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Prostatabiopsie Blut im Urin

m]ichaba7kunidn hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen

Nach einer Prostatabiopsie am 28.7.17 hatte ich bis zum 2.8.17 (5 Tage) weder Blut im Urin noch im Stuhl. Heute (3.8.17) habe ich zum ersten Mal Blut im Urin. Es handelt sich um frisches Blut, das vor dem eigentlichen Urin tropfenweise austritt; der danach austretende Urin hat eine normale Färbung. Dies tritt nicht immer, sondern nur bei jedem 2.-3. Wasserlassen auf.

Vielen Dank für eine Antwort.micha

Antworten
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Ruf beim Arzt an

E"maxx


Weshalb wurde die Biopsie gemacht und wie war der Befund? 5 Tage nach der Biopsie kann das kaum noch eine Nachblutung der Gewebeentnahme sein.

miicSh{abakAunin


Vielen Dank für die Antworten,

Bioposie wurde wegen Verdacht auf Prostatakarzinom gemacht. Vorangegangen war eine PSA-Bestimmung (9,75) sowie eine MRT-Untersuchung, bei der ein verdächtiger Bereich gefunden wurde.

Den endgültigen Befund habe ich noch nicht, bei der Ergebnisbesprechung der Biopsie teilte man mir allerdings mit, dass im verdächtigen Bereich und nur dort Krebszellen festgestellt wurden.

Ich werde jetzt sofort nochmal in der Klinik anrufen.

Nochmals vielen Dank.

ETmaxx


Hallo michabakunin,

ich habe dir vor wenigen Tagen eine PN geschrieben. Ich weiß nicht ob sie bei dir angekommen ist.

Zur Sicherheit gebe ich sie hier nun in etwas verkürzter Weise noch einmal ins Forum.

Deine Ergebnisse

- PSA bei 9,75,

- Krebsverdacht bei der MRT-Untersuchung,

- Krebszellen bei der Biopsie,

sprechen ja leider sehr für Prostatakrebs.

Für den Fall, dass mir diese Diagnose demnächst auch gestellt wird, habe ich mich schon einmal schlau gemacht, was dann geschehen kann.

Üblicherweise empfehlen die Ärzte die Totalentfernung der Prostata. Das ist die Standard-Methode. Sie hat allerdings den Nachteil, dass viele Patienten danach inkontinent sind und für den Rest ihres Lebens Windeln tragen müssen. Insbesondere wäre das bei mir der Fall, weil mein Blasenschließmuskel seit meiner Prostata-Operation nicht mehr dicht ist und ich den Urin nur noch mit meinem Prostata-Schließmuskel halten kann.

Ich habe mich daher im Internet nach alternativen Behandlungsmethoden für Prostatakrebs umgesehen und folgende Möglichkeiten gefunden:

- Hyperthermie

- hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU)

- Elektroporation (IRE)

- Bestrahlung

- Chemotherapie

- Hormonbehandlung

- Abwarten

Für die Hyperthermie-Behandlung der Prostata werben in Deutschland drei Krankenhäuser, in Wilhelmshaven, in Bielefeld und in Bad-Aibling. Außerdem machen das auch einige niedergelassene Ärzte, z. B. Dr. Siebenhüner in Frankfurt.

Die HIFU-Methode ist wohl nur bei bestimmter Lage des Prostatakarzinoms anwendbar.

Die Elektroporation wird vom Prostata-Center in Offenbach (inzwischen vielleicht auch von Anderen) angeboten. Sie erfolgt unter Vollnarkose und erfordert daher eine anschließende betreute Übernachtung. Ich weiß nicht, ob diese erst wenige Jahre alte Behandlungsmethode von Krankenkassen inzwischen bezahlt wird. Die Kosten, 10 bis 15 TEURO, sind jedenfalls niedriger als die Kosten der klassischen Methode.

Eine Bestrahlung kann von außen erfolgen oder durch Einbringen radioaktiver Kobaltteile in die Prostata.

Chemotherapie und Hormonbehandlungen sind mit schweren Nebenwirkungen verbunden und bremsen nur die Weiterentwicklung des Krebses.

Abwarten ist insbesondere für sehr alte Patienten erwägenswert, weil die Möglichkeit besteht, dass der Tod durch andere Ursachen als den Krebs eintritt.

Ich habe mich schon entschieden. Wenn mein PSA-Wert (derzeit 8,36) über 10 geht oder durch MRT-Untersuchung (mache ich alle 2 Jahre) Postatakrebs diagnostiziert wird, frage ich bei Dr. Siebenhüner zwecks Hyperthermie nach. Alternativ käme auch die Elektroporation für mich in Frage. Auch wenn ich die Kosten alleine tragen müsste, wäre dies dennoch wirtschaftlich sinnvoll, wenn mein Leben dadurch um 1 Jahr verlängert würde.

Ich hoffe, meine Ausführungen sind für dich irgenwie von Nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Emax

PUros-ta45


Kann mich dem nur anschliesen.Die totale Entfernung birgt Risiken , und dass danach nicht immer alles gut ist liest man leider zu oft!

P]roMsta4x5


Und Du bist 73 jahre....da kann man auch einfach abwarten wie schnell die PSA verdopplungszeit ist ....hört sich erst mal krass an aber informiere Dich :-)

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