» »

Sterilisieren lassen?

JhozhnJDoe3x9


Ehrlich gesagt habe ich mich mit 39 schon für zu alt gefühlt. Vor allem waren es mit meiner "älteren" Partnerin auch ganz andere Interessen.

Komischerweise hat sich auch das wieder geändert. ":/

Skommerokindx44


Alles klar! Danke euch. Ihr seid dann ja doch noch einiges jünger als ich.

Also ich bin ja schon fast 46! Natürlich könnte man da mit einer deutlich jüngeren Partnerin noch Kinder haben (falls es zu einer Trennung käme, was man ja nie gänzlich ausschließend kann!). Aber ich fühle mich davon unabhängig einfach zu alt! Alles hat seine Zeit! Aber auf der anderen Seite, weiß man natürlich nie was kommt. Das ist schon richtig. Hm, was tun...

Ich hätte auch zur Vorsicht geraten, bezüglich der Finalität, die hinter dieser Entscheidung steckt. Zumal nicht sicher ist, ob eure sexuellen Probleme wirklich nur auf "Angst vor einer weiteren Schwangerschaft" zurückzuführen sind, das ist ungewiss.

Ich kenne jedenfalls einen Mann in deinem Alter (48) der bereits 3 erwachsene Kinder hatte, und ebenfalls mit dem Gedanken an die Sterilisation gespielt hat. Mit seiner Frau konnte er sich seine weiteren Kinder vorstellen, er fühlte sich zu alt dafür. Als es zur Trennung kam (aus anderen Gründen) lernte er eine viel jüngere Frau kennen, mit der er jetzt ein kleines Kind hat. Sie sind beide sehr glücklich darüber.

Für diese Frau war auch die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch mit ihm umzusetzen, eine Bedingung für die Beziehung.

Es gibt doch andere Möglichkeiten zur Verhütung als die Pille, z.B. die Spirale? Vielleicht nochmal beide beraten lassen, bevor man so einen Schritt geht? Es gibt zwar theoretisch die Möglichkeit diese OP rückgängig machen zu lassen. Aber praktisch habe ich noch niemanden erlebt, der danach ein gesundes Kind gezeugt hätte.

F>ade-Utox-grey


Also dann fasse ich mal zusammen, es gibt niemand, der schlechte Erfahrungen gemacht.

Hmmm, ich fürchte, ganz so eindeutig ist die Ausgangslage nicht:

[[http://board.netdoktor.de/beitrag/massive-probleme-nach-vasektomie-sterilisation-beim-mann.226362/]]

S%ommerqkifnxd44


Ehrlich gesagt habe ich mich mit 39 schon für zu alt gefühlt. Vor allem waren es mit meiner "älteren" Partnerin auch ganz andere Interessen.

Komischerweise hat sich auch das wieder geändert

Das ist nicht komischerweise, das ist biologisch erklärbar. Da läuft einiges auf der unterbewussten Ebene ab.

Wenn du mit einer Frau zusammen bist die Ü40 ist, also faktisch unfruchtbar, dann kommt Mann meistens auch nicht auf die Gedanken, mit ihr Kinder zu zeugen. Da zählen dann andere Elemente wie gemeinsame Interessen, Urlaube, Unternehmungen, Gespräche usw. Das, was eben mit einer solchen Frau "möglich" ist.

Wenn Mann dann eine viel jüngere Frau hat, dann folgert der Arterhaltungstrieb seinen Tribut: Die Biologie schlussfolgert: Mit der Frau kann man gesunde Kinder zeugen, also los. Das läuft über den optischen Reiz.

Habe ich im Bekanntenkreis mehrfach erlebt: Geschiedene Männer, die mit dem Thema Kinder abgeschlossen hatten, dann aber mit einer neuen, jüngeren Partnerin plötzlich doch wieder Kinder wollten. Die Natur guckt da schon ein bisschen drauf, dass der Wunsch nach Kindern dort entsteht, wo es möglich und empfehlenswert ist. ;-)

CXomxran


Ist es wirklich so harmlos, wie immer getan wird und bleibt das Gefühl wirklich voll erhalten?

Ja. Gefühl, Konsistenz, Menge haben sich nie verändert.

Hat es positive Auswirkungen auf das Sexualleben?

Wir fanden es klasse. Wenn man einmal akzeptiert hat und darauf vertraut, dass von dem Ejakulat keine "Gefahr" mehr ausgeht, lebt es sich sehr frei. Kein Gedanke mehr an Verhütung war was richtig Tolles und macht den Kopf freier.

Gibt es auch Männer, die es hinterher bereuten?

Die wird es auch geben, aber ich gehöre nicht dazu.

Kann es sein, dass dauerhaft ein "Ziehen" im Hodensack zurück bleibt?

Es ist ein operativer Eingriff und wie bei jedem operativen Eingriff kann es sein, dass Beschwerden entstehen. Darüber wirst du aber aufgeklärt. Bei mir war dies ein Bluterguss und eine längere Verhärtung an einer Resektionsstelle. Das Ziehen dauerte ca. 3 Tage. War etwas unangenehm, aber nicht so schmerzhaft, dass ich Medikamente nehmen müsste. Langzeitfolgen = Null (seit 9 Jahren).

Wie teuer ist das eigentlich? Die KAsse zahlt das doch nicht, oder?

Die Kasse zahlt das nicht, weil es medizinisch nicht nötig ist, sondern Privatvergnügen. Es hatte ca. 450 Euro gekostet (inkl. Nachsorge und Fäden ziehen). Und es war jeden Euro wert. Ich wurde auch über die Unumkehrbarkeit aufgeklärt und die schlechten Chancen bei einer Rück-OP. Aber irgendwann muss man auch mal Entscheidungen für's Leben treffen. Dazu soll man sie ja wohlüberlegt treffen und ausdrücklich für sich hinterfragen. Einen allgemeinen Rat kann man da nicht geben.

M@atzeBe)rlixn


ich weiß vom Hörensagen, dass die "Samenleitungen" wieder zurück wachsen können? Stammtisch-bullshit oder ist da was Wahres dran?

Afd+amsfrxau


@ MatzeBerlin

Der Samenleiter wird:

1. durchtrennt

2. beidseitig des Leiters umgebogen und mit Faden verknotet

3. in die Oeffnungen nach oben bzw. unten zurückgeschoben

4. der 1cm lange Schnitt im Hautbeutel wird vernäht.

Dies natürlich links und rechts!

Schmerzen gibt es, weil an den edlen Teilen leicht gezogen wird, aber Adam war nach einem Tag wieder fit. Er hat es am Freitag machen lassen und am Montag ging Er wieder zur Arbeit.

Nach 3 Monaten regelmässiger "Entleerung" des "Vorratsbehälters" bei der Prostata wird eine Probe ins Labor gesandt, die Sterilität geprüft und mit einem "Spermiogram" bestätigt.

Adam hat das "Zertifikat" noch immer und macht sich manchmal den Spass, die Aussage zu tätigen: Ich freue mich auf eine Vaterschaftsklage!

Liebe Grüsse

Evi

J6ohnDIoe3x9


Ein Knoten war sehr groß und 6 Monate gut fühlbar, Spermiogram wurde gleich dreimal gemacht um absolut sicher zu sein.

Haben es auch sehr oft gespült. ;-D

CXomtraxn


ich weiß vom Hörensagen, dass die "Samenleitungen" wieder zurück wachsen können? Stammtisch-bullshit oder ist da was Wahres dran?

Bei früheren Operationstechniken gab es diese Panne, dass die beiden Leiter über ein Granulom wieder verbunden werden. Diese Geschichten halten sich leider hartnäckig, obwohl die OP-Techniken mittlerweile viel besser sind. Adamsfrau hat es ja beschrieben, wobei ich ergänzen möchte, dass da sogar 1cm komplett entfernt und eingeschickt wird (pathologischer Nachweis, dass es tatsächlich ein Samenleiter ist).

Die Distanz ist sehr groß, beide offenen Enden in ganz anderen Gewebebereichen, der Zwischenbereich vernarbt. Da wächst nichts mehr zusammen. Deswegen sind die Rück-OPs ja auch so schwierig.

DHaXvid7x1


[[http://board.netdoktor.de/beitrag/massive-probleme-nach-vasektomie-sterilisation-beim-mann.226362/]]

Vielen Dank für diesen Link!

Also da kann einem die Lust ja vergehen!

k#athari0na-diMe-gMroße


Da wächst nichts mehr zusammen.

Trotzdem muss ja irgendwie der PI zustande kommen, der bei einer Vasektomie ja definitiv nicht bei 0,0 liegt. Was läuft da falsch? Schlecht gearbeitet?

Mein Mann ist auch sterilisiert, seit gut 4 Jahren und wir sind weiterhin glücklich damit. Klar, der Eingriff war nicht so dolle (er hat bei sowas aber generell Probleme und sein Körper schalter bei sowas einfach mal ab), aber die Schmerzen danach waren überschaubar und es hat nicht lange gedauert, bis alles war wie vorher. Probleme hat er keine. Wurde auch irgendwie ohne Skalpell gemacht.

C4omPrxan


Trotzdem muss ja irgendwie der PI zustande kommen, der bei einer Vasektomie ja definitiv nicht bei 0,0 liegt. Was läuft da falsch? Schlecht gearbeitet?

Wie bei allen Verhütungsmethoden sind Anwendungsfehler der Betroffenen der größte Faktor. Der PI setzt sich meiner Meinung nach zusammen aus den Erfahrungen früherer OP-Methoden und aus zu frühem Pimpern. Wer nicht abwarten kann, bis alle Kanäle ordentlich gespült sind, setzt natürlich auch nach einer Unterbindung Kinder in die Welt. Bei mir war die klare Anweisung: 3 Monate rausschießen, was das Zeug hält, aber weiter verhüten. Dann 1. Test. Dann nochmal 2 Monate verhüten und ein 2. Kontrolltest.

Ich habe meinen Arzt beim Beratungsgespräch auch darauf angesprochen, ob es sicher sei. Er hat mich mit großen Augen angeguckt, dann erklärt, was da gemacht wird, und nur gesagt: da wächst nichts mehr zusammen. Wenn Sie nichts falsch machen, kann nichts mehr passieren. Und er hatte auch in seiner damals 25-jährigen Praxis keinen einzigen Fall einer spontanen Rückverbindung.

JJohZnDhoe3x9


Bei mir waren es sogar 3 Tests. Im Nachhinein haben sie mir gesagt beim ersten mal war schon nichts mehr drin, aber sie sagen immer weiter verhüten.

C:omraxn


David, konntest du mittlerweile eine Entscheidung treffen?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH