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Gesammelte Erfahrungsberichte: Weisheitszahn-Operationen

GjoPldeinsen


Ich muss kurz vorweg sagen, dass sich vier Freunde von mir in den Wochen nach und vor meiner OP ebenfalls die Weisheitszähne haben ziehen lassen und nicht die geringsten Probleme während der OP und danach hatten. Einer davon hat am Tag der OP schon wieder, natürlich nur äußerst langsam und vorsichtig, eine Wurstsemmel gegessen. Die anderen konnten am Tag darauf relativ normal Essen wenn mit Vorsicht.

Bei mir lief es weniger harmonisch. Ich hatte zwei Termine bei meinem Zahnarzt um die Zähne an jeweils einer Seite zu ziehen.

Beide Seiten haben etwas länger als eine Stunde gedauert und es war die reinste Qual, dass einzige was noch schlimmer war, waren die Tage danach. Auf der zweiten Seite war der obere Weisheitszahn nach sage und schreibe zwei Minuten gezogen und ich habe mich gefreut, dass es diesmal so einfach läuft.

Weit gefehlt, denn der untere Zahn saß wiedermal extrem fest und er hat ewig gedauert den Zahn zu entfernen. Es musste auch die Betäubung nach gespritzt werden, wodurch einem dann die Innere Hoffnung "hach, jetzt ist es aber sicher gleich vorbei" komplett geraubt wird. Nach der OP kommt dann noch das zunähen der Wunde, jetzt weiß man wenigstens man hat es bald geschafft.

Mein Zahnarzt meinte danach, es läge daran, dass die Zähne bei mir sehr lang seien. Das Schlimmste kam aber erst noch, mir wurden zwar Schmerztabletten mit Codein verschrieben, diese hatten sich aber im Nachhinein als viel zu schwach erwiesen hatten. Hätte ich damals schon gewusst wie gut 800 Ibuflan solche Schmerzen lindern können, wäre ich einfach auf diese umgestiegen, wie mir der Arzt einen solchen viel zu laschen Müll verschreiben konnte ist mir schleierhaft.

Es war dann wie immer mit Schmerzen. Tagsüber noch erträglich, aber früh Morgens, Abends und Nachts waren sie unglaublich schlimm. Das blödeste war jedoch das ständige Bluten und der Speichelfluss. Länger als eine Stunde am Stück schlafen war nicht möglich und mein Gesicht lang dann in einer großen Blutlache, weil die ganze Zeit mit Spucke vermischt aus meinem Mund lief. Ich hatte immer einen Spuckbecher neben mir, denn die Schluckschmerzen waren so unerträglich. Auch am dritten Tag konnte ich nur mit verzerrtem Gesicht schlucken. Danach habe ich natürlich auf einem Handtuch geschlafen, drei Tage später aß ich immer noch Suppe.

Bei der zweiten Seite musste ich vierzehn Tage nach der eigentlichen OP noch einmal zu Zahnarzt, weil etwas vom Zahn oder ein Teil des Kieferknochens plötzlich durchs Zahnfleisch schaute was dann gleichzeitig meine Zunge auf geschliffen hatte. Alles im allem war es ein schmerzhaftes Trauerspiel. Hätte der Zahnarzt nicht nur schweigend da gesessen sondern auch mal mit mir gesprochen oder mir gesagt was er gerade für einen Arbeitsschritt vornimmt hätte es mir sicher die Zeit erleichtert.

Was auch bei meinen ganzen Freunden nicht der Fall war das Antibiothika, ich musste nach der OP zehn Tage am Stück Antibiothika nehmen. Im Nachhinein betrachtet war mein Zahnarzt ein Stümper, er war schon älter und hatte mal einen schweren Unfall ihm wurde auch nachgesagt, nach dem Unfall nicht mehr gut arbeiten zu können. Mittlerweile ist er in Pension und ich bin bei einem vernünftigen Zahnarzt.

Von Zeit zu Zeit habe ich noch leichte Schmerzen an den Stellen wo die Nähte sind und die Weisheitszähne entfernt wurden warum weiß ich nicht. :)=

S]amkDi90


Welche Methoden der Betäubung gibt es überhaupt?

# örtliche Betäubung (Spritze)

# Vollnarkose (kommt nicht in Frage. Zu teuer und ich habe Angst vor Narkosen)

# Dämmerschlaf

# Sedierung? (ist das was anderes?)

Ab und zu lese ich noch von Beruhigungstabletten (Tavor, Opipramol etc.) und Spritzen. Kann mich bitte jemand über die vielfältigen Möglichkeiten der Sedierung informieren? Danke! :)z

Bei mir sollen alle 4 Weisheitszähne raus.

S.am +Roxck


Wollte hier auch mal meine Erfahrung loswerden.

Bei mir ging alles mit Zahnschmerzen im Oberkiefer an weswegen ich zum Zahnarzt ging. Der stellte sehr schnell fest, dass ein Weisheitszahn stark kariös sei und raus müsste.

Also ab zum Kieferchirurgen. Die Ärztin dort bestätigte dann die Diagnose und meinte nur relativ trocken "also den nehmen wir raus, die anderen drei sind auch nicht erhaltungswürdig. Dann machen wir am Besten gleich alle vier"

Ich war davon zunächst nicht so begeistert, aber ok. Ich sollte dann bis zum Termin zwei Wochen lang Antibiotika nehmen. Damit gingen dann auch die Schmerzen zurück.

Der Tag des Eingriffs begann recht entspannt, unter anderem weil ich die Assistentin persönlich kannte. Ich bekam zunächst die Betäubungsspritzen, dann Musik auf die Ohren. Nach etwa 30 Minuten durfte ich dann das Zimmer wechseln und mich auf die Liege legen.

Die Ärztin erklärte mir dann die weiteren Schritte (sie erklärte mir auch während der Behandlung jeden einzelnen Schritt). Dann ging's auch schon los.

Insgesamt ging alles recht problemlos und höchstens 20 Minuten.

Lediglich beim kariöse Zahn war etwas schmerzhaft weil der Nerv schon angegriffen war. Wer schonmal bei einer Wurzelbehandlung war, kennt das.

Ein Zahn im Unterkiefer lag etwas ungünstig und musste zerteilt werden.

Das Zersägen empfand ich extrem unangenehm und schlimmer als den kariösen Zahn. Aber der Kieferknochen lässt sich eben nicht betäuben.

Für mich das Schlimmste am ganzen Eingriff waren die Geräusche und die Krafteinwirkungen auf den Kiefer. Das Knirschen und Malmen war echt übel und es dauerte sicher zwei Minuten bis ich mich nach dem Eingriff langsam entspannen konnte.

Aber ich war dann froh, alle vier los zu sein. Wenn nur zwei gezogen worden wären, wäre ich wohl nicht nochmal hingegangen.

Ich habe nach der Behandlung dann konsequent über zehn Stunden die Wangen gekühlt. Dafür hatte ich mich zuhause vorbereitet.

Ich konnte in der ersten Nacht bereits problemlos schlafen, auch in Seitenlage. Am Morgen danach bin ich ohne wirkliche Beschwerden aufgewacht und hatte auch absolut keine Schwellungen.

Auch die Ärztin meinte bei der Kontrolle, man sieht ja gar nichts.

Ich habe dann trotzdem die ersten zwei Tage nur Brei, Suppe und Joghurt gegessen und viel kalten Kamillentee getrunken. Drei Tage nach dem Eingriff konnte ich schon wieder fast normal essen, hab aber noch auf sehr hartes oder kantiges und krümeliges verzichten.

Ansonsten hatte ich überhaupt keine Probleme, von den verschriebenen Schmerztabletten habe ich nur am Behandlungstag ein paar genommen, als irgendwann die Wirkung der Spritzen nachließ. Danach habe ich keine Schmerzmittel mehr gebraucht.

Fazit:

Ich hatte das Glück, dass meine Zähne alles in allem recht unproblematisch raus gingen und auch die konsequente lange Kühlung hat sehr viel geholfen so das die Heilung sehr entspannt verlief.

Aber die Behandlung selbst war mit das unangenehmste das ich je erlebt habe und ich bin froh die Sch..dinger los zu sein.

D_nnxi


Hallo ihr liebe , würde an dieser Stelle auch mal gerne meine Erfahrungen berichten :)

Hab vor 4 Wochen meine linken Weisheitszähne unter lokaler Betäubung gezogen bekommen , alle 4 waren bereits komplett durchgebrochen. Ich habe sie mir in der Zahnklinik ziehen lassen und durfte beim Eingriff Musik hören . Nach nichtmal einem halben Lied , informierte der Arzt mich bereits dass die Zähne draußen sind und er jetzt noch zu näht. Nach 10-15 Minuten war die Sache erledigt. Es hat noch etwa 3 Stunden leicht vor sich hin geblutet , nach 3 Tagen war alles gut . Ich hatte zu keinem Zeitpunkt schmerzen, die Backe war leicht geschwollen und ein bisschen blau , nach 9 Tagen hab ich die Fäden gezogen bekommen , wo mir der Arzt bestätige dass alles super verheilt ist.

Vorgestern habe ich dann die rechte Seite gezogen bekommen und was soll ich sagen , es war leider nicht so ein Spaziergang wie bei der linken Seite. Ich hab während der Op klar den Druck gespürt wie er mir die Zähne gezogen hat und es hat auch etwas länger gedauert. Anschließend hat es auch deutlich stärker und länger geblutet. Habe seitdem auch schmerzen , die verschriebene 600mg ibus helfen leider nicht wirklich , nach zwei Schlaf freien Nächten , war ich kurz vorm überschnappen wegen dem permanenten Schmerz . In meiner Verzweiflung habe ich mir dann vor einigen Stunden den meinerseits verhassten Kamillentee gemacht und zwei Tassen (kalten!) Tee getrunken, komischerweise sind die Schmerzen jetzt deutlich besser ! Nicht weg , aber wirklich ertragbar , also von mir der Tipp an alle Schmerz geplagten : Kamillentee hilft , warum auch immer. ( über die desinfizierende Wirkung bin ich mir bewusst ) .

Was mich dieses Mal noch ziemlich fasziniert ist , dass trotz schmerzen , keine Schwellung zu sehen ist . Nach meinem Wissen erreicht die Schwellung normal nach ca. 36 Stunden ihren Höhepunkt , bei mir sind jetzt ca 55 Stunden vorbei und man kann wirklich überhaupt keine Schwellung sehen 🤔

Mich würde nur mal interessieren warum die eine Seite deutlich schlimmer war als die andere , da mein Arzt meinte die Zähne liegen auf beiden Seiten gleich und wachsen alle gerade raus.🤔

N~inm77


Ich schreibe mal über meine Erfahrung, weil sie mich total umgehauen hat. Und zwar wie schnell und schmerzlos das war. Aber ich hatte auch einen extrem guten Arzt. Tipp: Sucht euch einen MKG-Chirurgen (Mund-Kiefer-Gesicht).

Betäubung: Nichts von der Spritze gemerkt, obwohl die Stelle nicht mit Spray behandelt wurde.

Die Backe wurde nicht einmal dick oder taub, ich hatte schon Sorge, die Betäubung hätte nicht gewirkt.

Nach 15 Minuten Einwirkzeit kam der Arzt und hat mir zwei Weisheitszähne (waren schon herausgewachsen) gezogen und die Wunden vernäht. Das ganze hat etwa 3-4 Minuten gedauert. Ja, ich habe schon das "Knarz-Knarz" gehört, wenn der Zahn herausgehebelt wird, aber es tat nicht weh.

Zwar hatte ich mir Ibuprofen und Kälte-Pads aus der Apotheke geholt und direkt eine Ibuprofen genommen, aber das war dann auch die letzte Tablette, denn weder hat etwas weh getan, noch ist etwas angeschwollen oder auch nur warm geworden.

Also sehr schnell, schmerzfrei während und nach der Behandlung.

Das einzig lästige war vielleicht der Blutgeschmack im Mund, ansonsten war ich sehr zufrieden mit der Behandlung.

kMle/in-es_ixch


war bei mir letztendlich auch harmlos, obwohl ich extrem angst hatte.

Lokalanästhesie war total schmerzlos, 1 zahn als probedurchgang bei erster Sitzung, 3 übrigen weisheitszähne in der nächsten Sitzung gezogen, bei einem musste der Arzt etwas am knochen arbeiten, aber ich hatte nicht mal eine schwellung am nächsten tag. muss aber auch dazusagen, daß die wurzeln sehr gerade im kiefer saßen. wenn das irgendwie krumm liegt, kanns schon unangenehmer sein schätz ich.

gegen die schmerzen danach hab ich parkemed 500 genommen. dafür war ich durch die Aufregung so fertig, daß ich gut 12h durchgeschlafen hab |-o

hab in jede wunde 1 antibiotisches streifchen gelegt bekommen, was nach ein paar tagen entfernt wurde. durfte bis dahin keine Milchprodukte konsumieren und musste mit chlorhexamed nachspülen und nur breiiges zeug essen (das war das schlimmste dran :).) alles sehr schön abgeheilt und vermisst hab ich sie auch nicht.

K8rabbemlk"äferxle


Ich fand es total easy peasy. Hatte damals total bammel davor und vor den Spritzen, aber die sind völlig erträglich und ein guter Chirurg macht das ruckzuck. Ich war speziell bei einem Arzt, der nur OPs macht und nix anderes. Das war absolute Routine.

Drei Tage vorher hab ich angefangen Arnica und Traumeel zu nehmen. Achja und meine Mutter wollte damals unbedingt, dass der Termin im abnehmenden Mond ist. Heilt wohl besser ;-D Ich erwähns der Vollständigkeit halber einfach mal.

Ich bin selbst hingefahren und wieder heim, ging alles.

Beide Zähne rechts waren nach ca. einer Minute draußen. Trotz kleinen Haken an der Wurzel. Ich wurde danach geröngt, damit man sieht, ob die Haken der Wurzeln auch komplett draußen waren und konnte dann mit meinem mitgebrachten Kühlpad gehn.

Am Nachmittag hab ich so ein Stück Mull ausgetauscht, dass auf der Naht lag, damit Druck drauf kommt. Das wurde mir mitgegeben.

Am Abend hab ich schon wieder ein Stück Kuchen gefuttert und Kartoffelsalat.

2 Nächte hab ich etwas hochgelagert geschlafen. Keine Schwellung, wenige Schmerzen. Ich habe glaube ich nur 1x ne Tablette genommen bevor die Spritzen nachliesen. Die homöopathischen Mittel hab ich weitergenommen und brav gekühlt, auch nachts so gut wies ging.

Beim zweiten mal wars wieder so, hatte allerdings ne leichte Schwellung und der Kiefer brauchte ging mehrere Tage nicht weit auf. Aber alles völlig aushaltbar gewesen.

Dafür, dass ich jeweils 3 Tage daheim sein durfte von der Arbeit, wars prima ;-D Kam mir vor wie Urlaub o:)

Achja das Fäden ziehen nach 10 Tagen hab ich gar nicht bemerkt.

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