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Schmerzen beim Urinieren/Ejakulieren + rote Augen

c8itiz'encopxe hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe extreme Schmerzen beim Urinieren/Ejakulieren - letzteres lässt sich ja zum Glück vermeiden.

Die Schmerzen bestehen seit 8 Tagen und sind leicht besser geworden, hinzu kommen Begleitsymptome wie gerötete Augen, als wenn ich geweint hätte/high wäre.

Ich war beim Urologen und die haben einen Urintest gemacht sowie einen Harnröhrenabstrich - mein Verdacht war laut google auf Chlamydien (durch die Augeninfektion lag as nahe). Schon beim Abstrich nehmen meinte der Doc dass es NICHT nach Chlamydien aussieht, absolut untypisch.

Das Ergebnis : NEGATIV (keine Geschlechtskrankheit)

Mir wurde präventiv das starke Antibiotikum Levofloxacin 500mg verschrieben, welches ich selbstverständlich nicht genommen habe (ohne Diagnose).

Symptome :

-Brennen urinieren/ejakulieren

-ständiger Harndrang

-leichte Schmerzen im Unterbauch (sehr leicht, könnte psychosomatisch sein)

-gerötete Augen

-Augen tränen leicht und sind morgens beim Aufwachen verklebt

Krankenhaus hat mich weggeschickt, die wollten kein Blutbild machen - ich solle doch zum Hausarzt gehen, der aber auch kein Blutbild machen möchte. Aussage ihr letztes Blutbild war erst vor 8 Monaten und da war alles "Okay".

Habe ich irgendein Anrecht auf ein GROßES Blutbild, bei dem alles gecheckt wird -> evtl im KH ?

Die Frau an der Theke beim Urologen hat mir dazu geraten einfach Antibiotika zu nehmen, die helfen gegen "alles" -> Ich kann doch nicht einfach Antibiotika nehmen ohne dass irgendjemand weiß was ich genau habe, wo bin ich denn hier gelandet ?

Wären die "roten" Augen nicht da, würde ich das ganze Thema aussitzen - aber das macht mir schon Sorgen.

LG

Antworten
K-rumeynW_x1


Hallo,

hört sich ein bisschen nach dem Reiter-Syndrom an. Hast du auch Gelenkbeschwerden gehabt? Die müssen zwar nicht zwingend vorkommen, wären aber ein weiterer typischer Befund. Falls es ein Reiter-Syndrom ist, ist dieses harmlos und durch Antibiotika und ggf. Schmerzmittel gut in den Griff zu bekommen.

Ein großes Blutbild hilft bei der Diagnose nicht weiter - es kann höchstens eine Entzündung "bestätigen", aber das hätte ja keine weitergehende therapeutische Konsequenz.

An Deiner Stelle würde ich das Antibiotikum nehmen: Für eine bakterielle Infektion spricht 1.) die verklebten Augen am Morgen und 2.) der urogenitale Infekt, der meist durch Bakterien ausgelöst wird (am häufigsten Enterobakterien, die gut durch Fluorchinolone - also z.B. Levofloxacin - abgedeckt werden).

c$it>ize%ncoxpe


Danke für deine Antwort !

Gelenkbeschwerden habe ich nicht. Beim Augenarzt war ich auch schon, der wollte erst einmal das Ergebnis vom Urologen abwarten. Sehschärfe ist nach wie vor bei 100%

Problem ist das ich schon einmal Probleme mit Antibiotika hatte (hat glaube ich meinen Darm/Magen komplett verwirrt) hatte damals über 10kg abgenommen, weil ich einfach nichts mehr essen konnte.

Was ich vergessen habe zu erwähnen, hatte vor 2 Wochen wohl einen Pilz.

Meine Eichel hatte mehrere rote Flecken/Bläschen für 2-3 Tage die dann komplett verschwunden waren und sonst keine Begleitsymptome.

Steldxom


Nachdem die Zahl der Reserveantibiotika weiter schrumpft, sollte bei jeder Antibiose gut überlegt werden, ob diese indiziert ist.

Gibt es ein Blutbild? Falls ja, mit Referenzwerten.

CRP erhöht?

Leucos erhöht?

Bei Viren helfen Antibiotika leider nicht. Nachdem die bisherigen Untersuchungen zu keiner Diagnose geführt haben, sollte man weiterüberlegen, in welche Richtung die Diagnostik gehen kann.

Kmrumoen_1


Natürlich sollte man ein Antibiotikum nicht leichtfertig einsetzen. Dennoch wird dich ein Blutbild im Nachweis einer bakteriellen Infektion NICHT weiterbringen! :|N

CRP und Leukos sind KEINE spezifischen Parameter für die Ursache eines Infektes (also bakteriell oder viral)! Nur ein Abstrich mit Erregeranzüchtung kann eine endgültige Aussage bringen...

SLeldxom


Ein Pilz kann durchaus zu deutlichen Beschwerden führen. Eine Antibiose wäre in diesem Fall mit Vorsicht anzudenken, da diese das Problem noch verstärken könnte.

10 kg Gewichtsverlust nach Antibiose ist eine Marke. Da muss das Darmmikrobiom sehr beleidigt gewesen sein. Hier könnte man ansetzen, bei aktivem Darmschutz bestehen gute Chancen, dass der bestehende Pilz wieder in seine Schranken verwiesen wird und sich die Symptome verbessern.

SIeldxom


Erregeranzüchtung ist eine gute Sache. Das Anzüchten von bestehenden Erregern klappt bekanntlich nicht immer, ist aber ein guter Weg.

Auf irgendeiner Grundlage muss für oder wider Antibiose entschieden werden. CRP ist recht sensitiv.

K?rum enx_1


Sensitiv, aber nicht spezifisch. Und in diesem Falle auch nicht spezifischer als eine gute klinische Untersuchung bzw. klinische Symptomatik.

S1eldxom


Gerötete Augen sind in Bezug auf die Klinik nicht spezifisch genug, um auf einen Morbus Reiter zu schließen. Die gesamte Klinik erscheint nicht hochspezifisch.

Morbus Reiter Diagnostik könnte jedoch durchaus hilfreich sein. Rheumatologe/Immunologe könnte hier weiterhelfen.

K$rum'en_1


Entschuldige, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Die Spezfität bezieht sich hier auf die Differentialdiagnose bakteriell vs. viral - verklebte Augen und ein HWI sind rein epidemiologisch gesehen schon a.e. als bakteriell zu bewerten und daher in ihrer Ausprägung spezifischer als ein erhöhtes CRP, das ja sogar nicht infektiöser Genese sein kann. Aber das soll dann für heute auch genug der Kleinlichkeit sein X-\

F0ernaPndo7x77


Ich rate dir: nehme das AB NICHT - Levofloxacin gehört zu der Gruppe Gyrashemmer, (Fluorchinolon).

Ja diese AB's sind sehr wirksam gegen jedes Bakterium. Allerdings sind Fluorchinolone mit ihren Nebenwirkungen SEHR gefährlich!!! In den USA wird dieses AB nur noch mit Blackbox Warnung verkauft (ähnlich wie bei Zigaretten)

Ich gebe daher den Rat keine AB's ohne Erregernachweis zu nehmen und auf keinen Fall leichtfertig Fluorchinolone!!! Damit machst du deinen Körper nur kaputter!!! Aber alleine daran sieht man die Probleme bei uns in Deutschland. Lieber einfach mal AB verschreiben, statt richtig nachzuschauen!!! Tolles Gesundheitssystem...

Suche einen weiteren Urologen auf und lasse dich checken - ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit, dass du auf IGEL Leistung bei einem Labor einen STD Test auf eigene Kosten machen lässt (wichtig ist auf PCR Basis, da dies die genaueste bzw. sicherste Nachweismethode ist), diese geht bei Männern am Besten aus Erststrahl Morgenurin. Kostet ca. 50 € und damit werden alle gängigen STD Erreger getestet.

[[http://www.labor-muenchen-zentrum.de/fileadmin/user_upload/Laborinformationen_PDF/MOD-04-STD-Screening_01.pdf]]

S}eldoxm


Ich würde den äußerst guten Hinweisen von Fernando777 folgen. Die bisherige Diagnostik erscheint sehr mager. Offenbar gibt es noch nicht einmal ein aktuelles Blutbild.

S.ch=ruxnd


Ich würde den äußerst guten Hinweisen von Fernando777 folgen. Die bisherige Diagnostik erscheint sehr mager. Offenbar gibt es noch nicht einmal ein aktuelles Blutbild.

Das mit dem Blutbild verstehe ich auch nicht. Das ist ja nun wirklich kein großes Ding. Hat das was mit den Kassenleistungen zu tun, dass die diversen Ärzte da so bockig waren? Ich sags nur deshalb, weil ich privat bin und die Kosten für Blutbilder sehe. Das ist nun wirklich nicht die Welt. Und da sich im Blut ja allerhand erkennen lässt, sollte das ja zum Standard gehören, wenn es erwünscht ist, einem Phänomen auf den Grund zu gehen.

KLrumexn_1


Es stimmt schon, dass das Blutbild kaum etwas kostet. Dennoch würde mich interessieren, auf welche Aussagekraft ihr hinaus wollt? Welcher Wert im Blutbild soll denn hier dem Phänomen auf den Grund gehen?

S3chrurnjd


Hat er doch beschrieben. Wenn im Blut nichts gefunden werdne kann, was die Beschwerden erklärt, dann muss anderweitig gesucht werden, wenn Interesse an einer Aufklärung besteht. Wo genau gesucht werden muss, dafür gibt es doch Sachkenner. So macht man das doch. Man sieht ein Problem und versucht, selbiges einzukreisen und womöglich zu lösen.

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