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Kastration: Suche Frauen mit dem gleichen Schicksal

aVulfina


Hallo,

eine andere Methode (z.B. Ausschälung) wäre bei mir nicht möglich gewesen, da ich zuviele Myome habe. Mehrere Ärzte bestätigten (sogar der Prof.) dass dann einfach nix mehr von der GM übrig wäre.

Sicherlich ist das aber eine Methode für Frauen mit wenigen Myomen.

Das war ja das erste, wonach ich fragte, ob man nicht nur die Myome entfernen könnte. Aber ich hab ja auch die Ultraschallbilder gesehen und selbst mir als Laien leuchtete ein, dass das nicht funktionieren kann.

Aber wie gesagt, mir geht es wirklich blendend. Ich habe keine Schmerzen, ich warte eigentlich immer noch drauf, weil mir gesagt wurde, dass absterbendes Gewebe Schmerzen verursacht. Ich habe keine Schmerzen und auch keine sehr ungewöhnlichen Blutungen. Manchmal kommt schon was durcheinander, das war z.B. bei unserem Urlaub. Ich hab vermutet, dass der Flug vielleicht "Schuld" dran ist. Es hat sich aber alles wieder schnell eingependelt. Ich habe es nicht bereut.

Aber... um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken. Ein Spaziergang war das auch nicht. Aber ich hatte nur die Wahl zwischen Entfernung und Embolisation, was anderes war bei mir nicht möglich. Die Embolisation erschien mir als "das kleiner Übel" und dadurch für mich erstrebenswert. Die Schmerzpumpe, die mich ein paar Tage begleitete, hat mich schon ganz schön "platt" gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass es Medikamente gibt, die einen so benebeln können. Im KH hatte ich auch Schmerzen, eine Höherdosierung der Pumpe war aber nicht möglich, da es sehr heiß war zu dem Zeitpunkt, und nach Aussage des Fachpersonals, eine Höherdosierung mein Kreislauf nicht mehr schaffen würde. Insgesamt war es für mich der "richtige" Weg. ALLERDINGS... ggf. müsste das wiederholt werden. So wie ich es derzeit einschätze zwar nicht, aber wenn... nochmals möchte ich das eigentlich nicht durchmachen. Ich hoffe einfach mal das Beste.

Als nach dem Flug doch wieder starke Blutungen einsetzte, dachte ich mir schon, wenn es doch nichts brachte, dann mache ich nicht nochmals eine Embolisation (die ja dann evtl. auch wieder nichts bringt) sondern lass sie doch entfernen. Eine Embolisation kann helfen, aber es ist nicht zwingend so. Es hat sich ja aber alles wieder eingependelt. Ich hoffe einfach, dass es so positiv bleibt. Schließendlich muss ich "nur" die Zeit bis zu den natürlichen Wechseljahren überbrücken, dann erledigt sich das häufig von selber.

Grüßles

aulina

FRlamm9enseJele


@PapillowDw

Hast du denn geglaubt, daß man eine Frau nicht "kastriert" werden kann? Hast Du denn geglaubt, daß man so etwas wichtiges aus dem Menschlichen Körper schneiden kann, ohne daß es einschneidende Folgen hat? Hast Du denn geglaubt, daß "verfrühte Wechseljahre" ein Spaziergang sind? Ich muß mich immer wieder über euch Frauen wundern, und ich kenne einige Frauen die eine "Total-operation" hinter sich haben.

Männer sind sich viel bewußter, daß ihre Keimdrüsen sehr wichtig für ihr seelisches Gleichgewicht sind. Frauen lassen sie sich oft, (nahezu grundlos) wegoperieren, weil sie keinen Zusammenhang zwischen ihrem Befinden und ihren Hormonen-produzierenden Organen sehen. Wenn es dann amputiert ist, dann kommt die Einsicht, aber dann ist es zu spät.

Klar, für Sex braucht man nur ne Scheide. Was sollen da Uterus und Eierstocke? Also raus damit, wenn der Arzt es sagt... Dass aber die Eierstöcke Hormone produzieren die eine Frau sich erst weiblich fühlen lassen, das sagen die wenigsten Ärzte...

F2lagmmensexele


So,

jetzt zerreißt mich ma in der Luft, oder laßt mich in Schweigen erstarren.Ein Mann kann´s ja eh nicht nachvollziehen....

j>anax02


@Flammenseele

Hallo erstmal,

du sprichst mir aus der Seele... lese hier schon seit einiger Zeit...

bin auch schon im GM-Entfernungsforum gewesen... hab mich aber nicht getraut dort über meine Probleme zu schreiben... wollte die da nicht verunsichern, weil es ist ja bei jeder Frau anders.

ich dachte auch nach meiner GM-entfernung würde alles besser, von wegen!! habe jede menge Probleme, obwohl meine Eierstöcke erhalten wurden. meine OP ist schon 10 Jahre her, die Beschwerden fingen auch erst nach einem halben Jahr an

Gruß jana02

K`ezst{rxa


Flammenseele

Danke @:)

Das hast Du wunderbar geschrieben, genauso ist es :)^

KdesNtxra


jana02

habe jede menge Probleme, obwohl meine Eierstöcke erhalten wurden

:°_ Das habe ich bei meinen Recherchen auch festgestellt. Sooooo unproblematisch ist eine Hysterektomie nämlich nicht wie es immer von diversen Frauenärzten dargestellt wird. Da z.B. die Eierstöcke durch die GB mit Blut versorgt werden, trocknen teilweise die Eierstöcke regelrecht ein. Dann kommt man zu früh in die Wechseljahre usw. Diese Tatsache sagte mir schon vor Jahren eine Freundin, die lange als Krankenschwester auf der Gyn gearbeitet hat. Das wird aber von den operierfreudigen Ärzten entweder völlig ignoriert oder einfach verschwiegen :-/ Dazu kommen Probleme mit Blase und anderen inneren Organen, da durch die fehlende GB das ganze "Gefüge" im Bauchraum regelrecht durcheinander gebracht wird. Natürlich muß das alles nicht passieren, aber diese Tatsachen zu ignorieren und den Frauen einzureden eine Hysterektomie wäre unproblematisch halte ich für grob fahrlässig und macht mich wütend.

BTW: irgendwo hab ich mal eine Studie gelesen, dass der Anteil der Ehefrauen von Frauenärzten bei GB-Entfernungen unterdurchschnittlich ist. Darauf mag sich jeder seinen eigenen Reim machen :-/

B>assaqniSo


Flammenseele

Ein Mann kann´s ja eh nicht nachvollziehen...

Doch, Flammenseele, solche Männer gibt es, und ich find es sehr gut, was Du schreibst, Gratulation! Hat mich sehr berührt! Ein intakter Körper ist wichtig, jedes Organ leistet seinen Beitrag und steht in Wechselwirkungen mit anderen, das ist bei uns Männern auch nicht anders. Die Gebärmutter ist nicht nur ein hohles Behältnis für einen Embryo!

j!anaa02


Hallo Kestra

kann Dir nur zustimmen, habe im Urlaub eine Krankenschwester kennen gelernt, die mir dann bestätigte, das viele Frauen diese Probleme nach der GM-entfernung haben, Ärzte verschweigen das gerne. das schlimme ist, man wandert danach von Arzt zu Arzt, keiner hilft einem wirklich.

wenn die Ärzte selber nicht mehr weiter wissen, dann stecken sie dich in die Psychoschublade.

lUampexter


wenn die Ärzte selber nicht mehr weiter wissen, dann stecken sie dich in die Psychoschublade.

Das haben die Userinnen aus dem Pro-Hysterektomie-Faden hier mit den betroffenen Frauen ja auch versucht.

Auch ich bin da schon blöd angeredet worden, weil ich gefragt habe, wie es zusammenpasst, dass einerseits die Frauen schreiben, sie hätten nach der Entfernung an Lebensqualität gewonnen, andererseits aber fragen, ob sie eine Schwerbehinderung beantragen können :-o

Befremdlich fand ich auch eine Userin, die schrieb, dass Frauen, die sie im Drogeriemarkt Binden und Tampons kaufen sieht, ihr leid tun. Die Periode ist über einen bestimmten Zeitraum ein ganz natürliches Geschehen in einem Frauenleben, mich stört's nicht!

Ich bin nicht direkt betroffen! Ich habe ein großes, beschwerdefreies Myom, seit ca. 8 Jahren (zumindest weiß ich seitdem davon). Meine neue FÄ war auch ganz wild darauf. "Da müssen wir (wir ???) was dran machen". Auf meine Frage, "Was denn?", kam prompt die Antwort: "In Ihrem Alter und bei abgeschlossener Familienplanung, wäre eine GB-Entfernung auf jeden Fall sinnvoll". HALLOOOO?

Mich sieht so schnell kein Gynäkologe wieder.

Und wie gesagt, das war eine ÄRZTIN.

Gut finde ich, dass hier endlich mal ein Thread ist, in dem sich Frauen, die eben nicht alles so einfach wegstecken sich auch mal austauschen können. Ich denke, in den anderen Fäden trauen sich viele nicht, zuzugeben, wie besch... man sich nach so einem Eingriff fühlen kann. Ich bin auch Krankenschwester und weiß, dass die meisten Frauen schon daran zu knabbern haben.

@aulina

Schön, von dir zu hören, und schön, dass es dir gut geht!

KOestVrxa


lampeter

Ich bin auch extra von einem Arzt zu einer Ärztin gewechselt und was von der kam, war der Hammer :(v

Ich sagte ihr, dass ich ein KH gefunden hätte, das meine Myome evtl. nur rausoperiert und nicht die ganze Gb, antwortete sie mir abfällig: "Naja, wenn die daran rumschnippeln wollen und DAS dann wieder zusammenflicken" >:(

Ich finde das unter aller Sau (sorry für die Wortwahl, aber anders kann ichs nicht ausdrücken)

KteHstxra


jana02

wenn die Ärzte selber nicht mehr weiter wissen, dann stecken sie dich in die Psychoschublade

Ja, das habe ich auch schon zu oft erlebt :°_

loampketexr


@Kestra

Ich hätte es noch verstanden, wenn dieses Ding mir Probleme machen würde, tut es aber nicht. Ich habe weder Schmerzen, noch schlimme Blutungen (die könne es an der Stelle, wo es sitzt auch nicht auslösen (O-Ton FÄ). Warum soll ich mich einer OP unterziehen, wenn ich nicht krank bin??

Ohne die moderne Ultraschalltechnik wüsste ich gar nicht, dass ich ein Myom habe, und das wäre mit ehrlich gesagt auch lieber! Ich war auch wegen einer ganz anderen Sache (Brustsekret) bei der FÄ, wurde da direkt auf eine VU festgenagelt und schon war alles andere uninteressant.

K"estxra


Zur Ehrenrettung der Ärzte noch was Positives :-D

Mittlerweile habe ich eine Frauenärztin, die (m) eine Gebärmutter mitnichten als ein überflüssiges Organ sieht, das frau nach der Familienplanung einfach so wegschmeissen soll, weil zu nix mehr nütze. Als ich ihr erzählte, dass jeder Arzt mir rät sie wegen der Myome entfernen zu lassen, hat sie mir klar davon abgeraten: "Das ist kein unnützer Sack, Kestra. Wenn es die GB nur für die Kinder bräuchte, hätte es die Natur so eingerichtet, dass uns Frauen das nur wächst, wenn ein Kind entsteht. Nein, nein, das probieren wir erstmal mit andren Mitteln" :)^

K,estrxa


lampeter

Warum soll ich mich einer OP unterziehen, wenn ich nicht krank bin??

So ist es, das wäre der reinste Schwachsinn, mal abgesehen vom OP-Risiko, das immer besteht

Ohne die moderne Ultraschalltechnik wüsste ich gar nicht, dass ich ein Myom habe, und das wäre mit ehrlich gesagt auch lieber!

Ja, das versteh ich

aRu|linxa


Hallo ihr Lieben,

ich finde es erschreckend, dass Frau häufig (wenn Fam. planung abgeschlossen ist) "die" wäre doch eh überflüssig. Darum geht es doch gar nicht. Selbstverständlich braucht eine Frau in den 40ern die Gebärmutter nicht für den "eigentlichen" Gebrauch. Aber es hängt ja vieles (im wörtlichen Sinne) dran.

Es ist leider so, dass die weiblichen Geschlechtsorgane quasi im Ausverkauf sind.

Die Frauen ergeben sich aber auch leichter in dieses Schicksal. Klar, wenn es KEINE andere Möglichkeit gibt, muss es sein. Aber es ist ja andersrum. Viele Frauen könnten mit ihrer GM und/oder Eierstöcken noch friedlich bis in alle Ewigkeit leben, aber, ... es wurde nie gesagt, dass es was anderes gibt, oder dass es nicht lebensnotwendig ist.

Wenn ich nicht so ein Angstschisser wäre, hätte ich mich sicherlich auch der OP gebeugt. Aber ich hab halt große Angst und dachte mir, "das kanns doch einfach nicht sein, da muss es doch noch was geben" und es gibt erstaunlich viel, man darf nur nicht locker lassen, verweigern. Ich hab ja auch die Auskünfte nur bekommen, weil ich (da vorinformiert) einfach stur nachfragte. Ohne Internet hätte ich schon längst keine GM mehr und würde wahrscheinlich auch die gewonnen Lebensqulität preisen. Dass diese jetzt NOCH höher ist kann man nur schwer vermitteln.

@lampeter

danke für Deine guten Wünsche. Du weißt ja, Unkraut vergeht nicht @:) und immer schön unbequem bleiben, nachfragen bohren. sonst geht was flöten

Grüße

aulina

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