Harnröhre operieren.

Die klassische Methode operiert mit einer Drahtschlinge, die Gewebe aus der Prostata gewaltsam heraus baggert. Das Gewebe kann hinterher auf Krebs untersucht werden. Dazu ist ein KH-Aufenthalt von ca. 10 Tagen üblich.

Anstelle der Drahtschlinge kann der Schnitt auch mit Laser gemacht werden. Dazu habe ich keine näheren Informationen.

Meine Aufbohrung der Prostata wurde mit einem 120 Watt Grünlicht-Laser gemacht. Das überschüssige Gewebe wurde dabei verdampft. Ich hatte eine spinale Betäubung und konnte Alles verfolgen. Unmittellbar vor der Verdampfung wurden noch Gewebsproben zur Untersuchung auf Krebs entnommen. Der Arzt drehte auch mehrmals den Bildschirm zu mir, so dass ich in meine Prostata schauen konnte. Die eigentliche OP dauerte ca 30 Min. Für die gesamte OP war ich insgesamt 72 Stunden im KH. Man hatte mir die Entlassung schon 32 Stunden nach der OP angeboten, aber ich blieb noch eine Nacht, weil ich nicht wusste, ob ich jetzt sofort wieder normal pinkeln kann.

Ich wünsche dir alles Gute

mzikrxa


emax, warum wurde bei dir "aufgebohrt", welche Beschwerden hattest du?

kann es also sein, dass sich die Prostata sozusagen nach innen vergrößert, die Harnröhre abdrückt und dies durch tasten oder Ultraschall gar nicht bemerkt wird?

das könnte nämlich bei mir der fall sein... ein Urologe stellte bei der letzten Untersuchung nichts auffälliges fest und meine Probleme sind auch nur temporär...

Wrildka5texr


Hallo rennrad1 ,

Alternativ gebe es noch eine Prostata Operation, wenn die Prostata zu groß wird drückt sie auf den Schließmuskel des Afters.

Nur das Sperma wird in die Blase geleitet, Kinder kann man dann nicht mehr zeugen, na ja das ganze macht auch Etwas weniger Spaß.

MfG *:) :)* :)^ :)^

mTikr3a


ich dachte wenn die Prostata größer wird drückt sie auf die Harnröhre...

WyidldXkaxter


Das sicherlich auch, mag bei jeden auch anders sein.

MfG *:) :)*

E>mxax


Hallo mikra,

emax, warum wurde bei dir "aufgebohrt", welche Beschwerden hattest du?

infolge der altersbedingt vergrößerten Prostata war bei mir die Harnröhre innerhalb der Prostata verengt. Ich hatte dadurch Probleme beim Wasserlassen und es blieb immer ein Resturin in der Blase. Dies führte dann eines Tages zu einem schweren Harnwegsinfekt, der mit einem Antibiotikum geheilt wurde. Danach wurde mir Tamsulin verschrieben, um die Blasenentleerung zu erleichtern. Dieses Medikament (ein Alpha1-Blocker) hatte bei mir aber schwere Nebenwirkungen. So entschloss ich mich zur Operation der Prostata. Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich mich dazu durchgerungen und die Sache nun hinter mir habe.

kann es also sein, dass sich die Prostata sozusagen nach innen vergrößert, die Harnröhre abdrückt und dies durch tasten oder Ultraschall gar nicht bemerkt wird?

Durch Tasten und durch Ultraschall kann die Vergrößerung der Prostata festgestellt werden. Die Verengung der Harnröhre ist dann eine logische Folge. Zur näheren Untersuchung der Harnröhre hat der Urologe bei mir noch eine Cystoskopie gemacht, bei der ich am Bildschirm selbst mit ansehen konnte, dass meine Harnröhre im Bereich der Prostata platt gedrückt war.

Mit freundlichen Grüßen

mdikra


danke dir!

genauso stell ich mir das bei mir auch vor, dass die Harnröhre innerhalb der Prostata verengt wird.

komisch nur dass eine Vergrößerung bisher nicht feststellbar ist.

war denn diese cystoskopie schmerzhalt und unangenehm?

hab mal in jüngeren jahren mit einem dilator "rumgespielt". bis zum penisende ging der sehr leicht rein, aber danach gings nicht mehr weiter und hätte weh getan...

davor hätte ich irgendwie angst bei einer Untersuchung

hast du denn vor der op einen unterschied im harnfluß bemerkt nach einer Ejakulation?

r}en,nraxd1


@ Emax,

klingt alles logisch.

Bei dir scheint die Op mit dem Laser gut verlaufen zu sein. Hast du jetzt noch Probleme beim Wasser lassen? Sex, Erektion, Orgasmus, wie fühlt sich das jetzt an?

Ich werde mich beim nächsten Termin im November wohl auf eine Blasenspiegelung einstellen können. :(v

Ejmaxx


Hallo mikra,

war denn diese cystoskopie schmerzhaft und unangenehm?

Die Cystoskopie war für mich nicht schmerzhaft. Maßgebend war dafür:

Es wurde ein flexibles Cystoskop verwendet.

Es wurde vorher ein Gleit- und Betäubungsgel in die Harnröhre eingefüllt.

Das Cystoskop wurde erst eingeführt, als das Gel seine Wirkung entfaltet hatte und die bei der Vorbereitung aufgetretene Erektion wieder abgeklungen war.

Manche Arztpraxen sparen sich die Kosten des Gels. In Krankenhäusern fehlt oft die Zeit, dessen Wirkung und das Abklingen der kaum vermeidbaren Erektion abzuwarten. Dann kann das sehr weh tun.

Sicher gibt es angenehmere Sachen als eine Cystoskopie. Ich habe aber inzwischen gelernt und bin nun in der Lage, beim Gang zum Urologen oder ins Krankenhaus alle Schamgefühle zu Hause zu lassen.

Fall du an Details der Untersuchung interessiert bist, kann ich dir diese noch per PN zusenden. Ich hatte sie hier auch schon einmal im Forum beschrieben. Sie wurden aber größtenteils von der Administration gelöscht, weil meine Beschreibung angeblich zu sehr sexualisiert war.

Mit freundlichen Grüßen

Exmax


Hallo rennnrad1,

Bei dir scheint die Op mit dem Laser gut verlaufen zu sein. Hast du jetzt noch Probleme beim Wasser lassen? Sex, Erektion, Orgasmus, wie fühlt sich das jetzt an?

Ich habe jetzt keinerlei Probleme mit Wasserlassen, Erektion und Orgasmus. Nur der Samenerguss erfolgt bei mir seit der Operation in die Blase. Der Schuss geht gewissermaßen nach hinten los. Das hatte mir der Urologe vor der Operation schon angekündigt. Mich stört das nicht. Ich will ohnehin keine Kinder mehr zeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH