» »

Schmerzen im linken Hoden, teils auch Leiste und Bein

bllackNheaxd hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich bin 18 Jahre alt und männlich (falls letzteres bis jetzt noch nicht klar ist).

Vor etwa 4 Wochen hatte ich einmal ungeschützten GV mit meiner Freundin. Kurz darauf (2-3 Tage später) hatte ich rote, winzige, alleinstehende Punkte auf der Eichel entdeckt.

Damit bin ich dann zum Hautarzt.

Dort wurde ein Abstrich gemacht - erste Vermutung: Pilzinfektion.

Eine Salbe verschrieben bekommen, die sollte ich doch 2 Wochen verwenden und mich dann erneut melden.

Hatte sowohl antifungale als auch antibakterielle Bestandteile.

Gesagt - getan. Zwischenzeitlich noch leichtes Brennen beim Wasserlassen bekommen. Das jedoch tritt nicht durchgehend auf. Am ehesten beim Wasserlassen direkt nach dem Aufstehen und zwischenzeitlich hin und wieder ohne erkennbares Muster.

Dieses dann dem Hautarzt (mit Spezialisierung auf Geschlechtskrankheiten) mitgeteilt - er jedoch ratlos.

Der hat mich dann zum Hausarzt geschickt. Der Hausarzt zunächst ratlos, hält eine Untersuchung des Urins für nicht notwendig. Verschreibt mit Verdacht auf Chlamydien 3 Pillen Azithromycin bekommen.

Soweit alle auch eingenommen, täglich eine. Die Pillen sollten ein Depot aufbauen und über 10 Tage Antibiotika freisetzen.

Auch damit keine Abhilfe bekommen.

Anschließend Überweisung vom Hausarzt zu einem Urologen. Termin leider erst nach 1 Woche möglich.

Beim Urologen vorstellig geworden, zwischenzeitlich Schmerzen im linken Hoden dazu bekommen. Hin und wieder auch im rechten. Die Schmerzen sind nicht kontinuierlich da, treten eher kurz auf und verschwinden dann genau so schnell wieder. Beim Sitzen nahezu unmöglich die Beine zusammenzustellen - der Druck auf den Hoden schmerzt.

Der Urologe hat dann eine Schwellung des linken Hodens festgestellt, nach etwas Tasten und einer kurzen Ultraschalluntersuchung auch eine Entzündung festgestellt.

Wollte zunächst Azithromycin verschreiben - hatte ich ja schon eingenommen. Daher 10 Tage lang morgens und abends jeweils eine Doxycyclin.

Bei der Einnahme von Doxycyclin zwischenzeitlich hinzugekommen:

Schmerzen im linken Oberschenkel, fast als wäre ein Nerv eingeklemmt oder sowas.

Äußert sich insbesondere beim Autofahren bzw. längerem Sitzen (Uni, Bürojob).

Damit nochmal zu einer anderen Hausärztin gegangen - die hat den Urin auch untersuchen wollen.

Gesagt - getan: Aussage der Doktorin: " Urin ist ok".

Jetzt sitze ich hier etwas ratlos.

Die Schmerzen haben sich gebessert, treten nach der Doxycyclinkur auch seltener auf.

Bei längerem Sitzen sind nachwievor die Schmerzen gefühlt in der Leiste auf der linken Seite vorhanden.

Zwischenzeitlich traten auch Schmerzen im Blasenbereich auf.

Besonders nach der Ejakulation fühlt sich der linke Hoden etwas "dumpf" an - die Rötung und Schwellung scheinen dann ebenfalls zurückzukommen, verschwinden aber nach einigen Stunden wieder.

Einen Termin zum Urologen bekomme ich wegen der Auslastung der beiden urologischen Praxen bei uns frühestens in 2 Wochen. Die Hausärztin ist kommende Woche im Urlaub.

Meine Fragen an Mitleidende und / oder Ärzte:

Kann es sein, dass trotz der Antibiotikatherapie weiterhin eine Entzündung besteht?

Kann eine solche Nebenhodenentzündung trotz bekämpften Erregerstamm weiterhin bestehen?

Wie lange dauert es wohl, bis das ganze vollständig schmerzfrei ist?

Ich bin etwas ratlos und am Rande der Verzweiflung, da keiner was zu finden scheint.

Vielen lieben Dank vorab!

Antworten
1kvon50^00 RRobexrt


Nicht ganz einfach zu beantworten. Entzündlich bedingte Schmerzen verhalten sich ja nicht, wie ein Lichtschalter, an aus.

Eine Entzündung kann ja nachwirken. Die Nebenhoden sind ja bei einer Ejakulation in 2erlei Weise beteiligt. Zum einen lagern die in den Hoden erzeugten Spermien quasi auf Abruf in den Nebenhoden. Ausserdem gehen die Nebenhoden direkt in die Samenstränge über und die ziehen sich bei kühlen Temperaturen und bei sexueller Erregung spürbar zusammen. "Mechanisch" steckt die Idee dahinter, den Weg der Spermien in Richtung Samenbläschen und Prostata zu verkürzen und so deren Ausstoß zu beschleunigen. Das bewirkt am Ende, dass möglichst viele Spermien in der Prostata aktiviert werden (Prostatsekret) und dann im Ejakulat in die Vagina gelangen. Je mehr funktionsfähige Spermien dort ankommen, um so wahrscheinlicher wird eine Eizelle befruchtet und eine Schwangerschaft stellt sich ein. So hat es die Natur zumindest vorgesehen. Was wir Menschen daraus machen, ist ja oft etwas anderes.

Während dieser Aktionen werden die Nebenhoden gereizt und das kann nach einer Entzündung eben noch zu leichten bis mittleren Schmerzen führen. Eine Möglichkeit, eine eventuell noch vorhandene Entzündung zu erkennen, könnte eine Temperaturmessung an beiden Hoden sein. Sind die auffällig verschieden warm, spricht das für eine Entzündung.

Eine Kultur Urin- / Spermaprobe kann zur Bestimmung des notwendigen Antibiotikums herangezogen werden. Das aber ist Arztsache.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH