» »

Erfahrungen mit Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut

dOelta062x2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Hatte als Betroffener in diesem Forum bereits öfter nach Berichten betreffend die OP "Harnröhrenplastik mit Mundschleimhaut" gesucht. Erfahrungen jener, die sich bereits einer diesbezüglichen OP unterzogen hatten, waren jedoch rar.

Das frustrierte mich, war ich doch an themenrelevanten Darstellungen aus erster Hand interessiert. Sehe mich deshalb veranlasst, hier meine Erfahrungen zu publizieren.

Wurde am 10. März 2017 (somit vor etwas weniger als 4 Monaten) von Hrn. Oberarzt Dr. Mock in Wien, SMZ-Ost, operiert. Die OP dauerte 3 Std. 40 min. Ängste, wonach anschließend Komplikationen (Schmerzen, beeinträchtigte Gesichtsmimik, Taubheitsgefühl, etc.) auftreten könnten, bewahrheiteten sich gottlob nicht. Hatte nach der OP nie Probleme, so konnte ich bereits am nächsten Tag essen und benötigte keine künstliche Ernährung. Die Harnröhrenrekonstruktion erfolgte auf einer Länge von 11 cm (im vorderen Bereich) mit Mundschleimhaut.

Diese Haut wurde mir aus einer Wangeninnenseite und teilweise auch unter der Zunge entnommen.

Das Urinieren funktioniert jetzt normal wie vor vielen Jahrzehnten. Die Lebensqualität hat sich dadurch exponentiell gebessert. Man fühlt sich wie neugeboren!! Die permanent infektanfällige Tröpfchen-Version des Urinierens gehört somit der Vergangenheit an! Auch die oftmalige Behandlung mit Antibiotika!

Deshalb bin ich Hrn. Dr. Mock sehr, sehr dankbar!!

Mit 73 wollte ich mir noch keinen Bauchdeckenkatheter antun. Obwohl man (mit gewissen Abstrichen) damit auch ganz gut zurechtkommen kann.

Resümee: Kann Leidragenden nur empfehlen, frühzeitig einen international renommierten, sehr guten Spezialisten (z.B. Hrn. Oberarzt Dr. Mock; ist zwar Wahl-Arzt, die OP wird jedoch von der Sozialversicherung bezahlt) zu konsultieren. Wahllos sollte man aufgrund der außerordentlichen Komplexität dieser OP (= sehr anspruchsvolles Kunstwerk) kein x-beliebiges Spital aufsuchen.

Sollte eine OP angezeigt sein, so ist allerdings eine Wartefrist von mehreren Monaten einzukalkulieren.

Antworten
Vrocke


Hallo...ich sag mal du. Mir besteht auch eine Rekonstruktion aufgrund eines Karzinoms bevor .

In erster Linie meine Familie und zweitens mir , haben wir große Ängste, aus verschiedenen Gründen. Ich würde mich sehr freuen wenn sie telefonisch kontakt mit mir aufnehmen. Der Platz hier im Forum würde nicht reichen um alles zu erklären. Ich, wir sind ,wären ihnen sehr dankbar.

[Telefonnummer entfernt]


Danke, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst, delta022. Ich freue mich sehr, dass alles gut und zu deiner Zufriedenheit ausgegangen ist.

@ Vocke:

Hätte es das Forum und delta022, der seine Problematik und seine Erfahrungen hier öffentlich gemacht hat, nicht gegeben, dann hättest du keinen direkten Ansprechpartner bzw. diesen User, der dir offenbar Hoffnung gibt, nicht gefunden. Ich bitte daher sehr darum, diesen Erfahrungsaustausch nicht in die private Kommunikation zu verlegen, sondern möglichst hier im Forum zu führen. Damit auch andere Betroffene teilhaben können, auch wenn sie vielleicht nur still mitlesen - Tipps, Gedanken und Infos können so auch mitgenommen werden und vielleicht ergänzt ja noch jemand den Erfahrungsbericht delta022s mit dem eigenen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH