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Harnröhrenplastik im penilen (distal) Bereich

J}imm?y7O7 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

im August 2015 wurde bei mir aufgrund einer sehr kurzen Enge am Penisausgang/Eichel, eine Meatotomie mit Meatusplastik vorgenommen. Mit der Zeit bzw. vor einigen Monaten stellte ich eine erneute Verengung fest und habe bei meiner Urologin vorgesprochen, die mich erneut in das Klinikum Darmstadt eingewiesen hat.

Es wurde eine Urethroskopie und Uroflow vorgenommen, die eine erneute Verengung im vorderen distal penilen Bereich gezeigt hat.

Im Vorfeld wollte man eine Striktur vornehmen, was allerdings relativ schnell wieder abgesagt wurde. Es wurde zur Mundschleimhautplastik geraten, was ja auch lt. Fachkreisen die richtige Vorgehensweise sein soll.

Am 18.04.2017 erfolgte die OP, mit einem 4 tägigen Krankenhausaufenthalt. Im Anschluß wurde ich zur ambulanten Behandlung nach Hause geschickt, mit eine Harnröhrenkatheter der 3 Wochen zwecks Schienung gelegen hat. Dieser wurde am 09.05.2017 wieder entfernt. Letzte Woche am 19.05.2017 (1 1/2 Wochen nach Entfernung des Katheters), ca. 1 1/2 Wochen nach dem der Katheter gezogen wurde, bin ich nach vorheriger telef. Rücksprache nach Darmstadt zum operierenden Arzt ins Klinikum gefahren. Er sagte auch das die Mundschleimhaut im Ausgangsbereich an der Öffnung sehr verschrumpelt bzw. geschwollen sei. Anfänglich wollte er einen Katheter für eine weitere Woche legen, wovon ich allerdings nicht allzu begeistert war. Danach kalibrierte er die Öffnung und konnte fast 7 bis 8 cm rein. Lediglich im Eingangsbereich an der die Schwellung sich befindet, ist es eng und noch wund. Er sagte zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre alles in Ordnung und ich soll mich nicht verrückt machen.

Er verschrieb mir Cefuroxin und es wurde eine Urinkultur angelegt. Befundergebnis habe ich gestern bekommen und es ist alles ok, keine Infektion.

Heute also fas 6 Wochen nach der OP ist die Ausgangsstelle am Penis zum Teil noch geschwollen.

Am 14.06.2017 habe ich erneut einen Termin beim operierenden Arzt, der demnächst allerdings zu einer Oberarztstelle nach Trier wechselt.

Der operierende Arzt sagte am 19.05.2017, falls die Öffnung sich normalisiert und ich mit dem optischen Ergebnis leben kann, alles so belassen werden soll. Falls es allerdings sich verschlechtert, müsse man sich die Gesamtsituation anschauen (optische plastische Korrektur der Eichelbäckchen, evtl. zweizeitige Plastik, Korrektur der Penisverkrümmung) und weitere Schritte besprechen.

Nun zu meinen Fragen bzw. meinem Anliegen.

Habe leider im vorderen penilen Bereich eine Verkrümmung nach der Harnröhrenrekonstruktion. Dies stellt sich bei einer anfänglichen Erektion klar dar. Wird dies mich künftig an sexuellen Aktivitäten hindern?

Der Arzt hat versucht eine Brücke im unteren Eichelbereich zu machen, um eine Eichelspaltung zu erreichen, was sich gelöst und nicht gehalten hat. Nun sieht es so aus als ob es wie bei einer Hypospadie ist, was anfänglich auch besprochen wurde. Allerdings sieht es an den "Bäckchen" aufgrund der ungelungenen Brücke unschön aus und es ist sehr angeschwollen. Der Harnröhrenausgang ist momentan nach 5 1/2 Wochen der OP max. 3 bis 4 mm im Radius offen. Schwellung ist immer noch vorhanden. Wird das noch besser bzw. wie lange kann es noch dauern bis es sich normalisiert?

Ich habe mehrere Jahre Judo trainiert, werde ich je wieder den Sport ausüben können und falls ja ab wann?

Da es sich um eine einzeitigen Eingriff mit nicht so optimalem Ergebnis handelt, bin ich momentan am verzweifeln.

Zwischenzeitlich habe ich auch hier gelesen das es zwei Kliniken deutschlandweit gibt, die in dieser Materie die absoluten Profis wären. UKE in Hamburg und das SANA Klinikum in Hof.

Habe nun (nach einem vorangegangenen Telefonat mit Herrn Dr. Keller) mit dem SANA Klinikum in Hof einen Termin ausgemacht. Da die OP noch recht frich ist und erst ca. 4 Monate nach OP wieder was gemacht werden kann, ist der Termin am 17.08.2017.

Gerne würde ich Ihre Meinung anhören und Sie um Ihren Rat bitten.

Bin Kassenpatient und hoffe das auch die Oberärzte die gesetzlich versicherte in Hof operieren, mir unter Anordnung von Herrn Dr. Keller weiterhelfen können.

Entfernung nach Hof sind 360 km. Frage an die die in Hof operiert wurden. Falls nach dem Gespräch eine erneute MSH Plastik gemacht werden soll, wie ist der chronologische Ablauf und die Unterkunft, da ich einen weiten Anfahrtsweg habe.

Vielen Dank schon einmal im Voraus.

Antworten
SVtra^ight3FlXusxh86


Hey ich komme aus deiner Nähe und hatte auch eine penile Enge. War bereits zwei Mal in Hof und kann dir jede Frage beantworten. Schreib mir einfach nen PN.

Jeimmyx77


Hab dir eben eine PN geschickt.

J~i2mmy7x7


Erst einmal einen Riesendank an StraightFlush86. Werde am 17.08.17 nach Hof zu Dr. Keller fahren und ab da weiter berichten. Am 14.06.17 habe ich allerdings bei dem operierenden Arzt in Darmstadt noch einen Kontrolltermin. Bin mal gespannt auf was er mir erzählen wird, machen lasse ich bei dem aber nix mehr.

JWimmyx77


Kurzer Zwischenbericht, Uroflow ist momentan bei übre 30ml und im grünen Bereich. Termin in Hof bis auf weiteres abgesagt.

J~immcy7x7


Bin aktuell in der 7. Woche nach OP und es wird von Tag zu Tag besser. Das mit der Krümmung ist etwas besser, aber nach wie vor vorhanden.

Glücklicherweise ist der Flow (gefühlt) sehr gut und nachts muss ich nicht mehr aufstehen. Allerdings ist der Heilungsverlauf im äußeren Bereich sehr schleppend.

Nächste Woche am 14.06.17 wird wahrscheinlich bei der OP Nachkontrolle ein Uroflow gemacht. Am 28.06.17 habe ich in Frankfurt einen Termin bei einem anderen Urologen mit sehr guten Bewertungen, zwecks Zweitmeinung (thx an StraightFlush86).

Wenn alles so bleib wie es ist, bin ich zwar nicht zu 100% aber immerhin zu 90 % zufrieden.

Werde natürlich weiter berichten...

Jiimmyx77


So liebe Community, @Straightflush habe ich das Bild schon geschickt.

Heute bei der Kontrolle gewesen, bis auf die Tatsach das der Ausgang optisch hätte schöner sein können, ist es mit der Verkrümmung mittlerweile etwas besser und der Uroflow heute nach 2 Monaten sieht wie folgt aus. Vorab muss ich dazu sagen das ich heute morgen 2 Liter Wasser und 3 Tassen Kaffee getrunken habe und vor dem Uroflow mich extrem zurückhalten musste (20 km Autofahrt + der Weg von dem Parkhaus bis zur Urologie Abteilung im Krankenhaus Darmstadt):

Miktionszeit: T100 = 32 s

Flowzeit: TQ 29 s

Anstiegszeit: TQmax 7 s

Max. Flow: Qmax 50.3 ml/s

Mittl. Flow: Qmit 30,6 ml/s

Volumen: V 882 ml

Blase leer.

und hier noch zum Vergleich vor der MSH (Achtung es gab ca. 2 Wochen eine Bougierung bzw. Dehnung beim Urologen):

Miktionszeit: T100 = 39 s

Flowzeit: TQ 21 s

Anstiegszeit: TQmax 9 s

Max. Flow: Qmax 24,4 ml/s

Mittl. Flow: Qmit 16,7 ml/s

Volumen: V 359 ml

Diesmal wurde ich vom Leitenden Oberazt kontrolliert und er ist mit der allgemeinen Situation sehr zufrieden. Harnrstrahl schiesst zwar etwas schräg, die Öffnung ist aber groß genug und mit einem kleinen Katheter (vorher Kochsalzlösung oder Gleitgel) ist der OA kurz reingegangen, kein Wiederstand.

Habe Ihn auf das UKE angesprochen und er sagte mir das in Darmstadt nach der gelichen Methode operiert wurde und Frau Dr. Fisch ursprünglich ([[http://www.medizin-fuer-menschen.net/visite/kinderurologie-prof-dr-margit-fisch/)]], genaus wie der Chefarzt der Urologie in Darmstadt Dr. Gillitzer, beide in Mainz studiert haben. Auch der Arzt der mich operiert hat, ist in die gleiche Schule bzw. Uni gegangen und hat nach der gleichen Methode operiert.

Nichtsdestotrotz werde ich am 28.06.2017 meinen Urologen Termin in Frankfurt wahrnehmen und mir dort ebenso die Meinung einholen.

Liebe Mitbetroffene, ich habe selber mittlerweile viel Fachliteratur gelesen und auch im Internet recherchiert. Auch ich stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite, falls Ihr fragen habt und bericht hier gerne von meinem Fall, damit andere sich die eine oder andere Information holen können.

Fakt ist, nicht verrückt machen lassen (einfacher gesagt als getan) und versuchen sich abzulenken. So lange der Flow vorhanden ist, die Blase entleer wird, ist in erster Linie alles gut.

Danke an alle die hier in dem gesamten MED1 Forum mitwirken.

Euer Jimmy

d^elta{022


Hallo,

Hatte als Betroffener in diesem Forum bereits öfter nach Berichten betreffend die OP "Harnröhrenplastik mit Mundschleimhaut" gesucht. Erfahrungen jener, die sich bereits einer diesbezüglichen OP unterzogen hatten, waren jedoch rar.

Das frustrierte mich, war ich doch an themenrelevanten Darstellungen aus erster Hand interessiert. Sehe ich mich deshalb veranlasst, hier meine Erfahrungen zu publizieren.

Wurde am 3. März 2017 (somit vor etwas weniger als 4 Monaten) von Hrn. Oberarzt Dr. Mock in Wien, SMZ-Ost, operiert. Die OP dauerte 3 Std. 40 min. Ängste, wonach anschließend Komplikationen (Schmerzen, beeinträchtigte Gesichtsmimik, Taubheitsgefühl, etc.) auftreten könnten, bewahrheiteten sich gottlob nicht. Hatte nach der OP nie Probleme, so konnte ich bereits am nächsten Tag essen und benötigte keine künstliche Ernährung. Die Harnröhrenrekonstruktion erfolgte auf einer Länge von 11 cm (im vorderen Bereich) mit Mundschleimhaut.

Diese Haut wurde mir aus einer Wangeninnenseite und teilweise auch unter der Zunge entnommen.

Das Urinieren funktioniert jetzt normal wie vor vielen Jahrzehnten. Die Lebensqualität hat sich dadurch exponentiell gebessert. Man fühlt sich wie neugeboren!! Die permanent infektanfällige Tröpfchen-Version des Urinierens gehört somit der Vergangenheit an! Auch die oftmalige Behandlung mit Antibiotika!

Deshalb bin ich Hrn. Dr. Mock sehr, sehr dankbar!!

Mit 73 wollte ich mir noch keinen Bauchdeckenkatheter antun. Obwohl man (mit gewissen Abstrichen) damit auch ganz gut zurechtkommen kann.

Resümee: Kann Leidragenden nur empfehlen, frühzeitig einen international renommierten, sehr guten Spezialisten (z.B. Hrn. Oberarzt Dr. Mock; ist zwar Wahl-Arzt, die OP wird jedoch von der Sozialversicherung bezahlt) zu konsultieren. Wahllos sollte man aufgrund der außerordentlichen Komplexität dieser OP (= sehr anspruchsvolles Kunstwerk) kein x-beliebiges Spital aufsuchen.

Sollte eine OP angezeigt sein, so ist allerdings eine Wartefrist von mehreren Monaten einzukalkulieren.

d~elt=a02x2


Korrektur zu meinem Beitrag von heute, den 30.6.2017

Die OP (Harnrörenplastik mit Mundschleimhaut) fand nicht am 3.3.2017, sondern am 10.3.2017 statt.

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