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Harnröhrenstriktur

MgiTckeHy70


Hi,

lies Dir mal meine Beiträge (und die anderen) hier durch:

[[http://www.med1.de/Forum/Urologie/380575/]]

Da findest Du Antwort auf alle Deine Fragen (ist viel Text :-))

mXr.khonk


Hallo,

wollte mich mal melden um anderen die diese Op noch vor sich haben meine erfahrungen zuschildern.Also erstens,ich bin wieder zuhause,man hat mich wegen guter Führung nach 6 Tagen entlassen.Aber eins nach dem anderen.Wurde am 19.11 um 7.15 Uhr für die Op vorbereitet habe noch eine halbe stunde mit der Narkoseschwester gequatscht bis ich geistig weg war.Wurde dann gegen 12 Uhr wach und hatte echt keine schmerzen nur die provisorische Kühlung an meiner Unterlippe war störend.Gegen 13 Uhr kam ich auf meine Station ins Wachzimmer,in diesem zimmer bliebe ich bis ca 20 Uhr dann hat man mich in mein Zimmer geschoben,war mir auch recht so,wollte Fußball schauen, Deutschland-England,war ja ein reinfall kein Kommentar dazu.Kaum in mein Zimmer angekommen hat mich die Schwester aus dem Bett gejagt und sagte doch glatt aufstehen und warmlaufen fürs Spiel und wenn die Nationalhymne gespielt wird, muß man aus respekt sowieso stehen,also hoch.Da merkte ich das ich eine Op hinter mir hatte,aber was sein muß, muß sein.Ich hiefte mich mit hilfe der schwester aus dem bett und lief den Flur hoch und runter,ging leichter als ich dachte.Zurück im zimmer merkte ich immer noch nicht soviel von einer op,ich sollte doch immer schön meine Unterlippe kühlen,kein problem wenn das alles ist.DieNacht war ruhigkeine Probleme.Am nächsten Tag kam die Schwester und wieder ein lockerer Spruch aufstehen frühsport und ich kein problem wollte aufstehen und da merkte ich das erstemal das ich etwas zwischen meine Beine hatte und zwar wurde ich 10 x gepierct (10 Klammern),aber mit hilfe der Schwester kam ich aus dem Bett und siehe da ich konnte sehr gut laufen, nur der Monsterbinde zwischen den Beinen machte es etwas schwer,fühlte mich wie ein Cowboy,fehlten nur noch die Colts und ein gegner.Zurück im Zimmer kam der Prof. und öffnetete das paket unten herum und da sah ich das ergebnis mit Spiegel,wurde aber vorher gefragt.Hut ab ich dachte zuerst dasich geschlachtet wurde,weil es so aus sah,war aber nur Desinfektionsmittel.Also absolut sauber kein nachbluten oder der Verband war angeklebtkennt man ja,alles absolut sauber und ich sah die Klammern.Hatte dann einen Bauchkatheter,ein neuer wurde gelegt (gewechselt),ich nenn das Ding einfach 12 Eisen,weil Cystofix 12 daruf steht,aber den kannte ich ja schon.Dann der Schreck ca.15 cm tiefer am besten Stück noch so ein Ding,wäre ja auch kein Problem aber die Zahl die ich darauf gelesen habe .....20....richtig eine 20 ,ein 20er eisen durch die Harnröhre,kraß...naja wenns paßt,aber der war zugestöpselt.Aber jedenfalls meinte der Prof. die Op ist super verlaufen und ich kann nach 6 Tagen wieder nach hause,Lippe sieht auch super aus kaum geschwollen und immer schön kühlen.Soll dann am 1.12 wieder kommen und dann werden mir die Klammern und der Harnröhrenkatheter entfernt (also das 20er Eisen wird gezogen) wird bestimmt lustig,naja auch das geht vorbei.Aber dann der Hammer 3 Tage nichts essen und ausgerechnet hatte ich einen Hunger ich hätte ein halbes Schwein auf Toast als Vorspeise zu mir nehmen können,so einen hunger hatte ich,aber was sein muß.Aber mein Zellengenosse der durfte und glaubt mir die Ratte hat das Essen celebriert,der hat solange an seinem Frühstück genascht das schon das Mittagessentablett auf dem Tisch stand,die mussten ihn das Frühstückstablett wegnehmen weil sonst kein platz war,wegen mittagessen.Aber gut,was solls am 3 Tag durfte ich auch etwas essen,die Tür ging auf und ich machte extra Platz auf meinem Tisch und rief schon her mit dem Menüe ich esse alles und holt schon mal das nächste Tablett......HAHAHA....hörte ich das Lachen die Schwestern konnten sich kaum vor Lachen halten.....der wird sich wundern hörte ich leise .....und dann kam der thrill....ein kleiner Teller mit einer halben Scheibe Toast die freundlicher weise noch mit Butter geschmiert war..damit es nicht so staubt...echt nett.....ok,dachte ich kein problem die wollen mich nur ärgern....neeeeee.....das war der ihr ernst,mehr sollte und durfte ich auch nicht.Ich habe die,ach ja die waren in 3 kleinen stücken geschnitten und wirklich nett zubereitet,mit genuss zu mir genommen,man kann sich gar nicht vorstellen wie lecker toast mit Butter sein kann,voll lecker.Durfte dann am nächsten Tag leichte Kost zu mir nehmen und es wurde dann langsam gesteigert.Von Tag zu Tag wurde es besser und ich wurde auf dem Gang schon Marathonläufer genannt,weil ich mindestens 1 Std über den Gang lief,eines muss man ja mal sagen ich wurde blendend behandelt ein super Team auf derStation absolut nett und lustig hat richtig Spass gemacht.Da ich ja soviel Zeit hatte habe ich auch Botengänge für die Station gemacht und einige Sachen geholt,musste mich ja bewegen.Dann kam der Tag wovor ich Angst hatte...ich musste aufs klo,genannt Stuhlgang......also ich rauf aufs Klo und siehe da es tat nicht weh....aber nur das sitzen,es war echt eine Erleichterung,aber dann.......ein lauter Knall und ein kleines Kügelchen das war alles und ich dachte die Schüssel wär jetzt voll.Ich ab zum Schalter,recht praktisch musste nicht nach hilfe rufen konnte sie per Knopfdruck kommen lassen....echt cool konnte mich für das gestrige Frühstück revangieren.Naja jedenfalls kam die angewackeltund ich schilderte hier den Fall....alles normal kommt durch das Opium....Opium geil hier bekommt man auf dem legalen wege Drogen,hier bleibste länger....haha falsch gedacht bekamkeine Drogen mehr und man wollte mich loswerden,was auf kurzer Zeit auch passierte.Also ich bin zuhause mit 10 klammern untenherum meine lippe noch etwas taub was bis zu einem halben jahr dauern kann und ein 12 und 20 Eisen in mir,aber am 1.12 werden mir die klammern und das 20 Eisen entfernt und mal sehen was weiter passiert bis jetzt geht es mir gut und es wird von tag zu tag besser.....werde Euch weiter auf dem laufenden halten.....falls fragen einfach stellen werde sie beanworten.

M#ilcekey370


Du solltest nach der OP mit Mundschleimhaut-OP innerhalb von 5 Tagen nach OP aufstehen? :-o Also ich bin nicht sicher, wie es bei Strikturen bzw. Schnitten weiter vorne ist, aber bei bulbären Hanröhrenstrikturen und Implantat OPs in diesem Bereich, darf man zu 100% 5 Tage lang nicht aufstehen. Denn so lange braucht es bis sich im Implantat Blutegefäße gebildet haben und es fest genug angewachsen ist. Wenn das nicht berücksichtigt wird, besteht die Gefahr der Implantatablösung. Das Prozedere mit den 5 Tagen ist internatationaler Standard. Aber wie gesagt, ich weiß es nur sicher bei bulbären Strikturen/OPs.

m!r.hxonk


ja, ich sollte wirklich aufstehen,die haben sogar darauf bestanden das ich aufstehe.Natürlich war immer eine Schwester bei mir und hat auf mich aufgepasst.

M)ick!eyl70


Ich meinte natürlich Transplantat, nicht Implantat ;-)

Aber ich wünsche Dir natürlich, dass es trotz Aufstehens, alles gut geht und gut innerlich verheilen wird. Denn die Gefahr der Transplantatablösung beim Aufstehen nach der OP ist nicht gerade gering. :(

h~offnwung lxebt


Hallo Leidensgenossen,

Ich bin 30 jahre alt und leide seid ca 6 Jahren an harnröhrenstrikur,vielleicht sogar länger.

Irgendwann merkte ich dass ich starke Schmerzen beim Wasserlassen habe.Nach Harnstrahlmessung und Blasenspiegelung wurde eine Harnröhrenstriktur festgestellt.

Meinen 1. OP hatte ich 2003 mit Schlitzung, danach hatte ich ca. 30/ml s Uroflow,

es sollte jedoch nicht ewig halten.Der Strahl wurde immer weniger ,so dass ich im Jahre 2005 zur 2. Schlitzung im selben Krankenhaus nach Worms musste. Bei beiden Schlitzungen wurde mir 50 % Heilungsschance erwähnt.Auch nach dem 2. OP war zeitlang gut bis anfang 2006.

Der Strahl war wieder auf ca 15ml/s abgefallen und hatte Schmerzen.Nun wurde mir durch meine Urologin Westpfalz Klinikum Kaiserslautern empfohlen, nach dem ich selber OP wollte,sie meinte es sei noch zu früh,nicht schlimm genug,aber ich merkte dass es schnell schlechter wurde.

In Kaiserslautern wurde eine Röntgenaufnahme und Blasenspiegelung durchgeführt.

Der Oberarzt empfiehl mir wegen 2 Schlitzungen vorher und kurzstreckiger Verengung eine Offene OP mit End zu End.

Diesmal lag ich 2 Wochen anstatt 1 Woche im KKH.Der Katheter war 12 tage drin, nach dem dieser rausgezogen wurde, musste ich Wasserlassen wobei Röntgenaufnahmen gemacht wurden.Es war wieder alles ok und super.

Ich liess alle 3 Monate eine Uroflow durchführen und jedesmal wurde der Strahl etwas weniger.Da ich von meiner Urologin enttäuscht war, sie nie zeit nahm für die Patienten, sondern lieber im Wartezimmer die Zeitschriften ordnete wechselte ich zu einem Urologen.

Ich schilderte ihm meine Krankheitsgeschichte, er führte auch Uroflow und Blasenspiegelung durch, er hat mir die ASklepios Klinik in Hamburg-Harburg unter Leitung von Prof.Dr. Fisch empfohlen.Das Krankenhaus ist mir ca. 600 km entfernt,aber egal,wenn es das beste ist für mich gerne.

Im Internet recherchierte ich selber und sammelte infos über diesen Klinik, dort wurden wirklich überdurchschnittlich viel Op an den Harnröhren realisiert.

Eine Blasenspiegelung usw. soll mindestens vor 3 monaten gewesen sein wegen der OP, ich finde hier sieht man dass da Wert auf gute Behandlung gelegt wird.

Als ich dann dort anrief einen OP-Termin auszumachen, beam ich die Empfehelung im UK Eppendorf anzurufen, weil die Professorin und ihre Oberärzte ab DEzember dort arbeiten.

Die Terminvergabe klappte ganz gut.Mitte Dezember ist es soweit.

Es wird wohl eine Offene OP mit Mundschleimhauteinsatz werden.

Ich würde mich sehr freuen wenn ihr Kontakt mit mir aufnimmt,könnt mir gerne PN Schreiben oder im Forum antworten.

Hat von euch mal jemand mit diesen Kliniken oder rof.Fisch zu tun gehabt?Wenn Ja wie waren eure Erfahrungen.

Wünsche euch schnelle Genesung und denen die Gesund sind gerade dass sie es für immer bleiben.

mDr.hQonk


hallo,wollte mich ja nochmal melden, da man mir ja die Klammern und den Harnröhrenkatheter entfenrt haben.Ein befreiendes Gefühl kann ich nur sagen.Also man sagte mir ich sollte mal tief luft holen und dann ausatmen,wie gesagt getan und siehe da ruck zuck war der Harnröhrenkatheter gezogen.OH war das ein entspanntes Gefühl,wenn man merkt wie der vom tiefsten inneren bis nach außen gezogen wird,nein tut nicht weh ist nur etwas unangenehm.Dann die Klammern 9 stück an der Zahl,wirklich neun stück,aber keine Angst das geht auch vorbei,zieht einwenig aber sind ertragbar.Aber der Hammer war als man zu mir sagte noch 3 Wochen und dann werden wir mal Röntgen beim Wasserlassen und wenn alles gut ist dann wird der Bauchkatheter gezogen,also wäre alles noch vor Weihnachten erledigt und ich hoffe ich wäre dann geheilt,naja mal sehen werde mich natürlich melden und auf dem laufenden halten.Ach ja meiner Lippe geht es auch langsam besser wirklich erstaunlich wie schnell die Sacheim Mund verheilt.

Und an "hoffnung lebt" wenn du wissen willst wie es mir so ergangen ist lese doch einfach meine einträge oder schreibe mir eine PN,werde dir antworten.

mfg :)^

HAart'mut4;9


Hallo,

an alle, die an einer Harnröhrenstriktur leiden .

Ich habe mich ings. in nun 28 Jahren, 4 mal Schlitzen lassen,.

Davon einmal, mit Laeser!

Mein Eindruck, mit dem" Schlitzen" ist es immer schlimmer geworden !

Ich praktiziere nun schon 15 Jahre, daß ich mich selber bugiere!

Das mach ich mit 3 verschiedene "Buggis" 8,15, und 18

Ich bin damit gegen den Rat der Ärzte angefangen!

Mir drohte der Eingriff, den medezinischen Ausdruck kenne ich nicht, daß ich, zwischen den Beinen pinkeln sollte! Aber ich wollte lieber ein Mann bleiben !

Damit möchte ich, nur ebend meine Erfahrung kund tun, daß nicht immer nur operieren, die letzte Lösung ist !

Haltet den kopf hoch,

Hartmut

Czycloxps


Hallo Leute,

ich hätte noch eine kurze Frage.

bei mir wurde vor etwa 4-5 Monaten eine Harnröhrenschlitzung durchgeführt.

Bislang verlief alles bestens, ich hatte keine Schmerzen und der Strahl war auch normal.

Seit einigen Wochen habe ich allerdings das Gefühl, dass der Strahl schwächer geworden ist. Allerdings kann das auch reine Einbildung sein.

Deshalb meine Frage: Kann das sein, dass sich nach einer so langen Zeit noch Narben bilden oder ist das kaum möglich.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen

HVartm2ut49


Hallo Cyclops,

die Hahrnröhre, besonders eine verletzte, hat das Bestreben sich immer wieder zusammen zu ziehen !

Deshalb ist nicht jeder Arzt, für eine Schlitzung, es gibt immer wieder neue Narben !

Das geht dann bis zum totalen Hahrnverhalt!

Das ist schon ein Sch....... spiel !!

Gruß,

Hartmut

belack3novic`e


Hallo Cyclops,

zu einer Harnröhrenstriktur kommt es ja durch eine Verletzung der Harnröhre oder durch einen Infekt (wie bei mir).Auf jeden Fall ist die Harnröhre dort vernarbt und Narben haben das Bestreben sich wieder zusammenzuziehen.Bei der Schlitzung wird ja lediglich die Narbe aufgeschnitten.Ja und dann kann man nur hoffen das man zu den 50% gehört wo sich die Narbe nicht wieder oder zumindest nicht stark zusammenzieht.Bei mir hatte es das erste Mal gerade 2 Monate gehalten.Bei manchen hält es auch Jahre.

Sollte es bei Dir auch wieder zu einer starken Verengung kommen würde ich Dir raten eine Mundschleimhautplastik machen zu lassen,denn da sind die Erfolgsaussichten sehr gut.Bei einer erneuten Schlitzung erweitert sich wie ja Hartmut auch schreibt die Narbenbildung.Ich habe den Fehler gemacht mich 2 mal schlitzen zu lassen,so ist die Striktur von1cm nach den ersten mal auf 2cm nach dem zweiten mal angewachsen.

Ich wünsche Dir viel Glück.

Ich finde den Beitrag von Hartmut sehr gut,da eigentlich heut zu tage kaum noch bougiert wird und die Ärzte absolut abraten ,es aber scheinbar in manchen Situationen eine echte Alternative zu sein scheint.

nzatural3borntraxder


Hallo liebe Leidensgenossen

Ich bin rund 25 Jahre alt und leide bereits seit längerem an einer Striktur der Harnröhre. Bei der Röntgenuntersuchung vor Kurzem konnte ich live zusehen, wie deren Ausprägung ist (absolut harmlose Untersuchung). Meine erste und einzige Schlitzung hatte ich im Februar 08. Gehalten hat es ca. ein halbes Jahr. Die Operation war wirklich locker und zwischenzeitlich war es eine unglaubliche Erleichterung, einfach frei ohne Beschwerden "schiffen" zu können. Es hielt leider nicht länger. Nun ja, so ist das Leben... Den Termin für eine offene OP mit Mundschleimhautplastik habe ich provisorisch im kommenden August. Mein Bammel davor muss ich wohl kaum umschreiben. Meine grösste Sorge ist natürlich, dass es trotz der Prozedur und Tortur nicht besser sein wird. Aber die Erfolgsaussichten sind gemäss meinem behandelnden Arzt sehr gut. Er macht mir persönlich auch einen sehr guten Eindruck, da sehr fürsorglich und kompetent wirkend ([[http://www.urologie.unispital.ch/UeberUns/Kontakte/Organisation/Seiten/CV_Prof_Sulser.aspx)]]. Nun ja was soll ich noch sagen. Es ist schon ein unglaublicher Mist diese Sache, aber es gibt ja effektiv Schlimmeres im Leben. Hoffe das mit den Kathetern ist zu überstehen. Geplant ist ein einwöchiger Aufenthalt mit beiden Kathetern drin. Anschliessend Verlegung nach Hause mit Bauchdeckelkatheter (wenn ich an dieses Ding denke, dann dreht sich mein Magen) - weitere 2 Woche ruhen. Danach Kontrolle mittels Röntgenuntersuchung und hoffentlich für immer Ruhe davon. Ich werde natürlich meine Erfahrungen gerne mit Euch teilen. Es hat auch mir geholfen, über Eure Erfahrungen zu lesen. Ich hoffe zutiefst, dass alle einen Weg zur Genesung finden. Momentan bin ich ein reines Nervenbündel und würde am liebsten das Rad der Zeit nach vorne drehen...

Bis zum nächsten Mal und alles Gute

P.S. Ich wollte noch anmerken, dass ich mich für die Operation entschieden habe, weil ansonsten die Blasenfunktion über die Jahre gemäss meinem Arzt wirklich nachhaltig Schaden nehmen kann. Die Behandlung dann wäre einiges komplizierter und beschwerlicher.

PP.SS. Mein Arzt ist in der Forschung weit vorne dabei. Wir haben ausführlich über die künftigen Behandlungsmöglichkeiten gesprochen. Ein Durchbruch ist insofern (z.B. mit neuartigen Stents oder künstlicher produzierter Schleimhaut) leider nicht zu erwarten.

JWealaxdy


Hallo zusammen,

ich habe gerade eine OP an der Harnröhre hinter mich gebracht.

Aus Angst vor zu vielen "Horrorgeschichten" habe ich vor dem Eingriff ganz bewußt KEINE Recherche im Internet betrieben....je mehr ich über Risiken und Leidensgeschichten gelesen hätte, desto aufgeregter und unsicherer wäre ich gewesen.

Nach erfolgtem Eingriff habe ich mich dann doch schlau gemacht.

Hier für Interessierte meine Geschichte:

Die typischen Beschwerden beim Wasserlassen (leichtes Brennen, Gefühl von Resturin in der Blase, nur sehr leichter Strahl) hatte ich seit ca. 8-9 Jahren, wobei sich die Beschwerden eher "schleichend" verschlechtert haben.

Im Frühjahr 2008 war ich dann schließlich bei einer Ärztin, um der Sache doch einmal genauer auf den Grund zu gehen. Die Stärke des Harnstrahles war viel zu gering und bei der anschliessenden Spiegelung war dann auch sehr deutlich die Striktur zu erkennen.

Ergo: Sobald wie möglich eine OP. Die Empfehlung meiner Ärztin lautete, ich solle die enge Stelle ritzen lassen, die genaue Vorgehensweise aber direkt mit dem Operateur im Krankenhaus besprechen. Gesagt, getan. Der Doktor im KH riet mir allerdings zu einer offenen OP, da aufgrund meines Alters (36) sehr gute Heilungschanchen bestünden und ich danach für eine lange Zeit Ruhe hätte (Vernarbungsrisiken beim Ritzen etc.).

Da ich kurz zuvor mit einer schweren Bandscheiben-Quetschung in Behandlung war, riet mir der Doktor, zunächst diese Baustelle zu beheben, bevor wir uns dann der Harnröhre widmen können. Tja, so eine Bandscheibenquetschung kann auch relativ langwierig sein, so dass ich erst jetzt, also gut 1,5 Jahre nach dem Erstbefund, die Harnröhren-OP in Angriff nehmen konnte.

Beim Vorgespräch im KH wurden mir dann die Risiken eines offenen Eingriffs erläutert (ist ja rechtlich so vorgesehen), was mich ehrlich gesagt eher schockiert hat: Klar, dass so Dinge wie Blutung, Infektion, Nach-Operation auftreten können, aber die Möglichkeit der Verletzung von Schließmuskel und vor allem eines bleibenden künstlichen Darmausganges haben mich derart verunsichert, dass ich am liebsten sofort weggelaufen wäre. Ist doch wurscht, dann zwickt es eben beim Pullern, damit kann ich doch leben......

Im Laufe der Voruntersuchung wurden dann noch aktuelle Bilder vom Zustand der Harnröhre gemacht, und dabei stellte sich heraus, dass sich an der Harnröhre ein "Nebenkanal" gebildet hatte, der u. U. auch Ursache für das Brennen ist. Plötzlich stand die zuvor eigentlich schon verworfene Möglichkeit einer Ritzung wieder oben auf der Liste, was mir aufgrund der möglichen Komplikationen bei der offenen OP wie ein Zeichen des Schicksals erschien!!;-)

Die Vereinbarung vor dem Eingriff lautete also: Endoskopie, wenn möglich bleibt es bei der Ritzung, wenn nötig wird aber eine offene OP mit End-zu-End-A. erfolgen.

Nun denn, vergangenen Dienstag wurde ich operiert, es ist bei der Ritzung geblieben. Am Folgetag wurde ich entlassen (eine Ritzung könne heute schon ambulant gemacht werden, so der Arzt), da es mir entsprechend gut ging. Was ich allerdings als störend empfunden habe, war der Harnröhren-Katheter. Dieser ist mir heute entfernt worden. Jedem, der vor diesem Vorgang Angst hat, dem kann ich nur sagen, dass die Entfernung des Katheters aus der Harnröhre völlig harmlos ist. Kurzes Zwicken, der Rest flutscht quasi automatisch raus.

Seit dem ersten normalen Harnstrahl ohne Katheter sind keinerlei Blutungen mehr aufgetreten an einen Harnstrahl in dieser Kraft kann ich mich seit frühester Kindheit nicht erinnern. Momentan also alles sehr gut, ich hoffe es bleibt dabei.

Was ich nur jedem empfehlen kann: Eine homöopathische Begleitung des operativen Eingriffs.

Meine Hausärztin (Schulmedizinerin und Homöopathin) hat mir folgende Präparate verschrieben:

1.) Arnica C6, 3 Tage vor der OP und 3-4 Tage nach der OP je 3 Kügelchen (für die Wundheilung), vielleicht hilft das auch ein wenig gegen die Vernarbungsproblematik bei Ritzungen?? (das ist jetzt aber wirklich eine völlig laienhafte Vermutung meinerseits!!!),

2.) Nux vomica für OP-Nebenerscheinungen (Übelkeit, Erbrechen nach OP) und

3.) Phophorus C30 bei starken Nachblutungen.

Soweit ein aktueller Bericht über die noch frische OP. Momentan bin ich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Ich habe nur sehr (!!) leichte Restschmerzen an der Harnröhre, kaum der Rede wert. Der Strahl kommt kräftig und ohne die leisesten Blutanteile. Nächsten Montag ist Nachuntersuchung (Ultraschall) und am darauf folgenden Freitag die Messung der Stärke des Harnstrahles. Sollten die Ergebnisse in Ordnung sein, dann habe ich zumindest für eine Weile Ruhe im Karton.

Soweit erstmal, Grüße aus dem Norden Deutschlands

*:)

U@sbetxh


@ Jimmi781 :

Ich fand Ihre Beiträge sehr interessant und hilfreich.

Nach 3 x Striktur und 1 X End-to-End, meldet mein Sohn (26 J), dass das Wasserlassen schon wieder schwierig geworden ist. Er erwägt eine Mundschleinhaut-OP. Sie hatten vor längere Zeit (Sommer 2008) so eine OP. Dabei ist das Langzeitergebnis am wichtigsten. Wie geht es Ihnen jetzt?

Sie erwähnten die besten Krankenhäuser -- wo sind andere? Mein Sohn wohnt nähe Stuttgart.

Usbeth :)*

dqrag/on%-x67


Moin moin,

ich habe jetzt die 4te Schlitzung innerhalb von 10 Jahren hinter mir. Der erste Arzt riet mir nach der 2ten OP zu einem Stent. Der 2te Arzt (3te Schlitzung meinte ich sollte mich mit dem Gedanken einer Mundschleimhatplastik anfreunden. Die OP dauere nur 2 Stunden. Der letzte Arzt hat auch wieder zu der Plastik geraten - in Hof, auch mehr Details veraten 4 Wochen KH, davon die erste Woche mit strengster Bettruhe und dem Bauchdeckenkatheder.

Ich habe es nochmal schlitzen lassen - da ich mich gerade von meiner Freundin quasi getrennt habe und im Momnet ziemlich alleine dastehe. Ich habe aber den Verdacht, das ich nicht um die Plastik drumherum komme. Ich bin 42 und hatte eigentlich noch vor eine Familie zu gründen....

Bei dem Gedanken an die OP fährt mein Kreislauf runter...

- Welche langfristigen Erfahrungen habt Ihr gemacht - wie lange soetwas hält ?

- -Deye77 Bist Du noch da ?

- - Mr. Honk ?

- Gibt es Unterschiede bei Privat / Kassenpatienten ?

Danke,

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