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Gynefix - Infektionen, Brennen, Schmerzen, Ziehen im Unterleib

amnlOi82 hat die Diskussion gestartet


Hallo :-) Hat hier jemand dasselbe Gynefix-Problem? Bin am Verzweifeln :°(

Habe die Gynefix seit über 1 Jahr, hatte schon vor der Einlage immer wiederkehrende bakterielle Infektionen (Vaginosen).

Hab das auch meinem FA vor dem Setzen der Gynefix gesagt aus Angst die Bakterien könnten dadurch zur Gebärmutter hochsteigen und dort eine Entzündung auslösen. Er meinte entspannt das ist unwahrscheinlich, hat aber trotz meiner Vorgeschichte keinen Abstrich vor dem Legen der Gynefix gemacht :|N

Nach dem Legen der Gynefix: fast 2 Monate nonstop starke Blutungen, dann: Brennen, Bauchschmerzen unten links, Ziehen im Unterleib, Blutungen beim Eisprung, Schmierblutungen, gelber Ausfluss der unangenehm fischig riecht.

Also immer wieder Abstriche mit Antibiogramm -> jedes Mal reichlich Bakterien. :(v

Habe schon alles ausprobiert: diverse orale Antibiotika, lokale Desinfektionsspülungen, Aufbaukuren mit Milchsäurezäpfchen/gels, Döderleinkapseln usw.

Nichts hilft, die Bakterien kommen immer wieder zurück. :°(

Jetzt habe ich Angst, dass die Bakterien schon beim Legen oder mit der Zeit über die Gynefix von der Scheide hoch in die Gebärmutter gekommen sind -> Gebärmutterentzündung oder sogar Eierstockentzündung?! ":/

Hat jemand ähnliche negative Erfahrungen/Probleme mit der Gynefix?

Bin am verzweifeln und über jede Antwort dankbar. @:)

Antworten
Bsell7a93x3


Oh Gott du arme!! Habe ebenfalls die Gynefix, bei mir ist alles wirklich super. Ich vergesse eigentlich, dass sie da ist. ;-D

Bezüglich einer Gebärmutterentzündung bzw. Eierstockentzündung, hast du das schon beim Arzt abklären lassen? Würde es die ganze Sache besser machen die Gynefix rauszunehmen?

Mir wurde damals erklärt, dass die Gynefix steril eingesetzt wird, da sie sich in diesem weißen langen "Röhrchen" befindet.

a|nli8x2


@ Bella933

Wie diagnostiziert der Arzt denn die Gebärmutter-/ bzw Eierstockentzündung ? :-)

Ich hab diesen Ausfluss eh wegen der bakteriellen Infektion, aber wie kann man jetzt rausfinden ob das zusätzlich auch noch hochgewandert ist? ???

Hmm aber das Röhrchen schiebt der FA auch erst durch die Vagina, über den Muttermund hoch zur Gebärmutter also kann das mit den Bakterien hochtragen doch gut möglich sein oder? ":/

jvusJt_lVooking?


Naja, es wird vorher desinfiziert, und der Muttermund fixiert, bis zum "Grübchen" in Muttermund gibt es keine Berührung.

aKn>li82


@ just_looking?

warum heißt es dann immer wieder dass es ein erhöhtes Infektionsrisiko gibt beim Einsetzen von Spiralen usw. also bei Eingriffen in die Gebärmutter?

jtusLt_Glookxing?


Währendessen oder danach?

Währenddessen hängt es wohl immer von der Gründlichkeit beim Desinfizieren ab. Wird da nicht peinlichst genau gearbeitet bleibt gegebenenfalls etwas zurück. Wie gesagt, im großen Teil der Vagina ist das irrelevant, allerdings beim Muttermund ist das schon wichtiger und gleichzeitig nicht ganz einfach. Denn dieses "Grübchen" hat dann ja Kontakt mit dem Rohr und gleichzeitig lässt sich nicht die gesamte Tiefe desinfizieren. Also auch bei bester Desinfektion und Gründlichkeit, es sind einfach "bauliche Limits" durch die Anatomie der Frau gegeben. Worauf ich aber eben hinaus wollte ist, dass das Röhrchen eben so wenig Kontakt wie möglich mit der Vagina hat, wenn also Erreger weiter getragen werden, dann nicht "einmal quer durch die Vagina" sondern "nur" vom Muttermund weg.

Danach wird spekuliert (keine Ahnung ob es da verlässliche Zahlen gibt), dass Erreger über den Faden der Spirale/Gynefix hochwandern können und dann in die Gebärmutter gelangen.

a5nlix82


@ just_looking?

Ich meine beides. Währenddessen und danach.

Ich denke nicht, dass mit dem Desifizieren wirklich alle Bakterien abgetötet werden, egal wie gründlich der FA arbeitet.

Sonst würd ich nicht seit 2 Jahren ständig Antibiotika schlucken + antibakterielle Scheidenspülungen etc. um diese schreckliche chronische bakterielle Vaginose loszuwerden. Sondern ich würd den FA locker flockig alles desinfizieren lassen, wär geheilt und hätte meine Ruhe. (Mein Traum ;-D )

Es reicht aber leider auch schon wenn die Bakterien "nur" am Muttermund sind um sie hochzuverschleppen. Für diese These spricht dass mein Muttermund beim letzten Abstrich sehr gerötet war :-(

C&aram]ala} 3


Wichtig wäre eher zu wissen, warum du diese Infektionen hast.

Hast du vielleicht Vitamin- und Mineralstoffmängel? Ich denke da an B12, Vit. D, Selen, Ferretin, Zink, Folsäure und andere B-Vitamine, evt. Vitamin A für die Schleimhäute. An all diesen Stoffen hängt ein Großteil der eigenen Immunabwehr, das Hormonsystem und die Schleimhautzusammensetzung.

Ich würde da das Wesentliche einmal testen lassen. Leider muss man einen Teil davon selbst zuzahlen. B-Vitamine und Vitamin A muss man nicht zwingend testen lassen. Man kann, wenn andere Werte schon sehr niedrig sind, ein entsprechendes Präparat, was auf einen zugeschnitten ist einnehmen.

All diese Werte sollten in einem guten mittleren Bereich liegen und nicht zu hoch und nicht zu tief sein.

Selen, was ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr ist, kann man mit zwei Esslöffeln Kokosflocken täglich gut abdecken. Da ist soviel drinnen, wie in einer 100 µg Tablette.

Alles andere ist ein bisschen schwieriger. Ein zweimal die Woche Leber essen, geht zwar, aber dann Schwermetalle wieder ein Thema.

a4nlix82


@ Caramala 3

Danke für deine Antwort :-)

Habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die ist aber durch L-Tyroxin Tabletten sehr gut eingestellt.

Ferritin-Mangel leider auch, den versuche ich durch Eisentabletten auszugleichen und Vitamin D-Mangel, dafür nehm ich täglich eine Tablette Vigantol 1.000 IE.

Den Rest habe ich nicht testen lassen. Bei welchem Arzt kann ich das testen lassen und wie hoch sind die Kosten?

Ich denke auch, dass diese Vitamine und Mineralstoffe da eine Rolle spielen, aber warum kriege ich die Bakterien lokal nicht weg? Habe auch vom Biofilm gelesen, den diese Bakterien oft bilden und dadurch resistent sind gegen Antibiotika. Vielleicht ist es ja das ???

eUs(gehtwPieder


Kupfer ist ein Schwermettal und dementsprechend schädlich für den Körper. Neben der Tatsache, dass es die Spermien schädigen so, wirkt es sich auch negativ auf die mikroorganismen in der Scheidenflora aus, was ein Eindringen von Krankheitserregern - bis in die Gebärmutter - deutlich erleichtert. Deshalb gehen Kupferimplantate etc. mit einem erhöhten Infektionsrisiko einher.

Dazu kommt, dass die Kupferionen den Aufbau einer fruchtbaren Gebärmutterschleimhaut verhindern, indem sie für eine latente Reizung/Entzündung der Gebärmutterschleimhaut sorgen. Hieraus kann auch eine chronische Entzündung entstehen, die die Gebärmutter dauerhaft schädigen (erhohtes Risiko von Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit). Wird leider von den meisten Ärzten stark verharmlost, wie so vieles wenn es um das Thema Verhütung geht. (Bitte hier keine Kommentare zu vermeintlichen Studien, dass die Gynefix harmlos sei. Wer diesen glauben will darf meinen Beitrag sowie eventuell auftretende Symptome gerne ignorieren.)

Der Arzt ist jedenfalls auf der sicheren Seite, er verdient sein Geld, und falls du am Ende doch Probleme hast, bist du im schlimmsten Fall weg, und im besten Fall hat er eine weitere Möglichkeit, Geld an deiner Behandlung zu verdienen. Wieso sollte er sich also Stress machen und dich verunsichern? (Meine Erfahrung: Wirklich einfühlsame und verantwortungsvolle Frauenärzte sind sehr sehr selten... die meisten wollen einem nur unnötige und teils schädliche IGeL-Leistungen andrehen.)

Tipp: Beginn, selbst Verantwortung für deinen Körper zu übernehmen und akzeptiere, dass es ihn schädigen kann (teils massiv), wenn du dich gegen ihn richtest. Was du mit der Gynefix definitiv tust.

Deine Befürchtung, Bakteien könnten beim Legen der Gynefix in deiner Gebärmutter gekommen sein, halt ich übrigens für unbegründet, oder zumindest nebensächlich. Die Gebärmutter ist niemals vollständig von der Außenwelt abgeschnitten, und die anderen (dauerhaften) Effekte durch die Gynefix sind deutlich stärker.

aInli8x2


@ esgehtwieder

Ich habe im Internet (nicht auf der offiziellen Gynefix-Seite) gelesen, Kupfer sei zwar ein Schwermetall, wirke aber auch antimikrobiell ???

Wenn die Kupferionen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindern, warum habe ich dann bei meiner Periode starke Blutungen in denen auch viel Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird? ":/

Ich spüre übrigens auch meinen Eisprung seit der Kette.

Wegen meinem FA: er ist sehr nett und einfühlsam, steht aber unter Zeitdruck und scheint mit meinem Problem überfordert :-(

In den Internetforen scheinen die meisten Frauen problemlos super-glücklich zu sein mit der Gynefix, entweder da gibts viele Fake-Profile von den Herstellern selbst oder ich hab einfach Pech :°(

Ich denke nicht, dass das Eindringen von Bakterien beim Legen der Gynefix nebensächlich ist. Vor allem wegen meiner Vorgeschichte mit den Infektionen.

Klar ist die Gebärmutter nie zu 100% abgetrennt vom Rest. Aber es hat schon einen guten Grund warum der Muttermund meist geschlossen ist und der Gebärmutterhals schmaler ist, eben um das Hochsteigen von Bakterien zu verhindern.

Darf ich fragen, woher du so gut informiert bist über das Thema? Hattest du die Gynefix auch? @:)

CharamaSla /3


Hallo anli,

wichtig für das Immunsystem ist B12, Vit. D, Zink, Selen, Folsäure. Das kannst du testen lassen. Was das kostet? Das ist unterschiedlich, je nach Labor. Ich würde mich bei dem Labor erkundigen, das mit deinem Hausarzt zusammenarbeitet. B12, Vit. D, Folsäure, zahlt nach Bedarf auch die Kasse, aber leider auch nicht immer. Zudem haben die Ärzte ein begrenztes Budget. Dann muss man selbst bezahlen.

Selen ist sehr wichtig für die Antikörperbildung und es ist oftmals zu niedrig, weil wir in Deutschland selenarme Böden haben. In Asien ist das oftmals anders oder sogar zu viel. Mit zwei Esslöffel Kokosflocken am Tag, kann man sich aber gut helfen und Tabletteneinnahmen sind nicht nötig. In Kokosflocken ist viel Selen enthalten.

Alle anderen Werte sollten in einem guten mittleren Bereich liegen, eher leicht darüber sein, so dass die Körperfunktionen optimal aufrecht erhalten werden können.

Ansonsten male ich nicht gerne den Teufel an die Wand. Alles, was man dem Körper zufügt, hat eine Wirkung und eine Nebenwirkung, das gilt auch für das Essen und das Trinken. Es kommt auf die Menge und auf den individuellen Stoffwechsel an, den man vererbt bekommen hat und den man durch eigenes bewusstes oder unbewusstes Verhalten mit beeinflusst.

B}ate8r W.


@ anli

In den Internetforen scheinen die meisten Frauen problemlos super-glücklich zu sein mit der Gynefix, entweder da gibts viele Fake-Profile von den Herstellern selbst oder ich habe einfach Pech

Sicher trifft beides zu.

Es gibt - natürlich neben Frauen mit Nebenwirkungen - viele Gynefix-Anwenderinnen, die keine Probleme haben.

Und zwischen die ehrlich Begeisterten mischen sich dann in manchen (?) oder vielen (?) Foren die Fake-Profile, die die Gynefix anpreisen wie Moderatoren eines Home - Shopping - Sender ein Haarwuchsmittel. Solche Profile gab es hier auch schon.

An deiner Stelle würde ich übrigens die Gynefix sofort ziehen lassen. Seit Monaten Antibiotika! Das geht ja gar nicht.

@ esgehtwieder

Der Arzt ist jedenfalls auf der sicheren Seite, er verdient sein Geld, ...

So einfach ist das nicht, denn er haftet juristisch! Für alles, was er macht oder auch unterlässt, kann er verklagt werden. Und Ärzte wissen das und handeln dann - sicher in der Mehrzahl - entsprechend.

Bdater` Wx.


Und sie müssen sich auch vor den kassenärztlichen Vereinigungen rechtfertigen.

a~nlix8]2


@ caramala 3

Danke für die Auflistung, Eisen und Vitamin D bin ich ja schon am therapieren. Den Rest lasse ich nächstes mal beim Hausarzt checken. Selen-Tabletten habe ich zuhause, werde sie regelmäßig jetzt nehmen.

@ Bater W.

Also vor allem bei der Gynefix ist mir das schon sehr aufgefallen, bei Pille, Hormon- und Kupferspirale sind die Anwenderinnen kritischer...

Die Antibiotika habe ich auch vor dem Einsetzen der Gynefix genommen. Jetzt ist nur die Frage ob die Bakterien die vorher schon da waren auch noch hochgewandert sind.

Und wegen der juristischen Haftung: ich wurde vor der Einlage mündlich und schriftlich über evtl. auftretende Komplikationen aufgeklärt (inklusive jeglicher Entzündungen die ja jetzt mein Problem sind). Musste da auch unterschreiben, damit hat er sich abgesichert.

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