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Vorzeitige Wechseljahre - Het fortsetzen bei Fettleber

m?elb1x985 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Foris,

ich habe mit 16 beide Eierstöcke hergeben müssen wegen eines Teratoms. Seit dem mache ich eine HET, die ich bisher immer gut vertragen habe. Ich bin nun 32 und meine Hausärztin hat im April eine Fettleber und Gallensteine diagnostiziert. Meine Leberwerte waren unvorstellbar hoch. Die Gallensteine haben wir behoben durch Entfernung der Gallenblase. Allerdings hat man mir gleich gesagt, dass die auch ohne Gallenblase wiederkommen können.

Nun steht im Beipackzettel, dass man die Pille (ich nehme Lafamme) bei Lebererkrankungen nicht nehmen soll und das diese Gallensteine verursachen können.

Meine Frauenärztin ist grundsätzlich für eine HET. Da brauch ich gar nicht zu fragen. Ich habe jetzt viel recherchiert und komme zu keiner Entscheidung. Ich lese immer wieder, dass Östrogene eine Fettleber begünstigen. Die Auswirkungen eines Hormonmangels sind aber auch keine wirkliche Alternative.

Andererseits Osteoporose ist behandelbar, eine kranke Leber nicht wirklich.

Gibt es noch jemanden, der Probleme mit der Leber hat durch die Pille? Wie geht es denen, die sich gegen eine HET entschieden haben? Über ein paar Erfahrungen würde ich mich freuen. Vielleicht erleichtert ja das meine Entscheidung.

Danke im Voraus.

Antworten
B,en7itaBx.


Da würde ich lieber auf die Pille verzichten. Fettleber kann tödlich sein, würde ich sehr ernst nehmen, auch mit Hinblick auf Langzeitfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs.

Fettleber: da kann man sich gezielt ernähren. Siehe Ernährungs-Docs.

Beim Ernährungsmediziner kriegt man auch Ernährungsberatung verschrieben, die Krankenkasse zahlt anteilig.

Fettleber kann man rückgängig machen, sofern nicht zu weit fortgeschritten. 2 x jährlich Eiweißfasten nach Dr. Worm mit bestimmten Eiweißshakes, nur unter ärztlicher Aufsicht. Am besten eines Ernährungsmediziners. Gibt 80 in Deutschland.

Bücher:

Dr. Worm : Leberfasten nach Dr. Worm

So kriegt die Leber ihr Fett weg - Prof. Seiderer-Nack

Bqeni$taBx.


Die Ernährungs-Doc haben auch Ernährung für die Wechseljahre.

Ganz besonders schädlich bei Fettleber: Smoothies aus Früchten. Damit füttert man die Fettleber.

BHaterv W.


Du bist ja nun nicht in den normalen Wechseljahren, sondern wurdest wegen eines Tumors beidseitig kastriert, wenn ich das richtig verstanden habe.

Du bist also ein Spezial-Fall.

Was würde denn passieren, wenn Du die Hormone absetzt? Virilisierungserscheinungen? Bartwuchs, Stimmbruch?

Was sagt denn der Arzt, der die Fettleber diagnostiziert hat?

Ansonsten bitte die Ernährung überdenken, eventuell das Gewicht reduzieren

SQunf6lowmer_7x3


Ich würde mich ja zuallererst bei einem Leberspezialisten (Hepatologe; i.d.R. bei den Gastroenterologen) vorstellen und die offenen Fragen klären.

Denn eines sollte klar sein: Auch Osteoporose ist nicht lustig und die Medikamente zur Behandlung sind auch nicht ohne. Mit ein bisschen Ernährung, Sportm Calcium und Vit. D ist es da nicht getan. Du hast noch etliche Jahrzehnte vor Dir und da würde ich echte Spezialisten aufsuchen, nicht nur den normalen Gynäkologen.

Bzgl. Osteoporose-Behandlung:

Ziel der Osteoporose-Therapie ist es, das Patientinnen und Patienten keine neuen Brüche mehr erleiden; dazu soll bei ihnen die gestörte Balance zwischen Knochenauf- und -abbau wieder hergestellt werden. Dazu dient eine Umstellung der Lebensweise: Risikofaktoren wie Rauchen meiden, sich mehr bewegen und Nahrung mit viel Kalzium und Vitamin D3 einnehmen. Besteht trotzdem weiterhin ein hohes Risiko, dass es durch die Osteoporose zu neuen Brüchen kommt, kann der Arzt zusätzlich ein Medikament verschreiben.

Das gehört in vielen Fällen zur Klasse der Bisphosphonate. Diese hemmen und töten gezielt knochenabbauende Osteoklasten. Manche dieser Medikamente werden als Tablette eingenommen, andere gespritzt oder infundiert.

Andere Medikamente, die Parathormon (ein menschliches Hormon) oder das davon abgeleitete Teriparatid enthalten, müssen sich die Patienten hingegen täglich unter die Haut spritzen. Sie fördern den Knochenaufbau durch die Osteoblasten.

Ebenfalls eingesetzt werden Medikamente aus der Klasse der selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERM). Einmal täglich als Tablette eingenommen, bremsen sie die Aktivität der Osteoklasten; dabei erhöhen sie jedoch nicht das Risiko für Brustkrebs.

Indirekt wirkt der monoklonale Antikörper Denosumab, der alle sechs Monate unter die Haut gespritzt wird. Denosumab-Moleküle heften sich an bestimmte Moleküle, die sich normalerweise an Antennen von Osteoklasten anlagern. Dadurch wird die Aktivität bereits vorhandener und die Bildung neuer Osteoklasten gebremst.

Quelle: [[https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/neue-medikamente-gegen-osteoporose.html]]

Medikamentöse Therapie

Es werden zwei Gruppen von Medikamenten unterschieden: solche, die eine erhöhte Knochenabbaurate bremsen (Antiresorptiva) und solche, die den Muskel- und Knochenaufbau stimulieren (Anabolika). Zu den Antiresorptiva zählen Bisphosphonate (z. B. Alendronat, Risedronat, Eidronat), Kalzitonin, Östrogene (weibliche Geschlechtshormone), selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) und aktivierte Formen von Vitamin-D (Vitamin-D-Metabolite). Antiresorptiva können einer stark erhöhten Knochenabbaurate entgegenwirken.

Bisphosphonate können bei allen Formen der Osteoporose eingesetzt werden und haben auch bei langjähriger Anwendung keinen negativen Einfluss auf die Knochenqualität - bei den neueren Präparaten treten keine Mineralisationsstörungen mehr auf. Zudem haben sie geringe Nebenwirkungen, sollten jedoch nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden.

Kalzitonin wird entweder unter die Haut gespritzt oder über ein Nasenspray aufgenommen. Seine starken Nebenwirkungen wie Hitzegefühl bis hin zu Erbrechen schränken eine Anwendung über einen längeren Zeitraum deutlich ein. Es kann jedoch zur akuten Schmerzbehandlung zum Einsatz kommen.

SERMs sind Stoffe, die einige Wirkungen des Östrogens besitzen, jedoch nicht alle. Sie können den Knochenabbau verringern und vor allem das Risiko eines Wirbelkörperbruches senken.

Besteht das primäre Behandlungsziel in einem Aufbau von Knochensubstanz, kommen Fluoride, Testosteron (männliches Geschlechtshormon), Parathormon (Teriparatid) und Strontium zum Einsatz. An der Wirksamkeit der bis vor einigen Jahren verwendeten Fluoride bestehen heute erhebliche Zweifel. Die Gabe von Parathormon und Strontium stellen neuere Therapieansätze dar. Während Strontium sich noch in der Erprobung befindet, scheint der unter Einfluss des Parathormons neu gebildete Knochen alle Merkmale eines normalen Knochens zu besitzen. Das Parathormon muss unter die Haut injiziert werden.

Ob das Behandlungsziel erreicht wird oder nicht, kann sowohl mittels einer nachfolgenden Knochendichtemessung als auch mit einer Laboruntersuchung des Blutes oder des Urins festgestellt werden.

Quelle: [[https://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_osteoporose-therapie_561.html]]

Die Situation ist zu komplex, um auf der Ebene von "Achtung Smoothies, Hormone böse" zu handeln. Wichtig wäre, JETZT auch schonmal eine Knochendichtemessung zu veranlassen und nach über 16 Jahren HET zu schauen, wie es in dem Bereich aussieht. Da gehören wirklich Endokrinologen und Hepatologen angesprochen statt Hausarzt und Gyn, der stumpf an der HET festhält.

BPen/itaB.


Ich finde schon, dass Ernährungsmediziner dazu gehören. Ich habe eine Fettleber, ich habe Diabetes, Osteoporose.

Und genau bei dort habe ich die bisher besten Hinweise erhalten, um auch selbst etwas tun zu können, durch entsprechende Nahrung. Die anderen Ärzte dürften von Ernährung null Ahnung haben, wie mein Gastroenterologe, der ma kurz mit der Schulter zuckte, da kann man nix machen.

Ich habe mir ein Trampolin gekauft, war 12 mal in der Physiotherapie, wo man mir Übungen dazu gezeigt hat. Zu Hause kann ich die nun selbst machen. Da wird nur geschwungen, nicht gehüpft. Wenn sogar auf dem Trampolin über 80 jährige so ihre Knochendichte wieder verbessern können, dachte ich mir, was die können, werde ich wohl auch noch schaffen

(war mal ne Sendung wie Visite, wo das gezeigt wurde).

Und die Ernährungs-Docs raten eben genau zu keinerlei Smoothies. Ich finde, das ist ein sehr wichtiger Hinweis, weil die doch als so gesund und modern gelten. Wer weiß so was denn schon ??? Und liebt sie und trinkt sie flaschenweise

ERnährungi ist ein komplexes Thema, daher ist eine Ernährungsberatung eben besonders wichtig.

mdelb`198x5


Danke, für die Tipps.

Was passieren würde, wenn ich die Hormone absetze, kann ich mit absoluter Sicherheit nicht sagen. Ich gehe mal von normalen Wechseljahresbeschwerden (z.B. Hitzewallungen) aus. Es würde ein Alterungsprozess einsetzen für den ich eigentlich zu jung bin.

Die größte Gefahr ist eben die Osteoporose. Östrogen ist für den Knochenstoffwechsel wichtig.

Und wie Sunflower_73 schon gesagt hat: Die Osteoporose-Behandlung ist wieder mit Medikamenten verbunden, die nicht ohne sind.

Bei der Ernährung passe ich seitdem schon auf - wenig Fett, wenig Kohlenhydrate. Würde aber auch nicht behaupten, dass ich mich sonderlich fettreich ernährt hätte. Ich wiege bei einer Körpergröße von 1,48m 42kg. Bin also schlank.

Mit einer Ernährungsumstellung ist es hier in der Tat nicht getan.

Das mit dem Endokrinologen und dem Hepatologen ist ein guter Gedanke.

e}xpec~t]atixon


Ich habe eine (unbehandelt tödlich verlaufende) Autoimmunerkrankung der Leber und habe mich vor drei Jahren trotzdem für eine HET entschieden. So etwas geht allerdings nur mit richtig gutem Gefühl, wenn Leber-Fachärzte und Gynäkologen zusammenarbeiten. Wir haben uns dann entschieden, das Östrogen aus dem ersten Leberkreislauf herauszuhalten, also nicht oral einzunehmen, sondern als Gel über die Haut aufzunehmen (intradermal).

In der ersten Zeit nach Aufnahme der HET wurden meine Leberwerte sehr engmaschig überwacht, um bei Verschlechterung ggf. direkt reagieren zu können. Allerdings haben sich meine Werte trotz Östrogenzufuhr überhaupt nicht verschlechtert. Die intradermale Zufuhr des Östrogens wäre vielleicht auch etwas für dich?

e_xpec#taxtion


Edit: transdermal, nicht intradermal.

S]unflo\we"r_x73


@ Benita:

Klar ist Ernährung wichtig. Aber Du kannst DEIN Alter nicht mit dem Alter der TE vergleichen. 32 Jahre und seit 16 Jahren ohne Eierstöcke, das ist eine andere Liga als Ü60.

BTater &Wx.


Genau.

Zumal sich eine Ü60-Frau in der NATÜRLICHEN Postmeno-Pause befindet, während die TE sich seit der Pubertät in KÜNSTLICHEN Wechseljahren befindet.

Die TE hat die Jahrzehnte der natürlichen Fruchtbarkeit komplett übersprungen, sie ist von der Pubertät direkt in die Wechseljahre gerauscht, wenn man das so sagen kann.

@ melb

Nimmst Du noch andere Medikamente, die die Leber belasten könnten?

Bbe[nit7aB.


Ach, die Ernährung von jung und alt bei Fettleber ist also Banane? Und dann bei den Baustellen?

Gerade ohne Eierstöcke und mit den Rezepten für "Wechseljahre" usw. wäre die TE doch gut bedient. Und mit denen zu Osteoporose...

Aber hinweisende Tips sind offenbar weder erwünscht noch sonstwas.... Ratschläge sind offensichtlich immer Schläge, besonders wenn sie nützlich sein könnten.... :)D

sZtpeppJo25


Ein natürliches Mittel gegen Osteoporose wäre das Kaliumcitrat, es fördert die Calciumresorption.

Bitte GOOGLE "Kaliumcitrat Osteoporose" sondieren.

mnelb1v985


Über einen Wechsel des Präparats auf Gel oder Pflaster hatte ich auch schon nachgedacht. Bei meinen Nachforschungen habe ich aber gelesen, dass das Östrogen an sich generell über die Leber abgebaut wird. Und irgendwo stand auch, dass bei Zufuhr über die Haut, der Schutz vor Osteoporose nicht nachgewiesen ist. Und letztendlich geht der Wirkstoff auch ins Blut und landet damit in der Leber. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich eine Alternative ist.

Bei der Ernährung passe ich jetzt schon allein wegen der Gallensteine auf. Das ist eben laut Beipackzettel auch eine Baustelle, die durch die künstlichen Hormone begünstigt wird.

Ernährung ist m.E. grundsätzlich ein Thema dem man Beachtung schenken sollte.

Das ich quasi von der Pubertät in die Wechseljahre - also von einem Extrem ins andere - versetzt wurde, hatte ich noch gar nicht bedacht. So habe ich rein körperlich mehrere Jahrzehnte übersprungen. :-/

Ja, ich nehme noch ein anderes Medikament und das eigentlich schon lebenslang. Das brauche ich aber dringend. Dieses wegzulassen würde meine Lebensqualität sehr beeinflussen. Allerdings täte das eine Osteoporose wahrscheinlich auch.

Mein Dilemma besteht darin, dass ich von der Fettleber nichts merke und momentan auch keine Gallensteine habe. Also weiter an der HET festhalten könnte. Beides ist aber laut Beipackzettel kontraindiziert. Fettleber kann zu schlimmeren - tödlich verlaufenden - Erkrankungen führen, Leberstau durch Gallensteine zu Leberversagen.

Lasse ich die Hormone weg, ist die größte Gefahr die Osteoporose. Da besteht nun wieder die Gefahr im Rollstuhl zu landen oder bettlägerig zu werden.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, kann man die Osteoporose aber mit Bewegung und Ernährung in Schach halten. Ich bin allerdings auch skeptisch ob das die nächsten 50 Jahre so ausreicht.

Es sieht sehr danach aus, dass ich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera habe. Trotzdem bin ich für eure Ratschläge weiterhin sehr dankbar - immer her damit. Die Entscheidung könnt ihr mir ja letztendlich nicht abnehmen. Das erwarte ich auch gar nicht. Wenn man in einer Sackgasse steckt, sind neue Impulse immer gut.

S5unfdloiwerQ_7x3


Osteoporose kann man mit Sport und Ernährung un Schach halten - wenn man wechseljahrsbedingt in den Hormonmangel rutscht. In Deinem Fall sind Ernährung und Bewegung extrem wichtig, aber nur ein Ansatzpunkt. Der in Deinem Fall nicht ausreichen wird.

Lass' Dich doch mal von wirklichen Spezialisten individuell beraten. Und entscheide dann, statt Dir selber das Gehirn zu zermartern. Letztlich wird so ziemlich alles in der Leber verstoffwechselt - auch Osteoporosepräparate. Da muss wirklich sehr sehr sorgfältig abgewogen werden, was Sinn macht.

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