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Wieder die Pille nehmen oder "Wechseljahrhormone"?

SmarBah-Wx. hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe vor 1,5 Jahren die Diane 35 abgesetzt, weil ich sie nicht vertragen habe. Anfangs bekam ich meine Regel noch 2 oder 3 mal sehr schwach. Seit über 1 Jahr habe ich meine Regel gar nicht mehr. War letzte Woche bei meiner FÄ u. die hat meinen Hormonspiegel untersucht, aber nichts festgestellt. Da ich das letzte Jahr sehr viel Streß hatte, vermutet sie, daß es wohl daran liegt. Sie hat mit jedoch zu einer Behandlung geraten, da es sich ansonsten wohl durch zuwenig Östrogene auf meine Knochen negativ auswirken kann?!

Sie hat mir die Pille empfohlen, einen Namen nannte sie mir nicht. Alternativ könnte ich für 1/2 Jahr ein Hormonpräparat nehmen, was auch Frauen in den Wechseljahren bekommen, dies wäre wie die Pille einzunehmen, wäre aber nicht so stark dosiert.

Ich wollte jetzt mal Euch um Rat fragen, ob von Euch jemand soetwas auch hat/hatte und was Ihr mir raten würdet. Wieder die Pille oder besser das Andere?

Antworten
rRincfhen


hallo,

typisch frauenärzte, ich habe manchmal das gefühl, die kennen nur "ihr" östrogen und tolle pillenpräparate...

es ist wichtig, dass im weiblichen körper östrogen und progesteron in einem natürlichen verhältnis zueinander vorliegen. liegt das eine in bezug zum anderen zu hoch, funktioniert der hormonkreislauf nicht mehr richtig und es kann zu beschwerden kommen.

was macht nun die pille? sie verhindert die körpereigene produktion des östrogens und progesterons und stopft den körper dafür mit synthetischem östrogen und körperfremden gestagenen voll. tolle sache zur verhütung, ansonsten sollte man lieber die finger davon lassen.

wenn du keine erhöhten männlichen hormone hast, brauchst du gar keine östrogen-gestagen-kombination - auch kein wechseljahrespräparat! bei erhöhten männlichen hormonen macht ein antiandrogenes gestagen sinn, ansonsten braucht man den körper nicht damit belasten.

behandlung wäre hier:

1. progesteron (DAS körpereigene gestagen, es gibt nur eins! und es ehtsteht nur, wenn ein eisprung vorliegt). gibt es als gel (progestogel; eigentlich gegen brustspannen) und kapseln (utrogestkapseln). ich halte das gel aber für sinnvoller, weil es besser zu dosieren ist. in der zweiten zyklushälfte tgl. zwischen 20 - 30 mg. sollte mittels blutuntersuchung auch angepasst werden, also nicht überdosieren. und nur bei ausbleibendem eisprung ergänzen.

2. natürliches östrogen, von daher war der griff zu wechseljahrespräparaten schon richtig, da gibt es ja größere auswahl. sollte aber bei blutuntersuchungen im referenzbereich bleiben und nicht überdosiert werden.

ansonsten weiß ich nicht wie umfangreich die überprüfung der hormone war. eine schilddrüsenerkrankung z.b. kann auch zu ausbleiben der regel führen.

gruß

rinchen

SJadrah!-W.


@rinchen

Danke für Deine ausführliche Antwort! Bei mir liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, die schon seit längerem behandelt wird und angeblich laut FÄ nichts mit meinem weiblichen Hormonhaushalt zu tun hat.

Was mich am meisten auf die Palme bringt: Jeder Arzt gibt mir eine andere Antwort: Die Phlebologin schob meine Besenreiser z. B. auf die Pille (auch ein Grund, weshalb ich sie nicht mehr nehme), meine HÄ redet ebenfalls kritisch über die Pille, untersucht lediglich meine Schilddrüsenwerte, meine ehemalige Nuklearmedizinerin hat gesagt, daß die Pille in keinster Weise die Schilddrüsenwerte beeinflußt und meine nun neue FÄ meint ebenfalls, daß das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Sie hat mich heute, als sie mir das Ergebnis der Blutuntersuchung mitteilte, verwundert gefragt, ob es mir denn nichts ausmache, meine Regel nicht zu haben? Als ich sie nach den Nebenwirkungen des Wechseljahrespräparates gefragt habe, hat sie mir nur geantwortet, daß die Nebenwirkungen durchs Ausbleiben meiner Regel auf meinen Knochenbau wesentlich höher wären.

Was soll ich davon halten ??? Ich habe keine Lust, wieder in die Mühlen von FÄ zu geraten, die wieder zig Pillen an mir ausprobieren. Desweiteren hat mir die FÄ übrigens erzählt, daß ein Ausbleiben der Regel zur Kinderlosigkeit führen kann. Ich fühle mich mit so einer Aussage irgendwie unter Druck gesetzt, wieder Pillen zu schlucken.

Nur was ich jetzt machen soll, weiß ich noch immer nicht.

KXathi"baxby


Hallo Sarah,

erstmal wie alt bis du denn? Natürlich ist es so, dass es z.B. bei älteren Frauen nach der Menopause zu einer Osteoporose kommen kann aufgrund des "natütlichen" Östrogenmangels. Deshalb fabd man ja u.a. die Klimakteriumpräparate so toll. Heute weiß man leider, dass sie viele andere schwerwiegende Risiken bergen, so dass man die Anwendung gut überdenken sollte. Was wurde denn nun an Hormonen eigentlich bestimmt? Wenn alles in Ordnung war, dann könntest Du ja auch nicht zu wenig Östrogen haben. Wurde denn LH und FS bestimmt und wie wird die Schilddrüse behandelt? Probier es doch mal mit Frauenmanteltee, ist ein pflanzlicher Zuklusregultor, ebenso wie z.B. Agnus Castus (Mönchspfeffer). Vielleicht kommt da ja was in Gang.

LG

Kathibaby

ruinc!hexn


hallo sarah,

warum genau hast du eine unterfunktion? hashimoto? was für tabletten nimmt du? bist du gut eingestellt?

eine schilddrüsenunterfunktion kann den kompletten hormonhaushalt durcheinander bringen, denn dieser greift wie zahnräder ineinander.

die pille kann übrigens sehr wohl die schilddrüsenwerte beeinflussen, dadurch stehen nämlich dem körper weniger freie schilddrüsenhormone zur verfügung und man kommt noch mehr in eine unterfunktion.

zu einem vernünftigen knochenbau gehören östrogen und progesteron. manchmal frage ich mich, was frauenärzte glauben, warum uns die natur östrogen und progesteron gegeben hat? damit man letzteres einfach unter den tisch fallen lässt? deshalb schützt dich ein wechseljahrespräparat nicht vor osteoporose, es enhält zwar östrogen aber eben kein progesteron. überdosierung von östrogen hat weitreichende folgen, dass sollte deine ärztin mal nicht so verharmlosen.

schwanger werden ist allerdings in der tat ein problem, wenn es nicht zum eisprung kommt. aber da müsste erst einmal genau festgestellt werden wo im hormonkreislauf die störung liegt. ich glaube nicht, dass deine frauenärztin das so umfassend abgeklärt hat.

warst du schon einmal bei einem endokrinologen?

also ich würde dir erst einmal zur ergänzung mit progesteron und östrogen (am besten beides als gel, also progestogel und gynokadingel, das freut die leber) raten, falls ein umfassender hormonstatus keine großen auffälligkeiten zeigt. die schilddrüse wäre auch noch einmal genau zu überprüfen.

falls allerdings jetzt in dem moment ein kinderwunsch besteht, muss man sich evtl. noch etwas anderes einfallen lassen, das weiß ich aber dann nicht.

gruß

rinchen

S`arah-xW.


Hallo Ihr Beiden,

also ich bin 27 Jahre alt, ein Kinderwunsch besteht derzeit nicht und unter Hashimoto leide ich nicht, es wurde als latente Unterfunktion bezeichnet u. ich nehme derzeit Eferox 75 ein. Ich muß die Tage wieder zur Kontrolle. Ich glaube nicht, daß diese Dosierung endgültig ist, sie ist bestimmt noch nicht richtig eingestellt (kommt mir manchmal so vor).

Da ich genau wissen möchte, was die FÄ im Blut hat untersuchen lassen, habe ich sie eben angerufen u. um eine Kopie der Ergebnisse gebeten. Die Arzthelferin hat wörtlich zu mir gesagt:" Das wird Ihnen zwar eh nichts sagen, aber moment mal..." u. hat dann Rücksprache mit der Ärztin gehalten, die dem dann zugestimmt hat. Das ist doch unglaublich oder ??? Sowas regt mich schon wieder total auf.

Wenn ich das Rezept habe, werde ich mich mal darüber schlau machen, wie über den Rest auch. Über diverse Wechselj.-Präp. habe ich bereits schon mal negative Dinge gelesen, daß sie auch nicht ohne sind. Ich frage mich, weshalb die Ärztin mich nicht auf dieses Gel oder andere "natürliche Mittel" hingewiesen hat. Ich weiß leider im mom. nicht den Namen des Mittels, werde das Rezept aber bald erhalten.

Gruß,

SYtern-en#kiEnd


Was ist denn an wechseljahrshormonen so gefährlich für Frauen in den Wechseljahren?

Wenn die starke Beschwerden haben, sind sie nützlich oder

Sorry für die kurze Zwischenfrage

SXaraIh-Wx.


@Sternenkind

Klar, diese Präparate sollen ja in erster Linie wohl nützlich sein u. ich denke auch, daß vielen Frauen damit schon geholfen wurde, aber ich habe mal gelesen, daß viele Ärzte den Frauen in den Wechseljahren diese "Hormonhammer" viel zu schnell verschreiben, z. B. wenn frau bereits über noch vergleichsweise harmlose Beschwerden klagt wie z. B. ab u. an leichte Hitzewallungen.... . Habe halt mal gelesen, daß die Mittel erhebliche Nebenwirkungen haben können, eben weil es, wie die Pille auch, ein erheblicher Eingriff in den natürlichen Verlauf ist. Hm, mehr kann ich dazu leider noch nicht sagen.....

Gruß,

Sgternke;nkixnd


Hm achso :-)

Also nur die übliche Panikmache *g*

Danke Dir Sarah und alles Gute für dich !

r)incxhen


@ sarah

hashimoto ist die häufigste ursache für eine unterfunktion! in frage kommen dann noch operation oder auch nach radiojodtherapie, das schließt sich bei dir aber wohl aus. jodmangel gibt es nicht mehr groß. da solltest du noch einmal nachhaken!

Die Arzthelferin hat wörtlich zu mir gesagt:" Das wird Ihnen zwar eh nichts sagen, aber moment mal..." u. hat dann Rücksprache mit der Ärztin gehalten, die dem dann zugestimmt hat. Das ist doch unglaublich oder Sowas regt mich schon wieder total auf.

unverschämtheit. jeder patient hat ein anrecht darauf, ob demjenigen das dann etwas sagt oder nicht spielt keine rolle. und es soll ja auch menschen geben, die sich damit auskennen und nicht studiert haben...

dass deine ärztin dich nicht auf das gel ansprochen hat, liegt daran, dass sie es normalerweise nicht kennen. ich habe es bei meiner fraunärztin mal versucht, die wusste nicht einmal wofür progesteronergänzung sinnvoll sein könnte. und die pharmaindustrie hat kein interesse daran, progesteron an die breite öffentlichkeit zu bringen, sie können dmait kein geld machen. das können sie nur mit synthetischen gestagenen, deswegen gibt es davon auch so viele varianten.

jedes östrogenpräparat - pille noch mehr als wechseljahrespräparate - hat diverse nebenwirkungen und langzeitfolgen.

@ sternenkind

die herkömmlichen wechseljahrespräparate sind untypisch für den weiblichen körper, der körper kennt zwar das östrogen nicht aber das gestagen. vielleicht schafft man es damit die symptome zu unterdrücken, d.h. aber noch nicht, dass damit im körper alles in ordnung ist. ganz im gegenteil. weder die kritik an der pille noch an wechseljahrespräparaten ist übliche panikmache, sondern hat schon ihren sinnvollen grund.

gruß

rinchen

SAtern enkinxd


Nur vergessen die Leute, die Panik machen immer die Kosten-Nutzen Aufstellung.

Ich hab lieber ne Mutter, die ein Wechseljahrspräparat bekommt als eine, die mit Depressionen heulend im Eck sitzt, Schweißausbrüche ohne Ende hat und kaum noch laufen kann..

Gelle?

r7inchxen


ich will keine panikmache betreiben, sondern schreibe nur, wo die fehler liegen. ich sage ja nicht, dass man wechseljahresbeschwerden unbehandelt lassen soll, man sollte sie nur anders therapieren als mit einem herkömmlichen wechseljahrespräparat.

gruß

rinchen

K>at[hUibabxy


@ sternenkind

Ich rede nicht von irgebdwelcher Panikmache, sondern von Studien über Wechseljahrespräparate, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind:

1. 2002 wurde vorzeitig die sog WHI Studie abgebrochen. Denn die Einnhame von Hormonpräparaten (in dem Fall Climopax) steigert das Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen, venösen Thrombembolien und Brustkrebs. Dabei fördern sie die Entwicklung von Brustkrebs nicht nur, sondern verzögern auch wegen wahrscheinlich schwererer Beurteilbarkeit die Diagnose. Knochenbrüche und Darmkrebs sind zwar seltener, die Nutzen-Schaden-Bilanz ergibt jedoch einen zusätzlichen schwerwiegenden Gesundheitsschaden pro 100 Frauen in 5 Jahren. Auch der angeblich positive Aspekt auf die Lebensqualität konnt nicht nachgewiesen werden, bei Frauen die keine starken Hitzewallungen etc. hatten, wirkten sich Hormonpräparate sogar negativ aus.

2. Auc die Milion Women Health Study bestätigt das erhöhte Brustkrebsrisiko.

Also das alles Panikmache zu nennen, ist wohl übertrieben. Vielleicht wäre ein gescheites Antidepressivum besser als Hormone.

LG

Kathibaby

S9teyrnyenxkind


pro 100 Frauen von wievielen ?

Und spar dir deine blöden Antidepressiva Kommentare das ist einfach nur peinlich

K#athiba^by


ich weiß nicht, was an AD peinlich sein sollte. Das Klimakterium ist keine Krankheit, auch wenn die Wechseljahre von der Pharmaindustrie eine solche dargestellt wird. Es ist übrigens gar nicht so untypisch, dass Frauen in dem Alter eine sog. Involutionsdepression entwickeln. Aber damit kennst du dich ja vielleicht nicht aus, also spar Du Dir besser solche unqualifizierten Aussagen. Wie der Name der 2. Studie impliziert, ist das keine Studien an 20 oder 30 Frauen. Also sind die Zahlen sicher auch zuverlässig, v.a. da sie entgegen der Interessen der Pharmafirmen sind.

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