» »

Harnröhrenstriktur

RL7x6 hat die Diskussion gestartet


Wer kann mir Tipps/Infos zur Harnröhrenstriktur geben? Leide seit ca. 6 Jahren darunter und wurde bereits 5 x operiert. 2 x wurde die Harnröhre geschlitzt (ohne Erfolg!!). Dann 2 x per Laser und vor kurzen kam dann die "erfolgversprechende" Harnröhrenplastik.

Nun hat sich die Harnröhre aber erneut an einer Stelle verengt. Kann mir jemand Tipps & oder Infos geben, was nun zu tun ist, oder was jetzt noch helfen kann? Langsam verliert man den Glauben an die Ärzte.......

Antworten
RU7x6


Nachtrag

Ihr könnt mir auch gerne eure Erfahrungen mit der Harnröhrenenge/OP´s schreiben. Das wäre mir sehr hilfreich.

Einfach zu wissen wie es anderen geht.

Danke

riespezkytlEosxer


Bitte mehr Information...

An welcher Stelle ist die harnröhre verengt?

Waren die Engstellen immer an der gleichen Stelle?

Wie lange hat die Reparatur durch die Laserbehandlung gehalten?

Wie lief diese OP ab? Gab es Schmerzen danach und mußte man was einnehemen und, und, und... ???

Ra7x6


Also, beim ersten Mal war die Harnröhre an 2 Stellen verengt. Ziemlich weit vorne und nahe der Blase. Die Vordere Engstelle ist so gut wie weg. Die an der Blase ist aber nach wie vor vorhanden.

Eine Laserbehandlung ist auf jeden Fall schonender wie eine Schlitzung und man ist 4-5 Tage nach OP im Krankenhaus. Gehalten hat die Laserung ca. 4 Jahre. Die Schlitzung tut irgendwie mehr weh?!?!?! Medikamente musste ich bis jetzt nicht einnehmen. Und Schmerzen nach Entfernung des Blasenkatheters hatte ich vielleicht 1-2 Tage. Aber diese offene OP mit Transplantation von Mundschleimhaut ist nicht so gut geworden.

Da gibts an der Anschlussstelle (alt=neu) wieder eine Enge.

Und die Nachuntersuchungen (HR-Röntung) tut auch saumäßig weh. Kennst du evtl. noch ´ne andere Methode? Oder kannst du eine Klinik empfehlen?

fJieLdel


Harnröhrenstriktur

hallo,

habe das gleiche problem wie du, ich wurde schon 5 mal geschlitz.

war heute bei einem urologen, der empfahl mir ein krankenhaus in hamburg. er wird sich darum kümmern und meinte das alle seiner patienten bis auf einen, gute erfolge hatten. ich hoffe, das diese methode mit der mundschleimhaut hilft. ich bin 28 jahre und hab keinen bock ewig so weiter zu machen. wie alt bist du? würde mich mal interessieren.

Ltoexwepe


Hallo Leute,

ich soll am 09.Juli eine offene Operation machen (End zu End bzw. mit Mundschleinhaut). Habe bereits eine Schlitzung und 5 Laserbehandlungen hinter mir. Mich würde freuen wenn mir jemand der bereits einen offenen Eingriff hinter sich hat, das Ergebnis berichten würde. Auch sonst bin ich an allen Informetionen und am Erfahrungsaustausch interessiert. Gerne auch per Telefon (06108 / 7097-22), ich rufe auch zurück da ich Flatrate habe. Allerdings eilt es.

Ich freue mich auf Reaktionen und einen offenen Austausch.

d~ye7x7


Hallo,

ich hab die Frage leider zu sprät gesehen, aber ich wollte doch noch was dazu schreiben.

Bei mir wurde die Mundschleimhauttransplantation vor 6 Wochen gemacht und ich muss sagen bin mit dem gesamten Verlauf nach der OP bis jetzt voll zu frieden. Alles ist super verheilt und habe keine Probleme mehr beim Wasser lassen. Muss jetzt alle 3 Monate einen Strahltest machen und dann nach 2 Jahren nur noch einmal pro Jahr. Ich war 4 Wochen im Krankenhaus in Hof und würde jedem dieses auch sofort für diese Art von OP empfehlen.

Gruß

L2o"ewexpe


Ich danke Dir für die Info, habe ja auch erst ziemlich spät reingeschrieben. Den Eingriff habe ich jetzt seit 4 Wochen hinter mir, der Hodensack tut noch sehr weh beim gehen, ich weiss nicht ob das normal ist. Sonst ist zur zeit der Strahl recht gut was ja das wichtigeste ist. Aber ich finde es toll das bei Dir Nachprüfungen erfolgen, das wird bei mir nicht gemacht, es interessiert die anscheinned nicht ob es besser wird oder nicht. Im übrigen haben Sie es ohne Mundschleimhaut machen können und nur ein ca. 1cm langes Stück Harnröhre rausgeschnitte und die Enden zusammengenäht. HattestDu auch die Schmerzen in den Hoden und wie lange?

Schönen Dank erst mal, würde mich freuen wenn Du nochmals antworten würdest.

J>immi7881


Hallo!

Ich habe diesen Betrag schon in einem anderen Forum verfasst, musste ihn aber kürzen da er hier scheinbar "zu lang" war. Habe versucht recht ausführlich zu berichten und da kam einiges zusammen :-). (Hoffe das durch das kürzen keine zusammenhänge fehlen)

Ich hatte ebenfalls eine Harnröhrenenge und wurde im Jahre 2004 das erste mal geschlitzt. Nach ca. 2-3 Monaten begann sich die Harnröhre leider wieder zu verschließen wegen der Narbenbildung (es muss sich aber nicht zwangsläufig verschließen, es kann auch ein lebenlang halten).

Dananach hat der Urologe die Harnröhre mit einem Einmal-Katheter alle 4-6 Wochen bougiert (geweitet)- Davon RATE ICH IN JEDEM FALL AB dem zuzustimmen, da dadurch die Harnröhre weiter verletzt wird und stärker vernarbt und es nur komplizierter wird.

Nach Umzug und Urologenwechsel teilte dieser mir dann auch mit, dass das bougieren absolut nicht tragbar währe und das schlitzen leider nur geringe Chanchen auf Heilung bietet (aber das soll euch nicht die Hoffnung nehmen, wenn man Glück hat und optimistisch mit Glaube an die Sache ran geht kann auch das helfen).

Er kam aber dann doch zu dem Schluß nach einer weitern Blasenspiegelung nochmals eine Schlitzung durchzuführen aber bei maximal zwei solle dann auch Schluß sein und man müsse "offen operieren". Diese OP fand dann im August 2007 statt.

Nach der OP sagte mir der Arzt, dass es leider schon eine sehr langstreckige Enge seie und machte mir also wenig Hoffnung, und mit wenig Hoffnung hielt es auch nur ca. 5 Wochen bis fast kein Urin mehr kam. Er leitete mich dann an eine etwas erfahrenere Klinik weiter, die sich mit offenen OP's auskennen sollte.

Wieder in einem neuen Krankenhaus und nach neuen Untersuchungen teilte mir der dortige Chfarzt mit das er "glaube" das wieder hinzubekommen. Guter Dinge habe ich dann der Operation zugestimmt die sich End-zu-End Anastomose nannte. Bei diesem Verfahren wird das verengte Stück der Harnröhre entfernt und die beiden vorhandenen Enden werden wieder miteinander verbunden. Der Eingriff war schon ein wenig größer als die ersten beiden, die nur wenige Tage Krankenhausaufenthalt bedeuteten (ca. 5 Tage, hier jetzt ca. 10 Tage), ich wurde dann mit einem Bauchdeckenkatheter entlassen den ich noch weitere 2 Wochen tragen musste und worüber der Urin dann abgeführt wurde, so dass nichts in die Harnröhre gelangen konnte.

Als die 14 Tage vorüber waren, wurde über den Bauchdeckenkatheter Kontrastmittel in die Blase gefüllt (keine Angst, nicht schmerzhaft) und anschließend sollte man unter ständigen Röntegenaufnahmen wasserlassen, dies war dann leider doch etwas unangenehm da bei mir die OP leider kein Erfolg war und sich zwar der Blasenmuskel öffnete das Kontrastmittel aber nur ca 2 cm weit durch die Harnröhre floss. Da ist man dann natürlich erstmal niedergeschlagen. Der Chefarzt meinte, das er mich in zwei Tagen erneut operieren möchte und diese blockierende "Gewebsbrücke" entfernen würde. Als ich mich nach dieser Op dann erkundete was jetzt genau gemacht wurde hatte ich ein wenig das Gefühl das mir ausgewichen wurde und man sagte nur das die Harnröhre begradigt wurde (mittlerweile bin ich relativ überzeugt das wieder geschlitzt wurde). kurze Zeit später wurde ich wieder entlassen und 1 Monat später begann das gleiche Spiel von vorne.

Danach hatte ich wieder längere Zeit im Internet nach Möglichkeiten gesucht und bin dabei auf die Asklepios Klinik in Harburg (ca. 10 km von Hamburg entfernt) gestoßen. Ich hatte vorher schon einiges gutes über diese Klinik (vorallem Frau Prof. Dr. Fisch) gehört, doch leider wohne ich 560 km entfernt und hab die Klinik daher leider nie in Betracht gezogen. Da ich aber schon so einiges hinter mir hatte störte mich die Entfernung eigentlich kaum noch und ich entschloss mich dort einmal anzurufen. Sie wirkten schon am Telefon sehr kompetent und sagten mir auch das sie sich auf solch schwierige Fälle spezialisiert haben. Also machte ich einen Termin worauf ich allerdings 3 Monate warten musste, und in diesen 3 Monaten durfte an der Harnröhre NICHTS gemacht werden, da man sehen wollte wie sich die Harnröhre entwickelt (sozusagen was und wo es "zuwächst"). Da ich aber kaum mehr wasserlassen konnte trug ich dann noch ca 8 Wochen einen Bauchkatheter bis es dann endlich nach Harburg ging.

In Harburg angekommen ging es zugegebenermassen erstmal etwas chaotisch zu (man musste sehr lange auf sein Bett/Zimmer warten, usw,) aber sie haben scheinbar auch sehr viele Nauafnahmen. Aber nach der Aufnahme fühlte ich mich dann doch wieder in guten Händen. Der Arzt erklärte nach erneuten und wirlich besseren Untersuchungen die Sachlage und die möglichen Optionen. Durch die sehr langstreckige Enge sagte er das wahrscheinlich das "Meshcraft" Vefahren eingesetzt werden würde da ansonsten zu viel Mundschleimhaut (Das ist Verfahren 2) entnommen werden müsse und dies dann wohl zu unangenehm für mich werden würde. Sicher sagen konnte er es aber nicht, da man es letzendlich erst im geöffneten Zustand entscheiden könne. Ich war einverstanden und wachte nach der OP auf und man sagt mir, dass das Meshcraft Verfahren angwandt wurde.

(Meshcraft heißt, das vom Oberschenkel eine ganz dünne Hautschicht abgeschabt wird, so dünn, das keine Haarwurzeln mit entnommen werden und diese dann den "kaputten Teil" der Harnröhre ersetzen)

Achja, vor der Op musst ich noch 2 Liter Flüssigkeit zu mir nehmen worin irgendein Abführmittl gelöst wurde, es schmeckte nicht sonderlich aber es ist ja eine einmalige Sache. Nach der OP (hier jetz nur Meshcraft) musste ich eine Woche liegen und hatte um die offene Stelle einen Strammen Druckverband. Dieser war nach einigen Tagen schon etwas unangenehm, da er schon ziemlich juckte. Desweiteren durfte ich eine Woche nicht essen, da der Darm nicht arbeiten durfte (daher auch vorher das abführen). Das mit dem Essen hört sich auch schlimmer an als es ist, man bekommt ja Flaschen angehangen, die den Körper mit allem wichtigen versorgen. Um den Darm zu stoppen und ich glaube auch um Schmerzen zu stillen gab es 3x täglich Opiumtropfen, Schmerzen hatte ich aber eigentlich nie, Gott sei Dank). Nach einer Woche wurde der Verband gelöst und die Haut war schon sehr gut angewachsen (der Doktor meinte er hätte selten so etwas gutes gesehen, ich freute mich natürlich und war dankbar das alles so gut gelaufen ist :) ).

Danach kam etwas das mich erst abschreckte, sich aber auch als machbar rausstellte. Ich sollte mich selber "austamponieren", das heißt ich sollte die jetzt offene "Harnröhre/schon gut angewachsene Haut" selber "ausstopfen" für die nächsten 3 Monate, dies geschah mit sogenannter Fettgaze (hoffentlich richtig geschrieben). Der Arzt zeigte mit wie dies funktionierte (unter Zuhilfenahme eines Spiegels) und nach mehrmaliger Anwendung gelang mir das aber auch recht gut (Also lasst euch nicht abschrecken :-) ). Das austamponieren muss nach jedem Toilettengang erolgen und sollte niemals vergessen werden, man möchte ja kein zuwachsen beim heilen riskieren. Zugegeben das war sehr lästig aber die Zeit geht auch vorüber.

(Dies OP nannte sich hier MESH I und ich war 17 oder 18 Tage hier)

Achja, wer sich fragt wie das Toiletten gehen vonstatten geht, das geht fast wie gewohnt, außer das man dies im Sitzen tun muss. Katheter hat man während der 3 Monate KEINEN, ist also auch bewegungsfrei :-)

So nun waren die 3 Monate warten um, die offene Stelle wurde verschloßen. Dazu ist dann nur noch ein kürzerer Aufwand von Nöten wenn die Öffnungnen schon weit geblieben sind (durch das austamponieren), im Normalfall 7-10 Tage. Beim mir war allerdings eine Öffnung (obere Öffnung zum Hodensack hin) ganz leicht verengt so dass sie mir sicherheitshalber noch ein Stück Mundschleimhaut an diese Stelle einsetzten (braucht ihr auch keine Angst vor haben, falls es überhaupt sein muss, hatte lediglich nach dem Aufwachen ein wenig Halzschmerzen, die aber auch abgeklungen sind, und die Stelle der Mundschleimhautentnahme hinterläßt natürlich ein "komisches" Gefühl, wächst aber wieder zu). Nach der Op hatte ich wieder einen Bauchkatheter und einen Dauerkatheter durch die Harnröhre, geschieht alles während der Narkose). Nach 10 Tagen wurde dann der Harnröhrenkatheter gezogen (währe es ohne Mundschleimhaut verlaufen währe dies natürlich schon früher passiert).

Heute (durch Notwendigkeit von Mundschleimhaut erst nach 14 Tagen, sonst schon nach 7 Tagen) hatte ich dann das erstemal unter Kontrastmittel und ständigen Röntgenaufnahmen wasserlassen müssen, und ich war total erleichtert und vollkommen glücklich das nach langer Zeit endlich wieder "normales" Wasserlassen möglich war. Ein wirklich tolles Gefühl :-)). Auf den Röntgenbildern erkannte man aber noch kleine Undichtigkeiten wo das Kontrastmittel hinlief (sieht änhlich einer ganz kleinen "Verästelung" aus) die aber laut meinem Oberarzt minimal seien, zur Sichherheit meinte er aber das ich noch 10 Tage über den Bauchdenkenkatheter Urin abführen solle, damit auch diese kleine Stelle noch ganz ausheilt und wir dann den selben Test nochmals durchführen würden und nach Erfolg den Bauchkatheter auch ziehen können (auch dies merkt man so gut wir garnicht, gleitet ganz leicht raus)

Er zeigte mir auch die Röntgenbilder und erklärte mir nochmal genau alles und ich werde nun in 10 Tagen nochmals für einen Nachmittag ins Krankhaus fahren und weiter hoffen und betten das dann alles ein für alle mal erledigt ist.

Fazit:

Ich kann nur jedem empfehlen der mit einer engen Harnröhre zu tun hat/bekommt nicht wahllos in ein Krankenhaus zu gehen, eigentlich empfehle ich hier ins AK-Harburg zu gehen, diese "zucken" allein beim Wort schlitzen schon zusammen und lösen es lieber über eine kleine offene OP mit wesentlich besseren Erfolgsaussichten, so sagte man mir zumindest. Aber bitte bildet euch eine eigene Meinung, dies soll nur als eine Hilfestellung dienen (Man kann auch mal nach "Prof. Dr. Fisch Urologie" googlen, dort fand ich auch einige Informationen).

Viele Liebe Grüße

J^iGmmi78x1


Achja: Ich wünsche euch beiden das ihr vollständig geheilt seid und nie wieder mit irgendwelchen Engen konfrontiert werdet

LG

Jimmi

dBye77


Hallo nochmal,

also ich hatte danach absolut keine Schmerzen mehr. War aber auch fast 4 Wochen im Krankenhaus und die haben mich wirklich erst dann gehen lassen, als bei den "Dichtigkeitstest" alles OK war. Die ersten 2 Wochen nach der OP hab ich noch Schmerzmittel genommen, aber danach war nichts mehr.

Ich auf alle Fälle bin froh, dass ich den weiten Weg nach Hof auf mich genommen habe, denn bis jetzt sieht alles super aus. Die nachuntersuchungen sind natürlich auch für das Krankenhaus und die Ärzte gut, dann haben sie auch für die vielen anderen Patienten eine bessere Aussage, ob das Verfahren so auch auf dauer hält. Ich zumindestens hoffe es!

Gruß Tina

dayex77


Achso eins wollte ich dann doch noch loswerden. Das einzigste was bis jetzt noch nicht so toll ist, dass ich an der Stelle wo mir die Mundschleimhaut entnommen wurde immer noch ein leicht daubes Gefühl habe. Und zwar zieht sich das bis in die Unterlippe. Die Ärzte haben mir zwar gesagt, dass das bis zu einem Jahr dauern kann bis das wieder normal ist, aber so richtig kann ich das noch nicht glauben. Aber ganz ehrlich komischer Weise nehme ich dass dann doch gerne in Kauf. Denn mein Leben hat sich nach der OP um ein vieles wieder verbessert.

L]oewxepe


Hallo dye77 und hallo Jimmy781,

vielen Dank für Eure Berichte die ich mit Interesse gelesen habe. Bei mir ist die End- zu End Anastomose jetzt ca 5 Wochen her und es sieht gut aus. Allerdings habe ich erhebliche Probleme mit den Hoden die beim Eingriff wohl unnötigerweise in Mitleidenschaft gezogen wurden und wegen einer Reizung der Samenleiter schmerzen. Da soll ich jetzt ein paar Wochen wenig laufen und nur weite Hosen anziehen, ich hoffe jedoch das dies irgendwann weggeht und der Erfolg des Eingriffs anhält was man ja leider erst nach sehr langer zeit wirklich weiss. Die ersten Wochen verlaufen ja meist gut. Ich wünsche Euch beiden einen langfristig erfolgreichen Verlauf (bis zum Ende Eurer Tage, haha) besonders Du jimmy hast ja einiges mitgemacht.

Erstmal ciao

Loewepe

Jdimm%i781


Wollte mich auch nochmals kurz melden:

Am Freitag war ich wieder zur Röntgenuntersuchung und diesmal war dann alles "dicht" :-). Es folgte noch eine Harnstrahlmessung die auch super war und anschließend wurde dann der Bauchdeckenkatheter gezogen. Bisher funktioniert alles sehr sehr gut und ich bete zu Gott, das dass auch so bleibt... glaube aber das es diesmal hält. :-)

@ dye

Achja, das mit dem leicht tauben Gefühl was die Mundschleimhaut angeht habe ich auch, aber das stört mich eigentlich recht wenig, außer das ich lauter mit der Zunge dran "hänge".

@ Loewepe

Bei mir sind es eigentlich nur leichte bis kaum schmerzen im Hoden. Aber bei meiner OP im Dezember hatte ich das auch, ging aber recht schnell wieder weg.

Danke für die guten Wünsche! Ich wünsche euch ebenfalls einen erfolgreichen Verlauf!

Falls irgendwer Fragen hat, dann stehe ich gerne zur Verfügung, einfach eine Nachricht schicken!

Bye *:)

MAicktey70


Hallo Leute,

jetzt auch mal was von mir. :-)

@ Jimmi781

Heftig was Du durchgemacht hast! :-o Und ich dachte, meine Mundschleimhaut OP wäre schon schlimm gewesen (eigentlich war meine Enge nur 1cm, aber das Ausmass der 'flachen Vernarbung' weiter, somit war keine reine Ende-zu-Ende möglich). Übrigens hat das Ziehen das Cystofix aus der Bauchdecke bei mir heftigste Schmerzen verursacht, da es in den 3 Wochen irgendwie festgewachsen ist. Bei mir war die OP im März diesen Jahres, nach 2 Schlitzungen, die aber zeitlich sehr lange auseinander lagen. Die Vernarbungen scheinen bei mir wenn überhaupt nur sehr wenig zu zu gehen... aber trotzdem leider damals so viel, dass die Blase sich überanstrengen musste, was ja auf Dauer nicht gut ist. Übrigens glaube ich bei Dir Jimmi, dass bei der ersten OP mit Ende-zu-Ende Anastomose irgendein Mist gebaut wurde. Es ist halt nun mal eine seltene OP, die nur von darauf spezialisierten Ärzten erfolgreich durchgeführt werden sollte.

@ dye77:

Dass Du bei der Mundschleimhaut OP ganze 4 Wochen im KH warst, find ich komisch. Normalerweise ist die Liegezeit, abhängig von Patient und Heilung, zwischen 5 und 10 Tagen. Bei mir waren es 6 Tage. Ätzend waren allerdings die 2 weiteren Wochen mit Bauchdeckenkatheter. Das Ding hat bei mir nachher im Liegen sau weh getan... habe es angefangen zu hassen.

Generell zur Krankenhauswahl:

Es gibt in Deutschland gerade mal eine handvoll Kliniken (wenn überhaupt), die sich auf offene OPs wegen Harnröhrenstrikturen spezialisiert haben. Die Koryphäe ist natürlich Frau Dr. Fisch in Hamburg. Das war mir aber zu weit. Bin nach Mannheim (liegt bei mir in der Nähe), die machen diese OP auch als Spezialgebiet. Übrigens kenne ich inzwischen IMO den Grund, warum die OP so selten gemacht wird. Ich bin Privatpatient und habe die Rechnung ja dann selbst bekommen. Die Mundschleimhaut OP ist ziemlich aufwändig und normalerweise werden aufwändige OPs ja richtig gut nach GOÄ (auch bei 2-3 fachen Satz) vergütet. Tja, das waren gerade mal 700 EUR, die der leitende Arzt dafür bekommen hat. Logisch, dass alle Chirurgen lieber Prostata operieren wollen und sich nicht auf diese schwierige aber schlecht vergütete OP spezialisieren wollen. Danke, blödes Gesundheitssystem in Deutschland :|N Aber ist auch nur eine Vermutung... Glaube aber, dass ich Recht habe. ;-)

Generell zu dieser Krankheit

Mich macht es wütend, dass es dafür keine einfache Heilung durch Medikamente gibt. Googelt mach nach Fibrose von Organen. Es gibt nämlich tatsächlich auch Menschen die sterben, wegen Vernarbungen in Organen. Aber weder diese seltenen Einzelfälle noch Harnöhrenstrikturen (die ja sowieso 'niemanden' interessieren, weil sie nicht akut bedrohlich sind) motivieren Forschungen in dieser Richtung. Denn IMO wäre es durch Forschung sehr wohl möglich ein Medikament (eingespritz o.ä) zu entwickeln, welches Vernarbungen in diesem ungesunden Ausmaß verhindert.

Generell zur Nachkontrolle und Co.

Selbst wenn nicht angeordnet, würde ich eigenständig nach den OPs wenigsten alle 6 Monate zum Uroflow gehen. Ich war gerade erst und der Qmax war 47ml/s, was mehr als perfekt ist. Bin jetzt 6 Monate nach der OP. Allerdings: Wenn das Zeug jetzt irgendwann tatsächlich wieder kommt, würde ich mich evtl. für ein langfristiges Bougieren entscheiden. Ich habe Berichte von Leuten gelesen, die 1-2 Jahre bougieren lassen haben und dann geheilt waren bzw. der Strahl für immer gut war. Auch wenn die Ärzte Gegenteiliges behaupten: Irgendwann gewöhnt sich das Gewebe IMO daran, dass es immer wieder zurück gedrängt wird und lässt es irgendwann bleiben zu zu gehen. Ich weiß, das hört sich jetzt sehr naiv an... aber manchmal funktioniert die Natur anders als uns die Wissenschaft weiß machen will. ;-) Trotz des bisher guten Erfolges, hätte ich nämlich keine Lust auf eine 2. Mundschleimhaut OP. Habe zwar nicht den Alptraum von Jimmi durchgemacht, aber ich fand es schon heftig bei mir. ;-) Hatte übrigens auch noch wochenlang leichte Schmerzen und Taubheitsgefühl da unten, im Mund sowieso. Aber inzwischen ist allles wieder ok.

So, jetzt habe ich keine Lust mehr, alles nochmal zu lesen. Manchmal verschlucke oder verdrehe ich Buchstaben, sorry dafür Leute. :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Urologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Nierenerkrankungen · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität · Vorhautprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH