Die Lust auf Sex

Hallo Leute, ich bin 48 Jahre alt und bin in Sachen Sex etwas Lustlos geworden. Ich führe eine sehr gute Ehe aber beim Sex klapst nicht mehr so gut, Anatomisch ist alles in Ordnung nur halt die Lust (...)   >>>

HNolzb}acxh  am 20.03.10  19:49

28.10.10  12:46

In einer Studie zeigte sich, dass nur bei einem Fünftel der untersuchten Männer ein Abfall des Testosteronspiegels zu verzeichnen war!

Im Gegensatz zu den Wechseljahren der Frau ist die Andropause des Mannes also ein recht "unbekanntes Phönomen"!

Sytein^hudxer

28.10.10  12:47

[[http://www.qualimedic.de/wechseljahre_mann.html]]

Hier der entsprechede Link. :-p

SmteiKnmhuxder

09.11.10  10:29

Mein Mann allerdings zeigt einige der aufgeführten Symptome, kann aber auch an seinem Diabetes liegen.............

MferliHnchxen7

12.11.10  13:17

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und finde diesem Beitrag besonders interessant. :)^ Es ist traurig zu lesen, wie wenig Mensche sich Neues trauen, man muss ja nichts überstürzen langsames herantasten hilft vielleicht über die Eine oder Andere Hürde. Oder man traut sich erst gar nicht mit dem Partner darüber zu reden, dass finde ich am allertraurigsten in einer Partnerschaft nicht den Weg zu finden, um über seine Bedürfnisse reden zu können :°(

Mein Mann und ich haben ein sehr erfülltes und viellseitiges Sexleben....jetzt kommt mein ABER.

Ich bin 48 Jahre und leider spielt mir mein Körper Hormonbedingt immer öfter einen Streich, das heisst meine Lust ist nicht mehr so oft vorhanden und das ärgert mich maßlos. Dann ist bei mir die absolute Flaute. Wir treiben regelsmässig Sport, also an dem kann es nicht liegen. Wir Frauen unterliegen leider den Gezeiten der Hormone. Gibt es in dieser Richtung ausser Silbertraubenkerzen (die nehme ich schon eine Weile) etwas anderes und hat gute Erfahrungen damit gemacht.

Ansonsten muss ich wohl doch den Doc fragen.

Vielen Dank schon einmal vorab.

STchlawi-ncJhenx62

08.03.11  03:31

Manche Frauen sind einfach Zicken und die Maenner die Leidtragenden.Als Frau muss man sich eben auch mal bemuehen dem Mann, den man doch liebt, was Gutes zu tun.Auch wenn es biologisch so ist das man die Lust verliert, man redet auch nicht von staendigem Sex, aber trotz allem ist es fies seinen Partner einfach so haengenzulassen. :°(

D+ee16

11.04.11  18:17

hallo holzmann

mehrere dinge kommen zusammen, eine sache wurde noch nicht angesprochen: es ist auch eine sache des "trainings".

am eigenen leib habe ich erfahren, dass ein nachlassen in null lust zeiten auch als killer der männerlibido wirken kann.

vergleichbar mit krafttraining: einmal pause machen und schwupp sind die muskeln weg. das geht in unserem alter schnell.

deshalb halte ich auch nicht viel von luthers in der woche zwier...

das ist m.e.vielleicht für junge triebgesteuerte tesstossteronnnbolzen ein argument,

die lustlosere fromme süße zur beweglichkeit anzuspornen.

in unserm alter wird irgendwann in der woche einer draus,

mit den angesprochenen resultaten

zu meinem glück bin ich in der luxuriösen situation der vollkommenen wunscherfüllung auf diesem gebiet –

auf einem stand, den ich mir als junger in meinen kühnsten träumen nur ansatzweise ausgemalt hab ]:D

k<atyerc}harxlie

20.06.11  02:43

Bevor ich über die Probleme mit dem Nachlassen der Libido spreche, will ich erst mal eine Grundsatzfrage klären: Wie ist das mit den Hormonen? Sowohl beim Mann, wie bei der Frau?

Meine langjährige eigene Erfahrung sowie auch aus Infos aus der Literatur weiß ich heute, dass es ein Märchen ist, dass alles an den Hormonen liegt. Zwar spielen sie eine Rolle und die ganze sexuelle Entwicklung während der Jugendjahre würde nicht stattfinden. Man würde sich nicht zum Mann, nicht zur Frau entwickeln ohne die Hormone. Aber für die Libido und auch für die Fähigkeit, Sex zu haben, sind sie längst nicht von der Bedeutung, die man ihnen normalerweise gibt.

Sex ist bis ins hohe Alter hinein möglich. Und nachdem wir wissen, dass die Hormone im Alter tatsächlich nachlassen, wäre dies doch gar nicht möglich.

Es gibt den Spruch: Das wichtigste Sexorgan ist unser Gehirn!

Sicherlich darf man auch nicht so weit gehen und meinen, die Hormone hätten gar keinen Einfluss. So kommt es sowohl bei Männern wie bei Frauen oft vor, dass sie besonders am Anfang der Wechseljahre die Lust etwas verlieren, denn die Umstellung des Körpers bewirkt dies. Jedoch verliert man auch die Lust, wenn man sich anderweitig nicht wohl fühlt. Wenn ich die Grippe habe, ist die Libido weg. Und da die Wechseljahre auch viele körperliche Unpässlichkeiten mit sich bringen, ist es doch klar, dass die Lust dann nachlässt. Das kann einige Jahre dauern. Aber es kann auch während dieser Zeit gute Tage geben und dann geht alles wieder normal. Bei Frauen kommt noch dazu, dass die Scheide nicht mehr sehr feucht oder sogar absolut trocken ist, auch bei Erregung kann das vorkommen. Dann wird der GV sehr schmerzhaft und das hat große Angst vor weiteren Aktionen zur Folge. Da muss man also sehr aufpassen und rechtzeitig, also schon bei den ersten Anzeichen, auf Gleitmittel zurückgreifen. Wenn erst einmal die Angst vor Schmerzen da ist, dann kann sein, dass das Gehirn sofort auf "Halt" schaltet und gar nichts mehr läuft.

Es ist interessant, dass die Befeuchtung der Scheide nach den Wechseljahren wieder zunimmt. Vielleicht nicht mehr ganz so stark wie vorher, aber immerhin noch ausreichend. Und wenn nicht, dann gibt es immer noch die Gleitmittel.

Beim Mann kann es auch vorkommen, dass man mal an einem schlechten Tag keine oder nur eine unzureichende Erektion hat. Dann läuft es ähnlich ab wie bei der Frau. Das Gehirn sagt: Es geht nicht mehr! Und dann beim nächsten Mal, wenn man noch gar nicht richtig dabei ist, schreit das Gehirn wieder: Es wird nichts draus werden! Und dann wird wirklich nichts mehr draus! Oder der Mann fängt erst gar nicht erst an, Sex zu wollen, vor lauter Angst, es könnte diesmal wieder nicths werden! Diese Dinge muss man sich bewusst machen und nicht glauben, dass es immer nicht mehr funktioniert, nur weil es einmal nicht ging!

Leider ist unser Gehirn auch noch an anderen Problemen Schuld. Ich meine jetzt unsere Prägungen aus der Kindheit oder Jugend und auch später noch. Es ist sehr schwer, sich von solchen Dingen zu befreien. Es scheint so, dass besonders Frauen sich leicht prägen lassen in Bezug auf: Das ist unanständig! Oder: Das macht man nicht! So eine Prägung kann ganz viel kaputt machen und ein Leben lang anhalten, falls man sich dieser Dinge nicht bewusst wird. Es kann auch vorkommen, dass eine Frau sehr lange braucht, bis sie erregt wird. Dass sie viel Zärtlichkeit braucht und erst mal ganz ohne jede sexuelle Berührung im Arm liegen will. Wenn der Mann nicht weiß, dass sie das will und sogar braucht, dann wird er sehr wahrscheinlich die Frau ständig überfahren mit seiner schnellen Bereitschaft zum Sex. Wenn eine Frau 15 Minuten oder auch länger braucht, um aus einer Kuschelsituation langsam zu einer sexuellen Bereitschaft zu kommen, dann kann dies für einen Mann, für den 5 Minuten schon viel sind, sehr schwer werden. Er kann sich vielleicht gar nicht vorstellen, dass 5 Minuten wenig sind, denn für ihn ist es vielleicht sehr viel. Aber auch wenn es noch so ungewohnt ist, man(n) kann das lernen! Und wenn man keine Zeit für so etwas hat, dann sollte man wirklich lieber diesmal ganz verzichten. Denn jede misslungene Absicht kann neuen Schaden anrichten. Sowohl bei ihm, wie auch bei ihr!

Wenn sich ein Mann mal an ein wenig kuscheln und an das Zeit lassen gewöhnt hat, dann wird er es sogar selbst schön finden.

Manchmal kann es zwar sein, dass die Frau trotzdem nicht zur Erregung und zur Bereitschaft für mehr kommt. Sie kann zu viel im Kopf haben, Sorgen oder ganz einfach irgend etwas, und wenn es der Film ist, den man zuvor gesehen hat oder ein Telefongespräch und allerlei sonst noch. Es gibt Frauen, die von solchen Dingen sehr schwer loskommen. Das sind nicht unbedingt Frauen, die wenig oder nur seichten Sex wollen. Es können ganz stark empfindende Frauen sein, ja sogar ganz extrem stark empfindende, die gerade wegen ihrer starken Gefühle besonders viel Zeit, die Sicherheit für das Ausleben ihrer starken Gefühle und auch die richtige Umgebung brauchen, nur funktionieren sie nicht auf Knopfdruck. Auch nicht, wenn es der Knopf am Busen ist. Dann unter Umständen sogar erst recht nicht, denn das erinnert sie an den schnellen Ablauf der ganzen Sache. Und außerdem kann es sein, dass sie sich nur als "Sexobjekt" vorkommt und nicht als Mensch. Eine sehr sensible Frau ist sicherlich ein großes Geschenk für einen Mann. Jedoch nur dann, wenn auch er sensibel genug ist, um auf ihre Sensibilität Rücksicht zu nehmen. Wenn alles langsam angeht, dann hat sie die Gewissheit, dass sie als Mensch und als Individuum geliebt wird. Das gibt ihr die innere emotionale Sicherheit und dann geht alles wunderbar. Wenn sie jedoch zu oft das Gefühl erlebt hat, der Mann möchte ja nur seine schnelle Befriedigung und sie spielt dabei nur die Rolle des Objekts für seine Befriedigung, dann wird auch in diesem Fall das Gehirn schon bei der leichtesten Annäherung ihres Mannes sofort "Halt" schreien. Denn sie will nicht ständig die Enttäuschung erleben, lieber dann gar keinen Sex. Das sind oft Abläufe, die einem selbst gar nicht richtig gewusst werden, denn sie laufen im Unterbewusstsein ab. Ich möchte diesen Punkt ganz besonders hervorheben! Ein Psychologe könnte hier zwar auch helfen, jedoch kann auch ein verständiger Partner viel Hilfe bringen, so weit man sich dieser Probleme erst mal bewusst wird.

Frauen, die sofort zum Sex bereit sind, gibt es natürlich auch. Und zwar sehr oft, insbesondere in einer langjährigen Beziehung, wo man sich kennt und schnell reagieren kann, beziehungsweise daran gewöhnt ist, dass es spontan und schnell gehen kann. Das ist dann genau das Gegenteil von dem obigen Fall. Jeder Mensch ist nun mal anders. Auch gibt es Männer, die gerne vorher ein wenig schmusen und Zeit brauchen, bis sie richtig Lust haben.

Wenn es kriselt, dann hilft zwar oft eine Aussprache. Aber wenn man zu gehemmt ist oder auch aus anderen Gründen nicht daran denkt oder gar nicht weiß, wie man so etwas anfangen muss, dann ist der Rat, sich auszusprechen, umsonst. Ich kann nur den Frauen und Männern raten, die mit dem Problem des Nachlassens des Sex beim Partner/Partnerin leiden, sich intensive Gedanken zu machen, warum der Partner/die Partnerin nicht mehr kann. Einfühlungsvermögen und auch ein Wegkommen von alten und immer den gleichen Praktiken kann hier helfen, wie hier im Faden mehrmals geraten wurde.. Wenn jedoch ein Frau sehr gehemmt ist und gleich abwinkt, wenn man was anders als das Gewohnte vorschlägt, dann ist dies natürlich kein Weg. Dann könnte man höchstens versuchen, langsam und mit viel Rücksicht ein paar kleinere nicht so weitreichende Neuerungen anzubringen, ohne dass es ihr gleich auffällt, dass es nun anders ist. Sex im Freien kann für viele Frauen absolut unmöglich sein und dann werden auf andere Dinge auch nicht eingegangen werden. Also Vorsicht mit solchen ausgefallenen Dingen, auch wenn das für Andere absolut das Höchste ist!

Wenn man sich ansonsten gut versteht, dann ist immerhin schon eine gute Voraussetzung geschaffen, dass es wieder besser wird. Und ein wenig Geduld ist auch notwendig. Denn wenn jemand aufgrund der Wechseljahrsbeschwerden tatsächlich für einige Zeit (das kann Monate oder sogar 1 oder 2 Jahre dauern!) keine Lust hat, dann muss das nicht das Aus für immer sein.

Nicht aufgeben, sondern nachdenken, sich in den Partner/in einfühlen, abwarten können, mehr Zärtlichkeiten, nicht zu schnell zur Sache kommen. Das sind nun mal die hauptsächlichsten Stichpunkte, die man sich überlegen sollte!

Wünsche allen viel Erfolg, damit auch das Alter noch viel Freude machen kann. Sex kann im Alter sogar noch schöner sein als in jungen Jahren!

Fbrem8derf22x2

20.06.11  07:02

Und was heisst das, du hast keine Lust - kommen gar keine Vorstellungen in deinem Kopf oder diese erregen dich gar nicht?

Der Hinweis auf das Alter mag zwar auf den ersten Blick stimmen, muss aber nicht unbedingt richtig sein. Man hört sogar dass es Frauen geben könnte, die mit Mitte 30 keine Lust mehr haben. Und da ist man noch relativ jung.. Oder andere Beispiele, wo Männer oder Frauen über 80 sind, und dennoch viel Lust haben. Die Gründe könnten also woanders liegen, und sind natürlich immer sehr individuell.

Wenn du dir so einige Filme anschaust oder Texte liest, würde dich das nicht erregen?

b}dPaxk

22.06.11  10:08

Hallo Leute!

Hab jetzt eure Beiträge nur überflogen,aber ich finde das ihr den Sex überbewertet!!Eine gute Partnerschaft macht andere Dinge aus-Sex ist nur eine Nebensache u. nicht die alleinig tragende Säule.Ich glaube desto mehr man sich da reinsteigert um so weniger geht .Wichtiger ist das man gemeinsame Intressen hat.Sex ist nicht alles...Außerdem kommt es auf die Qualität,nicht auf die Quantität an!

LG lola

l1o'la 5x0

22.06.11  11:51

Vorab bitte ich zu entschuldigen, dass ich - quasi als "Küken unter den Erwachsenen" - mich hier zu Wort melde. Zum Thema kann ich aber, glaube ich, einiges sagen, auch wenn mich die Wechseljahre zum Glück noch nicht betreffen.

Und Appetit kommt manchmal beim Essen.

Bei "mal keine Lust" stimme ich zu, ja, da kommt der Appetit manchmal beim Essen. Bei dauerhaft Lustlosen aber eher nicht.

Warum nicht einfach gelegentlich dem Partner zuliebe?

Ich kann da nur von mir sprechen, aber immer wenn ich es "ihm zuliebe" mitmachte, fühlte ich mich hinterher schlecht. Als ob ich meinen Körper für den Frieden zwischen uns "verkauft" hätte. Kann mir vorstellen, dass das anderen auch so geht, auch wenn jetzt jeder hier sagen wird "neeeeeein, bei meinem Partner ist das auf gar keinen Fall so, wir lieben uns ja".

Eine Ehe ohne Sex wird auf Dauer nicht gut gehen, das ist eine WG.

Sex ist nicht das Einzige, was eine Ehe/Beziehung von einer Freundschaft/WG unterscheidet. Da sind noch die Gefühle (einen Freund/WG-Kumpel liebe ich idR nicht) und auch die anderen Zärtlichkeiten, Kuscheln, Umarmen, Zuneigungen, kleine Geschenke, Massage, Küsse, ... erst wenn auch das fehlt, sehe ich den Vergleich mit der WG gegeben.

Habe da daher die Frage, ob bei jemanden eine längere Pause abgelöst wurde mit einem Neubeginn der Lust bei der Partnerin :)_ ?

Okay, ich muss dazu sagen, ich bin keine 50 (eher halb so alt). Dennoch hatte ich eine lange Phase von Lustlosigkeit (ca. 4 Jahre sind es nun). Meine aktuelle Vermutung (nach Abklärung körperlicher Ursachen durch Gynäkologen) ist, dass es an der Pille lag, welche ich, aufgrund dieser Vermutung, vor ca. 10 Monaten Abgesetzt habe. Sicher ist aber nach wie vor nicht, ob das die Ursache ist. In den letzten Zyklen tut sich auf einmal wieder etwas mit der Lust. Es ist bei Weitem noch nicht so wie vor dem Libidoverlust (da wollte ich 2-3x am Tag), aber es scheint bergauf zu gehen. Ich habe zumindest wieder Interesse an Pornografie, habe sexuelle Fantasien und auch ein gestiegenes Interesse an Sex, auch wenn es nicht immer zur Ausführung kommt.

Da die Wechseljahre ja nun auch mit Hormonen zu tun haben, könnte ich mir vorstellen, dass es Frauen (und vielleicht auch Männern?) in den Wechseljahren ähnlich geht. Es gibt zudem auch solche Hormonpflaster für Frauen in den Wechseljahren, die auch bei Libidoproblemen helfen sollen.

Und was heisst das, du hast keine Lust - kommen gar keine Vorstellungen in deinem Kopf oder diese erregen dich gar nicht?

Bei mir war es die letzten Jahre so, dass mich Pornos gelangweilt haben, Phantasien hatte ich gar keine und ich habe auch keinen Gedanken an Sex "verschwendet".

Kgylinxn

22.06.11  12:23

@ fremder

ich habe selten einen so guten Beitrag hier gelesen. Vielen Dank dafür!!

schnuck

s=chtnuckTie2x1

19.07.11  07:07

Hallo Schnucki und danke für das Kompliment. Ich habe mich auch wirklich sehr bemüht, alles so zu schreiben, dass es für alle etwas bietet. Denn jeder Mensch ist ja anders und hier liegen auch die Probleme, wenn es darum geht, einen Rat zu geben. Man geht dann immer von den eigenen Erfahrungen aus und die können bei Anderen dann möglicherweise gar nicht helfen.

Was bei solchen plötzlichen oder auch langsam sich entwickelten Problemen mit der Libido sicher nicht weiter hilft, das sind erstens Vorwürfe und zweiten der vollkommene Rückzug.

Vorwürfe schließe ich jetzt mal in dem hier geschilderten Fall aus. Der Rückzug ist auch keine Lösung.

Es nur zu tun, um dem Mann einen Gefallen zu tun, kann zwar in Ausnahmefällen helfen, aber ich glaube nicht, dass es eine sehr gute Lösung ist. Denn der Mann wird sich dann auch nicht wohl fühlen, wenn die Frau gewissermaßen nur als Statist dabei ist. Oder noch schlimmer, als Gegenstand. Das ist also für beide nicht gut.

Aber es gäbe eine brauchbare abgeschwächte Form. Die Frau könnte mitmachen, auch wenn sie nicht gleich die große Lust empfindet. Allerdings sollte sie in Liebe das Zusammensein immerhin als angenehm empfinden. Denn es ist ja schließlich eine ganz intime Sache, die Enge und Nähe bringt. Die Frau müsste also auch ein wenig mit Gefühlen dabei sein, auch wenn sie nicht sexueller Natur sind. Hoffentlich versteht ihr, was ich meine.

Dass dies eine Art Notlösung ist, dürfte klar sein. Aber immerhin noch besser, also totaler Stillstand. Es wurde ja auch von jemand hier geschrieben, dass eine längere Pause beim Mann seine Libido und oft sogar auch dann die Potenz stören oder sogar ganz beenden kann. Da muss man jetzt nicht gleich in Panik geraten, eine Pause von einiger Zeit (wie lang, das ist wohl sehr unterschiedlich) wird noch nicht gleich zum Ende führen.

Was mir sehr wichtig erscheint, das ist ein Weitermachen in den Wechseljahren. Wenn man aufhört, dann ist es schwer, irgendwann wieder anzufangen. Das gilt für Beide! Auch ist es sehr gefährlich, wenn eine Frau meint, sie würde nun keine Lust mehr haben, weil sie nicht mehr die nötigen Hormone hat. Das Märchen, dass Frauen währen und nach den Wechseljahren keine Lust mehr haben, kann zu einer "selbst erfüllenden Prophezeiung" werden. Man glaubt dann so fest an diese, dass sie tatsächlich eintritt.

Dass es Während der Wechseljahre einige Probleme gibt und auch dass es mal vorkommt, dass die Frau (oder auch manchmal der Mann) nicht gar so viel Lust hat, das ist schon normal. Es kann auch von anderen Faktoren herkommen, z.B. Überarbeitung, Stress oder irgendwelchen seelischen Belastungen. Aber das geht alles wieder vorüber. Wenn die Scheide nicht mehr feucht wird, dann kann das auch für viele Frauen ein Problem sein. Wenn es schmerzt, ist es kein Wunder, dass man die Lust verliert. Da hilft jedoch ganz einfach ein Gleitmittel. Aber nicht nur am Scheideneingang aufbringen, sondern auch etwas in die Scheide hineinbringen, denn dort kann es auch noch sehr trocken sein und deshalb unangenehm werden. In ein paar Jahren kann sich auch die Feuchtigkeit wieder einstellen. Und wenn nicht, dann wird es hoffentlich immer noch ein Gleitmittel geben!

Ich kann jeder Frau, die mit diesen Problemen zu kämpfen hat, nur raten, all das in Ruhe mit dem Partner zu besprechen. Wichtig ist, dass man ihm sagt, dass man es gerne hätte, wenn es wieder Freude machen würde, dass aber nun mal ein Problem aufgetaucht ist, das man vielleicht zusammen lösen könnte. Bittet euren Mann nicht nur um Verständnis, sondern auch um Hilfe. Wenn ihr in einer guten Beziehung lebt, dann wird er der einzige sein, der euch wirklich helfen kann. Verständnis ist schon mal der erste Schritt dazu. Und natürlich auch ein liebevolles Vorgehen beim Sex. Sprecht das ruhig mal an, aber bitte unbedingt ohne jeden kleinsten Hauch eines Vorwurfs. Der kann nämlich alles abtöten! Männer sind in dieser Beziehung sehr empfindlich, auch wenn sie sonst nicht so sind.

Schöne Grüße

FYre3mdeTr2x22

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