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Die Rolle des Mannes beim Thema Abtreibung

an.fixsh


WAS?! Ist mit dem alles in Ordnung? Wer will denn kein Cyborg sein?!

D ieZsauberifxee


Ich verstehe nicht, wieso du glaubst, dass Frauen die abgetrieben haben es sich leicht gemacht haben.

Ich behaupte nicht, dass alle Frauen es sich leicht machen. Es gibt Frauen, die aus medizinischen Gründen massiv gesundheitsgefährdet wären und sogar in ihrem Leben bedroht wären, wenn sie eine sehr komplizierte Risikoschwangerschaft weiterführen würden. Das sind Frauen, die ihr Baby lieben und es sehr, sehr schweren Herzens mit grosser Trauer abtreiben müssen, weil sie in einer echten Notsituation stecken und gar keine Wahl haben, wenn sie nicht selbst sterben wollen. Natürlich gibt es solche Fälle und diese Frauen würde ich auch niemals verurteilen, die haben mein volles Mitgefühl und natürlich das Recht abzutreiben, schliesslich geht es um die Selbsterhaltung ihres Lebens und ihrer Gesundheit. Solche Fälle machen ja statistisch ungefähr 2 - 3 % der Abtreibungen aus.

Ich behaupte nur, dass es sehr viele Fälle gibt, wo absolut nichtige Gründe für eine Abtreibung vorliegen. Ich kenne dutzende Frauen, die klipp und klar sagen, sie werden auf jeden Fall abtreiben, solllten sie vor 30 schwanger werden. Die Gründe, die dafür genannt werden, sind:"Ich will erstmal studieren und Karriere machen. Kinder kann ich vor Mitte 30 nicht gebrauchen" oder "Ich will erstmal Reisen und die Welt kennenlernen, Kinder kann ich irgendwann später nochmal evtl. bekommen" oder "Ich mag grundsätzlich keine Kinder und will keine." Das sind nach meiner ganzen Erfahrungen mit unzähligen Gesprächen und Diskissionen die Hauptgründe für die grosse Masse der Abtreibungen.

Ich finde es unanständig die erstgenannten Frauen mit den letztgenannten Frauen alle in einen Topf zu werfen unter dem Label:"ALLE Frauen machen es sich totaaaaal schwer mit der Entscheidung und ALLE Frauen befinden sich in meeeeeega schlimmen Notsituationen." Das stimmt einfach so nicht.

Selbst wenn du das nicht glaubst. Theoretisch kann jede Frau eiskalt aus den absolut lächerlichsten, nichtigsten Gründen abtreiben. Und da spielen dann die Gefühle und das Leid des Vaters absolut keine Rolle. Das Leben des Kindes ja sowieso nicht. Leider. Eine Abwägung oder eine Ergründung der Situation findet nicht statt. Die Frau entscheidet. Fertig. Ob sie sich in einer Notsituation befindet oder nicht, ob es extrem schwerwiegende Gründe dafür gibt oder nicht. Interessiert keinen und hat keinen Einfluss darauf, was nun geschieht.

b6lackQheaXrt0edquexen


Ich behaupte nur, dass es sehr viele Fälle gibt, wo absolut nichtige Gründe für eine Abtreibung vorliegen.

Und wer entscheidet für wen welche Gründe nichtig sind? Du? ;-) Menschen sind verschieden und so auch ihre Beweggründe für diese oder jene Entscheidung.

Eine Abwägung oder eine Ergründung der Situation findet nicht statt.

Das weißt du doch nicht? Es schuldet dir ja niemand Rechenschaft nach oder vor einem Schwangerschaftsabbruch.

Ob sie sich in einer Notsituation befindet oder nicht, ob es extrem schwerwiegende Gründe dafür gibt oder nicht. Interessiert keinen und hat keinen Einfluss darauf, was nun geschieht.

Wer entscheidet, was eine Notsituation ist? Wer bestimmt, was schwerwiegenden Gründe sind und was nicht?

Gerade wenn das erste Trimester rum ist, dürfen Frauen weder in Deutschland, noch in Österreich "einfach so" abtreiben, sondern es braucht durchaus eine Indikation für einen Abbruch.

S#hojxo


oder "Ich mag grundsätzlich keine Kinder und will keine."

Und das empfindest du ernsthaft als nichtigen Grund dafür, kein Kind zu bekommen beziehungsweise abzutreiben? Was sollen diese Frauen denn sonst tun, wenn sie wirklich keine Kinder mögen und keine Kinder wollen?

SLouha


Ich kenne dutzende Frauen, die klipp und klar sagen, sie werden auf jeden Fall abtreiben, solllten sie vor 30 schwanger werden. Die Gründe, die dafür genannt werden, sind:"Ich will erstmal studieren und Karriere machen. Kinder kann ich vor Mitte 30 nicht gebrauchen" oder "Ich will erstmal Reisen und die Welt kennenlernen, Kinder kann ich irgendwann später nochmal evtl. bekommen" oder "Ich mag grundsätzlich keine Kinder und will keine." Das sind nach meiner ganzen Erfahrungen mit unzähligen Gesprächen und Diskissionen die Hauptgründe für die grosse Masse der Abtreibungen.

Dann würde mich ja interessieren,haben mehrere dieser Frauen dann auch wirklich abgetrieben? Sagen kann man viel, wenn der Tag lang ist und man sich nicht in der Situation befindet. Wieviel Frauen kennst du, von denen du hundertprozentig weißt, die haben aus ebendiesen Gründen tatsächlich abgetrieben.

P&urzelTbau=mraxum


Es gibt Menschen, deren Lebensglück im Aburteilen besteht , weshalb tiefer sehen wollen, wenn man sich so schön an der Oberfläche zufrieden und erhaben reiben kann?

dvanaex87


Ich kenne dutzende Frauen, die klipp und klar sagen, sie werden auf jeden Fall abtreiben, solllten sie vor 30 schwanger werden.

Hab ich auch. Ich war der Meinung ich würde wegen des Studiums abtreiben. Dann war es soweit und siehe, ich habe festgestellt, doch nicht. Das lag aber NICHT daran, dass ich von tiefer Liebe zu einem Baby beseelt gewesen wäre. Mitnichten. Für mich war da zwar irgendwas am Leben, aber ein Baby war das ganz sicher noch nicht und geliebt hab ich das auch nicht.

Ich habe nicht abgetrieben, weil ich wusste, dass ich nicht für eine Tötung verantwortlich sein wollte. Ganz egoistische Gründe. Und danach hab ich bei allen Dehnungsschmerzen wochenlang gehofft ich würde diesen Anfang von Leben nun verlieren und alles wäre wieder gut. War es nicht. Inzwischen ist es gut so wie es ist, aber manchmal beneide ich die Frauen, die mit der Verantwortung für eine Tötung leben können. Denn ich finde es manchmal unfassbar schwer eine, in meinen Augen, gute Mutter zu sein. Nicht selten auch zu schwer.

Und nun? Bin ich nun besser, weil ich ein Kind bekommen habe, weil ich egoistisch war, als die Frauen die keines bekommen haben, weil sie egoistisch waren? Oder wäre ich gut, wenn ich keines bekommen hätte, weil ich durch meine psychische Disposition naturgemäß nicht der Tobanwärter auf den Titel "Supermami" bin, und heute auch tot wäre, weil ich damit nicht hätte leben können? Oder wäre die Frau in gut, die ihr Kind ausgetragen hätte, obwohl das für sie persönlich die schlechtere Option gewesen wäre, und es nun misshandelt, ignoriert, nicht liebt oder es schlicht verantwortlich für jede Enttäuschung ihres Lebens seit Empfängnis macht?

Am Ende sind die Gründe für doer gegen eine Abtreibung immer egoistisch, müssen es sein, denn das heranwachsende Leben kann man nicht befragen. Selbst wenn man das Kind bekommt, weil man nicht abtreibt und kein Leben nimmt, dann ist die Entscheidung egoistisch, weil man sie für das selbstbild trifft.

D(ieZyauberfxee


Wer entscheidet, was eine Notsituation ist? Wer bestimmt, was schwerwiegenden Gründe sind und was nicht?

Der gesunde Menschenverstand, oder?

Wenn eine Frau abtreibt, weil sie eine schwere Risikoschwangerschaft hat und die Geburt wahrscheinlich nicht überleben würde, würde doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass das eine echte Notsituation ist und ein schwerwiegender Grund um abzutreiben.

Wenn eine Frau abtreibt, weil sie nächstes Jahr eine Weltreise machen und erstmal das Partyleben geniessen will, würde der gesunde Menschenverstand wohl eher sagen, dass es keine Notsituation ist.

In anderen Fällen gehen wir ja auch vom gesunden Menschernverstand aus, oder nicht? Wenn mein Nachbar mit einem Messer auf mich los geht und ich ihm mit der Bratpfanne eines überziehen, dann ist das Notwehr. Wenn mein Nachbar laut Musik hört und ich ihm aus Ärger über die laute Musik die Bratpfanne auf den Schädel haue, ist das sicher keine Notwehr.

Dei'eZaubberxfee


Dann würde mich ja interessieren,haben mehrere dieser Frauen dann auch wirklich abgetrieben? Sagen kann man viel, wenn der Tag lang ist und man sich nicht in der Situation befindet. Wieviel Frauen kennst du, von denen du hundertprozentig weißt, die haben aus ebendiesen Gründen tatsächlich abgetrieben.

Ein paar kenne ich schon, die wirklich abgetrieben haben und dies wirklich mit banalen Dingen wie "Habe ich gerade keine Lust drauf/keine Zeit zu" begründet haben. Die haben da auch relativ offen drüber gesprochen, dass das für sie keine grosse Sache war, dass es ganz schnell ging und sie nun ihr kinderloses Leben geniessen können und erst später irgendwann mal eines wollen.

Und wie gesagt, ich kenne zig Frauen, die ganz offen und ohne grosse moralische Bedenken sagen:"Wenn ich jetzt schwanger werden würde, wird "das" halt abgetrieben und fertig."

Die Einschätzung von danae87, dass alle abtreibungswilligen Frauen in extremen Notsituationen stecken und keine abtreibungswillige Frau leichtfertig abtreiben würde, kann ich nach meinen Erfahrungen in sehr vielen Diskussionen und Gesprächen absolut nicht teilen.

Ich finde es auch wie gesagt nicht gut, alle in einen Topf zu werfen. Die Frau, die aus medizinischen Gründen abtreiben muss gehört einfach nicht in denselbenTopf mit der Frau, die aus karrieretechnischen Überlegungen oder weil sie einfach gerade keine Lust auf Windelnswechseln hat abtreibt. Das sind aus meiner Sicht vollkommen verschiedene Dinge.

d|anaex87


Wenn eine Frau abtreibt, weil sie nächstes Jahr eine Weltreise machen und erstmal das Partyleben geniessen will, würde der gesunde Menschenverstand wohl eher sagen, dass es keine Notsituation ist.

Wir wissen aber nicht welchen Stellenwert die Weltreise für die Frau hat, welche Bedeutung. Genau wie das Partyleben.

Und das andere ist eine akute Notwehrsituation, da geht es um etwas ganz anderes.

m[ond+sateMrne


Wer entscheidet, was eine Notsituation ist? Wer bestimmt, was schwerwiegenden Gründe sind und was nicht?

Ich würde sagen, im Rahmen dieser Diskussion entscheidet es jeder selbst, nach seinen eigenen Maßstäben.

Ein objektiver Maßstab für eine Notsituation ist mir zumindest nicht bekannt.

dUanare87


Ein objektiver Maßstab für eine Notsituation ist mir zumindest nicht bekannt.

Da sind wir einer Meinung. ;-D

myond>+stegrne


Solche Seltenheiten muss man festhalten.

:-)

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