» »

Kastration: Suche Frauen mit dem gleichen Schicksal

aXulinka


und zu überflüssigen Organen...

Hallo,

freiwillig, also ohne Not, gebe ich keines her. Ich finde es sogar unmenschlich, einer Frau, die vorraussichtlich nicht mehr gebären wird, zu sagen, man könne diese überflüssige Organ entfernen. Mich hat diese Aussage sehr verletzt. Und am liebsten würde ich manchen Menschen ihr Hirn entfernen, da sie es ja eh nicht benutzen und es somit überflüssig ist.

Es ist was anderes, wenn es keinen Ausweg gibt. Aber selbst da sollte man so sensibel sein, es nicht als überflüssige Angleichung zu sehen.

Jedes Organ hat einen Sinn, und selbst, wenn er nur darin besteht, das andere Organe an ihm haften. Das fehlen ist nicht gut. Ich würde auch meinen Blinddarm nicht leichtfertig hergeben, obwohl man den def. nicht sonderlich braucht. Da könnte man ja gleich bei Neugeborenen anfangen, überflüssiges erst mal raus.

Grüße

aulina

K_esstxra


aulina

Das alles kann ich nur unterschreiben :)^ :)^

@:)

m;axRi.4x8


@lampeter

Ich habe ein großes, beschwerdefreies Myom, seit ca. 8 Jahren (zumindest weiß ich seitdem davon). Meine neue FÄ war auch ganz wild darauf. "Da müssen wir (wir ???) was dran machen". Auf meine Frage, "Was denn?", kam prompt die Antwort: "In Ihrem Alter und bei abgeschlossener Familienplanung, wäre eine GB-Entfernung auf jeden Fall sinnvoll". HALLOOOO?

Mich sieht so schnell kein Gynäkologe wieder.

Und wie gesagt, das war eine ÄRZTIN.

Hallo lampeter,

auch die weiblichen Frauenärztinnen sind 'Kinder' eines Systems, das von männlichen Gynäkologen so erfunden und gestaltet worden ist, wie es eben ist. So war ja auch diejenige, die z.B. an PapillonDW unnötigerweise die Eierstöcke entfernt hat, eine angehende Fachärztin, die eben ihren Operationskatalog 'vollkriegen' musste. Aber das System, dem sie sich unterworfen hat, um ihre Facharztzulassung zu kriegen, war nicht von ihr erfunden.

Tatsache ist: "Gynäkologinnen führen die Hysterektomie nur halb so häufig durch wie ihre männlichen Kollegen" (Frauen-Heilkunde und Geburts-Hilfe, hrsg. v. Maria J. Beckermann, S. 1540)

Diese Dinge werden sich erst ändern, wenn die Professorenstellen für 'Frauenheilkunde' endlich mit Frauen besetzt werden.

In den von Frauen verfassten Lehrbüchern über Gynäkologie findest Du einen einen ganz anderen Tonfall als in den traditionell von Männern verfassten Frauen-'Heilkunde'-büchern.

Während der männliche Frauenarzt H. Lippert z.B. in selbst-Herr-licher Überheblichkeit schreibt: "Nach Abschluss der Fortpflanzung ist der Verlust der Gebärmutter eher ein Gewinn... " (was würde er wohl sagen, wenn dasselbe zu seinen Hoden verkündet würde?), findest Du in der von Frauen verfassten Medizinliteratur solche Sätze wie: "Für viele Frauen ist die Gebärmutter nicht einfach ein "Fruchthalter", der nach abgeschlossener Familienplanung nutzlos und bedeutungslos ist. Sie hat einen ganz besonderen Wert, wie es in Bezeichnungen wie 'Schatzkästlein', 'kleiner Schrein' oder 'mein kleines Öfchen' deutlich wird... Hysterektomien sind daher immer zu vermeiden, wenn weniger risikoreiche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen... " (Seite 1544)

Ganz allmählich fangen Frauen endlich an, sich aus der ihnen zugedachten Unmündigkeit zu befreien und die gesundheitliche Kontrolle über ihren Körper zurückzuerobern.

Gottseidank ist ja die Zeit der Hexenverbrennungen vorbei, als mann die 'weisen Frauen', - darunter etwa die Hälfte aller Hebammen - einfach umgebracht hat. Aber anscheinend sitzt der Schreck darüber so tief, dass viele Frauen immer noch in ängstlicher Unterwürfigkeit verharren, anstatt endlich mal 'ihren Mund aufzumachen' und 'mündig' zu werden.

"Unter dem Deckmäntelchen von medizinischem und wissenschaftlichem Fortschritt hat sich die Gynäkologie zu einer der konservativsten Kräfte im Lande gemausert, der vor allem am Fortkommen der Frauen nicht gelegen ist. Im Gegenteil: Nichts bedroht diesen Berufsstand mehr als selbstbewusste und -bestimmte Frauen. Frauen nützen ihm nur, wenn sie unmündig bleiben." (Sylvia Schneider: Goldgrube Gynäkologie - das große Geschäft mit der Angst der Frauen", Seite 22)

???

K|est.rxa


maxi.48

Danke für die klasse Infos, ist ja höchst interessant, aber gleichzeitig auch erschreckend und fast ein Skandal.

Fwlam/mens|eexle


Was ihr sagt freut mich.

Es erfüllt mich mit Freude, denn es ist ein großes Teil Wahrheit, der viel zu oft verschwiegen wird.Traurig empfinde ich die Einzelschicksale,denn sie sind es,-aber etwas hier freut mich auch... JA! sagt es laut.Sagt es laut,damit es es viele hören, und es wird vielleicht das ein oder anderere Einzelschicksal positiv verändern....Es macht mich wütend, daß manche Ärzte oft so schnell mit dem Skalpell sind-nicht wissend,das sie mit jedem Schnitt auch in die Seele schneiden!Manche Operation ist mit Sicherheit "medizinisch angezeigt" ,- aber manche sind es auch nicht! Das Problem ist , das als Laie zu beurteilen. Leute, macht euch schlau, bevor ihr euch irgendetwas rausschneiden lasst. Hört mehrere Experten und hört auch auf die, die es hinter sich haben.An die, die es noch vor sich haben:Wenn mann etwas aus dem Körper rausnimmt, kann das "Gesamte" sein Gleichgewicht verlieren.Organe stehen in einem Wechselspiel und dieses Wechselspiel steht in einem Austausch mit der Psyche!

Es ist gewagt,was ich hier sage, denn wenn sich daraufhin ein einziger Mensch vor einer notwendigen(!) OP sträubt,und dadurch Schaden erleidet,dann war dies nicht in meinem Sinne!

Aber habt den Mut weiterhin darüber zu reden. Im Hintergrund hören Frauen zu, die sich hier nicht unbedingt zu Wort melden.Aber sie hören euch!

Alles Gute,

Die Flammenseele.

m~ayxi.x48


@Kestra

@Kestra: "Maxi48 Danke für die klasse Infos... "

Danke für Deine wohlwollende Zustimmung, Kestra! Tut schon irgendwie sehr gut.

@lampeter: "Ich habe ein großes, beschwerdefreies Myom... "

Im Gegensatz zum 'wilden Schneiden' macht die Frauenärztin Christiane Northrup In ihrem Buch Frauenkörper - Frauenweisheit folgende organerhaltende Vorschläge:

Wenn Myome keine Probleme verursachen: 'Wohlwollende Vernachlässigung' (einfach 'in Ruhe lassen') bzw. 'Heilung durch Zeit'.

"Myome schrumpfen oft drastisch, wenn die Menopause einsetzt." (Seite 205 und 212).

Ernährungsumstellung: "Wenn eine Frau sich von einer fett- und proteinreichen Ernährung auf eine fettarme, ballaststoffreiche und überwiegend vegetarische Ernährung umstellt, stellt sie oft fest, das sich ihre Blutungen und Wassereinlagerungen, ja sogar die Größe von Myomen verringern." (Seite 213)

Freisetzung blockierter Energie

- durch Akupunktur, Akupressur, Massagen und viel Bewegung. (Seite 214)

Als Alternativen zur Gebärmutterentfernung - wenn es gar nicht mehr anders geht:

Operative Entfernung der Myome: "Am besten sind immer die Spezialisten, die nicht nur qualifiziert und erfahren sind, sondern ihre Arbeit lieben und sich freuen, wenn sie es geschafft haben, die Funktionen der Beckenorgane zu erhalten bzw. wiederherzustellen." (Seite 210)

"Die Hysteroskopie ist eine Operationstechnik, bei der ein Spezialendoskop von der Vagina aus durch den Gebärmutterhals in den Uterus eingeführt wird, so dass man die Gebärmutterwand beobachten und operieren kann. Myome, die in der Gebärmutterschleimhaut sitzen, lassen sich damit entfernen." (Seite 211)

I@ngrsid 7x71


ein Beitrag aus Ausland

Hallo an Alle in dieser Rubrik,

moechte auch kurz ueber meine Erfahrungen nach GME sprechen. Meine Gefuehle nach der Op. sind mit denen von der Papillon sehr aehnlich.Meine sexuellen Empfindungen vor der Op. waren sehr gut, und aber nach der Op. stellte ich einen riesigen Unterschied fest.Dachte mir, mit der Zeit wird sich das Problem loesen, aber das Gegenteil gilt. Mein Arzt sagte mir vor dem op. Eingriff, dass sich im sex. Bereich nichts aendern wird, und wenn ich jetzt mit ihm darueber spreche, wundert er sich, dass ich fast nichts empfinden kann.Erst jetzt sagt er mir, dass Frauen meinen, es "sei anders" nach der Hysterektomie.Aber "wie anders" haette ich aml liebsten noch vor der Op. gewusst, ehe ich mich dafuer entschlossen habe. Deshalb moechte ich wissen, ob es nur an mir liegt, dass ich ein intimes Problem habe, oder ob auch andere Frauen Aehnliches erleben.

Aus den hiesigen Beitraegen ist es eindeutig, dass jede Frau anders empfindet. Es ist wahrscheinlich wichtig, Sex davor und danach zu vergleichen. Es gibt nach der Op. mehr Freiheit (keine Schwangerschaftverhuetung notwendig ), deshalb sagen einige von euch, sie haetten kein Problem. Vagin. Orgasmus ist aber nach der Op. aus. Manche Frauen erleben dies. Orgasmus nie in ihrem Leben, und deshalb fehlt er ihnen nach der Op. nicht.

Dieser Stand, da ich kurz nach 40 bin,ist fuer mich sehr deprimierend. Wird es mit der Zeit a little bit anders, oder muss ich mich darauf einstellen? Ich fuehle mich sehr ungluecklich.

jYanaV02


@Ingrid 771

Guten Morgen *:) Ingrid,

hab jetzt leider keine Zeit um viel zu schreiben... werd aber heute abend oder morgen früh hier noch einiges schreiben.

Nur soviel, kenne Deine und Papilons Probleme. Vielleicht schaust Du auch mal wieder rein hier

lLG jana02

jtana:02


an alle

was maxi.48 schreibt ist ja schön und gut, ist uns aber nicht mit gedient

wir suchen nichts zum lesen, das haben wir glaube ich alle zu Genüge gemacht...sonst hätten wir uns hier nicht gemeldet

wir suchen nach Frauen mit den gleichen Problemen, und nach Lösungen...was man dagegen tun kann

finde die Frauen im anderen "thread" einfach toll...um einem vor der OP Mut zu machen, hatte ich leider nicht...bei mir ist damals alles zu schnell gegangen, eh ich nachdenken konnte...ob oder nicht...war ich schon operriert

muß dazu sagen, hab damals alles super überstanden, nur 4 Tage im Krankenhaus, war auch zu Hause direkt fit...hab alles machen können...außer schwer heben

drück Euch allen die Daumen das Ihr die Probleme nie kennen lernt...hab auch noch meine Eierstöcke

zu Verwachsungen: die kann man nach jeder OP bekommen und nicht weil man zu schwer hebt

viele Menschen haben die und wissen es nicht

erst wenn sie Probeme machen, stellt man es fest...geht meistens nur über eine Bauchspiegelung

@ariane71

Deine Beiträge finde ich gut, auch wenn Du nicht direkt betroffen bist...aber du versuchst uns bei unseren Problemen zu helfen

LG jana02

j^anac0x2


@Ingrid771

nehme zur Zeit Ovestin Creme zum einführen in die Scheide, finde dadurch ist es etwas besser geworden...nehme sie aber erst seit 2 Wochen, hoffe das es noch besser wird

mit den anderen Problemen werd ich wohl leben müßen...es sei denn, ich finde endlich einen Arzt der meine Probleme ernst nimmt

in die Physcho-Schublade laß ich mich auf jeden fall nicht mehr stecken, das habe ich hinter mir...auch mit Psychopillen gehen die Probleme nicht weg

hab diesen Mist ja schließlich erst seit der GM-entfernung

liebe Grüße aus Deutschland

jana02 *:)

PS. Von wo schreibst Du eigentlich? gut das es Internet gibt, so kann man sich Weltweit informieren

I0ngr4id x771


An Jana Und Maxi

Guten Morgen,

vielen Dank fuer Euere und fuer mich sehr wichtige Infos und fuer die Unterstuetzung. Ich schreibe aus Tschechien und bin auch froh, dass es sich Internet gibt und dass ich Euere Meinungen lesen durfte :-).

Nachdem ich hier im Forum gelesen habe, stelle ich fest, die meisten Aerzte bei uns gehen wahrscheinlich genauso an die Probleme heran, wie die in Deutschland. Am meisten stoert mich daran die Tatsache, dass sie nicht sehen und hoeren wollen, oder gilt es dass, wenn sie die Karten auf den Tisch legen wuerden, so haetten sie auf keinen Fall so eine bedenkend zunehmende Anzahl von Frauen auf dem Operationstisch? Da die Angst vor den Operationsfolgen im sex. Bereich dazu beigetragen haette, dass Frauen erst dann ihren Arzt aufsuchen, wenn es schon zu spaet ist, oder sie leideten eine Ewigkeit unter ihren Problemen, bevor sie Hilfe aufsuchen.

Auf der Grundlage der Information, dass "danach alles wie vorher bleiben soll" ("soll- hier habe ich wahrscheinlich nicht richtig zugehoert und vor allem dem Arzt geglaubt ), habe ich der Op. zugestimmt."Danach", konnte ich nur weinen und auf sich selber boese sein, dass ich - obwohl hochschulgebildet - noch wenig studiert habe, um auch im Bereich der Medizin informiert zu sein.

Der Mangel an wahren Informationen, derartiger Zugang zur Frau wie hier beschrieben, fuehren zu unangenehmen Ueberraschungen, die gar nicht notwendig gewesen waeren, sie verursachen Frustrations- und Minderwertigkeitsgefuehl-denn das Leben damit ist gar nicht leicht um so mehr,wenn davor alles geklappt hat-, aber es kommt auch zum Verlust der Identitaet der Frau - und hier, das ist das tiefgreifendste Problem, meiner Meinung nach.Das ist der Grund dafuer, psychisch krank werden zu koennen. Was sind wir bisher gewesen? Frauen, natuerlich. Frauen, die auch durch ihre Sexualitaet bestimmt sind - wie die Maenner durch die ihre.Es entspricht dem menschlichen Wesen und die menschliche Sexualitaet unterscheidet sich vor der der Tiere..Als Muskel brauchen wir die GM "nur dann", wenn wir Kinder wollen, ABER:diese Muskel tut auch ´was bei dem Geschl.verkehr, beim Stillen der Kinder usw.- und diese Gefuehle, die doch so schoen und besonders sind, haben wir an einem Tag verloren.So schnell und kompromissfrei hat sich das getan.Und was sind wir jetzt? Wir sind weiterhin Frauen, aber die, denen ETWAS fehlt, ...

Als Frauen wollen wir die Wahrheit der Sache, wollen ueber alle moeglichen Folgen wissen, EINFACH INFORMATIONEN BEKOMMEN

und uns auf der Grundlage der wahren Aussagen selber entscheiden, ob wir es SO mitmachen wollen oder nicht - natuerlich muss dabei jede betreffende Frau ihr Gesundheitsrisiko bei ihrer Entscheidung kennen.

Jede von uns sollte alle Moeglichkeiten nuetzen,um einen anderen und wirkungsvollen Ausgang zu finden , bevor es passiert, und hier sollten die Aerzte mehr Zeit fuer uns haben ( die Zeit ist Geld, aber wir lernten in der Schule lesen - warum ist keine Information per Papier moeglich?)und das individuell angepasste Loesung empfehlen. Dies kostet aber auch das Geld der Krankenkassen, und hier sind wir bei weiterer Ursache, warum man so schnell "herangeht".

Wir wollen doch nur unsere frauenlichen Empfindungen bewahren um gluecklich sein zu duerfen und unser Glueck und Zufriedenheit in unsere Welt hineinzubringen.

j4ana062


@ Ingrid771

hab mal eine Frage, hast Du schon mal Medikamente für Deine Probleme genommen? Hormone oder so?

IQn'gri'd 77}1


Jana 02

Ich bekam Hormone, Oestrogene, aber ich fuehlte mich nicht gut, Probleme mit den Busen, Uebelkeit, Kpfschmerzen - daher im Moment keine Medikamente. Ich soll auch zum Sexuologen...

jFanax02


@ Ingrid771

hab mal Livella genommen, sind Hormone...kam ich auch nicht mit klar

was sollst Du denn bei einem Sexuologen? Noch nie was davon gehört.

Versuch es mal mit der Ovestin Creme, ein Versuch ist es doch wert

I1ngrMidd 677x1


jana02

Ich frage nach der Livella meinen Arzt. Der Besuch und ein Gespraech bei dem S. ist nicht meine Idee.Man will die Sicherheit haben, ob das Problem doch nicht in dieser Richtung oder an der Psyche liegt....Schon jetzt habe ich Gaensehaut ...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Wechseljahre oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH