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Gongschlag Menopause: kein Leben mehr!

M)enschb 2x.0


Naja, das ist aber auch eine Frage der Dosis. Auch mit pflanzlichen Mitteln lassen sich ähnliche Nebenwirkungen hervorrufen (Erhöhung des Brustkrebsrisikos), wie mit HET (bei entsprechender Wirkstoffkonzentration, z.B. Rotklee).

Richtig, deshalb ist da bei jemandem mit familiärer Vorbelastung wie bei mir auch entsprechende Vorsicht geboten. Nächster Schritt ist jetzt erstmal eine Hormoncreme, die wenigstens "nur" lokal wirkt, wobei das erste Präparat da leider keinen Erfolg brachte. Es verbesserte sich zwar der äußere physische Zustand geringfügig, sprich, ich hatte nicht mehr so extrem mit Trockenheit etc. zu kämpfen, aber für's Empfinden brachte es leider null.

Letztlich ist in meinem Fall auch relativ egal, ob mir synthetische Hormone zugeführt werden oder sich entsprechend hochdosierte pflanzliche Mittel entsprechend auf meinen Hormonhaushalt auswirken. Das Risiko ist am Ende quasi dasselbe und lautet bei mir zu 98% Brustkrebs.

Deshalb ist die Entscheidung dafür keine leichte, aber ich bin wie gesagt bald soweit, darauf zu pfeifen und es in Kauf zu nehmen. Du kannst mir glauben, lieber sensibelman, wenn ich eine andere Möglichkeit sähe, wie Sport oder Umstellung der Ernährung etc. dann würde ich das alles dem Krebsrisiko vorziehen.

Ich persönlich sehe in meinem Umfeld keinen Zusammenhang zwischen Sport, Ernährung und Wechseljahrsbeschwerden. Ja, was das allgemeine körperliche Wohlbefinden angeht vielleicht. Kenne einige Frauen, die ziemlich stark zugenommen haben durch das Einsetzen der Wechseljahre. Die sind unglücklich und wer sich dadurch nicht mehr wohlfühlt in seiner Haut, der hat vielleicht auch deshalb keine Lust auf Sex. Das kann sein. Ansonsten kann ich nur sagen: In meiner Familie hatten und haben mütterlicherseits alle Frauen mit starken Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen, ganz unabhängig von ihrer Statur, Fitness und Lebensweise. Da sind ultraschlanke sportbegeisterte Frauen genau so betroffen wie mollige Genussesserinnen u.a.

Ich selbst habe immer auf gesunde ausgewogene Ernährung geachtet und nebenbei das Leben genossen. Habe mich von einer Heilpraktikerin anfangs speziell zu dem Thema nach Aussetzen der Periode und Einsetzen der Beschwerden beraten lassen. Dann vermehrt Soja u.a. zu mir genommen. Leider ohne Erfolg. Sport treibe ich berufsbedingt (Physiotherapeutin) schon mein ganzes Leben und halte mich fit, ohne aber "ausgemergelt" zu sein.

In der Familie meines jetzigen Mannes sind solche Beschwerden wie gesagt weitestgehend unbekannt und auch da sehe ich keinen Zusammenhang mit Ernährung, Fitness etc. Da sind zum Teil Frauen bei, die zeitlebens sehr ungesund lebten, stark Übergewichtige, Sportmuffel, genau wie Fitnessfreaks und ganz normaler Durchschnitt. Alles vertreten.

Ich glaube mittlerweile, die genetische Komponente spielt die größte Rolle.

s4ensi,belxman


Frauen mit starken Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen, ganz unabhängig von ihrer Statur, Fitness und Lebensweise.

Das wäre z.B. detaillierter zu prüfen- der Teufel steckt nicht selten im Detail.

die genetische Komponente spielt die größte Rolle

ja, ich glaube auch, dass das keine unbedeutende Rolle spielt- dennoch glaube ich nicht, dass das unkorrigierbar ist. Vermutlich sind Therapien sogar nur individuell sinnvoll. D.h. 10 verschiedene Frauen benötigen 5 verschiedene Therapien.

MCensc!h 2.0


Dass es nicht nur am Hormonspiegel liegen kann, ist dadurch widerlegt, dass es Frauen gibt, die trotz erheblich abgesunkenen Östrogen-und Testosteronspiegels eine gute Libido haben.

Das stimmt, aber bei den meisten weiß man nicht, wie der Hormonspiegel vorher aussah. Meine Frauenärztin ist der Meinung, dass es wahrscheinlich nicht am heutigen Wert alleine liegt, sondern vor allem davon abhängt, wie stark er absinkt/sich verändert. Deshalb spüren manche Frauen eine merkbare Veränderung und andere kaum etwas. Mit den Hitzewallungen verhält es sich ja ähnlich. Manche Frauen kennen die trotz niedrigem Östrogen- und Testosteronspiegel gar nicht und andere leiden sehr darunter, obwohl ihre Werte gar nicht so niedrig erscheinen.

Anderes Thema und sicher nicht ganz vergleichbar, aber ich hatte das Problem auch schon immer wenn es um die Körpertemperatur und das Thema Fieber ging. Ab 38 Grad Körpertemperatur war ich schon zu nichts mehr zu gebrauchen, obwohl das für die meisten fast noch unter erhöhte Temperatur und noch gar nicht unbedingt unter Fieber fällt. Ich war aber dann schon total ermattet und lag flach wie andere erst, wenn es Richtung 39 Grad geht. Irgendwann habe ich dann mal meine Körpertemperatur im gesunden Zustand gemessen und die lag fast 1 Grad unter der meines Mannes (36,2 bei mir, 37,1 bei ihm). 38 Grad Körpertemperatur hätte bei mir dann also bereits einen Anstieg um 1,8 Grad bedeutet, während es für ihn "nur" etwa die Hälfte, also knapp 1 Grad wäre, was sich dann vielleicht auch entsprechend anders anfühlt. Meine Schwiegertochter betreibt NFP und ihre Körpertemperatur bewegt sich im Bereich von 37,1-37,4. Wenn sie im Krankheitsfall 38 Grad bei sich misst, hat sich ihre Temperatur also eventuell nur um 0,6 Grad verändert. Dementsprechend springt sie auch noch mit 38,5 durch die Gegend und streckt erst Richtung 39 Grad die Flügel von sich (also etwa zu dem gleichen Zeitpunkt wie ich, sobald ihre Körpertemperatur um 1,8+ Grad angestiegen ist). Der gemessene Wert an sich sagt aber nicht so viel aus, sondern eher die Differenz zum "Normalzustand".

Lange Rede, kurzer Sinn: Ähnlich könnte ich mir das in Bezug auf den Hormonspiegel auch vorstellen.

UYrsxina


Dass es nicht nur am Hormonspiegel liegen kann, ist dadurch widerlegt, dass es Frauen gibt, die trotz erheblich abgesunkenen Östrogen-und Testosteronspiegels eine gute Libido haben. Deswegen glaube ich, dass der Hormonspiegel nur ein Teil der Weisheit ist und u.U. der Hormonspiegel nur Mängel, die für die abgeschwächte Libido verantwortlich sind, an anderer Stelle ausgleichen kann.

Hast du dazu eine Studie oder woher stammt diese These? Der Hormonspiegel wurde bei mir nie ermittelt; mein Gyn. ist der Meinung, dass es eine Momentaufnahme ist und gar nichts bringt und eben, wie oben schon geschrieben, weiss man dann auch nicht, wie der Hormonspiegel z.B. als 30-jährige war. Also jetzt zum Vergleich zu einer Frau in den WJ.

s)enXsi]bel8m}aYn


Hast du dazu eine Studie oder woher stammt diese These?

Ich habe das [[http://www.hormontherapie-wechseljahre.de/symptome-wechseljahre/Wechseljahre-Libido-Sex-id63709.html von hier]] (leider keine Primärquelle, Primärquellen sind aber am Ende angegeben):

Neuere Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Libido bei Frauen nicht zwangsläufig an den Spiegel der Androgene gekoppelt zu sein scheint. Trotz niedriger Androgenkonzentrationen verspüren demnach viele Frauen ein ungebrochen intensives sexuelles Verlangen. Experten verweisen deshalb bei der Frage nach der Ursache für eine verminderte Libido zunehmend auf andere mögliche Faktoren als Hormonveränderungen.

Mindestens bei den Androgenen scheint es keine unmittelbare Abhängigkeit zu geben.

B/at0er< W.


@ Sensibelman

Mich wundert, dass Dich das Thema "Wechseljahre" so in Erstaunen versetzt. Wir werden doch alle nicht jünger und nicht gesünder.

Ab einem gewissen Alter haben doch alle eine Lesebrille in der Handtasche, ein paar Jahre später tauchen die ersten mit einem Hörgerät oder mit einem Stent in den Herzkranzgefäßen auf Familienfeiern auf.

Die eine Person verliert im Lauf der Jahre ihr gutes Gehör, die andere Person ihre Libido (kann ja auch Männern passieren). Das ist der Lauf der Welt.

Bei manchen Frauen gehört Libidoverlust im Rahmen der Wechseljahre zum Älterwerden einfach dazu. Da helfen keine Turnübungen, keine Ernährungsumstellung und kein eiserner Wille. Man kann es allenfalls mit einer HET probieren, nach genauer Abwägung von Nutzen und Risiken.

Und: Selbst Frauen, die keine Lust mehr verspüren, haben noch eine Daseinsberechtigung und einen Wert an sich.

T-hins Twi^lighxt Ga.rxden


Das ist der Lauf der Welt.

Das denke ich auch... aber es ist wohl eben schwer zu akzeptieren...

vlt verhält es sich ähnlich wie mit dem Körperumfang:

eine Frau die, ohne großes Zutun, ihr ganzes bisheriges Leben schlank war, kommt bestimmt schlechter damit zurecht, wenn sie im Alter womöglich 20 kilo mehr auf den Rippen hat und diese Pfunde nicht/kaum los wird (verlangsamter Stoffwechsel, Krankheit die sie unmobil macht etc.)

hingegen eine Frau die schon immer mehr hatte, kommt besser klar. Also so gesehen auch ne Kopfsache, bzw. Einstellungssache. Man will das zurück, was mal war.

Ich war in meiner Kindheit/Jugend und auch im Erwachsenenalter z.B. immer viel Krank. Wenn also eine Userin schreibt

Die jungen Jahre sind und bleiben die besten, das kann man nicht abstreiten.

kann ich das so gar nicht unterschreiben.

Es kommt eben auf den Blickwinkel an...

seens~ibe|lmaxn


Bei manchen Frauen gehört Libidoverlust im Rahmen der Wechseljahre zum Älterwerden einfach dazu. Da helfen keine Turnübungen, keine Ernährungsumstellung und kein eiserner Wille. Man kann es allenfalls mit einer HET probieren, nach genauer Abwägung von Nutzen und Risiken.

Diese Aussagen zweifle ich so pauschal an.

Auch Lesebrille, Stunt und Übergewicht lassen sich in gewissem Rahmen vermeiden und sind keinesfalls immer nur Pech.

Zudem schrieb ich bereits, dass noch längst nicht endgültig geklärt ist, ob der Hormonspiegel tatsächlich primäre Ursache ist- insofern könnten zukünfig u.U. auch andere Therapien als HET hilfreich sein.

Wir werden doch alle nicht jünger und nicht gesünder.

Man muss aber nicht zwangsläufig wesentlich kranker werden und man durchaus zahlreiche Gebrechen deutlich in der Lebenszeit nach hinten verschieben oder ganz unterbinden. Die genetischen Faktoren bestimmen nur bedingt unser Leben (auch wenn es da Faktoren gibt, die man jedenfalls derzeit nicht ändern kann).

Der Spruch: "Wer rastet der rostet" hat durchaus seine Berechtigung.

Ich bin nicht der Mensch, der sich dem Schicksal ergibt ...

[[https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA Eines ist aber sicher]] ;-D

Die jungen Jahre sind und bleiben die besten, das kann man nicht abstreiten.

Doch, ich bestreite das.

T*apxs


seit wann ist:

Bei manchen Frauen gehört..

eine pauschale Aussage?

TGaps


Ich bin nicht der Mensch, der sich dem Schicksal ergibt ...

Das musst Du ja auch nicht, aber gewisse Dinge kann man trotz besten Willens nicht vermeiden.

sowee&nyx42


Thema ist ja hier-s. o. Da finde ich es nebensächlich ob man ab einem bestimmten Alter eine Lesebrille brauch!

Mich beschäftigt viel mehr die Frage wie die jeweiligen Partner damit wohl umgehen? Wir reden hier ja von keiner Flaute, sondern von einem gravierenden Einschnitt ins Leben der betroffenen Frauen und dadurch ja auch das vom Partner.

Txhis TwiUlight` /Garden


Naja, ich bin zwar noch nicht in dem Thema, aber sooo lange ist es auch nicht mehr hin (bin bald 43 Jahre).

Wenn ich absolut gar kein Interesse mehr an Sex hätte (Kuscheln, zärtlichkeiten etc. schließe ich nicht mit ein) und mein Partner sehr darunter leiden würde, da er noch Lust hat, würde ich ihm wohl "erlauben" sich diesen Sex woanders zu holen.

Solange sich die Partner lieben und die Beziehung wollen und sich einer davon so verändert (auch wenn er nichts dafür kann), dass der Andere leidet, da er was elementares vermisst, soll er sich das woanders holen. Natürlich birgt das die Gefahr, dass der Andere sich dann verliebt, aber ihm deshalb etwas zu verwehren, was er braucht ist ja auch keine Lösung.

PfIAA


Wichtig ist dass man das Thema (z.B. hier) diskutiert und nicht einfach den Kopf in den Sand steckt nach dem Motto "dann ist das halt so"

Natürlich kann man nicht in allen Fällen eine Lösung finden, aber evtl. entdeckt man ja den ein oder anderen Hinweis wie es gehen kann.

sdensKibDelxman


Bei manchen Frauen gehört..

eine pauschale Aussage?

Es bezog sich vielmehr auf den zweiten Satz.

sFwNeeny4x2


This Twilight Garden,

danke für deine Antwort @:)

Ich bin gleich alt wie du und in der Menopause. Von dem Libidoverlust bin ich nicht betroffen, ich habe schon Angst das es bei mir auch mal so sein könnte. Alle haben schon so viel ausprobiert und es hat alles nicht's genutzt. Was bleibt da noch wenn das sexuelle Verlangen des Partners noch so groß ist und er darauf nicht verzichten kann und will ? Trennung ? Seitensprung, Affären usw. ?

Ich denke ich wäre nicht so tolerant wie du |-o

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